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Marie-Christin
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heute 08:35

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Laura
6. Jan. 18:46
Wenn man aber bedenkt dass 99,9% der Hundekontakte harmlos sind selbst wenn es mal zo ein bisschen Gebelle kommt und viele Halter völlig überzogen reagieren dann frage ich mich manchmal schon wer gefährlicher ist. Mich stört es überhaupt nicht wenn ein unangeleinter Hund Lichtjahre entfernt an uns vorbei läuft oder wenn ein unangeleinter Hund bei seinem Menschen bleibt. Ich fange ja nicht schon Kilometer vorher an zu schreien dass jemand seinen Hund anleinen soll. Wenn er seinen Hund nicht anleint gehe ich erstmal davon aus dass e der Hund bei seinem Menschen bleibt und aufrufbar ist. Das ist ja auch fast immer so. Und wenn es mal nicht so ist und der Hund tatsächlich zu uns kommt gehe ich mit meinen einfach weiter. Lediglich wenn meine Hündinnen in der standhitze sind bitte ich den anderen Halter seinen Hund anzuleinen bzw informiere ihn und habe auch tatsächlich eine Wasserflasche dabei aber bisher nur einmal gebraucht. Hat bis jetzt immer funktioniert.
Ja, völlig überzogen reagieren kenne ich auch. Wir hatten auch mal eine Begegnung mit einer freilaufenden Dalamtinerhündin, die Rosie dann bellend weggeschickt hat, weil sie offenbar keine Lust auf Kontakt hatte. Die Halterin hat sich dann bei mir entschuldigt und schnell das weite gesucht. Ich habe ihr vorher noch gesagt, das doch alles in Ordnung ist und die Situation überhaupt nicht schlimm war, aber für sie war das irgendwie ,,bedrohlich".
Klar, wenn sich zwei Leinenpöbler begegnen, kann das schonmal krass wirken, aber im Freilauf hatten wir noch nie Probleme
 
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Guido
6. Jan. 18:52
Grundsätzlich sind täglich Hundebegegnungen immer eine Herausforderung. Mal laufen sie gut ab (wenn beide Hundebesitzer sich richtig verhalten) und mal eben nicht.

Du solltest anfangen am Verhalten der anderen Hundebesitzer(rin) zu entscheiden ob dies eine gute oder schlechte Begegnung sein wird. Ich habe mir angewöhnt mehr auf den anderen Besitzer als auf sein Hund zu konzentrieren. Seinen Hund kann ich schnell einschätzen aber wenn der Besitzer(rin) das nicht wahrnimmt oder garnicht erst merkt, fange ich sofort an mich defensiv aufzustellen.

Heisst bei mir, kurze Leine an meinem Hund und ich positioniere mich vor meinem Hund um einen direkten Kontakt zu vermeiden.
 
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Yvonne
6. Jan. 19:23
Also mein Border würde das vermutlich als Aufforderung zum Spielen bewerten. Er liebt Zerrspiele an der Leine. Wenn die Leine so vor ihm herumfliegen würde, würde er versuchen, sie zu fangen.
Wenn derjenige, der die Leine schwingt körpersprachlich schlaff und vielleicht noch zurückgerichtet ist, dann stimme ich Dir zu.
Die Leine ist nur zum Erzeugen einer optischen Barriere da, wenn man sie rotieren lässt.
Die eigene Körpersprache ist entscheidend, ob sich ein Hund beeindrucken lässt oder nicht.

Ich hatte in den letzten Jahren vereinzelt mal Fälle, wo freilaufende Hunde auf meine Hundegruppe zugerannt kamen.
Diese Hunde stoppe ich IMMER, auch wenn sie harmlos und einfach nur freundlich sind.
Getreu dem Motto: „Auf dem Schulhof wird nicht gerannt!“

Hunde, die normal laufen/gehen und ruhig bleiben, die dürfen gerne „Hallo“ sagen.
Alle anderen müssen erstmal runterkommen und je nach gezeigter Körpersprache (auch der Hunde in der eigenen Gruppe), lasse ich sie eben auch gar nicht dran, bleibe aber dem Hund gegenüber nett, auch wenn ich kurz vorher noch körpersprachlich gedroht habe, nehme ich den Druck wieder raus, sobald der Hund runterfährt, ruhig wird, sich bisschen abwendet oder sogar Abstand aufbaut.
Meistens sind dann auch schon die jeweiligen Halter angekommen 😊

Zum abrupten Stoppen einer anrasenden Rakete, schleudere ich die Leine einmal rechts, einmal links um meine Hüften, das macht beeindruckende Geräusche und lenkt für genau die Sekunde, die Aufmerksamkeit auf mich, dass ich mit meiner Körpersprache und einem Ä oder AB den Hund auf Abstand halten kann oder sogar zurückschicken kann.
Die allermeisten suchen dann schon Blickkontakt zu ihren Frauchen/Herrchen, weil sie nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen.

Man kann das alles auch nicht immer so pauschal sagen, weil es immer auf die Situation, die Hunde und die dazugehörigen Menschen ankommt.
Einen Einfluss hat auch, ob ich einen Hund oder mehrere dabei habe und ob es meine eigenen oder fremde Hunde sind. Da kann die Verantwortung eine ganz andere sein.
Wird nie langweilig 😁
 
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Oliver
6. Jan. 19:54
Grundsätzlich sind täglich Hundebegegnungen immer eine Herausforderung. Mal laufen sie gut ab (wenn beide Hundebesitzer sich richtig verhalten) und mal eben nicht. Du solltest anfangen am Verhalten der anderen Hundebesitzer(rin) zu entscheiden ob dies eine gute oder schlechte Begegnung sein wird. Ich habe mir angewöhnt mehr auf den anderen Besitzer als auf sein Hund zu konzentrieren. Seinen Hund kann ich schnell einschätzen aber wenn der Besitzer(rin) das nicht wahrnimmt oder garnicht erst merkt, fange ich sofort an mich defensiv aufzustellen. Heisst bei mir, kurze Leine an meinem Hund und ich positioniere mich vor meinem Hund um einen direkten Kontakt zu vermeiden.
Korrekt, das sehe ich genau so.
 
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Torsten-Eric
6. Jan. 20:00
Ich habe einen Listenhund und musste schon mehrere kleine Hunde, die nicht angeleint waren und meinen Pitbull angreifen wollten, regelrecht wegtreten. Das geschilderte Problem gibt es also andersherum genauso.
 
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Regina
6. Jan. 20:13
Hier ein tolles Beispiel.. "Der Videoersteller übertreibt echt maßlos. Er wirkt total ängstlich und überfordert, was sich offensichtlich auch auf seinen Hund überträgt. Dass der Hund in solchen Situationen eskaliert, ist daher kaum überraschend. Der andere Hund ist noch gefühlt drei Postleitzahlen entfernt und er zückt sein Pfefferspray 🤣 (Erinnert mich stark an mich selbst vor zehn Jahren mit meinem damaligen Hund.)🫣😅"
Hallo Mel und Nio, zudem Video ich finde das der eine Hunde Besitzer, schon echt in Stress und auf Konferaion aus ist. auch wenn der andere Hund noch echt weid Entfernt ist.
Ich habe leider auch solches verhalten schon einige male gehabt,auch wenn ich meine Lacky da auch noch Angeleint gehabt habe.
 
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Kirsten
6. Jan. 20:54
Also ich kann das schon verstehen das klein Hunde Halter nicht möchten das ein großer Hund über den kleinen drüber bügeln. Anderseits wünsche ich mir auch das kleine bzw kein Hund in meinen Reinrennet.
Genau, ich als Kleinhundehalterin wünsche mir auch nicht, dass andere Hunde über meine Hündin drüber bügeln, da bin ich bei dir. Es gab Begegnungen in denen genau das passiert ist und auch daraus durfte ich lernen.

Ein starker Größenunterschied hat Mira früher verunsichert, genau deswegen bin ich über jedem HH größerer Hunde dankbar, der Mira unvoreingenommen gesehen hat und unseren Weg begleitet hat. Durch deren Hund sie lernen durfte, dass Größe nicht automatisch Gefahr bedeutet und größere Hunde eben wunderbare Zeitgenossen, manche davon Freunde, sein können.

Die Fotos, ich ich angehängt habe, sind für mich schöne Erinnerungen und keine Situationen in denen ich Angst, um meine Hündin haben musste. Ich wünsche mir, dass das in der Form auch für andere möglich sein kann, die aktuell vielleicht noch ein schlimmes Erlebnis präsent im Kopf haben.
Das Halter größerer Hunde nicht das Gefühl haben müssen, dass sie unter Generalverdacht stehen, die Umwelt und andere Hunde zu gefährden und besser irgendwo aufgehoben wären, wo der Pfeffer wächst.
Das ein kleiner Hund nicht automatisch als lästiges, unerzogenes Wesen empfunden wird. Das statt zu urteilen und sich lustig zu machen eine Hand gereicht wird.

Ich wünsche mir weniger Feindbilder. Mehr Verständnis füreinander. Das würde vieles einfacher machen. Kein Hund bügelt allein deswegen über meine Hündin drüber, weil er groß ist.
 
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Sebbi
7. Jan. 04:53
Als Halterin einer kleinen Hündin mit vielen großen Hundefreunden und auch Bekanntschaften würde ich mir häufig weniger abwertende Sprache gegenüber den Hunden wünschen. Wenn ich so etwas lese stimmt es mich traurig, egal ob es sich nun um einen „Kampfzwerg“ oder einen „aggressiven großen Hund“, „den „bösen Listenhund“, „so einem wie ihren Hund“ oder sonstiges handelt. Wenn ich die Texte dazu lese, erweckt es in mir den Eindruck, als würde das Problem nur sehr selten wirklich im Verhalten des Hundes liegen. Sicher passt nicht immer jede Begegnung für alle. Nicht jeder Hund ist mit jedem kompatibel. Das ist ja auch völlig in Ordnung so. Manchmal sind die Menschen auch nicht kompatibel, kommt vor. Schöner wäre es, wenn geschaut werden würde, ob sich die Hunde wohlfühlen und zueinander finden können, oder ob sie Hilfe benötigen, oder ob man sich eben einfach nur mit nötigem Abstand passiert. Vielleicht ist es wert drüber nachzudenken, wie sehr man mit der eigenen Sprache dazu beiträgt den Graben zwischen Klein und Groß zu vertiefen 🐾
Wir hatten früher einen Yorkie in der Familie. Er wurde nicht nur Kampfzwerg, sondern auch Fußhupe, Wadenbeißer oder Nu….fiffi genannt. Verletzt gefühlt hat sich dadurch niemand – Jerry am allerwenigsten. 😉

Bei gefühlt 80 % aller Begegnungen mit kleinen Hunden lässt deren größenwahnsinniges Verhalten den Begriff „Kampfzwerg“ zudem äußerst treffend erscheinen.

Man sollte sich das Leben nicht unnötig schwer machen: Es übergibt sich ja auch nicht jeder, der etwas „zum Kotzen“ findet, und die wenigsten sind wirklich erregt, wenn sie etwas als „geil“ bezeichnen.
 
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Sabine
7. Jan. 05:19
Wir hatten früher einen Yorkie in der Familie. Er wurde nicht nur Kampfzwerg, sondern auch Fußhupe, Wadenbeißer oder Nu….fiffi genannt. Verletzt gefühlt hat sich dadurch niemand – Jerry am allerwenigsten. 😉 Bei gefühlt 80 % aller Begegnungen mit kleinen Hunden lässt deren größenwahnsinniges Verhalten den Begriff „Kampfzwerg“ zudem äußerst treffend erscheinen. Man sollte sich das Leben nicht unnötig schwer machen: Es übergibt sich ja auch nicht jeder, der etwas „zum Kotzen“ findet, und die wenigsten sind wirklich erregt, wenn sie etwas als „geil“ bezeichnen.
Aber sollte man nicht in Zeiten wie diesen jede Verrohung ( auch der Sprache), insbesondere, wenn sie völlig unnnötig diffamierend ist, ablehnen? Ich habe einen kleinen und einen großen Hund, denen ist es tatsächlich egal, wie sie bezeichnet werden. Mir nicht.
 
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Ingo
7. Jan. 06:51
Ich kann dieses Thema gut verstehen, auch wenn ich keinen kleinen Hund habe und mein Hund sich verteidigen kann. Mir fällt aber immer mehr auf, dass sich Leute an Leinenpflicht/Leinenzwang nicht mehr halten. Ihre Hunde in bestimmten Situationen nicht unter Kontrolle haben. Oder junge, unreife Männer, die aggressives Verhalten lustig finden, von ganz bestimmten Rassen, die es oft in die Medien schaffen. Da wundert mich das Thema Giftköder auch nicht mehr. Denn solche Hundehalter werden sich auch gegenüber nicht-Hundehaltern so verhalten. Es gibt Hunde, unabhängig von der Rasse, die man nicht mit Wasser stoppen kann. Ich habe letztens jemanden zu verstehen gegeben, wenn er uns nochmal so begegnet, dass ich das Ortsamt informieren werde.