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Marie-Christin
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heute 15:13

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Svenja
5. Jan. 20:22
Ja das stimmt schon aber die sind halt auch zusammen aufgewachsen von daher können sie sich sehr gut gegenseitig einschätzen. Meine sind auch manchmal richtig kleine fiese Pratzen und zwicken ihn dann und der arme blutet dann sogar manchmal. Das stört ihn aber überhaupt nicht
Klar, eine gute Sozialisierung mit allen Rassen ist natürlich Voraussetzung, sonst sind OEBs für andere Hunde ein Alptraum. Bei uns im Haus wohnt auch eine und sein Herrchen ist ziemlich traurig, dass der so wenig Freunde findet 😔
 
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Carola
5. Jan. 20:27
Klar, eine gute Sozialisierung mit allen Rassen ist natürlich Voraussetzung, sonst sind OEBs für andere Hunde ein Alptraum. Bei uns im Haus wohnt auch eine und sein Herrchen ist ziemlich traurig, dass der so wenig Freunde findet 😔
Dabei sind das so super tolle und liebenswerte Hunde
 
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Babs
5. Jan. 20:31
Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagst, dass man entspannter sein sollte. Dabei hilft aber enorm, wenn jeder seinen Hund zunächst einmal bei sich behält, ob mit oder ohne Leine, und dann mit dem anderen HF erst einmal spricht, ob es i.O. ist, wenn die Hunde Kontakt aufnehmen. Wenn es für einen der HuHa nicht i.O. ist, kann man entspannt seiner Wege ziehen, oder die Hunde dürfen sich halt "kennenlernen". Ich hatte so eine Begegnung letztes Jahr mit einem jungen Staff. Der Staff war angeleint, also habe ich meine Omi auch angeleint, dem Besitzer des Staff aber gesagt, dass eine Kontaktaufnahme ohne Leine gern erfolgen kann (weil ich durch die langsame Annäherung die Möglichkeit hatte zu sehen, dass der Staff noch sehr jung und dementsprechend einfach nur "aus dem Häuschen war", als er uns sah). Der Mann freute sich, wies aber darauf hin, dass sein Junior aber sehr wild wäre (fand ich gut, dass er so ehrlich war). Ich war auch ehrlich und sagte, das meine "Fräulein Rottenmeier" bei den jungen Wilden ist und es sein kann, dass sie ihn anblafft, wenn es ihr zu bunt wird. War für den anderen HuHa i.O., also Leinen ab und los. Junger Staff traf auf gestandene Schnauzerdame, die ihn irgendwann auch tatsächlich energisch anblaffte. Ergebnis: ein kleiner Staff, der respektvoll neben meiner Omi lief und sich nur schwer von ihr trennen mochte. Ein Bild für die Götter! 😂 Das sind Hundebegegnungen, wie man sie sich wünscht...
🥰🥰 Und genau das meinte ich, dass man als HH untereinander einfach ein bissel freundlicher sein darf. Wenn die Menschen freundlich miteinander kommunizieren, fällt es so machem Hund auch leichter, sich zurückzunehmen. Man merkt es schon zu Hause (ohne Ablenkungen) wie sensibel Hunde auf Stimmungen reagieren.
 
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Silke
6. Jan. 05:09
Also, jeder hat eine andere Sichtweise. Teilweise sieht man es immer aus der Sichtweise des eigenen Hundes. Erstmal vorweg, was mich immer grundsätzlich ärgert, kommt mir Jemand mit einem angeleinten Hund entgegen, ist es doch wohl selbstverständlich den freilaufenden Hund auch anzuleinen. Warum und weswegen ist doch Schnurzpiep. Mein Welshrüde war gegenüber anderen Rüden nicht immer friedlich gestimmt. Also war er an der Leine, immer diese Diskussionen, kam mir ein freilaufenden Hund entgegen, rief ich immer, ist es ein Rüde bitte anleinen,. Antwort, der tut nichts. Ich, aber meiner.
Abartig, ich will nicht diskutieren, ich will in Ruhe meine Runde drehen. Mit dem Airedale Terrier ist es anders, der spielt an der Leine verrückt, so daß man meint, oh Gott, der stürzt sich auf meinen Hund. FREI ist das ein Lämmchen, Sichtweise eine andere. Freilaufend immer in Reichweite, das ich ihn zurück rufen kann, wenn mir ein angeleinten Hund entgegen kommt. Ich kenne diese Ängste, nur jetzt spielt ja mein Hund verrückt. Da müssen wir auch durch. Hoffe es wird mal besser. Jeder Hund ist anders, die Sichtweise manchmal dem Hund angepasst, ABER SIE SOLLTE EIGENICH IMMER NEUTRAL SEIN.
 
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Kirsten
6. Jan. 09:15
Zunächst mal möchte ich sagen, dass es mir unheimlich leid tut, dass ihr diese blöde Erfahrung gemacht habt. Das sitzt sicherlich tief.

Ich bin da bei Babs, über Kommunikation lässt sich mit den allermeisten HH vieles lösen und mit dieser Grundeinstellung gehe ich auch in tägliche Begegnungen.
Sehe ich entgegenkommende HH bereits als Kontrahenten an, wird es schwierig geeignete Worte für einen guten Ablauf zu finden. Die Person gegenüber wird die ablehnende Haltung spiegeln.

Wenn ich einen Hundehalter von weitem so einschätzen würde, dass er nicht erkennt, dass sein Hund angemessener gesichert werden müsste und sogar gefährlich für meine Hündin werden könnte, umlaufe ich so großräumig, das der Hund kein Interesse an uns entwickelt. Die Körpersprache meiner Hündin zeigt mir, ob ich aus ihrer Sicht mit meiner Einschätzung richtig liege.
Sämtliche Leute aus meinem Umfeld, die höherrangig und mit Verstand im Kampfsport aktiv sind, erklären, dass es am besten ist gar nicht in Situationen zu geraten, in denen man gelernte Techniken anwenden muss. So halte ich es eben auch in Hundebegegnungen.

An Abwehrausrüstung habe ich auf dem Spaziergang nichts dabei. Vermutlich wäre ich im Angrifffall auch nicht geistesgegenwärtig genug, diese zu verwenden.
Meine Hündin würde ich in so einer Situation wohl eher nicht hochheben, mag aber nicht ausschließen, dass es Situationen gibt, in denen das sinnvoll sein kann.

Unseren Alltag möchte ich so gestalten, dass die Kontakte, die Mira hat, für sie etwas positives bewirken und nehme mir für jede Begegnung die Zeit, die es benötigt. Wie das am besten ablaufen kann, ergibt sich meist, in dem man den HH gegenüber möglichst auf Augenhöhe ins Gespräch geht.
 
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Anna Maria
6. Jan. 10:23
Erstmal, das die anderen ihre Hunde rufen und sie nicht kommen ist leider normal. Da gefühlt kein Hund hört auf den Rückruf.
Ich hab 2 kleine Chihuahua und Zwergspitz beide sehr unsicher mögen keine Hunde.
Hab mittlerweile gelernt einfach ALLE auf uns zukommenden Hunde zu blocken, wenn man das mal gelernt hat ist es ganz einfach, und irgendwann lernen die anderen Hunde das auch. Wenn es den immer die gleichen sind. Bezüglich des Beißen, wenn ein Hund auf einen anderen anreisen zugeht, gehört dieser an die Leine und mit einem Maulkorb ausgestattet, Polizei einschalten am besten Fotos machen oder ähnliches da geht gar nicht.
Habe meine Hunde durchaus auch mal hoch, bin immer alleine unterwegs und blocken entweder ab oder hebe hoch und blocken ab. Das lernt man ganz einfach mit der Zeit. Am besten 20M bevor der Hund ankommt, schon groß machen und wenn es dir gut tut laut schreien "Hau ab" oder was dir gefällt.
 
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Waltraud
6. Jan. 12:43
Ach ja die Kommunikation und den eigenen Hund beobachten... Die meisten Konflikte könnten vermieden werden wenn die Menschen ihre Hunde richtig lesen könnten!, darum sollte ich wieder Hundehalter sich mit der Kommunikation ihrer Lieblinge beschäftigen ohne Vermenschlichung und Interpretation. Mein Border Collie konnte in Bruchteilen von Sekunden von nett auf Aggro umschalten und das ließ sich nur unterbinden wenn man schon den ersten Ansatz erkannte und entsprechend reagierte. Da hat man nicht viel bzw überhaupt keine Zeit. Natürlich sind nicht alle Hunde so und es sind vor allen Dingen nicht alle Hunde so schnell. Bei den meisten hat man erheblich mehr Zeit. Meine Spitze sind auch sehr schnell aber nicht so schnell wie der Border Collie von daher habe ich da erheblich mehr Zeit und wenn ich das dann mit einer Bulldogge vergleiche wo man den Kopf richtig rattern sieht dann bleibt da natürlich noch mehr Zeit. Und genau darum ist es so wichtig dass auch zu trainieren denn nicht alle hunde kommunizieren gleich. Den eigenen sollte man natürlich besonders gut kennen.
Das stimmt. Zum normalen Umgang gehört eigentlich, daß man in Ruhe spazieren gehen kann und Kontakte erst ermöglicht werden, wenn sich die Menschen vorher besprechen .
 
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Carola
6. Jan. 15:20
Das stimmt. Zum normalen Umgang gehört eigentlich, daß man in Ruhe spazieren gehen kann und Kontakte erst ermöglicht werden, wenn sich die Menschen vorher besprechen .
Das kann man so halten aber was hat das mit der Kommunikation der Hunde untereinander zu tun?
 
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Carola
6. Jan. 15:24
Erstmal, das die anderen ihre Hunde rufen und sie nicht kommen ist leider normal. Da gefühlt kein Hund hört auf den Rückruf. Ich hab 2 kleine Chihuahua und Zwergspitz beide sehr unsicher mögen keine Hunde. Hab mittlerweile gelernt einfach ALLE auf uns zukommenden Hunde zu blocken, wenn man das mal gelernt hat ist es ganz einfach, und irgendwann lernen die anderen Hunde das auch. Wenn es den immer die gleichen sind. Bezüglich des Beißen, wenn ein Hund auf einen anderen anreisen zugeht, gehört dieser an die Leine und mit einem Maulkorb ausgestattet, Polizei einschalten am besten Fotos machen oder ähnliches da geht gar nicht. Habe meine Hunde durchaus auch mal hoch, bin immer alleine unterwegs und blocken entweder ab oder hebe hoch und blocken ab. Das lernt man ganz einfach mit der Zeit. Am besten 20M bevor der Hund ankommt, schon groß machen und wenn es dir gut tut laut schreien "Hau ab" oder was dir gefällt.
Oh das habe ich auch schon erlebt! Ich laufe mit meinen angeleinten Hunden durch den Park und kilometerweit schreit mir jemand entgegen: Leinen sie ihre Hunde an! und springt herum wie ein Kastenteufel.
Bin dieser Person dann aus dem Weg gegangen weil ich ja nicht wusste zu was Sie sonst noch fähig ist.
Meine Hunde hat es übrigens Null interessiert😎
 
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Christa
6. Jan. 16:30
Ich meine das wirklich nicht abwertend, aber genau diese Denkweise halte ich für problematisch. 99,99 % aller Hundebegegnungen sind absolut harmlos – unabhängig von der Größe des Hundes. Hunde kommunizieren nicht über Körpergewicht, sondern über Körpersprache. Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass ein „großer Hund“ automatisch eine Gefahr für einen „kleinen Hund“ ist, entsteht vor allem eins: Panik auf Menschenseite. Und genau diese Panik – hektisches Hochheben, Schreien, waffen, Pfefferspray – ist das, was Situationen erst eskalieren lässt. (Ein super Beispiel,war das Video im "genervt"Thread letztens). Kleine Hunde sind nicht automatisch hilflos. Umgekehrt sind große Hunde nicht automatisch grobmotorische Angreifer. Größe sagt nichts über Aggressionsbereitschaft aus. Natürlich gibt es Ausnahmen, und natürlich muss man im Ernstfall eingreifen. Aber wenn man jede Begegnung schon im Kopf als Gefahr abspeichert, überträgt man diese Anspannung direkt auf den eigenen Hund – und das erhöht das Risiko deutlich mehr als es schützt.
Wir kenn vom Welpenalter an einen American Pitbull und die freut sich immer wie verrückt wenn sie Yuki sieht indem sie winselt und Yuki ? Brummt sie unfreundlich an oder bellt und die Große macht vor Schreck einen Satz auf die Seite 😉 der Besitzer meinte das sie schon mehrfach von kleinen Hunden gebissen wurde weil die Angst vor ihr haben.