Das Thema "Kommunikation" finde ich nicht nur interessant, sondern auch super wichtig. Leider wird oft ein Verhalten nicht richtig eingeordnet, vermenschlicht und die kleinen/feinen Gesten schnell übersehen. Gerade in Situationen mit anderen Hunden, in denen man sich unwohl fühlt, ist es schwierig, den eigenen und den anderen Hund richtig einzuschätzen. Nur, weil ein Hund bellt, ist der nicht gleich aggressiv. Hunde warnen oft vor, doch entweder wird es nicht ernst bzw. in Stresssituationen nicht wahrgenommen oder es wurde abtrainiert (Hund darf nicht bellen, keine Zähne zeigen, soll in eine bestimmte Richtung schauen, nicht knurren, nicht vor einem stehen bzw. der Platz wird zugewiesen ...). Das alles wird pauschal trainiert, ohne auf den Hund zu achten. Carola hat das mit ihren Hunden trainiert, aber mit Sinn und Verstand.
Ich selber schaue auf meinen Hund, wenn es unangenehme Situationen geben könnte. Und wenn er schnuppern möchte, dann soll er das tun (sieht natürlich an der Leine nicht nach Team aus), wenn er sich darüber selber git regulieren kann.
Ich persönlich finde, dass jeder Hundebesitzer sich mal objektiv mit der hündischen Kommunikation beschäftigt und somit Hundebegegnungen incl. dem eigenen Hund besser einschätzen kann.
Ich hatte ja vor einigen Kommentaren geschrieben, dass mir eine Frau befahl, meinen Hund kurz zu nehmen ubd den Feldweg zu verlassen, da ihrer von so einem wie meinem gebissen wurde. Mein Hund und ich standen im Feld und dieser kleine Hund marschierte an der Flexileine erhobenen Hauptes an uns vorbei. Ich habe ihm gerne zugesehen und seinen Stolz gelassen, aber auf hündisch und wie das bei meinem Hund ankam, möchte ich hier nicht in Worte fassen. Er schaute mich ständig an und fragte nach, ob er mal zu dem Kleinen darf. Die Frau hat ihren und auch meinen Hund jedenfalls komplett falsch eingeschätzt. Und da fangen die ersten Probleme an. Darauf, das die Frau übergriffig war, brauche ich nicht näher einzugehen.
Ich denke, dass es unter den Hundeliebhabern viel freundlicher und vielleicht auch kommunikativer zugehen sollte, anstatt sich anzufeinden, in Rage zu geraten und man damit die Situation unnötig aufheizt. Wenn man Hunde lesen kann, hat man soo viel Sicherheit gewonnen und man kann souveräner bleiben. Gerade kleine Hunde brauchen einen souveränen Menschen.
Ich habe mal gesehen, wie ein junger Mann mit seinem kleinen Hund vor uns flüchten wollte. Der Kleine wollte uns aber anscheinend anschauen und blieb stehen. Der junge Mann zerrte an dem Kleinen rum, bis er im hohen Bogen im Kreis um sein Herrchen flog. Wir waren 15 Meter entfernt, meine Hunde waren an der Führleine (jeweils 1 Meter) und standen ruhig neben mir. Mir hat der kleine Hund super leid getan. Der junge Mann hat das überhaupt nicht gemerkt, dass sein Hund keinen Boden mehr unter den Füßen hatte und sein Hund in seinem Geschirr wie im Kettenkarrussel um seinen Kopf flog.
Oder eine Frau war mit ihrer Freundin am quatschen. Plötzlich schaute sie auf, sah mich mit meinen Hunden (wir waren an ihrem schon vorbei, ohne das die das gemerkt hatte) und ließ die Flexileine fallen. Der Kleine rannte mit diesem schweren lauten Griff hinter sich ziehend panisch ins Feld.
In beiden Fällen hat alleine unsere Anwesenheit die HF so in Panik versetzt, dass die nicht mehr klar denken konnten. In beiden Fällen hatten die Hunde (alle) kein Problem untereinander.
Ich finde es echt so wichtig, dass man nicht in Panik gerät und wenn man ein Problem hat, sollte man sich Hilfe suchen. Dem Hund zu liebe. Denn man möchte doch grundsätzlich die Zeit mit seinem Hund genießen.