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Marie-Christin
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Anzahl der Antworten 269
heute 08:35

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Uta
5. Jan. 18:40
Wir wohnen mit unserer Chihuahuahündin in Frankfurt, hier ist es in den Grünanlagen sehr gefährlich, die Grossen laufen frei und viele Halter von kleinen Hunden trauen sich nicht mehr in den Park. Der Ortsbeirat hat jetzt einen Antrag für eine Auslauffläche für Zwerghunde geplant, ich hoffe, dass das auch umgesetzt wird. Vielleicht wäre das auch was für Berlin. Habe immer Pfefferspray dabei und hoffe, dass ich das nie einsetzen muss, eigentlich ist ja der Halter der Schuldige und weniger der Hund.
 
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Uta
5. Jan. 18:42
Wenn es gefährlich wird, kommt Sunny in die Tasche.
 
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Carola
5. Jan. 18:44
Ja mega, wenn jeder auch nur annähernd so ein Verständnis von den unterschiedlichen Hunden und ihrer Kommunikation hätte und so durchdacht und rücksichtsvoll darauf reagieren würde, wie du, wäre das Leben da draußen auf offener Straße definitiv einfacher 👍🏻
Nun ich hatte schon einige Hunde und einer davon war wirklich eine Granate! Border Collie Arbeitslinie blitzschnell und aggressiv gegen andere Hunde. Da lernt man schon das beobachten denn man möchte ja nicht dass der eigene Hund einen anderen Hund auffrisst.
Ich hatte gute Trainer und wir konnten den Hund ziemlich gut resozialisieren wenn gleich einige Dinge mit diesem Hund niemals gingen aber wir sind an dieser Aufgabe wirklich gewachsen und ohne diesen wirklich besonderen Hund wäre ich nicht da wo ich heute bin was Kommunikation angeht.
Allerdings würde ich mir das nicht noch mal antun. 15 Jahre haben gereicht.
Dagegen sind meine jetzigen Hunde echte Engel denn sie vertragen sich mit allen Hunden und suchen auch niemals Konflikte und das Leben mit ihnen ist wirklich angenehm.
 
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Uta
5. Jan. 18:52
Der Tipp mit den Leckerlis werfen ist auch das was meine Hundetrainerin sagt. Würde noch ergänzen, am Besten stark riechende Leckereien wie Pansen, Lunge, Barf-Leckerli, Sprotten oder so zu nehmen, und dann wirklich exklusiv dafür. Auf den Angreifer werfen und dich dann nach Möglichkeit in die andere Richtung entfernen. Ich kann nachempfinden wie du dich fühlst, ich wünsche euch alles Gute 🙏
Tolle Idee.
 
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M
5. Jan. 18:54
wie du selbst sagst, und wie ich immer öfter feststellen muss, sind weibliche hundeführerinnen oftmals nicht souverän und verunsichert und das überträgt sich …
so wird man teilweise auch zum magneten für neugierige hunde…
und nur weil ein hund losschiesst und schnell ankommt heißt das noch lange nichts schlimmes…
woran erkennt man das ein hund tatsächlich beißen will?
worin bestand denn der körperliche eingriff deines mannes wenn in beiden fällen nichts passiert ist?!
und was für große hunde sollen es denn gewesen sein?
mein hund wurde kürzlich 2 mal tatsächlich gebissen und das war beide male nicht abzusehen…
 
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Miriam
5. Jan. 19:03
wie du selbst sagst, und wie ich immer öfter feststellen muss, sind weibliche hundeführerinnen oftmals nicht souverän und verunsichert und das überträgt sich … so wird man teilweise auch zum magneten für neugierige hunde… und nur weil ein hund losschiesst und schnell ankommt heißt das noch lange nichts schlimmes… woran erkennt man das ein hund tatsächlich beißen will? worin bestand denn der körperliche eingriff deines mannes wenn in beiden fällen nichts passiert ist?! und was für große hunde sollen es denn gewesen sein? mein hund wurde kürzlich 2 mal tatsächlich gebissen und das war beide male nicht abzusehen…
ah klar, weibliche Hundehalter sind oft nicht souverän. Wenn wir schon bei dummen Vorurteilen sind, männliche Hundehalter überschätzen oft ihre Einschätzungsfähigkeit und verharmlosen Situationen "war doch nichts" bis tatsächlich etwas passiert.
🙃
 
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Carola
5. Jan. 19:05
Och Leute, tut das denn not? 🤔
 
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Mel und
5. Jan. 19:09
wie du selbst sagst, und wie ich immer öfter feststellen muss, sind weibliche hundeführerinnen oftmals nicht souverän und verunsichert und das überträgt sich … so wird man teilweise auch zum magneten für neugierige hunde… und nur weil ein hund losschiesst und schnell ankommt heißt das noch lange nichts schlimmes… woran erkennt man das ein hund tatsächlich beißen will? worin bestand denn der körperliche eingriff deines mannes wenn in beiden fällen nichts passiert ist?! und was für große hunde sollen es denn gewesen sein? mein hund wurde kürzlich 2 mal tatsächlich gebissen und das war beide male nicht abzusehen…
Unsouveränität ist keine Geschlechter Frage, sondern eine Frage von Erfahrung und Training.

Es gibt souveräne Frauen, unsichere Männer – und umgekehrt. Wer das ernsthaft auf „weiblich/männlich“ reduziert, macht es sich sehr bequem.
 
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Babs
5. Jan. 19:43
Das Thema "Kommunikation" finde ich nicht nur interessant, sondern auch super wichtig. Leider wird oft ein Verhalten nicht richtig eingeordnet, vermenschlicht und die kleinen/feinen Gesten schnell übersehen. Gerade in Situationen mit anderen Hunden, in denen man sich unwohl fühlt, ist es schwierig, den eigenen und den anderen Hund richtig einzuschätzen. Nur, weil ein Hund bellt, ist der nicht gleich aggressiv. Hunde warnen oft vor, doch entweder wird es nicht ernst bzw. in Stresssituationen nicht wahrgenommen oder es wurde abtrainiert (Hund darf nicht bellen, keine Zähne zeigen, soll in eine bestimmte Richtung schauen, nicht knurren, nicht vor einem stehen bzw. der Platz wird zugewiesen ...). Das alles wird pauschal trainiert, ohne auf den Hund zu achten. Carola hat das mit ihren Hunden trainiert, aber mit Sinn und Verstand.
Ich selber schaue auf meinen Hund, wenn es unangenehme Situationen geben könnte. Und wenn er schnuppern möchte, dann soll er das tun (sieht natürlich an der Leine nicht nach Team aus), wenn er sich darüber selber git regulieren kann.

Ich persönlich finde, dass jeder Hundebesitzer sich mal objektiv mit der hündischen Kommunikation beschäftigt und somit Hundebegegnungen incl. dem eigenen Hund besser einschätzen kann.

Ich hatte ja vor einigen Kommentaren geschrieben, dass mir eine Frau befahl, meinen Hund kurz zu nehmen ubd den Feldweg zu verlassen, da ihrer von so einem wie meinem gebissen wurde. Mein Hund und ich standen im Feld und dieser kleine Hund marschierte an der Flexileine erhobenen Hauptes an uns vorbei. Ich habe ihm gerne zugesehen und seinen Stolz gelassen, aber auf hündisch und wie das bei meinem Hund ankam, möchte ich hier nicht in Worte fassen. Er schaute mich ständig an und fragte nach, ob er mal zu dem Kleinen darf. Die Frau hat ihren und auch meinen Hund jedenfalls komplett falsch eingeschätzt. Und da fangen die ersten Probleme an. Darauf, das die Frau übergriffig war, brauche ich nicht näher einzugehen.

Ich denke, dass es unter den Hundeliebhabern viel freundlicher und vielleicht auch kommunikativer zugehen sollte, anstatt sich anzufeinden, in Rage zu geraten und man damit die Situation unnötig aufheizt. Wenn man Hunde lesen kann, hat man soo viel Sicherheit gewonnen und man kann souveräner bleiben. Gerade kleine Hunde brauchen einen souveränen Menschen.
Ich habe mal gesehen, wie ein junger Mann mit seinem kleinen Hund vor uns flüchten wollte. Der Kleine wollte uns aber anscheinend anschauen und blieb stehen. Der junge Mann zerrte an dem Kleinen rum, bis er im hohen Bogen im Kreis um sein Herrchen flog. Wir waren 15 Meter entfernt, meine Hunde waren an der Führleine (jeweils 1 Meter) und standen ruhig neben mir. Mir hat der kleine Hund super leid getan. Der junge Mann hat das überhaupt nicht gemerkt, dass sein Hund keinen Boden mehr unter den Füßen hatte und sein Hund in seinem Geschirr wie im Kettenkarrussel um seinen Kopf flog.

Oder eine Frau war mit ihrer Freundin am quatschen. Plötzlich schaute sie auf, sah mich mit meinen Hunden (wir waren an ihrem schon vorbei, ohne das die das gemerkt hatte) und ließ die Flexileine fallen. Der Kleine rannte mit diesem schweren lauten Griff hinter sich ziehend panisch ins Feld.

In beiden Fällen hat alleine unsere Anwesenheit die HF so in Panik versetzt, dass die nicht mehr klar denken konnten. In beiden Fällen hatten die Hunde (alle) kein Problem untereinander.

Ich finde es echt so wichtig, dass man nicht in Panik gerät und wenn man ein Problem hat, sollte man sich Hilfe suchen. Dem Hund zu liebe. Denn man möchte doch grundsätzlich die Zeit mit seinem Hund genießen.
 
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Lena
5. Jan. 19:48
Das klingt einfach nur furchtbar. Da hat man ja Angst was alles noch so kommen wird 🥺
Es ist ja nicht passiert aber ich mag die Leute halt die von anfang an sagen mein Hund tut nichts.
Und natürlich hatten wir auch Angst aber im großen und ganzen hatten wir Angst das Frederik anfängt jeden Hund anzuknurren.
Lass dich nicht verunsichern Hör auf dein Gefühl und lass dir nicht den Spaß am Spaziergang mit deinen Hund nehmen😉😊