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Marie-Christin
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heute 08:35

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Lisa-Eileen
5. Jan. 10:16
Guten Morgen in die Runde! Ich gehöre zu denen, die einen Hund hat, der doof zu anderen Hunden ist. Ich hatte hier bereits schon kommentiert, wie ich das handhabe. Was mich aber etwas wundert ist, dass ich Sachen lese, wie: "Da hörte mein Hund noch nicht richtig und ist auf einen anderen zugelaufen" oder "bleibt mit Abstand stehen und bellt nur". Versteht mich nicht falsch, dass ich das zitiere ist kein Vorwurf oder Angriff. Ich verstehe nur nicht, warum man einen Hund in den Freilauf lässt, wenn das Abrufen nicht einwandfrei gelingt oder warum man den Hund auf andere zulaufen lässt und sie nicht vorher zu sich ruft. Man weiß (vielleicht), dass der eigene Hund nichts macht, aber weiß man in welcher Situation sich der andere Hund befindet? Ich gehöre nicht zu den Hunde-Neulingen, wir hatten immer Hunde. Es war aber ein Grundsatz die eigenen (es gab eine lange Zeit 3 Hunde gleichzeitig) "bei Fuß" zu rufen, wenn man andere Hunde sah (ob angeleint oder nicht). Und sie wurden auch grundsätzlich vor uneinsehbaren Kreuzungen zurück gerufen. Bitte, zerfleischt mich nicht, ob meiner Aussage, aber ich möchte es verstehen. Allen einen guten Start in die neue Woche.
Find ich halt auch, wenn der Hund sich im Freilauf noch nicht benehmen kann gehört halt ne Schleppi dran und sowas lass ich meinen Hund halt auch garnicht erst machen.
Also brauch man sich ja dann auch net wundern wenn man den Hund selbst net regelt das es dann andere tun (müssen).
 
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Lisa-Eileen
5. Jan. 10:23
Waffen definiert man nicht nur über „töten. Niemand hat behauptet, dass du mit Schusswaffen unterwegs bist. Pfefferspray und Kubotan sind Abwehr- bzw. Einsatzmittel, deren Zweck es ist, andere abzuwehren oder kampfunfähig zu machen – keine Deko für die Jackentasche. Und genau darauf bezog sich die Kritik.
Ist aber trotzdem faktisch keine Waffe.
Es also als sowas illegales hinzustellen ist halt schon sehr realitätsfern.
Außerdem sind wir nicht wie dieser Typ in dem Video, alle die Selbstverteidigungsmittel nutzen so hinzustellen als ob man übertreiben würde ist halt einfach ziemlich dämlich.
 
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Jaline Jasmin
5. Jan. 10:26
Das war gar nicht so gemeint und angegriffen fühle ich mich nicht. Das war kein Zynismus sondern eine Suggestivfrage, die sozusagen die Antwort bereits enthält. Wenn man bereits wie du vorher weiß, dass der Hund doof ist, dann geht man natürlich ganz anders damit um. Die meisten erleben es allerdings irgendwann zum ersten Mal, dass der süße, freundliche Knirps plötzlich pöbeln kann. Ich habe meinen übrigens auch aus zweiter Hand, da haben wir doch was gemeinsam. Mir gegenüber waren die Vorbesitzer aber nicht so ehrlich. Das erste Mal, dass Nero einen Hund angegriffen hat war ich selbst dermaßen geschockt und entsetzt, das kannst du dir sicher vorstellen. Ich kannte Aggressionsverhalten bis dahin gar nicht und das hinrennen, anbellen und wieder abhauen habe ich vielleicht auch zu sehr auf die leichte Schulter genommen, weil auch die Betroffenen das nie schlimm fanden. "Ungestümer Frechdachs" eben. "Der ist sicher noch jung" haben sie meistens gesagt. Was ja wieder dafür spricht, dass es anfänglich kein aggressives Auftreten war, sondern so ein "Tada, hier bin ich. Und jetzt weiß ich auch nicht weiter, also suche ich wieder das Weite". Ich wollte dich übrigens wirklich nicht angehen. Ich lese meinen Beitrag noch mal durch und reflektiere, wo ich mich unfreundlich ausgedrückt habe. Ich wollte nur erklären, du wolltest nur verstehen 😊. Eigentlich gibt es für uns beide keinen Grund, doof zu sein (unseren doofen Hunden als Vorbild 😉).
Ich drück dich. 🫂
 
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M.
5. Jan. 10:52
Ich denke, der "Hass" der hier auf die Hunde projiziert wird ist eigentlich der Verantwortungslosigkeit der Besitzer zuzuschreiben. Natürlich kriegt es das arme Tier wieder ab, wenn durch den Verantwortungslosen Umgang mit dem Hund andere belästigen oder gefährdet werden. Ist ja dann auch der Hund der andere belästigt, während der nette Besitzer sich nen sch... drum schert das andere ggf. Angst haben oder nen Hund haben, der Angst hat o.ä. Würde mich freuen, wenn jeder sich seiner Verantwortung bewusst ist und sich so verhält, dass ein gemeinsames Miteinander möglich ist. Ich habe mir bisher noch keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn ich meinen Hund zurückgerufen und angeleint habe, wenn andere Hunde/Menschen uns entgegen gekommen sind.
 
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B
5. Jan. 10:54
Das macht einfach traurig wenn es schief läuft aber sowas passiert halt mal nur nicht den Kopf in den Sand stecken und Versuchen das es bei dem nächsten Mal gelingt.

Man steckt halt ned drin in den Fellköpchen was alles erlebt oder erlernt wurde.
 
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Julia 🐾Nero
5. Jan. 10:55
Find ich halt auch, wenn der Hund sich im Freilauf noch nicht benehmen kann gehört halt ne Schleppi dran und sowas lass ich meinen Hund halt auch garnicht erst machen. Also brauch man sich ja dann auch net wundern wenn man den Hund selbst net regelt das es dann andere tun (müssen).
Dass man es regeln sollte oder darf hinterfragt glaube ich niemand.

Die Frage ist lediglich wie man es regelt und hier gehen die Meinungen auseinander.

Ich kann die Wut und den Ärger sehr gut nachvollziehen und mir ging es lange ganz genauso. Vor allem in der Zeit, in der Nero ausschließlich an der Führleine blieb und wir dennoch ständig körperliche Auseinandersetzung erlebten.
Denn ich musste den in der Regel viel kleineren Hund, der ankam und den Konflikt initierte vor meinem eigenen Hund schützen, quasi gegen meinen Hund kämpfen, obwohl er angegangen wird, was sich echt mies anfühlt.

Und dann erlebt man, wie der eigene Hund nach jeder solcher Aktion reaktiver wird und fühlt sich wie ein Verräter, der ihn behindert sich zu verteidigen, während er attackiert wird.

Aber letztendlich ist das einzige was tatsächlich nachhaltig hilft souverän und ruhig aufzutreten und zu lernen, Hunde durch "Ausstrahlung" und Standhaftigkeit abzublocken.
Da üben wir selber auch noch. Das Vermeiden, in dem man Situationen frühzeitig erkennt und proaktiv ausweicht klappt hingegen schon sehr gut.

All die Sprays, Schreckschusswaffen, Schlagwerkzeuge, wilden Tritte und Geschrei, wenn ein Hund in 50 Meter Abstand ohne Leine läuft helfen nicht und vermiesen einem selber nur das Leben.
Weil man ja mit der Erwartung das Haus verlässt, das etwas passieren wird.
Und so wirkt der harmlose, ungestüme Junghund plötzlich wie ein irrer Killer, der mit Gewalt aufgehalten werden muss und wir versauen uns gegenseitig unsere Hunde immer weiter.
 
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Markus
5. Jan. 11:03
Ich glaub eins der wichtigsten Dinge für alle HH ist es einfach die Körpersprache lesen zu können. Die des eigenen Hundes, aber auch die anderer Hunde.
Die aller aller wenigsten Hunde die hier als „tutnixe“ bezeichnet werden, haben auch nur ansatzweise eine beschädigungsabsicht.
Natürlich ist es nicht schön wenn einer angelaufen kommt, dass sagt hier soweit auch niemand.
Aber man sollte schon selbst souverän sein, um den anderen Hund abzublocken. Ja das klappt in aller Regel, sogar bei „Distanzlosen“ labbis.
Wenn jemand auf uns zu rennt, blocke ich erst ab und lasse den Hund dann aber in aller Regel auch hin, da ich einschätzen kann ob dieser freundlich kommt (und 99,9% zumindest bei uns kommen freundlich an). Wenn ich das nicht möchte kann ich ihn auch weiter abblocken, da hat noch jeder das Interesse verloren. Natürlich soll es nicht zur Regel werden, aber doch lieber so, als Pfefferspray/treten/Schreckschuss zumal mein Hund das auch sieht.
Ich hab das Gefühl das durch diese ganze Panikmache vor dem bösen Tutnix der Stress auf den Hund übertragen wird.
Wenn ich mich schon so bewaffne bevor ich mit meinem Hund spazieren gehe, habe ich definitiv schon mal indirekten Stress mit reingebracht.

So zumindest meine eigenen Gedanken dazu
 
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Babs
5. Jan. 11:06
Dass man es regeln sollte oder darf hinterfragt glaube ich niemand. Die Frage ist lediglich wie man es regelt und hier gehen die Meinungen auseinander. Ich kann die Wut und den Ärger sehr gut nachvollziehen und mir ging es lange ganz genauso. Vor allem in der Zeit, in der Nero ausschließlich an der Führleine blieb und wir dennoch ständig körperliche Auseinandersetzung erlebten. Denn ich musste den in der Regel viel kleineren Hund, der ankam und den Konflikt initierte vor meinem eigenen Hund schützen, quasi gegen meinen Hund kämpfen, obwohl er angegangen wird, was sich echt mies anfühlt. Und dann erlebt man, wie der eigene Hund nach jeder solcher Aktion reaktiver wird und fühlt sich wie ein Verräter, der ihn behindert sich zu verteidigen, während er attackiert wird. Aber letztendlich ist das einzige was tatsächlich nachhaltig hilft souverän und ruhig aufzutreten und zu lernen, Hunde durch "Ausstrahlung" und Standhaftigkeit abzublocken. Da üben wir selber auch noch. Das Vermeiden, in dem man Situationen frühzeitig erkennt und proaktiv ausweicht klappt hingegen schon sehr gut. All die Sprays, Schreckschusswaffen, Schlagwerkzeuge, wilden Tritte und Geschrei, wenn ein Hund in 50 Meter Abstand ohne Leine läuft helfen nicht und vermiesen einem selber nur das Leben. Weil man ja mit der Erwartung das Haus verlässt, das etwas passieren wird. Und so wirkt der harmlose, ungestüme Junghund plötzlich wie ein irrer Killer, der mit Gewalt aufgehalten werden muss und wir versauen uns gegenseitig unsere Hunde immer weiter.
Danke. Genau so isses. Und der letzte Satz ist mega 👍.
 
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SandrA
5. Jan. 11:12
Dass man es regeln sollte oder darf hinterfragt glaube ich niemand. Die Frage ist lediglich wie man es regelt und hier gehen die Meinungen auseinander. Ich kann die Wut und den Ärger sehr gut nachvollziehen und mir ging es lange ganz genauso. Vor allem in der Zeit, in der Nero ausschließlich an der Führleine blieb und wir dennoch ständig körperliche Auseinandersetzung erlebten. Denn ich musste den in der Regel viel kleineren Hund, der ankam und den Konflikt initierte vor meinem eigenen Hund schützen, quasi gegen meinen Hund kämpfen, obwohl er angegangen wird, was sich echt mies anfühlt. Und dann erlebt man, wie der eigene Hund nach jeder solcher Aktion reaktiver wird und fühlt sich wie ein Verräter, der ihn behindert sich zu verteidigen, während er attackiert wird. Aber letztendlich ist das einzige was tatsächlich nachhaltig hilft souverän und ruhig aufzutreten und zu lernen, Hunde durch "Ausstrahlung" und Standhaftigkeit abzublocken. Da üben wir selber auch noch. Das Vermeiden, in dem man Situationen frühzeitig erkennt und proaktiv ausweicht klappt hingegen schon sehr gut. All die Sprays, Schreckschusswaffen, Schlagwerkzeuge, wilden Tritte und Geschrei, wenn ein Hund in 50 Meter Abstand ohne Leine läuft helfen nicht und vermiesen einem selber nur das Leben. Weil man ja mit der Erwartung das Haus verlässt, das etwas passieren wird. Und so wirkt der harmlose, ungestüme Junghund plötzlich wie ein irrer Killer, der mit Gewalt aufgehalten werden muss und wir versauen uns gegenseitig unsere Hunde immer weiter.
Diesem Kommentar möchte ich vollumfänglich zustimmen 👍🏻
Ich kenne das auch sehr gut, weil ich mit Neo in ganz ähnlichen Situationen war – als ich recht „ahnungslos“ und er jung, unsicher, hochreaktiv (das war ich allerdings auch!), rückgerichtet und ehrlich gesagt, wir zusammen zeitweise durchaus eine Katastrophe waren🙈😂.

Mein Hauptfokus lag damals auch darauf, den anderen Hund, aber vor allem, Neo vor sich selbst zu schützen: davor, Maulkorb- und/oder dauerhafte Leinenpflicht zu bekommen. Das war für mich der absolute Albtraum.

Und ja – da waren Wut, Enttäuschung und Frust.
Ich konnte weder meinen Hund verstehen noch nachvollziehen, warum Menschen ihre Hunde nicht einfach heranrufen oder Situationen nicht ernster nehmen.

Auch wenn mich das - na klar - zeitweise immer noch ärgert, gehe ich heute anders damit um. Und genau diesen Weg hast du, Julia, in deinem Beitrag sehr treffend beschrieben☺️
Das ist im Kern die Entwicklung, die ich selbst auch gemacht habe 😅👍🏻
 
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Mel und
5. Jan. 11:15
Ist aber trotzdem faktisch keine Waffe. Es also als sowas illegales hinzustellen ist halt schon sehr realitätsfern. Außerdem sind wir nicht wie dieser Typ in dem Video, alle die Selbstverteidigungsmittel nutzen so hinzustellen als ob man übertreiben würde ist halt einfach ziemlich dämlich.
Eine Waffe wird nicht dadurch zur Waffe, dass sie verboten ist, sondern dadurch, wofür und wie sie eingesetzt wird. Es gibt legale Waffen, erlaubnispflichtige Waffen, frei erhältliche Waffen und Gegenstände, die je nach Nutzung zur Waffe werden.

Außerdem habe ich das Video ausschließlich als Beispiel für überzogenes Verhalten gepostet.

Und sorry, aber mit Kubotan und Pfefferspray gleichzeitig Gassi zu gehen, halte ich persönlich für deutlich übertrieben.