Ich beneide euch wirklich um eure Nasentiere. Vergeblich habe ich, durch das „ Wege zur Freundschaft“-Buch inspiriert, versucht meinem Hund die Fährtenarbeit und das Anzeigen von Wild schmackhaft zu machen. Sichtjäger bleibt aber Sichtjäger. Wenn wir laufen wird nur der Horizont abgescannt. Echt schade, aber damit werden wir uns wohl arrangieren müssen. Ich finde den Ansatz toll, aber leider haben wir unser Glück dort nicht gefunden.
Die Steffi hat jetzt kürzlich geschrieben „Mir wurde klar, das wir unseren Weg zur Freundschaft finden müssen“.
Unser Weg!
Ich mag alle Ullibücher aus ganzem Herzen. Hängen geblieben ist mir auch das Zitat über Magda, der holländischen Schäferhündin:
„Surfen kann man nur mit der Welle -dagegen ist unnötig mühsam.“
Oder auch von der Ulli selbst:
„Jeder der Kursinteressenten hat einen weitaus besseren Lehrer, als ich es je sein könnte - den Hund an seiner Seite!“
Nach meinem Verständnis war der Kern der Ullihundephilosophie immer, das den Hunden nicht auferlegt wird, jemand anderes sein zu müssen. Sondern Wege zu finden, mit seinen Stärken mit und für ihn gut umzugehen.
Wir können, ganz logisch nicht jeden Wunsch erfüllen, nicht jede Situation perfekt machen, aber Ziel ist es zu verstehen, nicht die Persönlichkeit im Kern zu ändern.
„Wenn es so nicht klappt, dann macht es eben anders.“ ☺️
Ich glaube, dass vieles leichter fällt, wenn man irgendwo jemanden hat, bei dem die Dinge ganz ähnlich wirken. Jemand der schon das Problem ausformuliert hat, eine Lösung vorschlägt, die man durchspielen und austesten kann.
Und das es ein wenig frustriert, dass das hier für dich nicht so vorhanden ist?
Vielleicht kann es ja helfen, mal die letzte Situation, mit der du nicht zufrieden warst, detailliert aufzuschreiben?
Oft kommen einem allein durchs aufschreiben und erneutes Durchlesen neue Ideen oder Ansätze.
Ich würde euch ganz doll wünschen, dass ihr etwas findet, was für euch gut passt ☺️
Ich hoffe, dass ich dich jetzt nicht gleichzeitig mit dem Beitrag irgendwie blöd vor den Kopf stoße. Ich wollte nicht suggerieren, dass alles immer super einfach ist.