Ich versuche auch den "freundlichen" Hunden auszuweichen (oder blocke wenn nötig), wenn mein Hund angeleint ist. Aus dem ganz einfachen Grund, dass es einen Grund hat, weshalb er an der Leine ist. Und in strassennähe oder auf dem viel befahrenen Radweg leine ich ihn bestimmt nicht ab, nur weil der andere Hund "ja mal hallo sagen muss". An der Leine kommt meiner damit aber nicht gut klar, seine Strategie ist fiddeln (auch an dafür ausreichend langer Leine eher ungünstig auf dem weg und an der Straße) oder fight, wenn er nicht aus der Situation kommt bzw das gegenüber seine Signale ignoriert.
Außerdem kommt der Hund gar nicht zu uns, wenn er angemessen hündisch kommuniziert, und hält angemessenen Abstand. Das habe ich in Italien öfter erlebt, wo die meisten Hunde ohne Halter unterwegs sind. Die nähern sich dann langsam an, bleiben höflich auf Abstand stehen und meiner kann entscheiden, ob er den Kontakt auch will oder nicht. (Leider auch nicht alle.) Da war auch Kontakt an der Leine meist weniger problematisch.
Wenn uns daheim aber ein unangeleinter Hund entgegen kommt und meiner aus Gründen an der Leine ist, sieht das eher so aus, dass er 50m zu uns ballert und erst in letzter Sekunde die Bremse rein haut.
Ist er sowieso im Freilauf, sieht die Welt anders aus.
Da bin ich so bei dir.
Ich gehe gar nicht davon aus, dass unangeleinte Hunde uns an der Straße entgegenkommen. Überhaupt weiche ich da immer (!) aus, weil Milla der Abstand zu gering ist.
Und der zweite Absatz ist doch genau worum es geht. Hunde kommunizieren hündisch und da kommt es gar nicht erst zum Kontakt, wenn einer deutliche Signale sendet.
Und klar, blocke ich unfreundliche, freche Hunde erstmal ab, die sollten gar nicht erst frei laufen, wenn sie nicht sozialisiert sind.
Passiert uns nur auf der hiesigen Hundewiese und die Halter checken nicht, warum ich ihren Hund abblocke.