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C.
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zuletzt 17. Jan.

Was tun, wenn nicht angeleinte Hunde, meinen angeleinten ängstlichen Hund "angreifen"

Hallo zusammen Gerade heute, wo es schönes Wetter ist, fällt mit auf wie viele Besitzer ihre Hunde freilaufen lassen, obwohl sie nicht auf Rückruf hören bzw. die Besitzer keine Rücksicht nehmen auf andere. Lediglich eine Frau ist mit ihren 2 Hunden auf die Seite, beide haben brav sitz gemacht und gewartet, bis wir vorbeigelaufen sind. Jedoch sind wir circa 5 unangeleinten Hunden begegnet, was für mich und mein Hund (3-jähriger, ruhiger und eher ängstlichen Langhaardackel Rüde) sehr stressig ist. Ich wollte fragen, wie ihr damit umgeht, wenn ihr euren Hund beim Spaziergang angeleint habt und nicht angeleinten Hunden begegnet, die nicht auf ihren Besitzer hören und uns „angehen/ angreifen“? Ich habe vorhin aus Frustration meinen Hund aufheben müssen und getragen, bis wir aus der Situation waren. Aber vielleicht ist das falsch, meinen Hund hochzunehmen? Danke für Eure Erfahrungen und Tips.
 
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Karin
26. Jan. 12:35
Ja genau, der dreijährige hat ein MG hinter dem Rücken. Weder sind alle Menschen, noch alle Hunde per se "Feindkontakt". Sollte es sich aber doch als solcher herausstellen, sind sowohl meine Hunde als auch ich angemessen wehrhaft.
Mit dem MG hinter dem Rücken bist Du wohl etwas provokativ unsachlich.
Kleine Hunde können sich gegen nicht freundlich gesonnene grosse Hunde kaum angemessen wehren.
 
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Christian
26. Jan. 12:43
Ich habe in soweit Verständnis, dass ich meinen Hund IMMER anleine , wenn mir ein angeleinter Hund entgegenkommt. Mein Hund darf niemals einfach so auf einen Fremdhund zustürmen ( was er auch garnicht tut) Das ist mein Respekt gegenüber Anderen. Deswegen muss ich es aber noch lange nicht gutheißen, wenn einige HH sämtliche Fremdhundekontakte meiden. Im realen Leben ist es mir egal, da benehme ich mich höflich und jeder kann machen, was er möchte solange niemand anderer belästigt wird. Aber hier diskutieren wir ja nunmal drüber, deswegen darf ich doch wohl mein Unverständnis ausdrücken!
Wie willst du das beurteilen, das die das tun?
Was du sagen kannst, das sie mit euch keinen Kontakt wollen und das ist ja erstmal ihr gutes Recht.
Die können aber genauso gut auf dem Weg in den Garten eines anderen Hundehalters sein, wo der Hund Kontakt hat.

Jeder wie er es mag…
Für uns gilt: andere sind uninteressant. Die sind da, das dürfen die auch, aber mehr auch nicht. Soziale Kontakte haben wir mit ausgewählten Hunden und Menschen, die nennen sich Bekannte oder Freunde.

Ich persönliche kenne auch keinen der sozialverhalten in Situationen mit wildfremden gelernt hat, das lernt man in seinen sozialen Gruppen. Und auch das „kennenlernen“ lernt man in Gruppen in die man hinein möchte.
 
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Sophie
26. Jan. 12:43
Ich habe in soweit Verständnis, dass ich meinen Hund IMMER anleine , wenn mir ein angeleinter Hund entgegenkommt. Mein Hund darf niemals einfach so auf einen Fremdhund zustürmen ( was er auch garnicht tut) Das ist mein Respekt gegenüber Anderen. Deswegen muss ich es aber noch lange nicht gutheißen, wenn einige HH sämtliche Fremdhundekontakte meiden. Im realen Leben ist es mir egal, da benehme ich mich höflich und jeder kann machen, was er möchte solange niemand anderer belästigt wird. Aber hier diskutieren wir ja nunmal drüber, deswegen darf ich doch wohl mein Unverständnis ausdrücken!
Wenn Menschen immer und immer wieder die Erfahrung machen, dass der eigene Hund keinen Kontakt zu Fremdhunden haben möchte, was genau findest du dann daran befremdlich, dass man dann Fremdhundekontakte meidet? Und wieso kannst du das nicht gutheißen? Wenn mein Hund keinen Kontakt will, muss er das nicht, ist doch super, wenn der Halter das dann nicht auch noch erzwingt
 
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Sina
26. Jan. 12:45
Respekt, wenn Du das immer erkennst.
Du wirst doch aber schon erkennen, ob da jetzt ein Hund freundlich, neugierig zu euch kommt, oder ob er sich drohend und angespannt verhält?

Wobei ich auch hier wieder sagen muss, ich habe nicht einmal erlebt, dass ein unangeleinter Hund meinen ernsthaft drohend entgegengenommen ist.

Höchstens mal rüdenhaft prollig provozierend, aber körperlich gemessen, wird ja in der Regel sowieso nur unter gleichen Voraussetzungen.
 
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Claudia
26. Jan. 12:45
Ich versuche auch den "freundlichen" Hunden auszuweichen (oder blocke wenn nötig), wenn mein Hund angeleint ist. Aus dem ganz einfachen Grund, dass es einen Grund hat, weshalb er an der Leine ist. Und in strassennähe oder auf dem viel befahrenen Radweg leine ich ihn bestimmt nicht ab, nur weil der andere Hund "ja mal hallo sagen muss". An der Leine kommt meiner damit aber nicht gut klar, seine Strategie ist fiddeln (auch an dafür ausreichend langer Leine eher ungünstig auf dem weg und an der Straße) oder fight, wenn er nicht aus der Situation kommt bzw das gegenüber seine Signale ignoriert. Außerdem kommt der Hund gar nicht zu uns, wenn er angemessen hündisch kommuniziert, und hält angemessenen Abstand. Das habe ich in Italien öfter erlebt, wo die meisten Hunde ohne Halter unterwegs sind. Die nähern sich dann langsam an, bleiben höflich auf Abstand stehen und meiner kann entscheiden, ob er den Kontakt auch will oder nicht. (Leider auch nicht alle.) Da war auch Kontakt an der Leine meist weniger problematisch. Wenn uns daheim aber ein unangeleinter Hund entgegen kommt und meiner aus Gründen an der Leine ist, sieht das eher so aus, dass er 50m zu uns ballert und erst in letzter Sekunde die Bremse rein haut. Ist er sowieso im Freilauf, sieht die Welt anders aus.
Da bin ich so bei dir.

Ich gehe gar nicht davon aus, dass unangeleinte Hunde uns an der Straße entgegenkommen. Überhaupt weiche ich da immer (!) aus, weil Milla der Abstand zu gering ist.

Und der zweite Absatz ist doch genau worum es geht. Hunde kommunizieren hündisch und da kommt es gar nicht erst zum Kontakt, wenn einer deutliche Signale sendet.

Und klar, blocke ich unfreundliche, freche Hunde erstmal ab, die sollten gar nicht erst frei laufen, wenn sie nicht sozialisiert sind.
Passiert uns nur auf der hiesigen Hundewiese und die Halter checken nicht, warum ich ihren Hund abblocke.
 
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Frauke &
26. Jan. 12:45
Alles klären ist aber ein weiter Begriff. Hunde müssen auch lernen mit anderen Hunden zu kommunizieren, denn das gehört zum Leben dazu und macht Vieles deutlich unproblematisch er. Und nein, ich meine keinerlei Mobbing oder ähnliches! Alle anderen Hunde abzublocken, zeigt dem Hund lediglich, dass andere Hunde eine Gefahr sind. Und ich finde es auch nicht richtig, dass freilaufende Hunde unkontrolliert zu angeleinten Hunden hinstürmen. Leine dann auch immer an. Trotzdem finde ich es nach wie vor befremdlich, dass von den Haltern ein solches Management betrieben wird, dass weitestgehend kein Kontakt zugelassen wird und sich hier sogar einige wünschen , in einem Gebiet zu wohnen, wo alle Hunde immer angeleint sind. Und weil auch schon von Kinder schützen gesprochen wurde. Reisst ihr euer Kind auch aus dem Sandkasten, wenn ein anderes Kind mal mit Sand wirft? Ausdrücklich möchte ich sagen, dass natürlich ein anderes Management von Nöten ist, wenn man einen Hund mit Vorgeschichte oder irgendwelchen Baustellen hat. Aber einen Junghund, den man von Anfang an hat, von allen fremden Hunden abzuschirmen, das bringt Probleme hervor, die vermeidbar wären.
Das heißt doch nicht, dass keinerlei Kontakt zugelassen wird. Mein Hund ist sehr wohl in der Lage mit anderen Hunden zu kommunizieren. Und er tut das auch gerne. Trotz früherer negativer Erfahrungen.
Aber er muss es nicht mit jedem. Wenn auf ihn ein Hund zu ballert der das fünffache von ihm wiegt, dann macht ihm das Angst. Warum sollte ich meinen Hund zwingen diese Angst auszuhalten, nur weil der andere Besitzer zu rücksichtslos oder unfähig ist seinen Hund zurück zu halten? Dann kommt er auf den Arm. Wo er sich sicher fühlt. Er springt mir förmlich entgegen. Und er pöbelt nicht von oben. (Es lebe das Vorurteil) Pöbeln tut er nur wenn er unten bleiben muss und panisch versucht sich den anderen Hund vom Hals zu halten.
 
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Michi
26. Jan. 12:45
Wenn Menschen immer und immer wieder die Erfahrung machen, dass der eigene Hund keinen Kontakt zu Fremdhunden haben möchte, was genau findest du dann daran befremdlich, dass man dann Fremdhundekontakte meidet? Und wieso kannst du das nicht gutheißen? Wenn mein Hund keinen Kontakt will, muss er das nicht, ist doch super, wenn der Halter das dann nicht auch noch erzwingt
Ich beziehe meine Aussagen nicht auf das, was mir in der Realität passiert.
Hier sind alle entspannt.
Ich bin auch in vielen anderen Teilen Deutschlands und Österreichs unterwegs.
Alles unproblematisch.
Meine Aussagen beziehen sich lediglich auf die vielen Beiträge in Dogorama ( nicht nur in diesem Thread)
 
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Nadine
26. Jan. 12:46
Es war ja eigentlich abzusehen, dass das hier wieder eine Grundsatzdiskussion wird.

Die Frage ist doch gar nicht, ob Fremdhundekontakt oder nicht. Die Infos geben auch gar nicht her, ob der Hund Fremdhundekontakt haben darf oder nicht.

Die Situation ist folgendermaßen beschrieben: eigener Hund an der Leine, anderer Hund hört nicht auf den Besitzer und "greift an". Hier darauf hinzuweisen, dass die meisten Hunde eben nicht angreifen, finde ich legitim. Man kann auch vorschlagen, den eigenen Hund abzuleinen etc.

Aber vielleicht ist das in der Situation nicht möglich, weil der Hund tatsächlich panisch war und weglaufen würde. Oder es ist neben einer Straße passiert. Oder...

Wir wissen auch nicht, ob die Threaderstellerin generell keinen Kontakt zulässt und warum. Ob der Hund immer angeleint ist oder nicht.

Nicht in jeder Situation ist Hund einfach rennen lassen eine Option.

Und nur weil jemand (ich auch) sagt er mag keinen Leinenkontakt und leint den Hund eben nicht einfach ab, wenn ein anderer ankommt (zb weil man in der Stadt wohnt und es gefährlich sein könnte), heißt das ja nicht, dass der Hund nie Fremdhundekontakt hat. Im freilauf wird es ja oft ganz anders geregelt.
 
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Michi
26. Jan. 12:47
Das heißt doch nicht, dass keinerlei Kontakt zugelassen wird. Mein Hund ist sehr wohl in der Lage mit anderen Hunden zu kommunizieren. Und er tut das auch gerne. Trotz früherer negativer Erfahrungen. Aber er muss es nicht mit jedem. Wenn auf ihn ein Hund zu ballert der das fünffache von ihm wiegt, dann macht ihm das Angst. Warum sollte ich meinen Hund zwingen diese Angst auszuhalten, nur weil der andere Besitzer zu rücksichtslos oder unfähig ist seinen Hund zurück zu halten? Dann kommt er auf den Arm. Wo er sich sicher fühlt. Er springt mir förmlich entgegen. Und er pöbelt nicht von oben. (Es lebe das Vorurteil) Pöbeln tut er nur wenn er unten bleiben muss und panisch versucht sich den anderen Hund vom Hals zu halten.
Nochmal...ich spreche hier nicht einzelne Personen an sondern reagiere lediglich auf sehr viele Dogorama Beiträge, in denen die Meinung vertreten wird, dass Hunde keine Fremdhundekontakte wollen oder brauchen.
 
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Christian
26. Jan. 12:48
Es war ja eigentlich abzusehen, dass das hier wieder eine Grundsatzdiskussion wird. Die Frage ist doch gar nicht, ob Fremdhundekontakt oder nicht. Die Infos geben auch gar nicht her, ob der Hund Fremdhundekontakt haben darf oder nicht. Die Situation ist folgendermaßen beschrieben: eigener Hund an der Leine, anderer Hund hört nicht auf den Besitzer und "greift an". Hier darauf hinzuweisen, dass die meisten Hunde eben nicht angreifen, finde ich legitim. Man kann auch vorschlagen, den eigenen Hund abzuleinen etc. Aber vielleicht ist das in der Situation nicht möglich, weil der Hund tatsächlich panisch war und weglaufen würde. Oder es ist neben einer Straße passiert. Oder... Wir wissen auch nicht, ob die Threaderstellerin generell keinen Kontakt zulässt und warum. Ob der Hund immer angeleint ist oder nicht. Nicht in jeder Situation ist Hund einfach rennen lassen eine Option. Und nur weil jemand (ich auch) sagt er mag keinen Leinenkontakt und leint den Hund eben nicht einfach ab, wenn ein anderer ankommt (zb weil man in der Stadt wohnt und es gefährlich sein könnte), heißt das ja nicht, dass der Hund nie Fremdhundekontakt hat. Im freilauf wird es ja oft ganz anders geregelt.
Immer diese 0,01%er… 😜