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Claudia
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zuletzt 13. Mai

Reizempfindlichkeit, Unsicherheiten Adaptil?

Meine Hündin Milla wird bald 5Jahre und ist seit knapp 4 1/2 Jahren bei mir. Sie kommt aus Rumänien, ich gehe davon aus, dass in der Prägephase nichts passiert ist, weder viel gutes noch schlechtes, einfach zu wenig. Sie war schon immer sehr nervös, reizempfindlich und pro- und reaktiv. Daran haben wir viel gearbeitet, Bindung ist super, dennoch ist sie sehr eigenständig. Seit einiger Zeit (Frühlingsanfang?) bemerke ich, dass sie wieder vermehrt reizempfindlicher ist, sich schneller erschreckt (z.B. Radfahrer von hinten), insgesamt unsicherer wirkt (sich häufiger umdreht…) und dann auch mehr bellt (auch Geräusche im Treppenhaus). Jetzt überlege ich, ein Adaptilhalsband auszuprobieren. Wie sind eure Erfahrungen? Habe gelesen, dass es bei aggressiven Hunden negativ sein kann. Auch, dass es aufgrund fehlender mütterlicher Prägephase, negative Auswirkungen haben kann.
 
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Doreen
13. Mai 12:13
Ich habe eine sehr geräuschempfindliche Hündin. Anfangs hat ihr wirklich alles irgendwie Angst gemacht, also sehr sehr unsicher. Wir waren erst wirklich nur zum Lösen in der großen bösen Welt draußen. Zu viele Reize die sie sehr dosiert kennen und aushalten lernen musste.

Manchmal sind wir kaum von der Stelle gekommen weil ich stehen bleiben musste mit ihr. Erst wenn sie ruhiger wurde konnten wir versuchen weiter zu gehen. Wären wir nicht stehen geblieben, wäre sie mit Vollgas nach Hause geflogen und ich hinterher. Flucht war ihre Devise. Vertrauen dass ich sie schütze war bei uns der Knoten zur Lösung.

Ein langer Prozess der unfassbar viel Geduld meinerseits erforderte. Wenn es irgendwo knallt erschreckt sie sich immer noch sehr und der erste Reflex ist auch immer noch Flucht. Allerdings nur noch so weit die Leine in diesem Moment reicht. Wir sitzen das dann beide aus und sie beruhigt sich auch wieder recht gut.

Wenn sie heute angespannt läuft, weiß ich dass ihr "Erzfeind" unterwegs ist und ich wechsle dann die Richtung dahin wo ihre Nase nicht hin zeigt.

Manchen Reizen kann man mit Ablenkung begegnen, anderen leider nicht. Kurz aushalten und dann abbrechen. Selbstbewusstsein fördern durch Lob und Bestätigung in passender Situation. Den Reizen aus dem Weg gehen ist nicht nur nicht möglich, es schränkt den Hund auch sehr ein.

Und zum Schluss; Habe ich einen schwachen Tag, mir geht's nicht wirklich gut, merke ich das an ihrem Verhalten. An Weggabelungen zum Beispiel schnüffelt sie rum bis ich zeige wo wir langgehen. An so einem Tag wartet sie nicht unbedingt, da pokert sie wie weit sie gehen kann.
 
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Claudia
13. Mai 12:54
Keine Wirkung bei uns. Aber letztendlich mussten wir uns durch *alle* diese Möglichkeiten plus Placebos testen, bis ich Jahre später Rezepte für was wirksames haben durfte (das gleiche Spiel bei Schmerzen), also wenn du Glück hast wirkt es bei ihr.
Ich werde es auch besorgen und ausprobieren. Und einfach keine Wunder erwarten…
 
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Claudia
13. Mai 12:58
Ich habe auch so eine Kandidatin 😉 zu Hause. Sehr sensibel, reizoffen, jagdlich ambitioniert und auch gelegentlich noch reaktiv. Sieht deiner Milla auch etwas ähnlich. Wir haben am Anfang viel ausprobiert, vor allem fürs Auto fahren. Da wir viel unterwegs sind auf der Autobahn, war uns das wichtig. Sie war sehr gestresst. Adaptil Halsband und Spray haben bei uns nichts geholfen und auch der ganze andere Rest den wir ausprobiert haben nicht. Ist nach viel Zeit und Bindung von alleine besser geworden. Aber wir haben immer noch viele Baustellen. Meine Hündin reagiert auch extrem auf meine Stimmung. Wenn es mir nicht gut geht, spiegelt sie mich sofort. Möchte dir nicht zu nahe treten, aber kann es vielleicht doch mit deiner Depression zusammenhängen? Es gibt das Buch von Maike Maja Nowak „Der Hund als Spiegel der Seele“, vielleicht interessiert dich das. Lg und alles Gute für euch
Ich hatte auch zusätzlich zum Training und dran bleiben ein bisschen auf Zeit gespielt.
Leider ist es in der letzten Zeit wirklich schlimm geworden, sodass ich mir echt Sorgen mache. Da ist Training eben endlich, umkrempeln kann ich sie nicht.
Ich werde es mal mit dem Halsband ausprobieren.
 
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Claudia
13. Mai 12:59
Ich habe eine sehr geräuschempfindliche Hündin. Anfangs hat ihr wirklich alles irgendwie Angst gemacht, also sehr sehr unsicher. Wir waren erst wirklich nur zum Lösen in der großen bösen Welt draußen. Zu viele Reize die sie sehr dosiert kennen und aushalten lernen musste. Manchmal sind wir kaum von der Stelle gekommen weil ich stehen bleiben musste mit ihr. Erst wenn sie ruhiger wurde konnten wir versuchen weiter zu gehen. Wären wir nicht stehen geblieben, wäre sie mit Vollgas nach Hause geflogen und ich hinterher. Flucht war ihre Devise. Vertrauen dass ich sie schütze war bei uns der Knoten zur Lösung. Ein langer Prozess der unfassbar viel Geduld meinerseits erforderte. Wenn es irgendwo knallt erschreckt sie sich immer noch sehr und der erste Reflex ist auch immer noch Flucht. Allerdings nur noch so weit die Leine in diesem Moment reicht. Wir sitzen das dann beide aus und sie beruhigt sich auch wieder recht gut. Wenn sie heute angespannt läuft, weiß ich dass ihr "Erzfeind" unterwegs ist und ich wechsle dann die Richtung dahin wo ihre Nase nicht hin zeigt. Manchen Reizen kann man mit Ablenkung begegnen, anderen leider nicht. Kurz aushalten und dann abbrechen. Selbstbewusstsein fördern durch Lob und Bestätigung in passender Situation. Den Reizen aus dem Weg gehen ist nicht nur nicht möglich, es schränkt den Hund auch sehr ein. Und zum Schluss; Habe ich einen schwachen Tag, mir geht's nicht wirklich gut, merke ich das an ihrem Verhalten. An Weggabelungen zum Beispiel schnüffelt sie rum bis ich zeige wo wir langgehen. An so einem Tag wartet sie nicht unbedingt, da pokert sie wie weit sie gehen kann.
Bei uns ist es ja langsam, aber stetig besser geworden, erst in den letzten 2-3 Monaten ist sie so überempfindlich und unsicher
 
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Ina
13. Mai 16:33
Mein Yaco ist ein Hund, der mit Menschen sicher schlechte Erfahrungen gemacht hat. Er ist in seiner Grundstimmung dem Menschen gegenüber Misstrauisch und geht ohne Vorwarnung mit dem offenen Fang nach vorne. Beschädigungsabsicht hat er in der Regel nicht. Wird ihm alles zu viel (an externen Reizen) oder fühlt er sich unwohl (das muss noch nicht Schmerz sein) wird er ebenfalls zunehmend reaktiv und geht mehr nach vorne dem Menschen gegenüber. Das alles in einer familiären Situation mit einem Pubertierenden Jugendlichen, der in seinem Verhalten keine Konstanz zeigt, war damals eine explosive Mischung.
Bei uns hat das Adaptil-Halsband gut geholfen. Yaco ist jetzt fast 9 Jahre bei uns und ich setzte das Adaptil-Halsband immer wieder ein. Wenn wir in den Urlaub fahren, wenn Yaco eine OP hat, immer wenn ungewohnte Situationen anstehen.
Yaco reagiert darauf sehr gut. Er ist dann in seiner Grundstimmung freundlicher, sieht nicht alles so schwarz, wartet dann auch mal ab, ob die Situation sich so schlimm entwickelt, wie er befürchtet (was ja normalerweise nicht der Fall ist).
Mit Adaptil ist Yaco kein anderer Hund, aber etwas ruhiger und geduldiger und das macht bei uns in vielen Situationen den entscheidenden Unterschied aus.
Die Wirkung setzt nach wenigen Tagen ganz langsam und sanft ein. Das Halsband hält 4 Wochen, Ich lasse es aber deutlich länger dran. Mir ist bisher nicht aufgefallen, dass ich hätte sagen können „jetzt wirkt es nicht mehr“. In diesen 4 Wochen hat sich bei Yaco immer das Verhalten deutlich zum positiven verändert und ist dann mit der Zeit ganz langsam wieder abgeglitten (ohne Adaptil-Halsband).
Yaco hat das Adaptil-Halsband deutlich die Eingewöhnung in unseren Haushalt erleichtert, wenn nicht sogar erst möglich gemacht. Das erste Jahr hatte er Adaptil durchgehend getragen, später nur noch nach Bedarf.
PS: ich bin nicht von Adaptil gesponsert, aber uns hat es wirklich gut geholfen.
 
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R
13. Mai 17:00
Bei uns ist es ja langsam, aber stetig besser geworden, erst in den letzten 2-3 Monaten ist sie so überempfindlich und unsicher
Sieht sehr sportlich aus die hübsche Milla. Mit ihren Ängsten schränkt sie sich ja selbst ein, Dinge mit wohlfühlfaktor im Alltag auszuleben.
Verstehe den Ansatz vom Adaptil.
Manchmal hilfts(im Bekanntenkreis eher Rüden), manchmal eher nicht (einige wenige Hündinnen) und einige hatten Probleme wegen schilddrüse und auch auffälligkeiten am fell- beim dauertragen(stumpf bis dünner werdend). Sind aber keine 30hunde von denen ich dazu was hörte. Eher zu Beginn, die Tierschutzrunden.
Es gab auch zwei die mit dem Verdampfer eher "kreativ" in der Wohnung geworden sind.

Klar kann man das Testen. Wenn's hilft ist das aber wahrscheinlich keine lösung, sondern eher ein Pflaster in den schwierigen Zeiten.

Erziehung ist endlich, sagtest du...das hat mich etwas stutzig gemacht, denn für mich ist Erziehung der Weg und der Weg war das Ziel, als ich mich für Hund entschieden habe✌🏼

Daher auch noch der Zusatzgedanke: gerade Hütehunde und besonders saisonal Jagdhunde, haben ja bekanntlich Pfeffer im Hintern- da sie eigentlich auch Arbeitshunde sind. Du beschreibst viel Zeit, in der es verständlich weniger Action für den Hund gab. Ich würde eher ansetzen über Arbeit die Energie in selbstbewusstsein umzusetzen. Das kann einerseits bei Hundetreffen gute Bewegung sein, als auch über Sport. Vlt ist einfach der Druck in diesem sensiblen Hund gerade wieder stark in den Alltagsängsten "gefangen" und möchte kanalisiert werden. Eben nicht durch Leinenführigkeit, oder Reiztraining.
Sondern gestaltet wie "Urlaub" im Kopf, beim Sportlichen auslasten und erleben von Erfolgen, um von der Alltagsunsicherheit abzulenken. Versuch mit Adaptil ist nicht schlecht, aber vlt auch das Symptom abchecken. Sieht sehr sportlich aus die Maus. Mir geht's nicht um Fordern, sondern um fördern was in ihr steckt. Das kann ja vieles sein, apport, Reizangel, Parcoursgeschichten, Fahrradfahren, Mantrail, Hundesport im Verein usw...einige Hunde fahren auch gerne mal weg(See,Strand,Wald,Feld). Ein Hund kann auch mit Alltag überfordert sein, auch wenn dieser ruhig gestaltet ist.
Nur ein Gedanke ✌🏼🍀 und weil es meinem Zwerg auch hilft und Umweltreize dann entsprechend leichter werden/sie selbstbewusster durch den Tag geht.
 
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Claudia
13. Mai 17:14
Mein Yaco ist ein Hund, der mit Menschen sicher schlechte Erfahrungen gemacht hat. Er ist in seiner Grundstimmung dem Menschen gegenüber Misstrauisch und geht ohne Vorwarnung mit dem offenen Fang nach vorne. Beschädigungsabsicht hat er in der Regel nicht. Wird ihm alles zu viel (an externen Reizen) oder fühlt er sich unwohl (das muss noch nicht Schmerz sein) wird er ebenfalls zunehmend reaktiv und geht mehr nach vorne dem Menschen gegenüber. Das alles in einer familiären Situation mit einem Pubertierenden Jugendlichen, der in seinem Verhalten keine Konstanz zeigt, war damals eine explosive Mischung. Bei uns hat das Adaptil-Halsband gut geholfen. Yaco ist jetzt fast 9 Jahre bei uns und ich setzte das Adaptil-Halsband immer wieder ein. Wenn wir in den Urlaub fahren, wenn Yaco eine OP hat, immer wenn ungewohnte Situationen anstehen. Yaco reagiert darauf sehr gut. Er ist dann in seiner Grundstimmung freundlicher, sieht nicht alles so schwarz, wartet dann auch mal ab, ob die Situation sich so schlimm entwickelt, wie er befürchtet (was ja normalerweise nicht der Fall ist). Mit Adaptil ist Yaco kein anderer Hund, aber etwas ruhiger und geduldiger und das macht bei uns in vielen Situationen den entscheidenden Unterschied aus. Die Wirkung setzt nach wenigen Tagen ganz langsam und sanft ein. Das Halsband hält 4 Wochen, Ich lasse es aber deutlich länger dran. Mir ist bisher nicht aufgefallen, dass ich hätte sagen können „jetzt wirkt es nicht mehr“. In diesen 4 Wochen hat sich bei Yaco immer das Verhalten deutlich zum positiven verändert und ist dann mit der Zeit ganz langsam wieder abgeglitten (ohne Adaptil-Halsband). Yaco hat das Adaptil-Halsband deutlich die Eingewöhnung in unseren Haushalt erleichtert, wenn nicht sogar erst möglich gemacht. Das erste Jahr hatte er Adaptil durchgehend getragen, später nur noch nach Bedarf. PS: ich bin nicht von Adaptil gesponsert, aber uns hat es wirklich gut geholfen.
Vielen Dank für die ausführliche Nachricht!
Im besten Fall stelle ich es mir genau so vor
 
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Claudia
13. Mai 17:26
Sieht sehr sportlich aus die hübsche Milla. Mit ihren Ängsten schränkt sie sich ja selbst ein, Dinge mit wohlfühlfaktor im Alltag auszuleben. Verstehe den Ansatz vom Adaptil. Manchmal hilfts(im Bekanntenkreis eher Rüden), manchmal eher nicht (einige wenige Hündinnen) und einige hatten Probleme wegen schilddrüse und auch auffälligkeiten am fell- beim dauertragen(stumpf bis dünner werdend). Sind aber keine 30hunde von denen ich dazu was hörte. Eher zu Beginn, die Tierschutzrunden. Es gab auch zwei die mit dem Verdampfer eher "kreativ" in der Wohnung geworden sind. Klar kann man das Testen. Wenn's hilft ist das aber wahrscheinlich keine lösung, sondern eher ein Pflaster in den schwierigen Zeiten. Erziehung ist endlich, sagtest du...das hat mich etwas stutzig gemacht, denn für mich ist Erziehung der Weg und der Weg war das Ziel, als ich mich für Hund entschieden habe✌🏼 Daher auch noch der Zusatzgedanke: gerade Hütehunde und besonders saisonal Jagdhunde, haben ja bekanntlich Pfeffer im Hintern- da sie eigentlich auch Arbeitshunde sind. Du beschreibst viel Zeit, in der es verständlich weniger Action für den Hund gab. Ich würde eher ansetzen über Arbeit die Energie in selbstbewusstsein umzusetzen. Das kann einerseits bei Hundetreffen gute Bewegung sein, als auch über Sport. Vlt ist einfach der Druck in diesem sensiblen Hund gerade wieder stark in den Alltagsängsten "gefangen" und möchte kanalisiert werden. Eben nicht durch Leinenführigkeit, oder Reiztraining. Sondern gestaltet wie "Urlaub" im Kopf, beim Sportlichen auslasten und erleben von Erfolgen, um von der Alltagsunsicherheit abzulenken. Versuch mit Adaptil ist nicht schlecht, aber vlt auch das Symptom abchecken. Sieht sehr sportlich aus die Maus. Mir geht's nicht um Fordern, sondern um fördern was in ihr steckt. Das kann ja vieles sein, apport, Reizangel, Parcoursgeschichten, Fahrradfahren, Mantrail, Hundesport im Verein usw...einige Hunde fahren auch gerne mal weg(See,Strand,Wald,Feld). Ein Hund kann auch mit Alltag überfordert sein, auch wenn dieser ruhig gestaltet ist. Nur ein Gedanke ✌🏼🍀 und weil es meinem Zwerg auch hilft und Umweltreize dann entsprechend leichter werden/sie selbstbewusster durch den Tag geht.
Mit endlich meine ich einfach, dass bestimmte Verhaltensweisen, Charakterzüge, Urängste nicht komplett umerzogen werden können. Klar kann ich vieles umlenken und das mache ich, so gut ich kann.
Wir gehen nicht nur stupide spazieren, wie du schon schreibst, Alltag kann auch schon viel sein. Wir wechseln zwischen Kumpelbegegnungen, mal mit mal ohne Spiel, Erkundungs-und Schnüffelspaziergängen, langweiligen um den Block oder Umweltagility in Wald und Feld…. Und den Chilltag gibts auch.
Ich möchte das Halsband auch nicht als die Nonplusultra Lösung benutzen, sondern als zusätzliche Unterstützung.
 
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Claudia
13. Mai 18:28
Meine Freundin ist heute mit Milla die lange Runde gelaufen. Zum Park hin hat sie nicht mal Leckerlies angenommen. Meine Freundin meinte, Milla wirkte wie sehr konzentriert und auch, als wenn sie die Strecke gern schnell hinter sich bringen möchte (ohne ziehen). Sie sagte auch, dass Milla sehr unsicher war, aber nicht mehr alles anbellt, auch Bögen läuft und anderes Meidungsverhalten zeigt.
Den Weg an der Straße empfand meine Freundin für Milla als sehr anstrengend.
 
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Anke
13. Mai 18:38
Ich kann zum Thema Adaptil wenig beitragen. Ich kenne Hunde, die unterstützt es super (als ein Baustein von vielen) und ich kenne genauso Hunde, bei denen es gar nichts gebracht hat.
So wie Du von Milla schreibst, ist sie außer Haus deutlich gestresst. Heißt, du kommst mit klassischem Training nicht weit, weil sie durch den Stress nicht in der Lage ist zu lernen. Im Grunde geht es erstmal darum das Nervensystem zu regulieren. Es ist auch gar nicht ungewöhnlich, dass sich so etwas schleichend aufbaut. Irgendwann ist das Stresstoleranzfenster durch häufige Kompensation so klein, dass das Nervensystem permanent auf Hochtouren fährt und der Hund immer stärker auf Reize reagiert.
Lange Rede kurzer Sinn: egal ob mit oder ohne Adaptil, ich denke es geht darum das Nervensystem zu beruhigen, das Stresstoleranzfenster zu vergrößern und die Selbstwirksamkeit zu stärken.