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Bernd
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zuletzt 22. März

Meine Prinzessin, ein Labrador /Mali Mix hat Probleme mit Fahrräder, Inliner, Roller und Bälle.

Wir haben ein Problem. Meine Prinzessin habe ich mit 4 Monaten von einem Kollegen gekauft. Nach mehreren Monaten ist festgestellt worden das sie eine HD hat. Trotz Welpen Schule und auch eine Hunde Schule ist sie gegenüber Fahrräder und Roller immer mehr ausgerastet. Wir haben dann einen Privat Trainer genommen und waren auch mehrmalige zur einzel Stunde bei DOGS in Essen. Wir als Hunde Halter haben dort viel gelernt, aber für den Hund hat das nichts gebracht. Im Laufe der Jahre, sie ist jetzt 9 einhalb kam noch eine Krebs OP, Schilddrüse Probleme und Atrose dazu. Seit letztes Jahr August lebe ich mit der Prinzessin in einem Mietshaus. Vorher hatten wir Eigentum und einen riesigen Garten. Seit der Trennung von meiner Frau bemerke ich immer mehr Veränderungen an meinem Hund. Sie ist anhänglicher, Eifersüchtiger wenn ich andere Hunde streichle, versteht sich aber mit 99 Prozent der Hunde denen wir begegnen. Auch Fahrräder und Roller gegenüber wird sie richtig Aggressiv, und wenn ich sie beruhigen will versucht sie sogar in der Leine zu beißen um zu zerren. Meine eigentliche Frage an euch da draußen ist die. Ich will am Wochenende mit dem Wohnmobil nach Holland, ins Land der Fahrräder. Ist das gut oder mache ich damit noch mehr kaputt weil ich sie mit den ganzen Trubel auf dem Campingplatz und am Strand überlastet. Oder ist es das sie sich daran gewöhnen kann das es eben Fahrräder gibt. Für eine hilfreiche Antwort oder Tips wäre ich sehr dankbar. Gruß Bernd
 
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Dogorama-Mitglied
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21. März 19:44
Ich bin mit meinem Hund als er noch Welpe war 1X im Monat durch eine Fußgängerzone gelaufen im Wald auf dem Weg zum Hundestrand wo sehr viel los war. Fußgänger, Radfahrer, Jogger, Familien mit Kindern und vorbeifahrenden Autos. Ich würde zuerst ruhige Orte wählen, damit sich deine Hündin pö a pö an die Umweltreize neu gewöhnt. Zusätzlich würde ich mir an deiner Stelle einen Hundetrainer auf Schwerpunkt Verhaltenspsychologe oder Verhaltenstherapeuth aufsuchen. Egal welches Training es sich handeln, es muss immer 100% auf den Hund individuell abgestimmt werden und das geht mal nicht schnell innerhalb von 30 min a 1X im Monat Training.

Ich würde den Urlaub nach Holland nicht machen. Erst, wenn Zuhause alles gut klappt kann man Stück für Stück das auf andere Orte verlegen.
 
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Dogorama-Mitglied
21. März 19:44
Ich bin mit meinem Hund als er noch Welpe war 1X im Monat durch eine Fußgängerzone gelaufen im Wald auf dem Weg zum Hundestrand wo sehr viel los war. Fußgänger, Radfahrer, Jogger, Familien mit Kindern und vorbeifahrenden Autos. Ich würde zuerst ruhige Orte wählen, damit sich deine Hündin pö a pö an die Umweltreize neu gewöhnt. Zusätzlich würde ich mir an deiner Stelle einen Hundetrainer auf Schwerpunkt Verhaltenspsychologe oder Verhaltenstherapeuth aufsuchen. Egal welches Training es sich handeln, es muss immer 100% auf den Hund individuell abgestimmt werden und das geht mal nicht schnell innerhalb von 30 min a 1X im Monat Training.

Ich würde den Urlaub nach Holland nicht machen. Erst, wenn Zuhause alles gut klappt kann man Stück für Stück das auf andere Orte verlegen.
 
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Sophia
21. März 19:54
Deine Hündin hat sich neun Jahre lang Verhalten angewöhnt, das wird so schnell nicht weggehen.
Das wird in deinem Urlaub nicht anders sein als Zuhause, vielleicht sogar eher schlimmer. Wenn du den Urlaub machst, solltest du sie immer gut sichern und eventuell über Maulkorbtraining nachdenken. Ob das dann ein Urlaub in deinem Sinne ist musst natürlich du entscheiden.
Ich würde dir eher Urlaub in abgelegenen, ruhigen Gebieten empfehlen, nicht auf einem Campingplatz mit vielen Triggern.
 
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Dogorama-Mitglied
21. März 19:57
Deine Hündin hat sich neun Jahre lang Verhalten angewöhnt, das wird so schnell nicht weggehen. Das wird in deinem Urlaub nicht anders sein als Zuhause, vielleicht sogar eher schlimmer. Wenn du den Urlaub machst, solltest du sie immer gut sichern und eventuell über Maulkorbtraining nachdenken. Ob das dann ein Urlaub in deinem Sinne ist musst natürlich du entscheiden. Ich würde dir eher Urlaub in abgelegenen, ruhigen Gebieten empfehlen, nicht auf einem Campingplatz mit vielen Triggern.
Beim Mali und Labbi denke ich zb sofort an Wasser. Guter Einwand mit dem Maulkorb ist Pflicht, wenn der Hund so gereizt reagiert.
 
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Bernd
21. März 20:46
Deine Hündin hat sich neun Jahre lang Verhalten angewöhnt, das wird so schnell nicht weggehen. Das wird in deinem Urlaub nicht anders sein als Zuhause, vielleicht sogar eher schlimmer. Wenn du den Urlaub machst, solltest du sie immer gut sichern und eventuell über Maulkorbtraining nachdenken. Ob das dann ein Urlaub in deinem Sinne ist musst natürlich du entscheiden. Ich würde dir eher Urlaub in abgelegenen, ruhigen Gebieten empfehlen, nicht auf einem Campingplatz mit vielen Triggern.
Nein ein Maulkorb braucht sie nicht, sie beißt ja nicht. Und Wasser ist ihr Dingen, deswegen meine Hoffnung das sie sich mehr auf das Wasser konzentriert als auf das Geschehen am Strand. Sie will die Fahrräder nur stoppen, ist ein Fahrrad langsam unterwegs ist sie nicht so aufgeregt.
 
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Sophia
21. März 21:10
Nein ein Maulkorb braucht sie nicht, sie beißt ja nicht. Und Wasser ist ihr Dingen, deswegen meine Hoffnung das sie sich mehr auf das Wasser konzentriert als auf das Geschehen am Strand. Sie will die Fahrräder nur stoppen, ist ein Fahrrad langsam unterwegs ist sie nicht so aufgeregt.
Okay, nach deiner Beschreibung hatte ich das anders interpretiert. Zum Urlaub in dieser Form würde ich dir trotzdem nicht raten, zumindest nicht mit so viel Triggern. Auf Campingplätzen fahren ja auch oft Kinder umher, das wäre mir persönlich einfach zu gefährlich. Da müsstest du sie ja immer an der Leine sichern, damit sie nicht einfach so Leute "stellt" - auch wenn sie nicht beißt.
 
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Dogorama-Mitglied
21. März 21:15
Du könntest versuchen mit dem Klicker zu arbeiten. Sobald ihr ein Fahrrad seht sagst du ihr Bescheid " Fahrrad" und klickst und gibst ihr ne Belohnung. So kann sie verknüpfen, dass Fahrrad heißt: ich bekomm was gutes. Wenn es gut läuft wird sie irgendwann anfangen direkt zu dir zu schauen, wenn sie ein Fahrrad sieht. Google Mal nach "Klick für Blick" :) und schönen Urlaub !
 
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Karin
21. März 21:21
Hallo Bernd, du schreibst das dein Hund gegenüber fahrrad, Roller... aggressiv reagiert. Wie äußert sich das denn? Weil in dem Fall wäre es evtl. doch in Erwägung zu ziehen ein Maulkorb zu benutzen. LG
 
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Dogorama-Mitglied
21. März 23:24
Nein ein Maulkorb braucht sie nicht, sie beißt ja nicht. Und Wasser ist ihr Dingen, deswegen meine Hoffnung das sie sich mehr auf das Wasser konzentriert als auf das Geschehen am Strand. Sie will die Fahrräder nur stoppen, ist ein Fahrrad langsam unterwegs ist sie nicht so aufgeregt.
Es geht nicht darum ob der Hund beißt oder nicht, es geht um die Sicherheit der anderen, weil du für das Verhalten deines Hundes verantwortlich bist. Wichtig ist doch erstmal, dass deine Hündin sich mehr an Dir orientiert. Ich habe zb das Kommando Schau eingeführt. Guckt der Hund mich an gibts ne Belohnung. Das ist ne super gute Aufmerksamkeitsübung gerade, wenn draußen viel los ist an Reizen, muss der Hund immer ansprechbar sein. In dem du ihre Aufmerksamkeit einforderst desto mehr hält sie zu dir Kontakt und weis was zu tun ist. Baue auch viel Ruhe rein auch, wenn du in den Urlaub fährst das ist auch ganz wichtig. Viel Erfolg euch und zur Not einen Profi fragen 🙂
 
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Judith
22. März 05:30
Nein ein Maulkorb braucht sie nicht, sie beißt ja nicht. Und Wasser ist ihr Dingen, deswegen meine Hoffnung das sie sich mehr auf das Wasser konzentriert als auf das Geschehen am Strand. Sie will die Fahrräder nur stoppen, ist ein Fahrrad langsam unterwegs ist sie nicht so aufgeregt.
Hellsehen kann niemand. Den Hund mit Dingen, die er nicht mag, zu konfrontieren, kann sinnvoll sein oder nach hinten losgehen. Die Frage, ob du diesen Urlaub machen sollst, kann dir niemand beantworten. Du musst die Entscheidung selbst treffen und verantworten.
Ein anderes Thema ist ihr Verhalten an sich. Die "Prinzessin" ist es offenbar gewohnt, Entscheidungen zu treffen. Die Frage ist, wann muss ein Radler langsamer fahren oder mehr Abstand halten und wann muss der Hund mal aushalten können. Die Entscheidung müsstest du treffen.
So wie ich die Beschreibung hier verstehe, triffst du in diesen Situationen aber keine Entscheidung und nach so vielen Jahren darf ein Hund auch durchaus davon ausgehen, dass du es nicht tun wirst. Die gesamten Spielregeln auf den Kopf zu stellen, wird richtig viel Arbeit sein, aber das Ziel sehe ich nicht in unmöglicher Ferne.
Die Frage ist: Möchtest du diese Arbeit angehen, oder hast du dich mit ihrem Verhalten arrangiert?
Den Campingurlaub als Trainingsstätte zu benutzen, finde ich erstmal gar keine schlechte Idee. Allerdings wird es mehr eine Trainingsreise sein und vermutlich wenig Erholung. Bist du darauf eingestellt?
Und was machst du, wenn doch alles schief geht und sich andere Urlauber über ihr Verhalten beschweren? Was tust du dann?
Diese Fragen gibt es aus meiner Sicht zu klären.
 
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Bernd
22. März 06:14
Du hast recht. Wir/ Ich haben in der Erziehung viele Fehler gemacht. Wir waren nicht so konsequent wie wir es eigentlich sein sollten. Und nach der Trennung habe ich noch mehr Fehler gemacht weil ich gemerkt habe das sie leidet. Überwiegend trifft der Hund die Entscheidung, ich weiß das. Wir fahren auch nicht zur Erholung nach Holland sondern um mal alles was so grade hier passiert einfach zu vergessen und mich das ganze Wochenende mit meinem Hund zu beschäftigen. Sollte ich Samstag merken das ich sie überforder fahren wir sofort nach Hause. Ich weiß das sie viel Freiheit hat und ich eigentlich nur dort spazieren gehe wo ich weiß das dort nicht so viele Fahrräder sind. I h werde die vielen Tips mal übernehmen und auch ein Maulkorb mitnehmen. Vielen Dank