Ich habe die Kommentare nur im Schnelldurchlauf gelesen und für mich kristallisiert sich folgendes heraus:
-vorher vermutlich mangelnde Sozialisierung.
-vermutlich ein Angsthund, der nicht für den Schutzdienst (Wachhund) geeignet war.
-seit 14 Tagen bei euch.
-Hauptbezugsperson ist deine Frau, was sich auch langfristig nicht ändern wird, da Du erst abends nach Hause kommst.
Ergo:
Deine Frau verbringt die meiste Zeit mit dem Hund und sollte unbedingt die Kompetenzen haben, den Hund zu führen.
Ihr braucht klare Strukturen.
Konsequenz, Genauigkeit und Timing sind die Grundsätze der Hundeerziehung.
Das müsst Ihr als Halter leben und erstmal lernen. Bis das soweit verinnerlicht ist, kann es bei euch noch Monate, gar Jahre dauern.
Entsprechend ist ein kundige Person als Anleiter/Trainer sehr wichtig für euren weiteren Weg.
Da können langfristig ziemliche Kosten entstehen.
Falls bei Euch in der Nähe ein Hundesportverein ist, rate ich euch dort mal vorbeizuschauen.
Die Kombination aus gewünschter Beschäftigung, welche zugleich eine gesunde Auslastung für den Hund bietet und der erfahrenen Anleitung der dortigen Hundeführer, kann euch nur zum Vorteil gereichen.
Die Kosten für den Verein sind auch deutlich geringer, als die intensiven Einzelstunden durch einen Trainer.
Um mal zu deinem hauptsächlichen Anliegen zurück zu kommen.
Der Hund baut langsam Vertrauen auf und Du bist den Großteil der Zeit nicht da.
Auch wenn es Dir schwer fällt, versuch den Hund von sich aus zu Dir kommen zu lassen.
Erzwinge nichts und bleib immer ruhig und entspannt.
Jeglicher Frust, wird sich in Anspannung widerspiegeln und die Situation nur verhärten.
Zu Abschluss:
Da deine Schilderungen immer nur aus deiner Perspektive geschildert werden, ist es sehr schwierig einen objektiven Überblick zu bekommen.
Man kann Dir Ansätze kommunizieren, aber tatsächliche Hilfe bietet nur jemanden, der Euch in der Interaktion mit dem Hund sieht.
Nur dann kann man das Verhalten von Hund und Halter in Zusammenhang setzen und daran arbeiten.
Deshalb bitte so schnell wie möglich mit Unterstützung arbeiten.
Das wird euch und dem Hund langfristig am meisten Helfen und kann grobe Fehler im Keim ersticken, bevor sich massive Folgen daraus entwickeln und festigen.
Alles Gute für Euch!
Erstmal sollte der Hund ankommen und vertrauen fassen. Einen Hund der Angst vor Männern und seinem Herrchen hat, jetzt in einen Hundesportverein zu schleifen, indem er das alles nicht umgehen kann, finde ich einfach falsch.
Der Hund verhält sich deeskalierend indem er die Menschen ignoriert, die ihm nicht geheuer sind. Das ist allemal besser, als dass er nach vorne geht, und seine Art die Situation zu händeln.
Also sollte man das erstmal auch respektieren.
Er ist erst 2 Wochen in seinem neuen Zuhause, und hat schlechte Erfahrungen gemacht.
Lasst ihm doch bitte einfach die Zeit.