Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Hund will nicht aufstehen, geschweige denn Laufen gehen

Verfasser-Bild
Sibylle
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 50
zuletzt 22. Aug.

Hund will nicht aufstehen, geschweige denn Laufen gehen

Nein Hund Loki 6 Jahre alt, Viszlar-Dovermann-Dogge-Windhund Mix will nicht aufstehen, weder morgens zum Spaziergang noch zum Essen. Meistens zwing ich ihn in dem ich ihm das Halsband dran mach und ihn hochzieh. Wenn er dann mal aufgestanden ist und läuft, liebt er es und geht gerne spazieren. Ich weiß nur nicht woran das liegt, er ist mir sonst immer auf Schritt und Tritt gefolgt und seit ca einem Jahr macht er das nicht mehr.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tina
21. Aug. 20:07
Stimmt...ich verstehe das alles gar nicht. Die Treppe geht doch gar nicht bis auf Matratzenhöhe ( Foto) oder bin ich jetzt ganz verwirrt.
Nee geht es nicht bis auf Matratzenhöhe, da ist der Abstand recht groß.

Ich mutmaße jetzt einfach mal, dass der Hund abends aufgrund von Bedürfnis nach Nähe, wenn Mensch im Bett liegt, hoch steigt. Frühs das aber (zusätzlich zu evtl bereits vorliegenden gesundheitl. Problemen) überhaupt nicht attraktiv findet da wieder runter zu kommen.

Wenn ich in solchen Umständen wäre, würde ich schauen, dass ich meinen Hund frühs, wenn ich aufstehe oder spätestens nach dem Zähne putzen auch mit vom Bett runter hole (im Zweifel heben/helfen/unterstützen, aber nicht runter zerren) und dieser sich unten auf seinen Liegeplatz /Körbchen packen kann bis es raus geht.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Claudia
21. Aug. 20:08
Und was genau wurde untersucht? Ehrlich gesagt habe ich eher das Gefühl, du suchst nach einer einfachen Erklärung. Die Wahrscheinlichkeit, dass es ein gesundheitliches Problem ist, ist nunmal sehr hoch. Meiner hat seit dem selben Alter auch das Problem. Diagnose damals: Kniearthrose und Spondylose. Lass es bitte einfach abklären, deinem Hund zuliebe. Blutbild und Röntgen muss auf jeden Fall gemacht werden.
Genauso bei meinem Hund vor 30 Jahren, morgens wollte er auch nicht aufstehen, wenn er einmal lief, war alles gut. Später stellte Röntgenbild Arthrose und Spondylose fest. Der Hund muss schon heftige Schmerzen gehabt haben, wenn die Knochen/ Muskeln noch kalt waren. Ich würde Röntgen lassen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jörg
21. Aug. 20:13
Das hört sich auf jeden Fall nach etwas Gesundheitlichen an. Viele Hunde verstecken schmerzen beim Spaziergang um keine schwächen zu zeigen. Wenn man sich den Hinteren Bereich des Hundes anschaut. Fehlt es da auch ein wenig an masse. Da solltest du dich mal so ein wenig mit cavalleti Training vertraut machen, damit könntest du die hintere Muskulatur etwas stärken und seine hinteren Gelenke etwas beweglicher bekommen. Und bitte lass mal den Rücken checken ob er da eventuell Empfindlichkeit zeigt. Achte mal darauf ob er beim Geschäft absetzen einen Katzenbuckel macht. Dann auf jeden fall mit dem TA darüber sprechen. Da kommt einiges zusammen. Was man da so vermuten könnte darum bitte wirklich TA mäßig checken lassen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tina
21. Aug. 20:17
Zusätzlich wären bei mir schon etwas die Alarmglocken an, wenn mein Hund allgemein gar nicht aufstehen möchte. Selbst mein alter Hund ist bis zum Tag X gekommen und aufgestanden, wenn auch langsamer als früher. Vor allem wenn es raus ging oder Futter gab.

Also ich denke da schon an entweder gesundheitliche probleme oder man hat sich als HH iwie total uninteressant und extrem unbeliebt gemacht, was ich hier nicht unterstellen möchte.

Noch zur Erinnerung zum Thema "Hund will einfach so nur nicht".... Hunde zeigen Schmerzen anders als Menschen. Oft merkt man es erst, wenn es super schlimm ist und auch da eher durch Verweigerung und Schonung als durch Jaulen, Humpeln oder so, das ist dann erst wenn es super super super extrem ist. Hunde können halt kein Schild hoch halten wo drauf steht "ich habe Schmerzen!". Es gibt andere Zeichen, eines davon kann sein, dass der Hund einfach nicht aufstehen mag weil es ihm schmerzt. Das Radar sollten wir als Mensch darauf gerichtet haben.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sylvia
21. Aug. 20:32
Wie bitte, wie kann man so etwas übersehen ich glaube ich lese nicht richtig?
Ich habe auch nicht gelesen, was genau beim Tierarzt abgeklärt wurde. 🤷‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sibylle
21. Aug. 20:48
Ich hab ihn bei meinem TA durch Hecken lassen, werde mir aber noch eine zweite Meinung holen, da ich selber auch nicht so ganz glaub dass da nichts ist.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tina
21. Aug. 20:54
Ich hab ihn bei meinem TA durch Hecken lassen, werde mir aber noch eine zweite Meinung holen, da ich selber auch nicht so ganz glaub dass da nichts ist.
Das ist eine sehr gute und vernünftige Entscheidung.

Ich würde auch wirklich den Hund röntgen lassen, am besten komplett/alle wichtigen Gelenke und Wirbelsäule,wenn der Hund sowieso einmal sediert wird bietet es sich an direkt alles mit einem mal zu machen.

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen für möglichst gute Gesundheit und falls was raus kommt dann gut behandelbar und linderbar in der Symptomatik
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sylvia
21. Aug. 20:58
Ich hab ihn bei meinem TA durch Hecken lassen, werde mir aber noch eine zweite Meinung holen, da ich selber auch nicht so ganz glaub dass da nichts ist.
Aber oft ist es so, daß bei einer einfachen Untersuchung der Hund einmal von vorne nach hinten begutachtet und abgetastet wird. Dazu noch Fieber messen, und das war es. Dann kommt: „ich kann nichts feststellen..“ Da muss man bei machen Tierärzten schon auf Blutabnahme, Röntgen, Sono etc drängen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
S.
21. Aug. 22:11
Egal, was jetzt tierärztlich rauskommt, würde ich mindestens noch mal an der Treppe arbeiten. Ich musste mich bei einem Hund aufgrund seines Alters mal mit dem Thema beschäftigen, da ging es aber nicht ganz so hoch wie bei dir. Das Problem ist hier weniger der Aufstieg als der Abstieg. Bei Treppen ist auch bei Menschen das Verhältnis von Tritthöhe zu Stufenlänge extrem wichtig. Das dürfte auch beim Hund so sein. Und das blöde beim Hund ist, dass er ja mit dem Kopf zuerst, also nach vorne, absteigt, während der Pöppes von hinten schiebt. Alleine dadurch sollten die Trittstufen deutlich länger sein, dass er auf jeder Stufe komplett stehen kann, bevor es zur nächsten Stufe geht. Und damit könntest du ein Platzproblem bekommen. Also doch besser gemeinsam nach unten umziehen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Antje
22. Aug. 07:48
Ja heute morgen er ist bis um 13 Uhr liegen geblieben, da hab ich ihn dann mit Leckerlie runter gelockt, damit er wenigstens die Mittagsrunde Gassi mitkommt
Könnte es vielleicht sein, dass er dich "manipuliert", indem er so lange nicht aufsteht, bis du ein Leckerli rausholst?