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Tamina
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 38
zuletzt 18. Aug.

Hündin und rüde

Hallo :) Ich wollte mal fragen wer hier alles intakte Rüden und Hündinnen zusammen hält, wie ihr den Alltag während der Hitze bestreitet und Managet und wie der rüde damit klar kommt.
 
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Annette
16. Aug. 11:41
Ich kenne es schon so, dass nicht einfach eben kastriert wird sondern wenn notwendig. Aus Bequemlichkeit kastriert auch n Tierarzt nicht, sondern wenn die Rüden extremen Stress haben oder wie bei meiner Hündin, die alle 5 Monate läufig wird und dauerhaft so belästigt, dass es sozial am kippen war. Laut Tierärztin wie die Eierstöcke aussehen war es medizinisch die richtige Entscheidung. Und nochmal , Tiere werden dadurch psychisch nicht so verkrüppelt wie du es beschreibst, das hab ich noch nie beobachtet. Einfach so macht es der Tierarzt auch einfach nicht. Und das meine Hündin dadurch keine Pyometra mehr bekommen kann ist von Vorteil. Ich gebe dir ja Recht, dass man es ohne Indikation nicht machen sollte aber du beschreibst eine Tierquälerei am Hund, was echt nicht nachvollziehbar ist. Ich hatte sowohl kastrierte Rüden als auch ne Hündin, beides psychisch sehr stabile Hunde. Und auch nicht ruhiger durch die Kastration. Mit Gewicht gibt es nur Probleme weil der Hund dann wie schon gesagt mehr nach Futter fragt wenn der Sexualtrieb wegfällt, ob ich dann mehr gebe muss ich entscheiden. Fellprobleme kann es geben, hatte ich aber nicht. Auslandstierschutz muss kastriert werden wie schon beschrieben.
Wir mussten Gizmo aus gesundheitlichen Gründen kastrieren lassen. Die einzige Auswirkung ist, dass ich mehr auf sein Gewicht achten muss. Sein Futter wird abgewogen.
 
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Tim
17. Aug. 21:24
Interessante These. Aber was ist mit den Ländern in denen das Leid der Straßentiere so groß ist, dass Kastration als das sinnvollste Mittel zur Eindämmung der Population angewendet wird (abgesehen vom Töten)? Ist das dann auch Tierquälerei? Der Eingriff ist ja derselbe.🤔
Das ist was anderes und hat auch gar nichts mit der Frage des Themas zu tun. Ich bezog mich ausschließlich auf nicht notwendige Kastrationen in Deutschland.
 
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Babs
18. Aug. 05:58
Wir haben eine intakte Hündin (8.5 Jahre alt) und einen intakten Rüden (6.5 Jahre alt). Unsere Hündin war knapp 2 Jahre als unser Rüde als Welpe einzog.

Ich habe, bereits bevor er zum Junghund mutierte und seinen Sexualtrieb entdeckte, mit ihm einen "Sicherheitsanker" aufgebaut. Das bedeutet, sobald ihm etwas zu viel wird, kommt er zu mir. Als unsere Hündin läufig wurde, hat er das dankend angenommen und konnte in meiner Nähe runterfahren. Sicherlich ist ein gut aufgebautes und zuverlässiges Abbruchsignal Pflicht.

Wir lassen beide so lange zusammen, bis unsere Hündin in ihre Stehtage kommt. Solange unser Rüde in ihrer Nähe sein darf, bleibt er einigermaßen entspannt. Dann zeigt er auch eine sehr gute Impulskontrolle. Die Stehtage werden dann allerdings etwas "härter", da unsere Hündin ihn dann auch an sich ranlassen würde. Wenn es für ihn zu hart wurde (als Junghund) bin ich mit ihm auf Seminare gefahren. Mal raus aus dem guten Geruch und rein in eine neue Situation.

Aus Sicherheitsgründen schlafen wir auch getrennt. Unsere Hündin bei meinem Mann und unser Rüde bei mir. Unsere Hündin lässt sich mit ihren Stehtagen Zeit (ca. 10 Tage). Bis zum 7. Tag kann er mittlerweile wirklich gut damit umgehen. Die letzten 3 Tage werden schwer.

Wir haben uns ei beiden gegen eine Kastration entschieden. Eine Kastration ist nicht rückgängig zu machen. Dem Gegenüber stehen 2 mal im Jahr ein paar "härtere" Tage gegenüber, was aber der Natur eines Hundes entspricht. Rüden können lernen mit ihrem Sexualtrieb umzugehen, vorausgesetzt, dass man das mit ihnen trainiert (Impulskontrolle, Frusttoleranz, Akzeptanz) und auch im Alltag darauf achtet, dass der Rüde den Hündinnen insgesamt gegenüber höflich bleibt (nicht aufdringlich wird), also nicht nur während der Läufigkeit.

Die Junghundphase kann Geduld und gute Nerven fordern. Darüber muss man sich im Klaren sein. Doch mit Verständnis und Training wird es immer besser. So war es bei uns. Jetzt sind es noch 3 Tage zwei mal im Jahr, in denen wir entscheiden, ob ich dann mal mit ihm eine Auszeit nehme 😉.
 
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Aga
18. Aug. 06:16
Wir haben eine intakte Hündin (8.5 Jahre alt) und einen intakten Rüden (6.5 Jahre alt). Unsere Hündin war knapp 2 Jahre als unser Rüde als Welpe einzog. Ich habe, bereits bevor er zum Junghund mutierte und seinen Sexualtrieb entdeckte, mit ihm einen "Sicherheitsanker" aufgebaut. Das bedeutet, sobald ihm etwas zu viel wird, kommt er zu mir. Als unsere Hündin läufig wurde, hat er das dankend angenommen und konnte in meiner Nähe runterfahren. Sicherlich ist ein gut aufgebautes und zuverlässiges Abbruchsignal Pflicht. Wir lassen beide so lange zusammen, bis unsere Hündin in ihre Stehtage kommt. Solange unser Rüde in ihrer Nähe sein darf, bleibt er einigermaßen entspannt. Dann zeigt er auch eine sehr gute Impulskontrolle. Die Stehtage werden dann allerdings etwas "härter", da unsere Hündin ihn dann auch an sich ranlassen würde. Wenn es für ihn zu hart wurde (als Junghund) bin ich mit ihm auf Seminare gefahren. Mal raus aus dem guten Geruch und rein in eine neue Situation. Aus Sicherheitsgründen schlafen wir auch getrennt. Unsere Hündin bei meinem Mann und unser Rüde bei mir. Unsere Hündin lässt sich mit ihren Stehtagen Zeit (ca. 10 Tage). Bis zum 7. Tag kann er mittlerweile wirklich gut damit umgehen. Die letzten 3 Tage werden schwer. Wir haben uns ei beiden gegen eine Kastration entschieden. Eine Kastration ist nicht rückgängig zu machen. Dem Gegenüber stehen 2 mal im Jahr ein paar "härtere" Tage gegenüber, was aber der Natur eines Hundes entspricht. Rüden können lernen mit ihrem Sexualtrieb umzugehen, vorausgesetzt, dass man das mit ihnen trainiert (Impulskontrolle, Frusttoleranz, Akzeptanz) und auch im Alltag darauf achtet, dass der Rüde den Hündinnen insgesamt gegenüber höflich bleibt (nicht aufdringlich wird), also nicht nur während der Läufigkeit. Die Junghundphase kann Geduld und gute Nerven fordern. Darüber muss man sich im Klaren sein. Doch mit Verständnis und Training wird es immer besser. So war es bei uns. Jetzt sind es noch 3 Tage zwei mal im Jahr, in denen wir entscheiden, ob ich dann mal mit ihm eine Auszeit nehme 😉.
Entspricht es nicht eher der Natur des Hund dem Sexualtrieb den er verspürt zu folgen und Nachkommen zu zeugen? Wenn ich als Mensch dazwischen stehe ist das für mich nicht mehr ganz die Natur.
 
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Babs
18. Aug. 06:30
Entspricht es nicht eher der Natur des Hund dem Sexualtrieb den er verspürt zu folgen und Nachkommen zu zeugen? Wenn ich als Mensch dazwischen stehe ist das für mich nicht mehr ganz die Natur.
Die Hündin entscheidet, welcher Rüde geeignet ist. Der Andere muss sich zurücknehmen.

Und nicht jede Hündin möchte begattet werden und auch das muss ein Rüde akzeptieren. Natürlich möchte er sich Fortpflanzen, aber auch in der Tierwelt gibt es Regeln.
 
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Michi
18. Aug. 08:03
Die Hündin entscheidet, welcher Rüde geeignet ist. Der Andere muss sich zurücknehmen. Und nicht jede Hündin möchte begattet werden und auch das muss ein Rüde akzeptieren. Natürlich möchte er sich Fortpflanzen, aber auch in der Tierwelt gibt es Regeln.
Das erlebe ich bei den Straßenhunden aber sehr anders.
Da entscheidet die Hündin garnix und wird während der Stehtage oftmals bis zur Erschöpfung von den Rüden verfolgt und auch von mehreren gedeckt.
Da wird jede läufige Hündin tragend, auch wenn sie selbst erst 6 Monate alt sein sollte.
Und unter den Rüden gibt es sehr schwere Kämpfe und Verletzungen, bis zum Tod.
 
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Tim
18. Aug. 08:42
Wir haben eine intakte Hündin (8.5 Jahre alt) und einen intakten Rüden (6.5 Jahre alt). Unsere Hündin war knapp 2 Jahre als unser Rüde als Welpe einzog. Ich habe, bereits bevor er zum Junghund mutierte und seinen Sexualtrieb entdeckte, mit ihm einen "Sicherheitsanker" aufgebaut. Das bedeutet, sobald ihm etwas zu viel wird, kommt er zu mir. Als unsere Hündin läufig wurde, hat er das dankend angenommen und konnte in meiner Nähe runterfahren. Sicherlich ist ein gut aufgebautes und zuverlässiges Abbruchsignal Pflicht. Wir lassen beide so lange zusammen, bis unsere Hündin in ihre Stehtage kommt. Solange unser Rüde in ihrer Nähe sein darf, bleibt er einigermaßen entspannt. Dann zeigt er auch eine sehr gute Impulskontrolle. Die Stehtage werden dann allerdings etwas "härter", da unsere Hündin ihn dann auch an sich ranlassen würde. Wenn es für ihn zu hart wurde (als Junghund) bin ich mit ihm auf Seminare gefahren. Mal raus aus dem guten Geruch und rein in eine neue Situation. Aus Sicherheitsgründen schlafen wir auch getrennt. Unsere Hündin bei meinem Mann und unser Rüde bei mir. Unsere Hündin lässt sich mit ihren Stehtagen Zeit (ca. 10 Tage). Bis zum 7. Tag kann er mittlerweile wirklich gut damit umgehen. Die letzten 3 Tage werden schwer. Wir haben uns ei beiden gegen eine Kastration entschieden. Eine Kastration ist nicht rückgängig zu machen. Dem Gegenüber stehen 2 mal im Jahr ein paar "härtere" Tage gegenüber, was aber der Natur eines Hundes entspricht. Rüden können lernen mit ihrem Sexualtrieb umzugehen, vorausgesetzt, dass man das mit ihnen trainiert (Impulskontrolle, Frusttoleranz, Akzeptanz) und auch im Alltag darauf achtet, dass der Rüde den Hündinnen insgesamt gegenüber höflich bleibt (nicht aufdringlich wird), also nicht nur während der Läufigkeit. Die Junghundphase kann Geduld und gute Nerven fordern. Darüber muss man sich im Klaren sein. Doch mit Verständnis und Training wird es immer besser. So war es bei uns. Jetzt sind es noch 3 Tage zwei mal im Jahr, in denen wir entscheiden, ob ich dann mal mit ihm eine Auszeit nehme 😉.
Die Beobachtung kann ich auch so bei uns so bestätigen. Standhitze dauert bei Emma etwa 7-10 Tage. Sam zeigt aber erst in den letzten 3-4 Tagen reales Interesse, obwohl sie sich ihm(fremden Rüden gegenüber gar nicht) schon früher anbietet, ihn aber dann doch verscheucht, wenn er es mal kurz versucht.

Tatsächlich geht die meiste Initiative von ihr aus. Je länger in der Standhitze,desto aufdringlicher wird sie ihm gegenüber. Spielt in dauernd an, läuft ihm hinterher, rammelt ihn und stellt sich vor ihn. Irgendwann , wie gesagt, letzte 3-4 Tage, lässt er sich dann auch darauf ein und sie es zu.

Da die beiden durch die Vasektomie ja "der Natur freien Lauf" lassen können, ist danach meist für ein ganzen Tag, oder auch zwei Tage, komplette Ruhe. Also genauso entspannt, wie ich mir das eigentlich vorgestellt habe.
 
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Tim
18. Aug. 08:45
Die Hündin entscheidet, welcher Rüde geeignet ist. Der Andere muss sich zurücknehmen. Und nicht jede Hündin möchte begattet werden und auch das muss ein Rüde akzeptieren. Natürlich möchte er sich Fortpflanzen, aber auch in der Tierwelt gibt es Regeln.
Genau, es ist nämlich ein Irrglaube ,dass sich die Rüden einfach nehmen können was sie wollen und die Hündinnen da gar kein Mitspracherecht haben. "In der Natur" ist genau das Gegenteil der Fall. Die Damen haben das Sagen und treffen die Entscheidung, mit wem sie sich einlassen. Dieses "Balzgehabe" von der Hündin gegenüber dem Rüden ist auch ein Test, ob er überhaupt geeignet ist. Wer will sich schon mit einem alten/ schwachen/kranken Rüden einlassen? Der Nachwuchs soll ja kräftig werden. Wobei man das eher öfter bei Wölfen beobachten kann und nicht mehr bei unseren domestizierten Hunden...
 
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Tim
18. Aug. 08:49
Jetzt gerade ein Live-Bild der Beiden. Er unkastriert, sie mitten in der Standhitze. Gestern Abend haben sie sich etwas "abreagiert" und heute wird halt entspannt nebeneinander geschlafen. Sam ist nur halb drauf, davor ist der Fernseher. 😂
 
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Dogorama-Mitglied
18. Aug. 08:54
Wir haben eine intakte Hündin (8.5 Jahre alt) und einen intakten Rüden (6.5 Jahre alt). Unsere Hündin war knapp 2 Jahre als unser Rüde als Welpe einzog. Ich habe, bereits bevor er zum Junghund mutierte und seinen Sexualtrieb entdeckte, mit ihm einen "Sicherheitsanker" aufgebaut. Das bedeutet, sobald ihm etwas zu viel wird, kommt er zu mir. Als unsere Hündin läufig wurde, hat er das dankend angenommen und konnte in meiner Nähe runterfahren. Sicherlich ist ein gut aufgebautes und zuverlässiges Abbruchsignal Pflicht. Wir lassen beide so lange zusammen, bis unsere Hündin in ihre Stehtage kommt. Solange unser Rüde in ihrer Nähe sein darf, bleibt er einigermaßen entspannt. Dann zeigt er auch eine sehr gute Impulskontrolle. Die Stehtage werden dann allerdings etwas "härter", da unsere Hündin ihn dann auch an sich ranlassen würde. Wenn es für ihn zu hart wurde (als Junghund) bin ich mit ihm auf Seminare gefahren. Mal raus aus dem guten Geruch und rein in eine neue Situation. Aus Sicherheitsgründen schlafen wir auch getrennt. Unsere Hündin bei meinem Mann und unser Rüde bei mir. Unsere Hündin lässt sich mit ihren Stehtagen Zeit (ca. 10 Tage). Bis zum 7. Tag kann er mittlerweile wirklich gut damit umgehen. Die letzten 3 Tage werden schwer. Wir haben uns ei beiden gegen eine Kastration entschieden. Eine Kastration ist nicht rückgängig zu machen. Dem Gegenüber stehen 2 mal im Jahr ein paar "härtere" Tage gegenüber, was aber der Natur eines Hundes entspricht. Rüden können lernen mit ihrem Sexualtrieb umzugehen, vorausgesetzt, dass man das mit ihnen trainiert (Impulskontrolle, Frusttoleranz, Akzeptanz) und auch im Alltag darauf achtet, dass der Rüde den Hündinnen insgesamt gegenüber höflich bleibt (nicht aufdringlich wird), also nicht nur während der Läufigkeit. Die Junghundphase kann Geduld und gute Nerven fordern. Darüber muss man sich im Klaren sein. Doch mit Verständnis und Training wird es immer besser. So war es bei uns. Jetzt sind es noch 3 Tage zwei mal im Jahr, in denen wir entscheiden, ob ich dann mal mit ihm eine Auszeit nehme 😉.
Ich finde es total schön, wenn es in der Konstellation funktioniert. Es wird viel zu schnell kastriert und meist auch ohne es versucht zu haben und auch ohne gemischte Geschlechter in einem Haushalt. Ich habe zwei intakte Rüden, die kennen läufige Hündinnen und dürfen auch im Social Walk mit ihnen interagieren. Sie haben es bisher nicht im Ansatz versucht und jaulen und leiden auch nicht. Wenn bei mir nochmal ein Hund einzieht, dann soll es eine Hündin werden. Ich habe auch schon Plan B,C und D, falls es unerträglich werden sollte. Aber durch 100% Homeoffice kann ich auch immer aufpassen.