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Liane
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 5
heute 08:02

Angst vor dem Herrchen

Wir haben Emma nun seit 9 Monaten aus dem Tierschutz. Sie ist ein Angsthund.
Eigentlich läuft es ganz gut mit ihr. Mit den Kindern ist sie fine und auch mit mir ist es eigentlich ganz gut.
Nur mit meinem Mann scheint es immer komplizierter. Er gibt sich wirklich Mühe. Er versucht sie nicht zu bedrängen. Wirft nur noch leckerlies hin.
Morgens macht er die erste Runde. Da kommt sie freiwillig an die Tür. Er leihnt sie an und das geht alles. Futter frisst sie erst wenn er die Küche verlässt.
Beim spazieren gehen ist sie ihm gegenüber viel aufgeschlossener. Da macht sie das bringspiel und tobt mit ihm.. ohne streicheln oder dergleichen.
Wenn er abends nach Hause kommt knurrt und bellt sie bereits und verkriecht sich dann. Danach geht es wieder, manchmal verlässt sie auch einfach den Raum und liegt oben wenn er unten ist.
Damit können wir eigentlich leben wenn emma noch zeit braucht . Aber ab und zu.. Gestern erst wieder,wird sie richtig aggressiv ihm gegenüber. Sie lag oben im Schlafzimmer mit mir. Die Kinder im bett. Sobald sie merkt er will nach oben fängt sie an zu knurren. Gestern ist sie dann runter ihm entgegen und drohte ihn mit allen Mitteln. Das geht natürlich gar nicht.
Ich weiß einfach nicht wie ich dann reagieren soll. Wenn ich eingreife verstärke ich sie damit wahrscheinlich. Wenn mein Mann einen lauten Ton anschlägt,weil er befürchtet gebissen zu werden ,kann das nach hinten los gehen.
Mein Mann ist wütend weil ich nicht mit ihr trainiere das abzustellen, ich weiß aber nicht wie.
Wir dachten mit der Zeit akzeptiert sie ihm,aber es wird schlimmer.
Mein Mann befürchtet nun das Emma auch bei uns unglücklich ist und woanders vielleicht glücklicher. Wir lieben sie total und sie macht vieles schon gut. Aber ich weiß nicht wie ich ihr die Angst nehmen soll.
Mein Mann gibt sich alle Mühe .. immer ein leckerlie parat. Aber was kann ich noch tun..Besonders wenn es eskaliert.
Emma ist mit mir und den Mädels so happy. Aber nachts bleibt sie einsam unten weill sie nicht bei uns im Schlafzimmer bleiben will. Morgens dauert es auch bis sie mit mir warm wird,meistens erst wenn die Kinder wach sind.. dann taut sie auf.
Es ist unser erster Hund und alles könnte so wunderbar sein.
 
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Ulrike
Beliebteste Antwort
heute 07:42
Vielleicht hat sie keine Angst vor deinem Mann, sondern verteidigt eine Recource. Das schließt Angst nicht aus. Aber dieses Drohen, wenn dein Mann hoch kommt, kann dafür sprechen dass sie dich als Recource verteidigt. Vielleicht kannst du mal einen Hundetrainer draufschauen lassen, wie die Körpersprache ist. Steif nach vorne gelehnt, oder ehr zurück, Rute oben oder unten, Maulwinkel rund oder spitz nach hinten? Such mal Bilder von offensiv und passiv drohenden Hunden. Wenn ich die Recource währe, würde ich meinen Hund scharf ansprechen, so mit "was soll dass". So hart, das der Hund beeindruckt ist. Dann würde ich den Hund ignorieren und meinen Mann sehr beachten. So habe ich es mit meinem Hund gemacht, als er fremde Hunde von mir abhalten wollte. Ich wollte mir von meinem Hund nicht sagen lassen, mit wem ich Kontakt habe. Mit dazwischen drängeln versucht sie es immer noch. Aber die Agression ist weg und ich kann meinen Hund beiseite schieben. Mit meinem anderen Hund war sie auch aggressiv, wenn ich mich mit ihr beschäftigt habe und er ist in die Nähe gekommen. Da habe ich es genauso gemacht. Jetzt ist es möglich das beide Hunde gleichzeitig bei mir liegen und entspannen. Etwas eifersüchtig geht ja noch. Aber aggressiv Besitzansprüche durchsetzen fand ich zuviel Stress für alle Beteiligten.
 
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Sylvia
heute 07:25
Das ist ja schlimm. Ich an deiner Stelle, würde mir eine/n Rütter-Trainer/in in der Nähe suchen und ganz schnell dort einen Termin buchen.
 
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Ulrike
heute 07:42
Vielleicht hat sie keine Angst vor deinem Mann, sondern verteidigt eine Recource. Das schließt Angst nicht aus. Aber dieses Drohen, wenn dein Mann hoch kommt, kann dafür sprechen dass sie dich als Recource verteidigt. Vielleicht kannst du mal einen Hundetrainer draufschauen lassen, wie die Körpersprache ist. Steif nach vorne gelehnt, oder ehr zurück, Rute oben oder unten, Maulwinkel rund oder spitz nach hinten? Such mal Bilder von offensiv und passiv drohenden Hunden. Wenn ich die Recource währe, würde ich meinen Hund scharf ansprechen, so mit "was soll dass". So hart, das der Hund beeindruckt ist. Dann würde ich den Hund ignorieren und meinen Mann sehr beachten. So habe ich es mit meinem Hund gemacht, als er fremde Hunde von mir abhalten wollte. Ich wollte mir von meinem Hund nicht sagen lassen, mit wem ich Kontakt habe. Mit dazwischen drängeln versucht sie es immer noch. Aber die Agression ist weg und ich kann meinen Hund beiseite schieben. Mit meinem anderen Hund war sie auch aggressiv, wenn ich mich mit ihr beschäftigt habe und er ist in die Nähe gekommen. Da habe ich es genauso gemacht. Jetzt ist es möglich das beide Hunde gleichzeitig bei mir liegen und entspannen. Etwas eifersüchtig geht ja noch. Aber aggressiv Besitzansprüche durchsetzen fand ich zuviel Stress für alle Beteiligten.
 
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Ina
heute 07:51
Das solltest du sehr ernst nehmen. Auf jedem Fall zeitnah einen kompetenten Trainer dazu holen. Ein paar gute Tipps und Ratschläge aus dem Forum werden hier nicht reichen.
 
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Liane
heute 07:55
Du schreibst es ist euer erster Hund. Ohne zu sehen wie ihr allgemein mit ihr umgeht ist es schwierig Tipps zu geben. Sucht euch einen guten Hundetrainer und lernt alle zusammen, Kinder, Mann, wie ihr mit dem Hund umgehen müsst.
Hunde brauchen Regeln, Grenzen, eine konsequente liebevolle Erziehung. Damit sie sich sicher fühlen im neuen Zuhause.
 
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Tina
heute 08:02
Möglicherweise ist hier durch das Leckerli werfen und "Rumprobieren" im häuslichen Umfeld ein völlig falscher Erwartungsdruck entstanden.

Vermutlich wurde sie auch unbewusst zu sehr bedrängt. Wahrscheinlich habt ihr die Zeichen nicht gesehen. Akzeptiert man beim Angsthund die Grenze nicht, dann folgt Aggression. Sie will Distanz herstellen.

Ich denke man muss akzeptieren, dass Emma und Dein Mann zu Hause vielleicht nie beste Freunde werden. Das Ziel sollte hier stille Akzeptanz sein und nicht mehr. Beim Tierschutzhund muss man gewisse Grenzen auch akzeptieren. Draußen ist sie durch Bewegung abgelenkter und entspannter. Das erklärt auch die Lockerheit mit den Kindern. Vermutlich gehen du und Dein Mann schon - logischerweise - verspannt und verkopft an die Sache ran.

Die Aggression ist ein ernstzunehmendes Problem. Hier dringend Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Bitte auch nicht vergessen, dass Emma vermutlich unter Dauerstress steht. Ein Hund mit so einem fragilen Nervenkostüm reagiert schnell über. Wie wir Menschen auch unter Dauerstress.

Als Ersthundebesitzer braucht ihr schnellstmöglich professionelle Unterstützung. Einen guten Trainer erkennt ihr daran: kein klassisches Training (dein Mann muss sich dringend von dieser Vorstellung lösen), ausgiebige Erklärung des gezeigten Verhaltens, vertrauensbildende Maßnahmen, keine Reizüberflutung. Der Hund und ihr brauchen fundierte verhaltenstherapeutisches Training. Das könnt ihr alles telefonisch im Vorfeld abklären.