In einem Waldgebiet bei mir kommt der Jäger direkt auf einen zu und sagt :
Wenn ihr Hund sich 10 Meter ohne Leine von ihnen entfernt , erschieße ich den Hund.
Mutig der Kerl,
denn diese Ansage des Jägers ist rechtlich gesehen eine Nötigung oder zumindest eine massive Drohung, die disziplinarische Folgen für ihn haben kann.
Eine „10-Meter-Regel“ gibt es im Gesetz nicht. Er darf nur schießen, wenn der Hund aktuell Wild hetzt und nicht mehr abrufbar ist.☝🏼
Da der Hund ja nur 10 Meter von dir entfernt ist, riskiert er bei einem Schuss, dich wegen der Gefahr von Querschlägern und Abprallern zu treffen. Er darf niemals schießen, wenn Menschen auch nur annähernd gefährdet werden könnten – tut er es doch, ist er seinen Jagdschein für immer los☝🏼
Ich würde versuchen, den Kontakt zu diesem „John Wayne“ noch einmal herzustellen, vorher das Handy in den Diktiermodus zu versetzen und ihm so viel Belastendes wie möglich zu entlocken.
Wenn du das dem Jagdpächter und der Jagdbehörde meldest, sind Jagd- und Waffenlizenz extrem gefährdet.
Ein Hinweis darauf, dass dein Hund einen GPS-Tracker trägt und du zu Schulungszwecken oft eine Bodycam nutzt, dürfte seine Art der Kommunikation zudem blitzschnell verändern 😉. Am besten, wenn möglich, noch das Kennzeichen notieren.
Auf jeden Fall sitzt du dann am längeren Hebel und kannst entscheiden, ob du ihm drohst, ihn beim Jagdpächter meldest oder dich direkt an die zuständige Jagdbehörde wendest.
Denn wer so aggressiv mit der Waffe droht, ist als Waffenträger schlicht unzuverlässig.