Uns ist das mit Milo auch schon passiert. Sein Frauchen wollte gerade mit ihm los. Sie war einen kurzen Moment abgelenkt, genau in diesem Moment steigt auf der anderen Straßenseite ein Nachbar aus dem Auto, den Milo sehr mag. Er hat sich losgelassen und ist mit einem riesen Satzt über die Hauptverkehrsstrasse gesprungen. Zum Glück ist dort ein Fussgängerüberweg und die Autos hatten gerade rot. Sonst hätte das böse ausgehen können.
Man steckt da nicht drin. Auch wenn man genug Kraft hat, den Hund zu halten. Sobald der plötzlich losprescht, weil er irgendwas gesehen hat, was man selber noch gar nicht wahrgenommen hat, kann es passieren, dass man einfach nicht schnell genug reagieren kann. Zum Beispiel, wenn man gerade mal umgreifen muss.
Eine frühere Arbeitskollegin von mir, selber Hundetrainerin, hat 5 Hoverwats. Mit 4 von denen geht sie gleichzeitig los. Die Hunde sind top erzogen, das läuft gut. Sie sagt, es gibt genau eine Situation, wo sie alle Leinen loslässt: Nachbars Katze. Wenn die draussen ist, wird es brenzlig. So lange sie sich nicht bewegt, ist alles gut. Sobald Frau Katze aber die kleinste Bewegung nacht, schmeißen ihre Hunde den Allradantrieb an, alle 4. Sie wohnt etwas ausserhalb. Auf der Strasse fahren nur die Anwohner. Sie sagt, da hat kein normaler Mensch eine Chance, die Hunde zu halten. Wenn sie nicht loslässt, wird sie einfach hinterhergezogen.
Genau deshalb finde ich, dass man als Hundehalter vorausschauend handeln muss. Natürlich kann immer mal etwas Unvorhergesehenes passieren, aber ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Kontrolle sollte einfach da sein – vor allem, wenn man sich auf oder in der Nähe einer stark befahrenen Straße bewegt. Für mich gehört das zur Grundverantwortung dazu, damit solche Situationen gar nicht erst so gefährlich werden können.