Gebe ich dir recht das Ding bei der Leinenführung ist der Hund muss gerne neben dir laufen. Und um das hin zu bekommen kommt es auf das Individuum an. Die einen wollen immer an der Seite bleiben andere wollen ein höheren Abstand wieder andere wollen sich sozialisieren mit Artgenossen. Es geht ja eigentlich bei der Leinenführung nicht um die Leine an sich sondern darum das der Hund gerne neben einem ist und nicht so hohes Interesse daran hat Abstand auf zu bauen.
Nero ist in der Hinsicht sehr selbstbewusst und vor allem selbstständig.
Er hat keine Angst außer Sicht zu laufen und erkundet gerne alleine.
Kleines lustiges Beispiel: Wir waren mit Freunden mal wieder in einem Ferienhaus.
Die zwei anderen Hunde lagen eigentlich den ganzen Tag unter dem Tisch auf der Terrasse oder einfach da, wo gerade die Menschen waren.
Nero hat meistens irgendwo, irgendwas auf dem Grundstück gemacht. Kam immer mal vorbei um nach dem Rechten zu schauen und ist wieder los.
Wir haben einen Hund auf dem Nachbarsgrundstück bemerkt und uns sehr gewundert, dass es kein Zaungepöble zwischen dem "Nachbarshund" und unseren gab.
Erst am vorletzten Tag und als die Nachbarn uns darauf angesprochen haben, haben wir gerafft, dass es die ganze Zeit Nero war.
Der hat ein Loch im Zaun gefunden und war jeden Tag alleine auf dem Nachbarsgrundstück unterwegs 🙈.
Zum Glück haben es die Leute entspannt genommen.
Aber das ist halt Persönlichkeit, die man nicht aus dem Tier bekommt. Klar kann man ein Radius trainieren, oder ein Down Stay. Aber wenn der Hund Frei bekommt, dann kommt wieder sein Wesen zum Vorschein.
So ein Hund hat natürlich auch Vorteile. Nero kann zum Beispiel problemlos alleine bleiben ohne irgendwelches Training. Er hat keine Trennungsängste, er kann von fremden Personen betreut werden, er kann an fremden Orten alleine bleiben, hat keine Umweltunsicherheit usw.
ABER, dafür "braucht" er mich auch einfach nicht. Er mag mich sehr und wir kuscheln und spielen und trainieren, aber er braucht mich nicht. Und das zeigt sich in allen Bereichen.