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Sebbi
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zuletzt 4. Apr.

Vermittlung von Tierschutzhunden aus dem Ausland – Ist das wirklich sinnvoll?

Hallo zusammen, in den letzten Jahren werden zunehmend Hunde aus dem Ausland vermittelt – sei es direkt an Privatpersonen oder über deutsche Tierheime. Diese Praxis bietet vielen Hunden, die in ihren Heimatländern oft unter schwierigen Bedingungen leben, eine Chance auf ein neues Zuhause. Besonders wertzuschätzen ist die große Menge an Arbeit – meist ehrenamtlich –, die in die Vermittlung von Auslandshunden fließt. Viele engagierte Menschen investieren viel Zeit, Geld und Energie, um die Tiere tierärztlich zu versorgen, zu transportieren und hier bestmöglich in ein neues Zuhause zu integrieren. Gleichzeitig sind viele deutsche Tierheime nach wie vor überfüllt, und auch hier warten zahlreiche Hunde auf eine Vermittlung. Laut einer Studie des Deutschen Tierschutzbundes sind in Deutschland jährlich etwa 200.000 Tiere in Tierheimen registriert, von denen viele schwer vermittelbar sind. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der Fokus stärker auf der Vermittlung inländischer Tiere liegen sollte. Zudem gibt es verschiedene kritische Stimmen zum Import von Auslandshunden. Häufig genannte Bedenken sind: Einschleppung von Krankheiten Studien und Veterinärberichte weisen darauf hin, dass importierte Hunde aus bestimmten Regionen potenziell Krankheiten wie Leishmaniose, Ehrlichiose oder Babesiose einschleppen können, die hierzulande nicht oder selten vorkommen (Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut). Deshalb sind umfangreiche Gesundheitschecks und Quarantänemaßnahmen wichtig. Transportstress und Tierwohl Fachliteratur zeigt, dass lange Transporte für Tiere hohen Stress bedeuten und sich negativ auf die Gesundheit auswirken können (z.B. Giersberg et al., Tierärztliche Praxis). Ethische und strukturelle Fragen Kritiker weisen darauf hin, dass das Importieren von Hunden die strukturellen Probleme in den Herkunftsländern nicht löst und eher Symptome als Ursachen bekämpft. Unterschiedliche Vermittlungsauflagen Es wird häufig diskutiert, dass die Voraussetzungen für die Adoption von Auslandshunden weniger streng sind als bei inländischen Tierheimtieren. Dies kann dazu führen, dass Auslandshunde bevorzugt vermittelt werden, was die Situation in heimischen Tierheimen zusätzlich erschwert. Überbelegung nationaler Tierheime Laut einer Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Tierschutzvereine sind viele Tierheime in Deutschland trotz steigender Vermittlungen weiterhin stark ausgelastet. Welche Pro- und Contra-Argumente seht ihr bei diesem Thema? Gerne mit Begründungen. Bitte nehmt beim Kritisieren der Meinungen Rücksicht und achtet darauf, Beleidigungen zu vermeiden.
 
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Katrin
1. Aug. 15:05
Glaubst du im Ernst, jemand holt sich nur einen Hund aus dem TS um als Gutmensch dazustehen? Dafür gibt es glaub 1000 einfachere Möglichkeiten, als sich dafür extra einen Hund anzuschaffen. Entweder man hat diese Einstellung helfen zu wollen oder halt nicht. Und wie gesagt, selbst wenn es so wäre, was wäre daran so schlimm? Jeder hat meinen Respekt, der einen TS Hund aufnimmt
Und schon wieder. Ja, gibt es. Kenne solche Leute sogar persönlich und ja, auch ich finde das echt zum kotzen das es das solche Leute gibt. Genauso wie jene die sich den Rassehund als Statussymbol holen oder sich den kupierten Hund anschaffen usw.
Anderen das Wissen darüber abzusprechen nur weil man selber nicht kennt und es nicht in das eigene Weltbild passt ist genau das was hier immer wieder zu Streit führt.
 
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SandrA
1. Aug. 15:06
Ich habe den Eindruck, dass es je nach Umfeld und Alter schon gewisse Trends / Druck in Bezug auf die Hundewahl gibt. Ich wohne dicht an Hamburg..in den gut betuchten Elbvororten sieht man viele Ridgebacks, Retriever, Setter, Windhunde, Huskies..In jüngeren "Scene"vierteln überwiegend Tierschutz und anscheinend sind Dackel wieder modern ..In anderen Wohngegenden Kleinsthunde oder Frenchis für die Dame und was Bulliges für den Herren. Bei uns im Vorort bei jüngeren Familien Aussies, Border, Labradore und Doodle aller Art oder Tierschutzhunde aus dem Ausland , die Rentner viel mit Bolonkas, Malteser ...
Ein interessanter Gedanke, dass in bestimmten Kreisen zB die Auslandshunde-Adoption zur sozialen Norm werden kann – mit entsprechendem Erwartungsdruck?
Nicht aus böser Absicht, sondern weil es dazugehört?

Wirft die Frage auf: Wie sehr sind Haltungsmotive auch sozial geprägt und haben nicht nur mit Geld, Ethik oder Sachverstand zu tun?

Aber ich finde es wichtig, Motivation und Haltungskompetenz klar zu trennen: Egal, warum man einen Hund auswählt, entscheidend ist, dass man der Verantwortung gewachsen ist.
 
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1. Aug. 15:08
Blödsinn. Die Hunde werden gefangen, ja, und machen damit Geld, aber KEIN Kopfgeld ! Die Hunde werden gefangen und in die Shelter gebracht. Die Shelter bekommen dafür Fördergelder der EU, da Rumänien zur EU gehört. Die Gelder sind zur Versorgung der Hunde da, nur werden die Hunde nicht versorgt und das Geld wird sich einbehalten. Getötet wird erst wenn kein Platz mehr ist. Aber durch keinerlei Versorgung sterben sie von ganz alleine qualvoll ...
Das stimmt nicht.
Oft landen rumänische Hunde mehrfach in den shelter, weil man dadurch öfter das kopfgeld kassiert und getötet wird auch. Oft sogar totgeprügelt um geld fpr die euthanasie sie sparen. Ich lade jeden herzlich gerne mal ein damit hinzufahren und zu helfen
 
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Gina
1. Aug. 15:11
Das stimmt nicht. Oft landen rumänische Hunde mehrfach in den shelter, weil man dadurch öfter das kopfgeld kassiert und getötet wird auch. Oft sogar totgeprügelt um geld fpr die euthanasie sie sparen. Ich lade jeden herzlich gerne mal ein damit hinzufahren und zu helfen
So ist es leider😞🤬
 
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Lauser
1. Aug. 15:17
Hallo, ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen und würde mir kein Auslanshund mehr anschaffen. Nicht weil sie es nicht verdient haben oder die Menschen nicht ihr bestes geben. Hier meine Erfahrungen. Wir haben unseren Ersthund aus der Ukraine, er war eine Herausforderung und jetzt bin ich sehr glücklich und er auch. Dennoch hat noch jemand gefehlt, wir haben die Zeit und Geduld. Also bei Tierschutzvereinen beworben. Uns war wichtig das der Hund bereits in einer Pflegestelle im Umkreis von ca.100 Kilometer ist, so dass ich den Hund kennenlernen kann und vorallem mein Rüde. War klar in der Bewerbung geschrieben. Wir hatten es nicht eilig uns war wichtig dass es passt, kleiner Hund, den mein Rüde mag usw. Von acht Bewerbungen in zwei Jahren kam dann. Ja, ihr seid super, kommt in Frage, bla, bla, bla. Hund hat bereits ein Zuhause gefunden aber, ich hätte noch den und den und den alle noch im Ausland, bei sieben Vereinen. Habt ihr meine Bewerbung eigentlich gelesen🤔. Nur eine war für mich Seriös, da war der Hund auch bereits vermittelt aber, sie sagte ich soll doch bitte weiter auf ihrer Hompage schauen da sie einfach mit der arbeit nicht hinterher kommt (sie vermittelt ausschliesslich Hunde aus Deutschland, deren Beditzer nicht mehr können (egal wieso). Ich wurde auch hier und da bedrängt, wirklich beängstigend. Wäre ich unerfahren, hätte ich es wahrscheinlich gemacht, sie sind doch alle so süß auf den Bildern und diese Emotionen, fürchterlich. Wir haben dann, unsere Hilde kennengelernt, die junge Dame musste sie abgeben, unser Rüde fand sie ganz toll und nach mehreren Treffen ist sie eingezogen. Diese Entscheidung bereue ich nicht. Ich ärgere mich unglaublich über die Erfahrungen mit diesen Vereinen, dass ich einfach abgeschreckt bin und von Seriös und Unseriös nicht unterscheiden kann und auch keine Lust mehr habe. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren, es ist als Laie einfach wirklich schwierig. Wir haben jetzt zwei Hunde und sind sehr happy. Es kommt kein weiterer dazu. In Zukunft würde ich mich an mein Tierheim (welches ich Sponsor) wenden oder direkt zu einem langjährigen, seriösen Züchter gehen. Dennoch ziehe ich den Hut vor den Seriösen Vereinen.
Pro: schön das der Hund ein Zuhause hat
Contra: ist das wirklich alles Seriös, wenn es nicht passt oder unüberlegt war landen sie in Deutschland im Tierheim, schlechtes Gefühl ist das nur Geldmacherei, viele tolle Hunde bei uns die ein Zuhause benötigen.
So das wars😊
 
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Gina
1. Aug. 15:24
Hallo, ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen und würde mir kein Auslanshund mehr anschaffen. Nicht weil sie es nicht verdient haben oder die Menschen nicht ihr bestes geben. Hier meine Erfahrungen. Wir haben unseren Ersthund aus der Ukraine, er war eine Herausforderung und jetzt bin ich sehr glücklich und er auch. Dennoch hat noch jemand gefehlt, wir haben die Zeit und Geduld. Also bei Tierschutzvereinen beworben. Uns war wichtig das der Hund bereits in einer Pflegestelle im Umkreis von ca.100 Kilometer ist, so dass ich den Hund kennenlernen kann und vorallem mein Rüde. War klar in der Bewerbung geschrieben. Wir hatten es nicht eilig uns war wichtig dass es passt, kleiner Hund, den mein Rüde mag usw. Von acht Bewerbungen in zwei Jahren kam dann. Ja, ihr seid super, kommt in Frage, bla, bla, bla. Hund hat bereits ein Zuhause gefunden aber, ich hätte noch den und den und den alle noch im Ausland, bei sieben Vereinen. Habt ihr meine Bewerbung eigentlich gelesen🤔. Nur eine war für mich Seriös, da war der Hund auch bereits vermittelt aber, sie sagte ich soll doch bitte weiter auf ihrer Hompage schauen da sie einfach mit der arbeit nicht hinterher kommt (sie vermittelt ausschliesslich Hunde aus Deutschland, deren Beditzer nicht mehr können (egal wieso). Ich wurde auch hier und da bedrängt, wirklich beängstigend. Wäre ich unerfahren, hätte ich es wahrscheinlich gemacht, sie sind doch alle so süß auf den Bildern und diese Emotionen, fürchterlich. Wir haben dann, unsere Hilde kennengelernt, die junge Dame musste sie abgeben, unser Rüde fand sie ganz toll und nach mehreren Treffen ist sie eingezogen. Diese Entscheidung bereue ich nicht. Ich ärgere mich unglaublich über die Erfahrungen mit diesen Vereinen, dass ich einfach abgeschreckt bin und von Seriös und Unseriös nicht unterscheiden kann und auch keine Lust mehr habe. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren, es ist als Laie einfach wirklich schwierig. Wir haben jetzt zwei Hunde und sind sehr happy. Es kommt kein weiterer dazu. In Zukunft würde ich mich an mein Tierheim (welches ich Sponsor) wenden oder direkt zu einem langjährigen, seriösen Züchter gehen. Dennoch ziehe ich den Hut vor den Seriösen Vereinen. Pro: schön das der Hund ein Zuhause hat Contra: ist das wirklich alles Seriös, wenn es nicht passt oder unüberlegt war landen sie in Deutschland im Tierheim, schlechtes Gefühl ist das nur Geldmacherei, viele tolle Hunde bei uns die ein Zuhause benötigen. So das wars😊
Super geschrieben, Hut ab👍
 
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Steffi
1. Aug. 15:26
Und schon wieder. Ja, gibt es. Kenne solche Leute sogar persönlich und ja, auch ich finde das echt zum kotzen das es das solche Leute gibt. Genauso wie jene die sich den Rassehund als Statussymbol holen oder sich den kupierten Hund anschaffen usw. Anderen das Wissen darüber abzusprechen nur weil man selber nicht kennt und es nicht in das eigene Weltbild passt ist genau das was hier immer wieder zu Streit führt.
Es gibt bestimmt solche Leute, der breiten Masse an Haltern von Tierschutzhunden aus dem In- und Ausland unterstelle ich jedoch einfach ein mitfühlendes Herz.
Meine persönliche Tierschutzheldin ist eine Dame, mit der ich hier gerade per PN kommuniziere. Sie hat mit ihrem Mann zusätzlich zur 11 Jahre alten Hündin einen 16 Jahre alten inkontinenten Rüden aufgenommen, der ins Tierheim abgeschoben werden sollte.
 
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Carola
1. Aug. 15:38
Glaubst du im Ernst, jemand holt sich nur einen Hund aus dem TS um als Gutmensch dazustehen? Dafür gibt es glaub 1000 einfachere Möglichkeiten, als sich dafür extra einen Hund anzuschaffen. Entweder man hat diese Einstellung helfen zu wollen oder halt nicht. Und wie gesagt, selbst wenn es so wäre, was wäre daran so schlimm? Jeder hat meinen Respekt, der einen TS Hund aufnimmt
Jo! Da kenne ich etliche! Hund passt überhaupt nicht zu Menschen und umgekehrt, Hunde teilweise schwer(st) gestört und manche sogar gefährlich, Halter völlig überfordert und kann gar nicht verstehen warum dieser Hund einfach nicht dankbar sein will .
Aber der Hund ist gerettet und man hat ein gutes Werk getan weil das zum klimagerechten Haus und zum e-Auto einfach dazu gehört.
 
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Karen
1. Aug. 15:52
Dann schreibe ich mal wie das bei uns lief, wir hatten 4 Hunde, 3 über 8-9 Jahre und einen mit 3 Jahren. So kam uns der Gedanke noch einen dazu zu holen, damit Fussel nicht so alleine ist. Hat ja doch mehr Energie als die Oldis. Wir haben uns dann umgeschaut und Villö gefunden. Sie war noch in Ungarn. Wegen Corona war die Vorkontrolle ein Video von drinnen und draussen. Die Beschreibung von Villö passte zu uns und wir schickten Bilder und Videos von unseren Hunden. Villö zog ein und es war so wir es uns vorgestellt hatten. Die Jungspunde haben gespielt und die Oldis hatten ihre Ruhe.
Wir waren so begeistert mit der Vermittlung von Villö, das wir Pflegestelle wurden. Wieder Videos hin und her geschickt und dann kam Randy zu uns. Nach 5 Wochen hier zog er in sein neues Zuhause. Leider klappte es dort nach circa 4 Wochen gar nicht mehr und ich holte ihn wieder. Randy war sehr verstört und brauchte eine Weile bis er wieder hier zurecht kam. Nun ist er fast 3 Jahre hier und er ist wieder glücklich, wie wir.
Tierschutzhund ja
Pflegestelle nein, wir sind Pflegestellenversager 👍😍
Sorry, für den langen Text 😬
 
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Lea
1. Aug. 16:35
Und schon wieder. Ja, gibt es. Kenne solche Leute sogar persönlich und ja, auch ich finde das echt zum kotzen das es das solche Leute gibt. Genauso wie jene die sich den Rassehund als Statussymbol holen oder sich den kupierten Hund anschaffen usw. Anderen das Wissen darüber abzusprechen nur weil man selber nicht kennt und es nicht in das eigene Weltbild passt ist genau das was hier immer wieder zu Streit führt.
Die haben dir also gesagt, dass sie sich einen Hund aus dem TS angeschafft haben, nur um von der restlichen Welt als Helden angesehen zu werden? 😂