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Ivonne
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 26205
zuletzt 5. Dez.

TierschutzhundeStammtisch🐕

Willkommen sind alle Tierschutzhundeliebhaber. Ob er/sie gerade ein Familienmitglied ist oder es früher einmal war..ob aus deutschem Tierschutz oder Auslandshund. Teilt gerne eure Freude, eure schönen oder weniger schönen Situationen. Teilt gerne Probleme, vielleicht hat jemand eine Lösung. Schickt gerne Fotos oder Videos❤️ Willkommen sind natürlich auch alle anderen Hundebesitzer, die gerne mitreden möchten. (Wer nur gegen Tierschutzhunde und deren Besitzer wettern möchte, bleibt bitte draußen😉) Ich freue mich auf tolle Gespräche 😍
 
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Karin
16. Juli 19:53
Beim Thema Hundeführerschein bin ich zwigespalten. Ich selbst habe keinen. Einerseits, klar, ist er wichtig, allerdings muss ich mit meinem eigenen Hund zurecht kommen. Das heißt ich muss diesen führen können, lesen können und ihn halten bzw umlenken. Ihn vor Gefahren und Übergriffe schützen und dafür sorgen das von ihm aus keine Gefahr ausgeht.
 
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Maja
16. Juli 20:53
Beim Thema Hundeführerschein bin ich zwigespalten. Ich selbst habe keinen. Einerseits, klar, ist er wichtig, allerdings muss ich mit meinem eigenen Hund zurecht kommen. Das heißt ich muss diesen führen können, lesen können und ihn halten bzw umlenken. Ihn vor Gefahren und Übergriffe schützen und dafür sorgen das von ihm aus keine Gefahr ausgeht.
Ich denke auch, daß es da noch nichts gibt, das man als Maßstab nehmen kann um zu sagen du darfst du nicht. Die Hunde selber sind auch so unterschiedlich. Den "tut nix" Hund wird man sicherlich in ein paar Trainingstunden so hinbekommen, daß er jede Prüfung besteht. Bleibt der Halter aber nicht am Ball, hat man das gleiche Thema wie jetzt.
Ich kann auch nur meinen Hund sehr gut lesen. Ich habe aber auch derzeit nicht den Anspruch alle anderen Hunde lesen zu können. Mein Hund übersetzt es mir, durch sein Verhalten. Denn mir ist es wichtig, meinen Hund führen zu können.
 
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Karin
16. Juli 21:39
Ich denke auch, daß es da noch nichts gibt, das man als Maßstab nehmen kann um zu sagen du darfst du nicht. Die Hunde selber sind auch so unterschiedlich. Den "tut nix" Hund wird man sicherlich in ein paar Trainingstunden so hinbekommen, daß er jede Prüfung besteht. Bleibt der Halter aber nicht am Ball, hat man das gleiche Thema wie jetzt. Ich kann auch nur meinen Hund sehr gut lesen. Ich habe aber auch derzeit nicht den Anspruch alle anderen Hunde lesen zu können. Mein Hund übersetzt es mir, durch sein Verhalten. Denn mir ist es wichtig, meinen Hund führen zu können.
Ich MUSSTE seinerzeit einen Sachkundenachweis machen, weil Nicki über 46 cm hoch war.

Das habe ich aber erst erfahren, als ich Nicki schon hatte. Sie war mein 1. eigener Hund und ich dachte zu der Zeit noch, dass man für "Listenhunde" die Sachkunde nachweisen muss. Mit der Größe hatte ich das gar nicht in Verbindung gebracht.

Heute bin ich froh, dass ich gezwungen war, diese "Prüfung" abzulegen. Das hat mir sehr geholfen. Ich denke, wenn man seinen gesunden Menschenverstand einsetzt, schafft das jeder. Besonders die Fragen die Körpersprache betreffend waren sehr aufschlussreich.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich vorher Hunde aus dem Tierheim ausgeführt habe.

Ich weiß, dass im Kölner Tierheim alle Paten im Tierheim einen Sachkundenachweis machen müssen, bevor man einen Hund anvertraut bekommt.

Obwohl ich nicht weiß, aus welchen Bestandteilen ein Hundeführerschein besteht, könnte ich mir vorstellen, dass man wichtige Dinge mitnimmt, die helfen, einen Hund zu lesen und dass man dann in der Lage ist, einen Hund bzw. die Interaktion zwischen Hunden zu deuten und einschätzen zu können.

Wenn ich schon hier im Forum lese, wie viele über idiotische Begegnungen berichten müssen, weil andere Halter nicht annähernd darüber nachdenken, dass man anderen Hunden und deren Menschen schadet, indem man seinen "Der tut nix" und/oder "Der will nur spielen" ohne weiteres losstürmen und andere Hunde dominieren und angreifen lässt, erscheint es mir doch sinnvoll, wenn die erstmal beigebogen kriegen, wie man sich anderen gegüber benimmt.
 
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Dogorama-Mitglied
16. Juli 22:13
Ich MUSSTE seinerzeit einen Sachkundenachweis machen, weil Nicki über 46 cm hoch war. Das habe ich aber erst erfahren, als ich Nicki schon hatte. Sie war mein 1. eigener Hund und ich dachte zu der Zeit noch, dass man für "Listenhunde" die Sachkunde nachweisen muss. Mit der Größe hatte ich das gar nicht in Verbindung gebracht. Heute bin ich froh, dass ich gezwungen war, diese "Prüfung" abzulegen. Das hat mir sehr geholfen. Ich denke, wenn man seinen gesunden Menschenverstand einsetzt, schafft das jeder. Besonders die Fragen die Körpersprache betreffend waren sehr aufschlussreich. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich vorher Hunde aus dem Tierheim ausgeführt habe. Ich weiß, dass im Kölner Tierheim alle Paten im Tierheim einen Sachkundenachweis machen müssen, bevor man einen Hund anvertraut bekommt. Obwohl ich nicht weiß, aus welchen Bestandteilen ein Hundeführerschein besteht, könnte ich mir vorstellen, dass man wichtige Dinge mitnimmt, die helfen, einen Hund zu lesen und dass man dann in der Lage ist, einen Hund bzw. die Interaktion zwischen Hunden zu deuten und einschätzen zu können. Wenn ich schon hier im Forum lese, wie viele über idiotische Begegnungen berichten müssen, weil andere Halter nicht annähernd darüber nachdenken, dass man anderen Hunden und deren Menschen schadet, indem man seinen "Der tut nix" und/oder "Der will nur spielen" ohne weiteres losstürmen und andere Hunde dominieren und angreifen lässt, erscheint es mir doch sinnvoll, wenn die erstmal beigebogen kriegen, wie man sich anderen gegüber benimmt.
Ich fand den Hundeführerschein doch recht anspruchsvoll. Zugegeben, wir haben die höchste Stufe gemacht. Aber die Übungen waren in der Summe echt viel. Mit Highlights wie Leinenführigkeit am belebten Bahnhof, zwei Minuten liegen bleiben während der Halter geht und abgelenkt wird, an Essen vorbei gehen, essen hergeben, medical training, mit Maulkorb laufen Maulkorb, Hundebegegnungen im Freilauf (dein Hund muss trotzdem bei dir bleiben). Und je nach Hund waren das echt harte Aufgaben.
Die Theorie ist vergleichbar mit dem Test hier in der App. Und den fand ich ganz ohne die Texte davor auch schwerer als erwartet. Ich hatte davor keine Ahnung wie lange eine Hündin läufig oder trächtig ist 😅
 
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Karin
16. Juli 22:43
Ich fand den Hundeführerschein doch recht anspruchsvoll. Zugegeben, wir haben die höchste Stufe gemacht. Aber die Übungen waren in der Summe echt viel. Mit Highlights wie Leinenführigkeit am belebten Bahnhof, zwei Minuten liegen bleiben während der Halter geht und abgelenkt wird, an Essen vorbei gehen, essen hergeben, medical training, mit Maulkorb laufen Maulkorb, Hundebegegnungen im Freilauf (dein Hund muss trotzdem bei dir bleiben). Und je nach Hund waren das echt harte Aufgaben. Die Theorie ist vergleichbar mit dem Test hier in der App. Und den fand ich ganz ohne die Texte davor auch schwerer als erwartet. Ich hatte davor keine Ahnung wie lange eine Hündin läufig oder trächtig ist 😅
Uiuiui! Alle Achtung!

Den Test hier in der App fand ich gut machbar und auch der Sachkundenachweis (den ich damals fast komplett gemacht habe, obwohl ich keinen Welpen hatte) fand ich nicht so schwierig.

Wenn ich aber lese, was du berichtest, fürchte ich, dass ich - zumindest mit Mascha - keine Chance hätte, ihn zu bestehen.

Mit Nicki wäre es kein Thema gewesen. Bei Mascha habe ich den Eindruck, dass die kurze Zeit auf sich allein gestellt sie doch sehr geprägt hat. Sie hat (vielleicht auch durch die erste Zeit ohne Training und Führung durchs Herrchen, der von Konsequenz und Üben nicht so viel hielt) sehr lange gebraucht sich auf mich und meine Regeln einzulassen.

Inzwischen klappt es deutlich besser. Aber ein Hundeführerschein unter den von dir aufgezählten Bedingungen wäre leider utopisch.
 
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16. Juli 23:08
Uiuiui! Alle Achtung! Den Test hier in der App fand ich gut machbar und auch der Sachkundenachweis (den ich damals fast komplett gemacht habe, obwohl ich keinen Welpen hatte) fand ich nicht so schwierig. Wenn ich aber lese, was du berichtest, fürchte ich, dass ich - zumindest mit Mascha - keine Chance hätte, ihn zu bestehen. Mit Nicki wäre es kein Thema gewesen. Bei Mascha habe ich den Eindruck, dass die kurze Zeit auf sich allein gestellt sie doch sehr geprägt hat. Sie hat (vielleicht auch durch die erste Zeit ohne Training und Führung durchs Herrchen, der von Konsequenz und Üben nicht so viel hielt) sehr lange gebraucht sich auf mich und meine Regeln einzulassen. Inzwischen klappt es deutlich besser. Aber ein Hundeführerschein unter den von dir aufgezählten Bedingungen wäre leider utopisch.
Ja genau das meine ich auch, bei all den geschilderten Prüfungen wüsste man, dass man aus dem Hund ein Werkzeug gemacht hat, das unter Umständen so austrainiert ist, daß er nicht mehr mit Artgenossen umgehen kann, siehe Blindenhunde, z. B.. Die sind immer im Job, von denen würde ich mich als normal Hundehalter immer fern halten, denn sein Job verbietet ihm als Hund zu agieren, wenn andere Hunde auf ihn zu kämen.

Und wenn wir hier lesen, wie einfühlsam und subtil ihr mit euren Hunden umgeht, wieviele Kompromisse ihr eurem Hund zuliebe macht um ihm sein Wesen, dass ihr im Zusammenleben erkannt habt, zu lassen, und trotzdem ein Team, eine Partnerschaft aufbaut um das Tier in ihm gut händeln zu können und es trotzdem an die Normen der Gesellschaft anzupassen, ohne den Hund zu brechen..., dann kann jede Prüfung nicht das ausdrücken, was ihr hier alle an Fähigkeiten an den Tag legen müsst und geschafft habt oder noch schafft.

Es geht grundsätzlich um das Respektsempfinden der Menschen untereinander, von dem wir in manchen Hundehaltern nichts finden, das kann kein H-Führerschein kitten, was in der Kindheit versäumt wurde beizubringen. Und hier geht es ja oft um dem Respekt allen Lebewesen gegenüber, das Thema Natur und der Umgang damit, hatten wir auch erst jetzt hier.

(In unserer Gesellschaft heißt es leider immer: Respekt muß man sich verdienen. Das ist in meinen Augen die falsche Reihenfolge. Bei den meisten indigenen Stämmen wird den Kindern von Grund auf ein Respekt gegenüber anderen, Lebewesen sowie Natur, beigebracht. Da kann man mit der Zeit den Respekt verlieren durch falsches Verhalten - davon sind allerdings Tiere ausgeschlossen.)
 
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17. Juli 00:27
Ich hoffe einfach er ist inzwischen stabil genug. Sowas ähnliches hatten wir ja am Anfang, als er zu uns kam. Danach hatte er ziemlich lange Angst vor Hunden und null Bock auf Hundekontakte. Kleine weiße Hunde sind seitdem ein Grund Panik zu bekommen. Ich hoffe nur das wird jetzt nicht genau so mit Herdenschutzhunden....
Hallo Vivi, zu deinem Eindruck, dass dein Hund beim Anblick von kleinen weißen Hunden in Panik verfällt, möchte ich gerne vielleicht deinen Blickwinkel in eine andere Richtung lenken. Das hier schreibe ich mit vollem Respekt und entschuldige mich schon jetzt, falls du dich hierdurch auf irgendeine Art und Weise angegriffen fühlen solltest.

Wir sollten uns alle immer vor Augen halten, dass unsere Hunde Nasen-Wesen sind. Im Gegensatz zu uns Menschen, die wir Augen-Wesen sind, weil wir unsere Umwelt mit unseren Augen wahrnehmen und beurteilen. Das tun unsere Hunde allerdings alles mit der Nase, das heißt im Umkehrschluss, sie werden einen anderen Hund nie aufgrund seines Aussehens beurteilen, sondern sie werden immer mit der Nase unterscheiden, wen sie da vor sich haben, das bezieht sich auf Aussehen sowie auch auf Größe. Hierbei möchte ich nun auf deine Situation wieder zurückkommen, wenn du meinst, dass dein Hund bei den weißen kleinen Hunden Panik verspürt. Es sollte uns allen immer bewusst sein, dass es unsere eigene Überzeugung ist, was uns die Hunde da widerspiegeln.

Es ist unsere Interpretation aufgrund der Erfahrungen, die wir gemacht haben, aus unserer eigenen Erinnerung, die wir auf die aktuelle Situation projezieren und unsere Hunde z. B. diese Angst und diese Vorsicht vor kleinen weißen Hunden spiegeln.
Würde heißen, wenn ein anderer Mensch deinen Hund in der gleichen Situation führt, wird er unter Umständen überhaupt nicht auf kleine weiße Hunde reagieren, da der andere Mensch diese Erfahrung nicht mit sich rum trägt.

So erzählte unsere Tierphysiotherapeutin uns mal, dass sie ein Pferd behandelt hatte, mit Spritze geben, Akupunktur und so weiter und erst im Anschluss der Behandlung, die Besitzerin dazu kam. Diese war sehr stark verwundert, dass Ihr Pferd das alles mitgemacht habe. Sie war der Meinung, dass ihr Pferd vor Spritzen und Nadeln Angst hat. Dabei wurde der Physiotherapeutin klar, dass nicht das Pferd die Angst vor Nadeln hatte, sondern die Besitzerin die Angst hatte, dass ihr Pferd gepiekst wird, weil sie mit Nadeln etwas Negatives verbindet. Diese Angst wurde bisher in ihrer Anwesenheit vom Pferd, wegen ihrer starken Verbindung, immer aufgenommen und zum Ausdruck gebracht.

Diese Einsicht finde ich recht wichtig im Umgang von uns Menschen mit Tieren, die eine besonders starke Verbindung mit uns eingehen. Hunde sind fähig im Hier und Jetzt zu leben und beurteilen durch den Geruch ihres Gegenübers und nicht grundsätzlich aufgrund ihrer früheren Erfahrungen mit Größe oder Farbe.
Sie werden natürlich durch Erfahrungen reifer um Situationen schneller beurteilen zu können, aber würden nie alle Hunde, "die weiß sind" über einen Kamm scheren, da dies eher eine Eigenschaft des Menschen ist.

Vielleicht hilft dir das, nach eurer kürzlich gemachten negativen Erfahrung, diese soweit es geht abzuhaken, um beim kommenden social Walk deinen Hund damit nicht unnötig zu beeinflussen.
 
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Karin
17. Juli 00:46
Ja genau das meine ich auch, bei all den geschilderten Prüfungen wüsste man, dass man aus dem Hund ein Werkzeug gemacht hat, das unter Umständen so austrainiert ist, daß er nicht mehr mit Artgenossen umgehen kann, siehe Blindenhunde, z. B.. Die sind immer im Job, von denen würde ich mich als normal Hundehalter immer fern halten, denn sein Job verbietet ihm als Hund zu agieren, wenn andere Hunde auf ihn zu kämen. Und wenn wir hier lesen, wie einfühlsam und subtil ihr mit euren Hunden umgeht, wieviele Kompromisse ihr eurem Hund zuliebe macht um ihm sein Wesen, dass ihr im Zusammenleben erkannt habt, zu lassen, und trotzdem ein Team, eine Partnerschaft aufbaut um das Tier in ihm gut händeln zu können und es trotzdem an die Normen der Gesellschaft anzupassen, ohne den Hund zu brechen..., dann kann jede Prüfung nicht das ausdrücken, was ihr hier alle an Fähigkeiten an den Tag legen müsst und geschafft habt oder noch schafft. Es geht grundsätzlich um das Respektsempfinden der Menschen untereinander, von dem wir in manchen Hundehaltern nichts finden, das kann kein H-Führerschein kitten, was in der Kindheit versäumt wurde beizubringen. Und hier geht es ja oft um dem Respekt allen Lebewesen gegenüber, das Thema Natur und der Umgang damit, hatten wir auch erst jetzt hier. (In unserer Gesellschaft heißt es leider immer: Respekt muß man sich verdienen. Das ist in meinen Augen die falsche Reihenfolge. Bei den meisten indigenen Stämmen wird den Kindern von Grund auf ein Respekt gegenüber anderen, Lebewesen sowie Natur, beigebracht. Da kann man mit der Zeit den Respekt verlieren durch falsches Verhalten - davon sind allerdings Tiere ausgeschlossen.)
Leider sind vielen Menschen Werte wie Rücksicht. Nachsicht, Vorsicht, Weitsicht und Respekt komplett unbekannt.
Ich habe von meinen Eltern beigebracht bekommen, dass jedes Lebewesen zu respektieren und gut zu behandeln ist und ALLE Menschen gleich sind.

Außerdem gab es das Sprichwort:
"Was du nicht willst, das man DIR tu, das füg' auch KEINEM andern zu!"

Das gilt nicht nur bei Gewalt, sondern auch bei so banalen Dingen wie "Haufen" von meinem Hund aufzuheben, damit niemand hineintritt. Schließlich möchte ich das auch nicht.
 
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Pia
17. Juli 03:42
Zum Thema Hundeführerschein bin ich auch hin und her gerissen. Auf der einen Seite wäre schon für Ersthundebesitzer sinnvoll, verpflichtend eine (gute!) Hundeschule zu besuchen, zumindest für einen „Crashkurs“. Bevor der Hund einzieht Theorie, und wenn der Hund dann eingezogen ist gemeinsam mit dem Hund. Hunde sind einfach so unterschiedlich und auch in der Körpersprache oft nicht so eindeutig wie die Theorie es einem zeigt. Nicht jeder Hund zeigt Unsicherheit mit eingeklemmten Schwanz und aufgestelltem Kamm, wie es im Sachkundenachweis unter anderem ja dargestellt wird. Davon abgesehen, dass die Bilder (zumindest für NRW) FURCHTBAR sind! Man kann kaum was erkennen und nicht jeder Hund stellt so deutlich einen Kamm. Dodo macht das wie auf den Bildern. Diego zum Beispiel gar nicht. Bei dem muss man SEHR genau hingucken, dass man was erkennt.
Von der Problematik mal abgesehen ist auch das Hauptproblem was hier viele schon gesagt haben. Fehlender Respekt, Anstand und Vorrauschauendes Denken/Handeln. Selbst wenn wir diesen Hundeführerschein einführen würden. Mal ehrlich, was würde sich ändern? Nichts. Wie viele Menschen da draußen haben einen Führerschein (PKW, LKW etc) und fahren als hätten sie in ihrem Leben nie eine Fahrschule besucht. Ja Mei, schlimmsten Fall ist der Lappen mal ne kurze Zeit weg. Die meisten lernen trotzdem nicht draus. Und wenn man das mit dem Hundeführerschein genauso Larifari handhabt wie mit dem Führerschein, dann kann man sich das gleich sparen. Wie viele Menschen da draußen haben Auflagen für ihre Hunde und halten diese nicht ein? Wie viele Listenhunde sitzen im Tierheim weil nicht mal ne Haltegenehmigung vorliegt? Es ist einfach ein super schweres Thema für das es auch nicht wirklich ne richtige Lösung gibt. Haltesperren bei unfähigen Menschen lässt sich auch nicht durchsetzen, weil wer soll das kontrollieren? Dann wird der Hund halt ohne viele Fragen bei Kleinanzeigen angeschafft und einfach nicht angemeldet bei der Stadt. Meine Eltern haben seit 30 Jahren Hunde. Hier hat 1!! Mal das Ordnungsamt geklingelt und sich quasi überall erkundigt ob die alle Hunde angemeldet sind. Das hält die Menschen doch nicht ab den Hund einfach illegal zu halten
 
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Doro
17. Juli 05:11
Zum Thema Hundeführerschein bin ich auch hin und her gerissen. Auf der einen Seite wäre schon für Ersthundebesitzer sinnvoll, verpflichtend eine (gute!) Hundeschule zu besuchen, zumindest für einen „Crashkurs“. Bevor der Hund einzieht Theorie, und wenn der Hund dann eingezogen ist gemeinsam mit dem Hund. Hunde sind einfach so unterschiedlich und auch in der Körpersprache oft nicht so eindeutig wie die Theorie es einem zeigt. Nicht jeder Hund zeigt Unsicherheit mit eingeklemmten Schwanz und aufgestelltem Kamm, wie es im Sachkundenachweis unter anderem ja dargestellt wird. Davon abgesehen, dass die Bilder (zumindest für NRW) FURCHTBAR sind! Man kann kaum was erkennen und nicht jeder Hund stellt so deutlich einen Kamm. Dodo macht das wie auf den Bildern. Diego zum Beispiel gar nicht. Bei dem muss man SEHR genau hingucken, dass man was erkennt. Von der Problematik mal abgesehen ist auch das Hauptproblem was hier viele schon gesagt haben. Fehlender Respekt, Anstand und Vorrauschauendes Denken/Handeln. Selbst wenn wir diesen Hundeführerschein einführen würden. Mal ehrlich, was würde sich ändern? Nichts. Wie viele Menschen da draußen haben einen Führerschein (PKW, LKW etc) und fahren als hätten sie in ihrem Leben nie eine Fahrschule besucht. Ja Mei, schlimmsten Fall ist der Lappen mal ne kurze Zeit weg. Die meisten lernen trotzdem nicht draus. Und wenn man das mit dem Hundeführerschein genauso Larifari handhabt wie mit dem Führerschein, dann kann man sich das gleich sparen. Wie viele Menschen da draußen haben Auflagen für ihre Hunde und halten diese nicht ein? Wie viele Listenhunde sitzen im Tierheim weil nicht mal ne Haltegenehmigung vorliegt? Es ist einfach ein super schweres Thema für das es auch nicht wirklich ne richtige Lösung gibt. Haltesperren bei unfähigen Menschen lässt sich auch nicht durchsetzen, weil wer soll das kontrollieren? Dann wird der Hund halt ohne viele Fragen bei Kleinanzeigen angeschafft und einfach nicht angemeldet bei der Stadt. Meine Eltern haben seit 30 Jahren Hunde. Hier hat 1!! Mal das Ordnungsamt geklingelt und sich quasi überall erkundigt ob die alle Hunde angemeldet sind. Das hält die Menschen doch nicht ab den Hund einfach illegal zu halten
Ich stimme dir vollkommen zu. In erster Linie geht es um den Respekt miteinander egal ob Hundeführerschein oder für Kraftfahrzeuge. Sowie viele andere Bereiche. Es ist aber auch schwer zu kontrollieren.
Ich würde hier die Hunde- Trainer, -Schulen und -Vereine mehr in die Pflicht nehmen.
Wenn ich schon höre, dass es vom Verein oder so organisierte Welpengruppen gibt, wo die Hunde auf dem Platz einfach mal losgelassen und dann sich selbst überlassen werden. Da lernt der selbstbewusste , dass er andere mobben kann und der unsichere dass er besser den Rückzug antritt. Zudem wird den Besitzern vermittelt, dass es vollkommen ok ist die Hunde ineinander rennen zu lassen. Ich habe jetzt ein Jahr versucht irgendetwas zu finden, wo ich mit Mila Hundesport betreiben kann. Vereine nehmen teilweise keine Mitglieder mehr auf und Schulen haben keinen Platz mehr. Da frag ich mich, was bekommen die Menschen da beigebracht? Wirklich nur wie ich meinen Hund über die Hürde bekomme, oder vielleicht doch ein bisschen Knigge, wenn ich mich daneben benehme?
Auch finde ich die Idee jeder muss mit seinem Hunde für eine gewisse Zeit eine Hundeschule besuchen garnicht so verkehrt. Vielleicht findet der ein oder andere da auch Interesse dran und arbeiten weiter mit seinem Hund.