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Tobias
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zuletzt 21. Aug.

Tierschutz - Wieder einmal ein Beispiel warum ich diese Vereine nicht verstehe. Kastration.

Ich weiß nicht wie oft ich mich jetzt schon über Tierschutzvereine und ihr gebaren geärgert habe Da gibt es viele tolle Leute die engagiert sich um Hunde kümmern und die vermitteln. Bei der Auswahl der Kriterien für die Vermittlung schießen die Vereine dann aber oftmals übers Ziel hinaus. Zu alt... Berufstätig.... man bekommt den Eindruck man muss schon Arbeitslos sein um einen Hund zu bekommen. Es geht aber noch besser... gerade erlebt. Der Hund meines Vaters ist vor 3 Monaten verstorben. Eine bekannte Tierschützerin hat uns dann darauf aufmerksam gemacht das sie dringend eine Vermittlung für 4 Malis (jünger als ein Jahr) sucht. Mein Vater hat dann angefragt... Allerdings die Hunde werden nur kastriert abgegeben. Er hat dann gefragt ob er einen Rüden auch unkastriert bekommen könnte. Antwort: Nein. Damit hatte sich das ganze wieder ... Eine Vermittlungschance weniger. Und ich Frage mich wie die auf die Idee kommen. Nach deutschem Recht wäre eine Kastration unzulässig (ausser bei med. Indikation.) Es gibt auch gute Gründe dafür. Bspw. nachzulesen bei Informationen des deutschen Tierschutzbundes. Ich ärgere mich gerade wirklich maßlos ... Da wollen die Tiere schützen tragen aber mit zum Tierleid bei... da das in Deutschland verboten ist wird es direkt im Ausland gemacht. Abgesehen davon daß die Möglichkeit vertan ist tun mir die Hunde wirklich leid. Ob den Tierschützern bewusst ist was sie da tun? Kennt das noch jemand?
 
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Michi
22. Juli 12:35
Ich finde es schade, dass du urteilst, ohne die ganze Geschichte zu kennen. Das war nämlich nur die Kurzversion. Ich hatte ursprünglich keineswegs geplant, Sam nicht kastrieren zu lassen. Als er 1 Jahr alt war, hatte ich sogar schon einen Termin für die Kastration. Den ich aber wieder abgesagt habe, weil ich ein schlechtes Gefühl hatte. Den Verein habe ich, wie schon geschrieben, in Kenntnis gesetzt. Im Übrigen hab ich seit über 30 Jahren Hunde aus dem Tierschutz, daran wird sich auch zukünftig nix ändern, was willst du mir also erzählen. 🤷‍♀️
Ich weiß nicht warum du so aggressiv bist? Bei mir gibt es nicht nur schwarz und weiß, das müsstest du gelesen haben. Ich habe von meinen Erfahrungen berichtet und will dir nix erzählen...
 
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Tobias
22. Juli 12:37
Hallo, ich bin hier erst kurz dabei, möchte mich aber hierzu auch mal einschalten, in der Hoffnung, daß man meine Meinung oder Erfahrungen auch gelten lässt. Wir haben einen gemeinnützigen Verein und ein Tierheim in Antalya. Im Ausland ist es wichtig, dass man so viele Hunde wie möglich kastriert. In manchen Gebieten kastriert sogar die Stadt, darüber freuen wir uns. In unserem Tierheim haben wir Rudelhaltung, für die Hunde schön, aber nur wenn sie kastriert sind. Ja, sie werden früher kastriert, als in Deutschland, aber wir versuchen immer , im Rahmen, möglichst spät zu kastrieren. Vor allem die Kangalmischlinge, denn die sind spätreif. Wir vermitteln keine unkastrierten Hunde nach Deutschland, damit mit ihnen nicht vermehrt werden kann. Im Tierschutz und bei den Vorgesprächen erlebt man die dollsten Dinger und ihr glaubt nicht wieviele Leute einen Hund zum Vermehren möchten. Momentan zahlt man viel Geld für Mischlinge und ihr könnt euch Sicher sein, dass sich manche Menschen dieses Geld gerne einstecken. Irgendwoher bekommen sie eine Hund, aber gottseidank nicht vom seriösen Tierschutz. Denkt bitte nicht, dass alle Menschen so seriös sind wie ihr hier im Forum. Auf der anderen Seite bin ich hauptberuflich Pferdetrainer. Es ist gottseidank die Regel, dass ein Hengst zum Wallach gemacht wird, damit er ein gutes Leben im Herdenverband führen kann . Die wenigsten Hengste haben Körqualität und jeder nur Reithengst, weil es chick ist, führt ein einsames Leben. Vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen zum Überlegen anregen. Liebe Grüße Michi
Hi, den Punkt im Ausland verstehe ich vollkommen. Gerade wenn es um Einfangen, kastrieren, aussetzen geht. Auch den Punkt mit der Rudelhaltung finde ich sogar noch nachvollziehbar und in einigen Fällen sicher legitim.
Aber von Ausnahmen in der Gesellschaft auf alle zu schließen...
Ich habe mich noch weiter informiert. Das Positionspapier des Tierschutzbundes zur Unfruchtbar Machung kannte ich ja schon. Ich habe dann noch einen Artikel online gefunden in sitz-platz-fuß von Prof. Dr. Gansloßer wie es auch das Verhalten beeinflusst....
Ich sehe das gerade so...
Die Forschung spricht sich gegen nicht med. begründete Kastration aus, wegen der gesundheitlichen Risiken, die Rechtsprechung ist dem Gefolgt und hat Kastration in Deutschland nur noch in einzeln begründeten Ausnahmen für zulässig erklärt. (Rudelhaltung und die damit verbundenen Probleme sind davon soweit ich gelesen habe gedeckt. Klauseln in Kaufverträgen aber wohl nicht.)
Jetzt sagt der ein oder andere... aber ich kenne einen Fall da.... Und schwupps ist das alles Legitim?
Gerade die Frühkastration ist für Hunde sehr einschränkend und der körperlichen und geistigen Entwicklung. Das kann gutgehen, muss es aber nicht... Schön fand ich in dem Artikel auch die Cortisol -Hemmende Wirkung der Sexualhormone die tatsächlich dann auch bei der Stressbewältigung helfen. Wie wichtig das gerade für Hunde aus dem Tierschutz ist kann man erahnen....
Im Fazit für mich heißt diese Praxis für mich: das explizit in Kauf genommen wird potentielle Problemhunde zu importieren. (Wenn die Kastration zu früh erfolgt, oder mitten in der Pubertät.) Das finde ich halt bedenklich... und leider ist dann auch die Erfahrung (nicht mit allen) aber immer noch zu vielen Tierschützern das man sich auf diese berechtigte Kritik nicht einlässt. Stattdessen weiter eine Praxis verfolgt die eher Kontraproduktiv ist.... Wenn man sie dann mit Fakten/Studien konfrontiert schmollen sie, ignorieren sie und sind beleidigt das man sich wagt sie zu "belehren". (So erlebt... OK war auch nicht soo einfühlsam)
Ich würde mir einfach wünschen das damit verantwortlicher umgegangen wird. Oft ist das Gefühl dabei das man auf dem Stand von vor 10 Jahren beharren will und neue Sichtweisen Gift sind.
Ich fand den Hinweis auf Sterilisation als Mögliche Alternative sehr gut und das gefällt mir auch viel besser und klingt verständlicher wenn es nur um die Vermehrung geht. Allerdings beurteilen kann ich das nicht... es klingt nur einmal logischer....
Wie gesagt Tierschutz im Ausland ist etwas anderes und unterliegt anderen Bedingungen. Auch Tierheim Haltung hat andere Bedürfnisse....
Für direkte Vermittlungen sehe ich das kritisch. Daher auch meine Verärgerung.
Es lohnt sich wirklich die Artikel Mal zu lesen...
 
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Michi
22. Juli 12:37
Ich weiß nicht warum du so aggressiv bist? Bei mir gibt es nicht nur schwarz und weiß, das müsstest du gelesen haben. Ich habe von meinen Erfahrungen berichtet und will dir nix erzählen...
Wie gesagt, es sind nicht alle so zuverlässig wie du oder die Leute hier. Wenn Absprachen nachträglich getroffen wurden, dann ist es doch gut.
 
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Dogorama-Mitglied
22. Juli 12:40
Kurzer einwurf. Ich habe drei Rüden, mein Senior mussten leider beide Hoden entfernt werden,da sie in dir leiste flutschten. Der kleine Kerl hat beim zusammentreffen mit anderen Rüden Dauerstress. Alle Rüden belästigen und bedrängen ihn ständig und den Vergleich habe ich ja hier und das ist das schlimmste...sie haben immer den Duft einer Läufigen Hündin, nicht so extrem aber es reicht aus, das alle unkrastrierten enormes interesse zeigen. Meine beiden Collies haben nie Stress damit, es wird kurz begrüßt und ab ins Spiel. Senior kommt kaum zum spielen, da ständig ein Rüde an sein Hinterteil hängt. Diesen Stress haben viele kastrierte auch Hündinnen. Ich sehe da auch keinen Sinn drinn, vielleicht weil ich meine Rüden immer unter kontrolle hatte und sie auch bei läufigen Hündinnen abrufbar sind. Jetzt ruf ich wohl massen an kommentaren auf, aber ich sehe jeden Tag wie frei und locker sich meine großen bewegen und wie befangen, mitlerweile und verfolgt, daneben Senior. Es ist in den 35 Jahren Collierüden nie zu einem ups gekommen. Es liegt definitiv in der Erziehung und unserer Verantwortung, das kein ups, passiert
Mit Sam wird das auch nicht passieren, weil er sich a)abrufen lässt und b)eh eher zur schüchternen Fraktion gehört.

Wenn ein Hund unkastriert absolut keine Probleme hat/macht und auch gesundheitlich alles im grünen Bereich ist und man selbst auch, darauf achtet, dass es nicht zu ungewollten Befruchtungen kommt, sehe ich nicht die Notwendigkeit einer Kastration.
 
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Dogorama-Mitglied
22. Juli 12:42
Wie gesagt, es sind nicht alle so zuverlässig wie du oder die Leute hier. Wenn Absprachen nachträglich getroffen wurden, dann ist es doch gut.
Eben.
Und aggressiv bin ich auch nicht, höchstens ungehalten, wenn mir jemand vorwirft, was zu unterzeichnen und sich nicht daran zu halten.
 
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Michi
22. Juli 12:42
Eben. Und aggressiv bin ich auch nicht, höchstens ungehalten, wenn mir jemand vorwirft, was zu unterzeichnen und sich nicht daran zu halten.
Sorry, war falsch ausgedrückt
 
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Jana
22. Juli 12:44
Das hat wohl vor allem damit zu tun, dass man unter allen Umständen verhindern möchte, dass mit diesen Hunden noch weiterer Nachwuchs erzeugt wird. Ich schätze Mal, die Vereine haben da ihre Erfahrungen mit gemacht und möchten einfach weiteres Tierleid verhindern.
Bei meinem Übernahme-Vertrag stand drinnen, dass ich sie kastrieren soll. Hatte sogar einen Gutschein bekommen. Bei Nachfrage kam aber sofort raus, dass es rechtlich nicht haltbar ist und sie nur verhindern wollen, das gezüchtet wird.

Da meine Hündin sehr viele Probleme hatte - ich 1 Läufigkeit durchgezogen habe UND mit 3 Hormonspritzen versucht habe das Verhalten abzuwägen - war ich sehr froh um den Gutschein.

Oft klären sich die Dinge, wenn man höflich nachfragt.

Bin berufstätiger Single in einer Eigentumswohnung ohne Garten. Da ich im Tierheim 3 Jahre Gassigeherin war, gab es keinerlei Nachfrage, als Amy als Pflegehündin und dann für immer bei mir einzog.
 
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Michi
22. Juli 12:48
Bei meinem Übernahme-Vertrag stand drinnen, dass ich sie kastrieren soll. Hatte sogar einen Gutschein bekommen. Bei Nachfrage kam aber sofort raus, dass es rechtlich nicht haltbar ist und sie nur verhindern wollen, das gezüchtet wird. Da meine Hündin sehr viele Probleme hatte - ich 1 Läufigkeit durchgezogen habe UND mit 3 Hormonspritzen versucht habe das Verhalten abzuwägen - war ich sehr froh um den Gutschein. Oft klären sich die Dinge, wenn man höflich nachfragt. Bin berufstätiger Single in einer Eigentumswohnung ohne Garten. Da ich im Tierheim 3 Jahre Gassigeherin war, gab es keinerlei Nachfrage, als Amy als Pflegehündin und dann für immer bei mir einzog.
Das hast du richtig gemacht, wenn man miteinander spricht, kann man vieles regeln. Es geht auch nicht um Recht, da ist vieles nicht haltbar, auch dass man die Tiere nicht einfach weitergeben darf. Das macht man nur zum Schutz der Tiere.
 
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Claudia
22. Juli 12:49
Züchten wollen wir nicht. Einen Mali hatte mein Vater schon und gerade deshalb sollte es wieder einer werden.... Aber da sind die Vereine Stur. Und ein reiner Verdacht auf mögliche Zucht rechtfertigt keine Kastration. Neben den möglichen gesundheitlichen Risiken sehe ich bei so früh kastrierten Hunden die Gefahr das die Entwicklung und das erwachsen werden in erheblichem Maße negativ beeinflusst werden... Ist nicht ohne Grund das es in Deutschland nur als Einzelfallentscheidung erlaubt ist.... Aus meiner Sicht wird da fahrlässig mit dem Wohl der Tiere umgegangen aufgrund einer abstrakten "Gefahr".
Ich habe gehört, wenn Rüden zu früh kastriert werden, bleiben sie immer im Flegelalter und heben Uhr Beinchen nicht. Ich bin nicht gegen Kastration aus dem Tierschutz, aber auf keinen Fall vor einem Jahr. Meine Schäferhündin aus dem Tierschutz Frankreich kam unkastriert zu mir und die zu vermittelden Malis sind sehr oft unkastriert. Meine kleine Rumänin war kastriert und der rumänische Hund meiner Tochter auch.
 
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Michi
22. Juli 13:04
Ich habe gehört, wenn Rüden zu früh kastriert werden, bleiben sie immer im Flegelalter und heben Uhr Beinchen nicht. Ich bin nicht gegen Kastration aus dem Tierschutz, aber auf keinen Fall vor einem Jahr. Meine Schäferhündin aus dem Tierschutz Frankreich kam unkastriert zu mir und die zu vermittelden Malis sind sehr oft unkastriert. Meine kleine Rumänin war kastriert und der rumänische Hund meiner Tochter auch.
Das stimmt wohl, aber in der Praxis ist es so, dass unsere vermittelten Hunde sich in Deutschland ganz normal entwickeln, das Bein heben und sehr, sehr sozial sind. Ich versuche immer den Kontakt zu halten. Wir versuchen die Kstra für jeden Hund so weit wie möglich rauszuziehen, aber die Mädels müssen nach der 1. Hitze kastriert werden und die Jungs bevor sie zu sehr Macho werden. Rudelhaltung ist sonst nicht möglich. Wir versuchen wirklich das Beste für jeden einzelnen Hund, in jeder Hinsicht, aber es sind nun mal sehr viele. Bei uns zumindest hat die Kastration nochkeinem Hund geschadet, auchJahr später nicht.