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Victoria
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Anzahl der Antworten 284
heute 20:56

Politische Haltung als Ausschlusskriterium bei der Hundevermittlung?

Der Tierschutzverein Fortuna Animali hat laut einem heute veröffentlichten Bericht einer Interessentin die Vermittlung einer Hündin verweigert. Bei der Interessentin handelt es sich um die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt. Als Grund für die Absage wurde demnach ausdrücklich ihre politische Zugehörigkeit genannt.

Unabhängig davon, wie man persönlich zur AfD oder zu irgendeiner anderen Partei steht, finde ich die grundsätzliche Frage dahinter interessant.

Sollte die politische Zugehörigkeit eines Menschen bei der Vermittlung eines Hundes überhaupt eine Rolle spielen?

Wenn man damit anfängt, Menschen nicht nur anhand ihrer konkreten Eignung als Hundehalter, sondern aufgrund politischer oder weltanschaulicher Zugehörigkeiten zu beurteilen; wo fängt das an und wo hört es auf?

Man könnte schließlich bei den unterschiedlichsten Gruppen anfangen, aufgrund eines Labels bestimmte Verhaltensweisen oder Einstellungen zu vermuten; bei Veganern hinsichtlich der Ernährung des Hundes, bei Jägern hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Tieren oder bei Mitgliedern einer Partei aufgrund einzelner Positionen dieser Partei. Aber sagt das automatisch etwas darüber aus, wie diese konkrete Person einen Hund hält?

Auf der anderen Seite haben Tierschutzvereine natürlich die Verantwortung und auch einen gewissen Entscheidungsspielraum, wem sie ihre Tiere anvertrauen.

Mich interessiert deshalb wirklich eure Meinung; gerade von Leuten, die selbst im Tierschutz tätig sind.

Sollten bei einer Vermittlung ausschließlich konkrete, tierwohlrelevante Kriterien wie Erfahrung, Wohnsituation, Zeit, Versorgung und Umgang mit dem Tier zählen? Oder findet ihr es legitim, darüber hinaus auch politische bzw. weltanschauliche Überzeugungen eines Interessenten einzubeziehen?

Mich interessiert tatsächlich, wo ihr hier die Grenze ziehen würdet.

Quelle zum konkreten Fall: Apollo News, 02.10.2026.
 
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Susanne
heute 18:47
Danke für den Überblick, Kirsten! Ich habe daraufhin selber auch nochmal recherchiert und in der Tat scheint der Artikel eher der rechten Propaganda-Feder zu entstammen! Auch wir haben bei der Hundesuche einiges an Willkür erlebt. Aber wie Michi schon schreibt: das sind private Organisationen und die entscheiden aufgrund von sehr subjektiven Kriterien, wer einen Hund bekommt und wer nicht. Was dann im Umkehrschluss wieder für ein Stempel aufgedrückt wird, ist wieder eine andere Geschichte! Hier hat jemand prima eine Opferrolle gefunden, um die gängige Propaganda zu verbreiten, zumindest meiner Meinung nach. Da sollten wir hier nicht drauf reinfallen und uns empören… da lassen wir uns doch nur vor den Karren spannen…
Und man sieht ja, wieviele Menschen in den Kommentaren direkt darauf anspringen, ohne zu hinterfragen. Wirklich traurig
 
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Susanne
heute 18:49
Ich gehe lediglich auf Antworten dieses Threads ein. Allerdings wüsste ich nicht, weshalb man so eine Geschichte erfinden sollte.
Ja….wieso wohl. Sicher nicht, um die ohnehin schon verhärteten Fronten noch weiter anzuheizen
 
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Michi
heute 18:50
Und man sieht ja, wieviele Menschen in den Kommentaren direkt darauf anspringen, ohne zu hinterfragen. Wirklich traurig
Hinterfragt wird hier leider oftmals garnix.
Einfach mal laut polternd seine Meinung rauslassen, die dann noch oft faktisch falsch ist.
Kennt man ja speziell bei den Samstagsabend Threads eigentlich nicht anders...
 
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Marie
heute 18:51
Na dann, wenn der Tierschutz sich das leisten kann, nach politischer Gesinnung zu selektieren ... Das bedeutet dann, dass anstatt 100 Hunde nur noch 70 vermittelt werden, weil es 30 % AFD-Wähler gibt. Und wie ist es denn mit den Links-Extremen ? Dürfen die dann auch keine Hunde mehr bekommen ? Interessante These, dass AFD-Wähler keine guten Hunde-Halter sein können, einfach nur lächerlich. Sollen die Hunde dann lieber im Shelter verrecken als ein neues Zuhause zu bekommen ? Sorry, aber so ein Verhalten hat nichts mit Tierschutz zu tun.
Es geht hier aber nicht um eine AfD Wählerin,sondern um eine Landtagsabgeordnete der AfD.
Hilfreich wäre es, wenn man zumindest ein paar Beiträge lesen würde,so zur Info!
Und ja,man darf und sollte auch als TSV mal Flagge zeigen 👍
 
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Victoria
heute 18:57
Was ist daran ungebildet ? Stimmt doch alles was Vivi schreibt,oder etwas nicht ?
Wer wirklich zu einer eigenen politischen Überzeugung gekommen ist, muss sie nicht permanent dadurch bestätigen, dass er gegen andere schießt. Man kann die AfD ablehnen und es dabei belassen. Dieses ständige Bedürfnis nach Abwertung sagt für mich irgendwann mehr über den eigenen Diskussionsstil und Charakter aus als über die Partei, die man pauschal kritisieren möchte.
 
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Claudia
heute 18:58
Spannende Frage. Bin auf die Kommentare gespannt. Interessant ist auch, dass der Fall aktuell über Medien verbreitet wird, die eher rechts angesiedelt sind und wohl bisher noch keine unabhängige Recherche stattfand. Behrendt veröffentlicht, Apollo berichtet, andere politisch positionierte Medien übernehmen die Geschichte. Politische Kommunikation 🤷🏼‍♀️ Ein Schelm, wer…
Oh stimmt, es muss unbedingt in den Mainstream Medien kommen, damit es verifiziert ist. Wie bei allen anderen Themen… vielleicht sollte man über den Tellerrand schauen und sich verschiedene Seiten anschauen und nicht gleich wieder das Label rechts auspacken. Das bringt uns doch alle nicht weiter und es wird nicht besser in diesem Land
 
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Susann
heute 18:58
Es geht hier aber nicht um eine AfD Wählerin,sondern um eine Landtagsabgeordnete der AfD. Hilfreich wäre es, wenn man zumindest ein paar Beiträge lesen würde,so zur Info! Und ja,man darf und sollte auch als TSV mal Flagge zeigen 👍
Spielt es wirklich eine Rolle ob abgeordnete oder wählerin? Beides sagt nichts über die Qualifikation als Hundebesitzer aus.
 
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Doreen
heute 19:01
Wer wirklich zu einer eigenen politischen Überzeugung gekommen ist, muss sie nicht permanent dadurch bestätigen, dass er gegen andere schießt. Man kann die AfD ablehnen und es dabei belassen. Dieses ständige Bedürfnis nach Abwertung sagt für mich irgendwann mehr über den eigenen Diskussionsstil und Charakter aus als über die Partei, die man pauschal kritisieren möchte.
Diese Diskussion auf so einseitiger Basis führen zu wollen, sagt auch etwas aus. Und nun?
 
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Christian
heute 19:04
Ganz provokant gefragt, wann darf man denn deiner Meinung nach anfangen die AFD als rechtsextrem zu bezeichnen? Wenn der Verfassungschutz das sagt? Wenn Teile der Partei gesichert rechtsextrem sind? Wenn offen mit NS Parolen Wahlkampf gemacht wird? Da sind wir bereits. Die nächsten Schritte lassen sich dann im Geschichtsbuch nachlesen. Wer jetzt nichts gegen die AFD sagt, hat nichts aus dem letzten Mal gelernt.
Quiet simple:
In einem Rechtsstaat wird sowas durch unabhängige Gerichte festgestellt. 🤷‍♂️

Ganz provokant gefragt: im Politikunterricht Kreide geholt? 🤦‍♂️
 
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Rany
heute 19:09
Also ich persönlich halte es nicht. Für gut, wenn man rein aus Politischer Sicht einen Hund verweigert bekommt, wenn man darüber hinaus doch geeignet wäre. Ich denke. Ich darf mir ein gewisses Urteil erlauben. Denn ich selbst Sitze auf der schwarzen Liste. Meine Kaukasenhündin war krank. Und ja, ich hatte angst, dass sie bissig wird. Und muste deswegen einen Tierschutzhund ein einziges mal zurückgeben, meine Kaukasenhündin verstarb circa 6 Monate später? Aber was mir nicht klar war. Das ich deswegen eigentlich gar keinen Hund mehr aus dem Tierschutz bekomme. Und ja. Deswegen muss ich auch sagen, bin ich der Meinung oder ich persönlich bin dankbar, dass es züchter gibt