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Biggi
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 110
heute 16:06

Leine ab, die regeln das schon

Hallo zusammen, vorgestern wurde mein Hund von 2 nicht angeleinten Briards angegriffen. Die Situation war für uns beide etsetzlich, weil ich keine Chance hatte meinen Hund irgendwie zu schützen. Die beiden großen Hunde waren überall, haben völlig entgleist auf Rudi und auch mich eingehackt. Der Halter kam irgendwann angeschlendert und sah dem Ganzen zu. Ich habe ihm zu gerufen, er möge die Hunde zurück pfeifen, sie anleinen. Seine Antwort " machen Sie doch ihren los, die regeln das" Angesehen davon, dass mir das gar nicht möglich gewesen wäre, da ich bei der Attacke irgendwie an meinen Hund zu kommen, der am Boden kriechend und jaulend irgendwie versuchte den Hunden zu entkommen die überall über ihm waren, fand ich diese Aussage zum speien. Er machte keine Anstalten in irgendeiner Form einzugreifen. Ich habe es dann geschafft meinen 16 kg schweren Hund zu schnappen und ihn hoch auf meine Schulter zu heben. Auch dann sprangen sie noch an mir hoch und schnappen nach den Beinen meines Hundes. Es erschien dann die Tochter des 80 jährigen Mannes und schaffte es ihre Hunde zurück zu rufen. Ich stand total unter Schock, habe nur noch geweint und meinen winselnden Hund in Sicherheit gebracht. Selbst da wurde mir noch die Schuld gegeben mit den Worten " Sie hätten ihn bloß die Leine abnehmen müssen" Ich meine, die hätten ihn in ihrer Extase totgebissen. Rudi hat viel Gott sei Dank oberflächliche Bisswunden und ich an den Beinen und im Gesicht, die wohl beim Hochnehmen entstande ist. Wie seht ihr diese Situation.
 
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Johanna
heute 05:45
Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe heute einen Termin beim Anwalt. Was mich noch interessieren würde, wie steht ihr zu der Aussage "Leine los, die regeln das schon" in einer so extremen Situation
Ich halte von der Aussage so gar nichts.

Also ja, wenn man die Leinen los macht und nicht eingreift, „regeln“ die Hunde das. Das Ergebnis ist nur wahrscheinlich nicht das was man gerne hätte!
Für die Hunde kann „regeln“ auch bedeuten, einen der Hunde tot zu beißen.

In der Situation hätte es helfen können, damit dein Hund ggf. abhauen kann, es hätte aber auch alles verschlimmern können (hetzen, höhere Energie der anderen, Unfall an Der Straße, Hund läuft in Panik ganz weg, etc.)
 
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Scarlett
heute 06:26
Finde ich schwierig so ne aussage
Mein hund wurde Dezember von einen staff in den Hals gebissen, mein hund war an der leine ,der hund kam direkt auf uns zu und auf ihn drauf, mein hund hat sich nicht gewehrt,hätte ich ihn von der leine lass gemacht wäre es für ihn schlimmer ausgegangen

Die besitzer sagt auch noch das er weiss das sein hund Verhaltens auffällig ist,aber er trug kein maulkorb, hätte bei einen anderen kleinen hund zum Verhältnis werden können.
 
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S.W.🌸
heute 06:27
Ich könnte im Schwall kotzen! Was ist mit den Menschen bloß los! Warum ist es denn so schlimm sein Hund/Hunde an die Leine zu nehmen wenn man darum bittet.warum muss man jedes Mal streiten und sich in Gefahr bringen.
Ich habe auch kein Interesse jeden anzusprechen oder jeden die Hand zu geben. Warum muss man Lügen( sie ist läufig ,sie ist krank,sie hatte gerade ne Op….)nur damit die anderen ihre Hunde nicht an mein Hund rann lassen !
 
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Biggi
heute 06:30
Ich halte von der Aussage so gar nichts. Also ja, wenn man die Leinen los macht und nicht eingreift, „regeln“ die Hunde das. Das Ergebnis ist nur wahrscheinlich nicht das was man gerne hätte! Für die Hunde kann „regeln“ auch bedeuten, einen der Hunde tot zu beißen. In der Situation hätte es helfen können, damit dein Hund ggf. abhauen kann, es hätte aber auch alles verschlimmern können (hetzen, höhere Energie der anderen, Unfall an Der Straße, Hund läuft in Panik ganz weg, etc.)
Danke für deine Antwort. Die Hunde hatten definitiv mehr Energie, Rudi hat einen Hüftschaden, wäre wesentlich langsamer gewesen und wäre auch nicht weit gekommen.
 
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Lisa-Eileen
heute 06:32
Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe heute einen Termin beim Anwalt. Was mich noch interessieren würde, wie steht ihr zu der Aussage "Leine los, die regeln das schon" in einer so extremen Situation
Ich halte da generell nix von, Hunde haben nix zu regeln.
Wir sind ja die Schutzbefohlenen und müssen aufpassen das unser Hund garnicht erst in eine Situation kommt wo er irgendwas selbst regeln müsste.
Da haben diese Halter einfach absolut versagt.
Außerdem kommts auch immer individuell auf die Hunde an, es gibt auch mal Situationen wo ein Hund es besser regeln kann als wenn wir Menschen eingreifen aber dann muss der Hund auch die Kompetenzen dafür haben das zu können und das haben viele nunmal nicht.
Plus der andere Hund muss kompetent genug sein das auch dann anzunehmen und zu respektieren.
Speziell in deiner Situation war ja beides nicht gegeben, also völliger Schwachsinn was er da gesagt hat.
Losmachen würd ich generell nie, Rocket ist zb einer der nur Fiddelt oder flüchtet und sich dann auf den Boden wirft...
Als er klein war hatte ich das schon erlebt als ein Labrador ihn kalt machen wollte.
Wir hatten Glück das wir auf nem eingezäunten Freilaufplatz waren, sonst wär ich nicht mehr schnell genug da gewesen.
Deswegen sowas würd ich nie machen.
Wenn er weg ist kann ich ihn nicht schützen.
Mittlerweile ists zwar etwas anders, er orientiert sich an mir und holt sich Hilfe wenn er selbst nicht klarkommt aber manchmal ist er halt trotzdem noch überfordert.
Vorgestern hatten wir zb auch wieder nen Jack Russel der auf ihn losging, war aber nur Geprolle und keine Beschädigungsabsicht.
Der Opa rief dann nur hysterisch den Namen des Hundes.
Ich bin mit Rocket einfach meinen Weg weitergegangen, hab die 2 Störenfriede ignoriert und hab ihm eben bescheid gesagt das wir weiter gehen.
Er hat den Terrorzwerg kurz abgeblockt, gefiddelt und kam direkt weiter mit mir mit und der kleine Terror Ludwig zog wieder nach großem Getöse von Dannen.
Finds halt super wichtig auch Hunde lesen zu können, dadurch wusste ich jetzt zb das der Kleine nur n großes Maul hat und nicht gefährlich ist.
Als Anfänger damals hätt ich warscheinlich auch erstmal Krise geschoben.

In nem Fall wie deinem reicht wegschieben halt nicht, wenn Hunde in so hoher Erregung sind kommt da sowas nicht an.
Da brauchs schon nen starken taktilen Reiz wie n ordentlicher Tritt vor die Brust, lautes bestimmtes (nicht hysterisches) "EY", Schepperdose/ Schlüsselbund oder ne Spritzflasche um die erstmal aus dem Tunnel zu holen und wieder ansprechbar zu kriegen und dann eben bestimmt wegschicken.
In so einer Situation den Hund hochzureißen ist eher nicht gut weil du die Arme nicht mehr frei hast, besser ihn abschirmen.
Wenn das körperlich nicht geht mit blocken oder mit kreisender Leine hinhocken und den Hund zwischen/ vor die Beine oder dich drüberbeugen.
Dann hast du immernoch nen sichereren Stand und kannst besser abwehren.
Ein Buggy ist auch sehr gut das wenn euch solche Hunde begegnen das du deinen da fix reinschickst, das hat mir auch schon oft geholfen.
Die meisten Hunde lassen ganz ab oder in den seltenen Fällen wo sie trotzdem aufdringlich werden wollen kommen sie nicht dran.
Und eben lernen Hunde und Mensch Hund Teams zu lesen.
Siehst du das der Hund unangeleint oder an ner Flexi ist und siehst das Hund und Halter garnicht miteinander verbunden sind, der Halter den Hund nicht in den Nahbereich holt oder anleint weißt du schon bescheid und machst wenn möglich nen großen Bogen drum oder wenn das nicht geht gehst du in entgegengesetzte Richtung weg bis ihr euch iwo ausm Weg gehen könnt.
Seit ich darauf achte hab ich schon viel weniger Angriffe und übergriffige Hunde gehabt.
 
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S.W.🌸
heute 06:33
Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe heute einen Termin beim Anwalt. Was mich noch interessieren würde, wie steht ihr zu der Aussage "Leine los, die regeln das schon" in einer so extremen Situation
So ein Quatsch . Nein 👎 bloß nicht! Ich kenne mein Hund besser und weiß ob sie Kontakt möchte oder nicht! Und wenn ich das Gefühl habe das es geht kann man immer noch auf einer ausreichenden Ebene die Hunde frei lassen und sehen ob es klappt oder ob einer der Hunde es nicht will!
 
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André
heute 07:47
Ich bin damals mit meinem Hund Dakota eine promenadenmischung in der gleichen Situation gekommen. Zwei schäferhunde stürzen sich auf meinen Hund und hatten ihn gebissen. Worauf der Hundehalter sagte, die spielen doch nur. Ich betonte für meinen Hund, ist das kein Spiel, wenn er jault und sich auf dem Rücken legt. Nach dreimaligen bitten ihre Hunde von meinen runter zu nehmen, passierte rein gar nichts, worauf ich meinen Hund der ein Geschirr um hatte zu mir ran und auf mich zog. Danach fingen die Hunde an, zu meinen Hund zu schnappen, den ich auf den Arm hatte. Sie fing an, nach meinen Hund zu schnappen, worauf ich ihn auf ein Auto Dach gesetzt hatte. Danach sind mir die Hunde ins Gesicht gesprungen und wollten mich beißen und mir an die Kehle gehen. Ich kam gerade von der Arbeit, hatte meine Arbeitsklamotten an plus arbeitsschuhe. Die zwei schäferhunde hatten nicht von mir abgelassen, wobei ich den einen ins Gesicht getreten habe, direkt unter dem unterkiefer, der danach gebrochen war und der andere dann von mir abließ. Das Ende der Geschichte war. Ich hatte eine Anzeige. Es kam zu Gericht und ich wurde freigesprochen, weil es einen Fall von Notwehr war. Sieben, Passanten und Hundebesitzer hatten für mich eine Aussage vor Gericht gemacht. Schlimm, dass es überhaupt vor Gericht gelandet ist, weil gegen mich eine Anzeige erstattet worden ist. Aber ich würde jederzeit wieder so handeln und obwohl ich Hunde Liebe oder Katzen oder Tiere allgemein, das nächste Mal würde ich genauso wieder so Handeln, lieber erleiden Ich Schmerzen als mein Hund und wenn es Hundebesitzer gibt, die ihre Hunde nicht im Griff haben, wenn sie die schon ihnen freilauf gewähren, tja Pech gehabt. Habe selber ein neuen Hund den ich nicht 💯 %tig vertrauen kann und abruf bereit ist, darum ist Er angeleint.
Bekommt Auslauf an der Schleppleine und gut ist! Aber immer unter Kontrolle!
 
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SandrA
heute 08:12
Erstmal wünsche ich dir und deinem Hund Gute Besserung🍀
Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend, wenn Halter angreifender Hunde den Geschädigten die Schuld zuschieben. Die Verantwortung liegt bei den Haltern der Hunde, die außer Kontrolle geraten sind und nicht bei der Person, die versucht, ihren eigenen Hund zu schützen. Ob das nun glücklich ist den eigenen Hund hochzuhalten oder nicht kann man rückblickend immer hinterfragen - in der akuten Situation hast du aber dein bestmögliches gegeben und womöglich schlimmeres verhindert.

Der Spruch „Leine loslassen, die regeln das unter sich“ mag in einem völlig anderen Kontext ebenfalls diskutierbar sein - wie Lisa schon schrieb - wenn zwei sozial kompetente Hunde einen normalen Konflikt austragen. Aber hier war die Situation ja längst massiv eskaliert - die beiden Hunde greifen einen einzelnen Hund an, der bereits Flucht- und Unterwerfungsverhalten zeigt und trotzdem weiter attackiert wird. Das ist ja keine Situation mehr, in der man davon ausgehen kann, dass die Hunde das noch adäquat „unter sich regeln“ können.

Im Nachhinein kann man immer überlegen, ob es theoretisch andere Handlungsmöglichkeiten gegeben hätte. Aber dieses Verschieben der Verantwortung an die Geschädigten, die in einer akuten Angriffssituation den eigenen Hund schützen und dabei selbst Bissverletzungen erleiden, finde ich völlig fehl am Platz. In so einer Lage handeln Menschen intuitiv, um Schaden abzuwenden und nicht nach Lehrbuch.
 
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André
heute 08:29
Das Gesetz ist ganz eindeutig in Deutschland. Hunde die angreifen aber der Hund, der sich verteidigt und einen anderen beißt ist der Täter.
Genau so wie bei uns Menschen mittlerweile, Täterschutz vor Opferschutz!
 
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Helga
heute 08:53
Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe heute einen Termin beim Anwalt. Was mich noch interessieren würde, wie steht ihr zu der Aussage "Leine los, die regeln das schon" in einer so extremen Situation
Woher will der HH gegenüber denn wissen, warum ich meinen Hund an der Leine habe? Vielleicht ist der frisch aus dem Tierschutz und sucht sofort das Weite wenn er merkt, dass er abgeleint ist? Oder er hat einen extremen Jagdtrieb und ist in 0,2 Sekunden über alle Berge?!? Zumal wir uns derzeit in der "Brut- und Setzzeit" befinden, wo das Ableinen in den meisten Regionen sogar verboten ist!
Außerdem geht es niemanden etwas an, ob und wann ich MEINEN Hund an der Leine habe oder nicht. Das bestimme immernoch ICH!
Eine Unverschämtheit zu glauben "die regeln das schon"! Mag sein, dass seine beiden Riesenkälber das gemeinsam für sich regeln, aber was kann ein 16 kg Hund gegen solch ein unüberwindbares "Team" ausrichten?
Ich glaube nicht, dass die beiden von dem kleineren Hund abgelassen hätten. Als "Spielzeug" wäre er für die doch ideal.😠
Gnadenlos anzeigen und nicht locker lassen!😡