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Biggi
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Anzahl der Antworten 265
zuletzt 24. Juli

Leine ab, die regeln das schon

Hallo zusammen, vorgestern wurde mein Hund von 2 nicht angeleinten Briards angegriffen. Die Situation war für uns beide etsetzlich, weil ich keine Chance hatte meinen Hund irgendwie zu schützen. Die beiden großen Hunde waren überall, haben völlig entgleist auf Rudi und auch mich eingehackt. Der Halter kam irgendwann angeschlendert und sah dem Ganzen zu. Ich habe ihm zu gerufen, er möge die Hunde zurück pfeifen, sie anleinen. Seine Antwort " machen Sie doch ihren los, die regeln das" Angesehen davon, dass mir das gar nicht möglich gewesen wäre, da ich bei der Attacke irgendwie an meinen Hund zu kommen, der am Boden kriechend und jaulend irgendwie versuchte den Hunden zu entkommen die überall über ihm waren, fand ich diese Aussage zum speien. Er machte keine Anstalten in irgendeiner Form einzugreifen. Ich habe es dann geschafft meinen 16 kg schweren Hund zu schnappen und ihn hoch auf meine Schulter zu heben. Auch dann sprangen sie noch an mir hoch und schnappen nach den Beinen meines Hundes. Es erschien dann die Tochter des 80 jährigen Mannes und schaffte es ihre Hunde zurück zu rufen. Ich stand total unter Schock, habe nur noch geweint und meinen winselnden Hund in Sicherheit gebracht. Selbst da wurde mir noch die Schuld gegeben mit den Worten " Sie hätten ihn bloß die Leine abnehmen müssen" Ich meine, die hätten ihn in ihrer Extase totgebissen. Rudi hat viel Gott sei Dank oberflächliche Bisswunden und ich an den Beinen und im Gesicht, die wohl beim Hochnehmen entstande ist. Wie seht ihr diese Situation.
 
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Stefan
23. Juli 17:01
Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe heute einen Termin beim Anwalt. Was mich noch interessieren würde, wie steht ihr zu der Aussage "Leine los, die regeln das schon" in einer so extremen Situation
Hallo Biggi, diese Aussage "die machen das unter sich aus" kenne ich leider und musste auch erleben wie eine große Hündin nicht von Albert ablies obwohl er auf dem Rücken lag. Diese Aussage ist leicht wenn der eigene Hund überlegen ist und es einem egal ist was den Hunden passiert. In meinem Fall hat dieser Hund immer wieder andere Hunde angefallen und erst nach rechtlichen und finanziellen Konsequenzen (Tierarztkosten) hatte der Besitzer dann ihr wenigstens mal ein Halsband angelegt. Mein Fazit ist sowas immer zur Anzeige bringen um die Besitzer die es soweit kommen lassen, wenigstens für die Zukunft zu erziehen.
 
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Annette
23. Juli 17:03
Das führe ich immer mit mir wenn ich mit Gizmo Gassi gehe. Personal Guard System mit starker Taschenlampe und Pfeffergel Kartusche. Zur Tierabwehr, keine Waffenscheinpflicht. Gizmo ist schon mehrfach angegriffen worden.
 
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Michaela
23. Juli 17:04
Also sind dir die Wunden nicht schlimm genug und meinst daran messen zu können, dass die Hunde nicht wirklich aggressiv waren? Ich war dabei und kann behaupten sie waren hochgradig aggressiv. So sehr, das mich diese Bilder nicht mehr loslassen, mich Tag und Nacht triggern, ich meinen Hund schon tot gesehen habe. Das nicht mehr passiert ist kommt vielleicht weil mein Hund sich unter den Hunden gewunden hat wie verrückt. Oder er hatte einfach einen Schutzengel.
Sei froh, dass nicht mehr passiert. Das ist alles schlimm genug. Wie gesagt: ich hoffe, ihr könnt das Erlebte beide irgendwann gute verarbeiten. Das wünsche ich euch 🍀🍀🍀.
 
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Nadine
23. Juli 17:04
Tut mir leid, was du und dein Hund erleben musstet. Sowas ist ein echter Schock und man kann so gut wie gar nichts tun. Mir ist vor 4 Jahren ziemlich genau das gleiche passiert: zwei Hund attackieren frei meinen angeleinten, Besitzer nicht in Sicht, meiner hat auch 17 Kilo und ich habe ihn auch hochgehoben. Ich habe aber im Gegensatz zu dir nichts abbekommen und bei mir war es ein Arbeitskollege, der mich anschrie, ich solle ihn ablehnen, damit er sich „unterwerfen“ kann. Ich bin ein People Pleaser, aber da habe ich mir nichts sagen lassen, keine 2 Meter daneben war die Hauptstraße inkl. Autobahn Auffahrt. Mein Aiden wäre vor Angst auf die Straße gerannt. Du hast alles getan was du konntest, dein Hund lebt noch, also lass dir nichts anderes sagen. Und ich hoffe auch, dass das ein Nachspiel für die Besitzer hat.
Zumal vielen Hunden absolut egal ist, ob der Hund sich unterwirft. Vor allem wenn die so attackierend auf einen zu stürmen.
 
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Michaela
23. Juli 17:06
Obwohl ich grundsätzlich glaube zu verstehen was du meinst, finde ich, dass du zwei Dinge vermischt. Natürlich kann man im Nachhinein über alternative Handlungsmöglichkeiten sprechen. Aber das setzt voraus, dass überhaupt noch Handlungsspielraum bestand. Nach der Schilderung war die Situation bereits massiv eskaliert. Da gab es keine „normale“ Konfliktsituation. Zu sagen, die Geschädigte hätte “richtiger” handeln müssen, halte ich für problematisch. In einer akuten Angriffssituation reagieren Menschen unter enormem Stress und versuchen in erster Linie, ihren Hund zu schützen. Die Verantwortung dafür, dass es überhaupt zu dieser Situation kam, liegt bei den Haltern der angreifenden Hunde. Im Nachhinein theoretische Alternativen zu diskutieren, ist etwas anderes, als dem Opfer Mitverantwortung zuzuschreiben.
So sehe ich das auch. Du sprichst mir aus der Seele 🙏🏻.
 
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Mel und
23. Juli 17:07
Das führe ich immer mit mir wenn ich mit Gizmo Gassi gehe. Personal Guard System mit starker Taschenlampe und Pfeffergel Kartusche. Zur Tierabwehr, keine Waffenscheinpflicht. Gizmo ist schon mehrfach angegriffen worden.
Wie soll man in einem Knäuel aus kämpfenden Hunden bitte gezielt nur den fremden Hund treffen?

Im schlimmsten Fall vernebelt man sich selbst die Sicht oder trifft den eigenen Hund mitten ins Gesicht. In einer echten Beißerei ist sowas doch völlig ungeeignet und macht alles nur noch schlimmer.

Edit: Abgesehen vom praktischen Nutzen..Wenn man mit so einem Teil im Park hantiert, sieht das für einen Außenstehenden aus der Ferne vielleicht erst einmal aus wie eine echte Pistole. Damit löst man doch bei Passanten richtig Panik aus oder hat ruckzuck die Polizei am Hals, weil jemand meint, da läuft jemand bewaffnet rum..?!
 
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Michaela
23. Juli 17:08
Was geht denn hier jetzt ab? Da greifen zwei Hunde an, verletzen Mensch und Tier und nun wird das als ,,weniger" schlimm abgestempelt? Sorry aber wenn Hunde Menschen im Gesicht verletzen spielt es keine Rolle wie schwer die Verletzungen sind. Es ist und bleibt ein no go das absolut null schöngeredet werden darf.
Danke 🙏🏻
 
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Nadine
23. Juli 17:09
Und was soll das jetzt heißen? Ist ja nicht schlimm? Ich verstehe den Sinn, warum du das hier schreibst, überhaupt nicht. Man könnte ja mit den Opfern Mitleid haben, aber nein... Der Täter wird verteidigt. Bist du mit ihm verwand? Ansonsten wüsste ich nicht, warum man so schreibt.
Also da die Hunde schon Hemmungen verloren haben, kann es sein, dass es beim nächsten mal denjenigen Hund oder Menschen noch schlimmer trifft! Also bitte, die Hunde haben dennoch gebissen, das ist ernst zu nehmen! Man siejt deutschliche Wunden und der Rücken vom Hund ist voll mit Blutvergüssen. Das kann richtig weh tun und wer weiß, wie stark geprellt alles ist.
 
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Annette
23. Juli 17:12
Wie soll man in einem Knäuel aus kämpfenden Hunden bitte gezielt nur den fremden Hund treffen? Im schlimmsten Fall vernebelt man sich selbst die Sicht oder trifft den eigenen Hund mitten ins Gesicht. In einer echten Beißerei ist sowas doch völlig ungeeignet und macht alles nur noch schlimmer. Edit: Abgesehen vom praktischen Nutzen..Wenn man mit so einem Teil im Park hantiert, sieht das für einen Außenstehenden aus der Ferne vielleicht erst einmal aus wie eine echte Pistole. Damit löst man doch bei Passanten richtig Panik aus oder hat ruckzuck die Polizei am Hals, weil jemand meint, da läuft jemand bewaffnet rum..?!
Keine Wolke sondern ein ballistischer Strahl. Meistens brauche ich das nur in die Hand nehmen dann ist der Hund ganz schnell angeleint.
 
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Gabriele
23. Juli 17:13
Was für mich hier wirklich erschreckend ist, ist dass die Opfer hier noch Schuld bekommen. Es gibt hier so tolle Leute, sicherlich alles Ärzte und kompetente Hundetrainer, die alles besser wissen: hat der Hund „richtig“ zugebissen, warum wurde nicht abgeleint, wieso wurde die Körpersprache nicht gelesen usw. Ja, geht’s noch? Hier ist jemand angegriffen worden und hat automatisch und reflexartig gehandelt. Jetzt kommen hier so Superschlaue und sagen, was alles falsch gemacht wurde. Ganz ehrlich, meiner Meinung nach, NICHTS! Biggi hat ihren Hund geschützt und das hätte ich auch getan (habe ich schon mal). Und nur, weil beide nicht schwer genug verletzt worden sind, war das was? Spielen? Hier läuft etwas grundlegend falsch!
Biggi, ich wünsche Euch alles Gute, und dass Ihr das Erlebte bald verarbeitet haben werdet!