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Andrea
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 234
zuletzt 26. Jan.

Habt ihr Angst vor dem Wolf?

Mittlerweile soll es in deutschen Wäldern um die 2000 Wölfe geben. Tendenz steigend um 30% jährlich. Habt ihr eigentlich keine Angst wenn ihr im Wald spazieren geht.
 
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wolf
24. Jan. 08:31
Ich bin sehr fasziniert von Wölfen, was nicht automatisch bedeutet , dass ich keine Angst hätte. Ich kann sehr gut verstehen, dass jemand der nah am Wald wohnt in dem Wölfe angesiedelt sind ein ungutes Gefühl beim Spaziergang im Wald hat. Und Angst ist ein Gefühl, welches man nicht an- oder ausschalten kann. Versuchen, nicht alleine im Wald zu sein ist ein netter Rat, aber wenn du nur Wald um dich rum hast, nicht ständig jemanden als Begleitung zur Verfügung hast und deine Spaziergänge nunmal tagtäglich durch den Wald führen, dann ist der Rat eben doch nicht hilfreich. Ich persönlich wohne in keinem Wolfsgebiet, und habe daher aktuell keine Angst. Mir geht es eher darum, hier mal klar zu machen, dass nicht jeder, der Angst vor dem Wolf hat, gleich dem Wolf seine Daseinsberechtigung streitig macht, und vielleicht sogar Wolfsfan sein kann.
Ich denke, Angst ist ein starkes Wort, und man muß sich überlegen, ob es das Gefühl richtig beschreibt. Als mir ein Wolf gegenüber war, hatte ich auch ein mulmiges Gefühl. Wenn ich mit dem Hund unterwegs bin und Hinweise auf einen Wolf bemerkt habe, bin ich extra vorsichtig oder gehe vlt auch wieder zurück.
Aber hier klingt es nach einer tiefsitzenden Angst, und die führt bei einigen Menschen auch dazu, daß sie den Abschuss fordern. Auch wenn die Angst keinen realen Anlaß haben braucht und in Relation zu anderen Faktoren nicht sein muß. Aber immer wieder so eine Angst zu erleben, wirkt sich auf Psyche und Körper aus und man darf sie nicht unterschätzen und sollte etwas unternehmen, um sie nicht zu oft zu erleben. Ich denke daher schon, daß man die Angst vor Wölfen nicht kleinreden oder lächerlich machen darf.
 
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Ivonne
24. Jan. 08:33
Terrestrische Tollwut gilt in Deutschland als ausgerottet, also ist das auch bei Füchsen keine primäre Angst, die man haben muß. https://verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/tiergesundheit/aktuelles-thema/tollwut-rabies
Aber das wissen die wenigsten. Ich gehörte bis eben dazu. Eingedämmt ja, ausgerottet wußte ich nicht
Allerdings nur weil es bei uns zur Zeit ausgerottet ist, heißt das ja nicht, das es nie wieder aufflackern wird. Aber das sind ungelegte Eier...und solang meine Hunde eine aktive TollwutImpfung hat, wären wir ja eh überwiegend safe
 
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wolf
24. Jan. 08:35
Warum reiten eigentlich alle auf dem Wald herum? Mir sind auf unseren Feldern und in den Feuchtwiesen auch schon Wölfe begegnet, da brauchte ich noch nicht mal im Wald sein. Wenn ich Angst hätte, dann müsste ich die hier überall haben.
Wahrscheinlich, weil der Wald mit seinen Schatten und der eingeschränkten Sicht immer noch tief als Ort der Gefahren und Geheimnisse wahrgenommen wird. Auf Feldern hat man weite Sicht und fühlt sich daher allgemein sicherer.
 
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wolf
24. Jan. 08:41
Aber das wissen die wenigsten. Ich gehörte bis eben dazu. Eingedämmt ja, ausgerottet wußte ich nicht Allerdings nur weil es bei uns zur Zeit ausgerottet ist, heißt das ja nicht, das es nie wieder aufflackern wird. Aber das sind ungelegte Eier...und solang meine Hunde eine aktive TollwutImpfung hat, wären wir ja eh überwiegend safe
Natürlich, es heiß auch nicht, daß man sich nun auf Füchse zu kuscheln stürzen sollte oder auf die Tollwutimpfung beim Hund verzichten darf. Fledermäuse etc können weiterhin Tollwut übertragen. Aber es zeigt auch, daß Informationen und Aufklärung ein gutes Mittel sind, um Ängste auszuräumen. Kann aber auch welche aufbauen. Wovor ich hier wirklich Sorge habe, da reales Risiko, sind Zecken. In meiner Region kamen FSME Risikogebiete dazu. Die stellen ein tatsächliches Risiko für Mensch und Hund dar. Jede Woche behandeln die Tierärzte Hunde hier gegen Babesien.
 
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Jochen
24. Jan. 08:45
Aber das wissen die wenigsten. Ich gehörte bis eben dazu. Eingedämmt ja, ausgerottet wußte ich nicht Allerdings nur weil es bei uns zur Zeit ausgerottet ist, heißt das ja nicht, das es nie wieder aufflackern wird. Aber das sind ungelegte Eier...und solang meine Hunde eine aktive TollwutImpfung hat, wären wir ja eh überwiegend safe
Das ist auch gut so. Und Fledermäuse können deinen Hund immer noch infizieren.

Ich habe keine Angst vor Wölfen, hier wurden allerdings auch noch keine gesichtet.
Ich denke, das wird sich eh bald erledigt haben, wenn unsere Jagdgesellschaft mal aktiviert ist.
 
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Ivonne
24. Jan. 08:53
Natürlich, es heiß auch nicht, daß man sich nun auf Füchse zu kuscheln stürzen sollte oder auf die Tollwutimpfung beim Hund verzichten darf. Fledermäuse etc können weiterhin Tollwut übertragen. Aber es zeigt auch, daß Informationen und Aufklärung ein gutes Mittel sind, um Ängste auszuräumen. Kann aber auch welche aufbauen. Wovor ich hier wirklich Sorge habe, da reales Risiko, sind Zecken. In meiner Region kamen FSME Risikogebiete dazu. Die stellen ein tatsächliches Risiko für Mensch und Hund dar. Jede Woche behandeln die Tierärzte Hunde hier gegen Babesien.
Das ist schlimm..zum Glück lässt sich Babesiose besser behandeln als Ehrlichiose etc. Ich halte Zecken auch für eine große Gefahr!
 
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Ivonne
24. Jan. 08:54
Das ist auch gut so. Und Fledermäuse können deinen Hund immer noch infizieren. Ich habe keine Angst vor Wölfen, hier wurden allerdings auch noch keine gesichtet. Ich denke, das wird sich eh bald erledigt haben, wenn unsere Jagdgesellschaft mal aktiviert ist.
Ich hoffe nicht...man kann nicht immer alles abknallen, was man fürchtet oder nicht mag.
 
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wolf
24. Jan. 08:58
Aber das wissen die wenigsten. Ich gehörte bis eben dazu. Eingedämmt ja, ausgerottet wußte ich nicht Allerdings nur weil es bei uns zur Zeit ausgerottet ist, heißt das ja nicht, das es nie wieder aufflackern wird. Aber das sind ungelegte Eier...und solang meine Hunde eine aktive TollwutImpfung hat, wären wir ja eh überwiegend safe
Tollwut ist einer der Hauptfaktoren, daß Wölfe Menschen angreifen. Das sieht man auch in der NINA Studie. Dieser Faktor greift in Deutschland nicht mehr. Daher gab es vor der Ausrottung des Wolfes mehr Angriffe, aber nicht mehr, seitdem er nun zurückkehrt ist.
 
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Ivonne
24. Jan. 09:09
Tollwut ist einer der Hauptfaktoren, daß Wölfe Menschen angreifen. Das sieht man auch in der NINA Studie. Dieser Faktor greift in Deutschland nicht mehr. Daher gab es vor der Ausrottung des Wolfes mehr Angriffe, aber nicht mehr, seitdem er nun zurückkehrt ist.
Ich denke wir müssen uns einfach gewöhnen..in 10 Jahren wird es kein Thema mehr sein, das sie bei uns wohnen.

"Unser" Wolf kommt jedes Jahr im Winter vorbei seit drei Jahren. Unsere Pferde waren im ersten Jahr teilweise panisch, immer in Achtsamkeit..mittlerweile hält nur noch einer Wache und alle anderen schlafen. Also nicht das normale wachen/schlafen, was eine Herde macht, das ist ja normal, sondern die Wache steht dem Wald zugewandt ,Ohren in die Richtung.
Ich meine, wenn es uns Fluchttiere vormachen..dann sollten wir es doch auch schaffen uns zu gewöhnen!
 
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Tim
24. Jan. 09:11
Wildschweine oder "unsoziale" freilaufende Hunde(so habe ich überhaupt nichts dagegen wenn Hunde sich ohne Leine begegnen können) erachte ich als deutlich größere Gefahr für Konflikte mit Verletzungen.