Ich finde es übrigens völlig unpassend, anderen ihre Ängste abzusprechen. Hier in diesem Thread geht es doch um die Frage „Habt ihr Angst?“ – und nicht darum, ob diese Ängste von anderen als berechtigt eingestuft werden.
Ich denke, hier muß ich differenziert antworten. Man muß das subjektive Erleben einer Angst ernst nehmen und darf es nicht kleinreden. Man kann nicht das Erleben anderer beurteilen, und permanente Angst wird sich auf Psyche und Körper auswirken. Das muß ernst genommen und auch respektiert werden.
Aber es gibt reale, begründete Ängste und es gibt Ängste, die keinen realen Grund haben. Hier kann es helfen, rational durch Aufklärung und Verständnis dieser Angst entgegenzuwirken.
Es passiert aber leider oft, dass solche irrationale Ängste überbewertet werden und Konsequenzen in der realen Welt aufgrund eines subjektiven Erlebens gefordert werden. Im Extrem zum Beispiel daß gefordert wird, Wölfe wieder aus Deutschland zu verdrängen, weil man Angst vor Angriffen hat. Gegeben, dass es in Deutschland in den 26 Jahren seit Rückkehr der Wölfe keinen Angriff auf Menschen gegeben hat, kann man wohl mit gutem Grund feststellen, daß diese Angst unbegründet und irrational ist. Wenn man dann noch feststellt, daß viele Wolfsangriffe auf Tollwut zurückzuführen waren und sind und das Tollwutrisiko in Deutschland nur noch marginal ist, kann man das zusätzlich noch untermauern. Wenn dennoch jemand Angst vor Wölfen hat und diese nicht bei sich in der Natur haben möchte, dann muss man konsequenterweise sagen, daß solche Personen nichts in der Natur zu suchen haben und sich besser nach bewachten Parkanlagen umsehen.