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Andrea
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Anzahl der Antworten 234
zuletzt 26. Jan.

Habt ihr Angst vor dem Wolf?

Mittlerweile soll es in deutschen Wäldern um die 2000 Wölfe geben. Tendenz steigend um 30% jährlich. Habt ihr eigentlich keine Angst wenn ihr im Wald spazieren geht.
 
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Mel und
24. Jan. 12:08
Wir leben seit etwa einem halben Jahr in einem Wolfsgebiet und sind täglich im Wald unterwegs. Persönlich habe ich keine Angst, halte meinen Hund dort aber grundsätzlich an der Leine.

Zusätzlich handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, in dem großflächig Maschendrahtzäune errichtet wurden. Diese trennen die Wege vom angrenzenden Wald, was ich sehr sinnvoll finde. Zwar sind die Zäune nicht überall vorhanden, aber doch weitgehend flächendeckend. So wird verhindert, dass freilaufende Hunde auf die Idee kommen, Wild zu jagen.
 
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Andrea
24. Jan. 12:08
Informiere dich mal gründlich bezüglich Wölfe aus wissenschaftlichen Quellen....wen das wirklich die auch die "Angst vor Wölfen" verliehren....In ausgewiesenen Wolfgebieten den Hund einfach an die Leine nehmen, das bringt (den Hund nicht um). 🤗 Es ist übrigens um zig faches wahrscheinlucher das dein Hjnd von einem.snderen Hund angegeiffen wird, von 3inem Fahrzeug angefahren oder das er einn Giftköder frisst etc...als von Wolf/Wölfen angegriffen zu werden. Also dürftest eigentlich gar nicht mehr mit deinem Hund raus aus sorge um ihn. Es gab einzelne fälle wo ein Hunden von Wolf angegriffen/getöter wurde aber das waren alles entweder Jaghunde oder "jagd-ambitionierte" Hunde die ohne Leine unterwegs waren und in ein Wolfrevier gerieten... ❕️Es werden übrigens nicht wenige Jagdhunde in Wolfreien Gebieten währd der Jagd verletzt/angegriffen .....nur wird das eben nicht an die öffentlichkeit gezerrt....❕️
Gehts noch?
 
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Mel und
24. Jan. 12:15
Ich finde es übrigens völlig unpassend, anderen ihre Ängste abzusprechen. Hier in diesem Thread geht es doch um die Frage „Habt ihr Angst?“ – und nicht darum, ob diese Ängste von anderen als berechtigt eingestuft werden.
 
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Arinka
24. Jan. 12:16
Meiner Meinung nach ist es eine romantische Vorstellung, im Einklang mit dem Wolf in unserer mittlerweile dicht besiedelten Gegend zu leben.

Artgerechte Weidetierhaltung will man schon. Und nein, man kann auf den Almen nicht einzäunen. HSH dort zu halten, ist auch nicht umsetzbar.

Ich werde zudem nicht mit meinem Hund in ein Wohngebiet fahren, um Gassi zu gehen, da ich total außerhalb am Wald wohne ;-)
Nichts desto trotz habe ich noch keine Angst wegen der paar Einzeltiere, die durch ziehen.
 
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Andrea
24. Jan. 12:23
Die gezielte Entnahme bezieht sich auf Einzeltiere, die auffällig geworden sind. Das ist ein riesiger Aufwand, rauszufinden, welcher Wolf jetzt genau betroffen ist. Was mir vorschwebt, ist eher eine gezielte Bejagung, mit einer geringen Pfote. So dass man die Rudel insgesamt von den Siedlungen weg treibt. Ähnlich wie beim Rotwild, wo Zonen ausgeschrieben sind, in den Rotwild erlaubt ist, Zonen, in denen das Durchziehen erlaubt ist und Zonen in denen Rotwild konsequent geschossen wird. Das könnte man mit Wölfen auch so handhaben, dass man Zonen schafft, in denen Wölfe nur in Ausnahmen bejagt werden dürfen, Zonen in denen Wölfe nur begrenzt gejagt werden dürfen und Zonen in den Wölfe rigoros gejagt werden. Selbstverständlich mit einem guten Monitoring und mit besser zusammenhängenden Flächen als beim Rotwild. Stichwort Habitat Fragmentierung, das Problem haben wir beim Rotwild, das müssen wir beim Wolf nicht forcieren. Ich bin kein Fan davon, wie die Jagd entweder durch Jäger reguliert wird, oder durch Jagd Gegner. Beides sind keine guten Berater. Vielen schwebt beim Wolf ein natürliches Gleichgewicht vor. Das Problem ist, dass wir nicht in einer natürlichen Umgebung leben. Und gerade in (dicht) besiedelten Bereichen, ist der Konflikt zwischen Mensch und Wolf vorprogrammiert. Deswegen muss man da besonders eingreifen. Gleichzeitig bin ich absolut dafür, naturnahe Bereiche zu schaffen, in denen der Wolf auch natürlich leben darf.
Außerdem gibt es einen Riesenunterschied ob man in der Stadt wohnt oder in einem waldnahen Gebiet. Bei uns laufen Füchse Nutias Fischreiher Enten Eichhörnchen ect. im Garten herum. Ehrlich den Wolf hätte ich nicht gebraucht. Der Wald ist 200m entfernt. Du läufst 10 Min und bist mitten im Wald.
 
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wolf
24. Jan. 12:23
Die gezielte Entnahme bezieht sich auf Einzeltiere, die auffällig geworden sind. Das ist ein riesiger Aufwand, rauszufinden, welcher Wolf jetzt genau betroffen ist. Was mir vorschwebt, ist eher eine gezielte Bejagung, mit einer geringen Pfote. So dass man die Rudel insgesamt von den Siedlungen weg treibt. Ähnlich wie beim Rotwild, wo Zonen ausgeschrieben sind, in den Rotwild erlaubt ist, Zonen, in denen das Durchziehen erlaubt ist und Zonen in denen Rotwild konsequent geschossen wird. Das könnte man mit Wölfen auch so handhaben, dass man Zonen schafft, in denen Wölfe nur in Ausnahmen bejagt werden dürfen, Zonen in denen Wölfe nur begrenzt gejagt werden dürfen und Zonen in den Wölfe rigoros gejagt werden. Selbstverständlich mit einem guten Monitoring und mit besser zusammenhängenden Flächen als beim Rotwild. Stichwort Habitat Fragmentierung, das Problem haben wir beim Rotwild, das müssen wir beim Wolf nicht forcieren. Ich bin kein Fan davon, wie die Jagd entweder durch Jäger reguliert wird, oder durch Jagd Gegner. Beides sind keine guten Berater. Vielen schwebt beim Wolf ein natürliches Gleichgewicht vor. Das Problem ist, dass wir nicht in einer natürlichen Umgebung leben. Und gerade in (dicht) besiedelten Bereichen, ist der Konflikt zwischen Mensch und Wolf vorprogrammiert. Deswegen muss man da besonders eingreifen. Gleichzeitig bin ich absolut dafür, naturnahe Bereiche zu schaffen, in denen der Wolf auch natürlich leben darf.
Weicht etwas ab vom Thema. Der Jagd voran geht, daß Wölfe keinerlei Anreize haben, in Siedlungsnähe zu kommen, also zu verhindern, daß sie ihr natürliches Verhalten verlieren und an Menschen habituieren, also gar nicht erst Problemwölfe und -rudel entstehen lassen. Hier muß zuerst auf konsequenten Herdenschutz gesetzt werden. Der hat sich in verschiedenen Regionen bewährt und gezeigt, daß weniger Weidetierrisse erfolgen, selbst wenn die Wolfspopulation größer wird. Im Gegenzug wurde in Frankreich festgestellt, daß eine Bejagung tatsächlich das Problem vergrößert hatte.
Zonen von rigoroser Bejagung halte ich aus vielen Gründen für eine sehr schlechte Idee. Nicht nur, dass es Rudelstrukturen stören wird und so zu mehr Problemen führt, ich fürchte auch, daß es dann öfter Hunde treffen wird.
Der Wolf hat sich in Deutschland inzwischen gut an die "Kulturlandschaft" in Deutschland angepasst. Aber deren Fragmentierterung zusammen mit der Mobilität lässt sich kaum mit einem Konzept unterschiedlicher Zonen vereinbaren. Bei dem Wild wurde die eingeschränkte Mobilität ja auch eher als Problem wegen verstärkten Wildfrass gesehen und es als positiver Einfluß der Präsenz von Wölfen gesehen, daß Wild sich wieder mehr bewegt.
Ich fürchte, daß Jäger nur sehr eingeschränkt und gezielt eingreifen sollten, da sie sonst Probleme hervorrufen oder verstärken.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ddi.13789

https://www.nature.com/articles/s41437-021-00429-6

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11494153/
 
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Andrea
24. Jan. 12:24
Wir leben seit etwa einem halben Jahr in einem Wolfsgebiet und sind täglich im Wald unterwegs. Persönlich habe ich keine Angst, halte meinen Hund dort aber grundsätzlich an der Leine. Zusätzlich handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, in dem großflächig Maschendrahtzäune errichtet wurden. Diese trennen die Wege vom angrenzenden Wald, was ich sehr sinnvoll finde. Zwar sind die Zäune nicht überall vorhanden, aber doch weitgehend flächendeckend. So wird verhindert, dass freilaufende Hunde auf die Idee kommen, Wild zu jagen.
Das würde ich auch begrüßen.
 
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wolf
24. Jan. 12:37
Außerdem gibt es einen Riesenunterschied ob man in der Stadt wohnt oder in einem waldnahen Gebiet. Bei uns laufen Füchse Nutias Fischreiher Enten Eichhörnchen ect. im Garten herum. Ehrlich den Wolf hätte ich nicht gebraucht. Der Wald ist 200m entfernt. Du läufst 10 Min und bist mitten im Wald.
Wir leben in Deutschland doch recht sicher und komfortabel, Gefahren in der Wildnis gibt es hier doch wenige. Ich hatte in Tennessee gelebt. Dort habe ich Koyoten auf dem Parklplatz vor meinem Haus gehabt, Schwarzbären sind durch die Siedlungen marschiert und ein Berglöwe hat bei einer Radtour meinen Weg gekreuzt. Aber schlimmer als diese Großraubtiere waren die Schlangen. Man verlässt nicht die Wege im Wald, da Gefahr besteht, dass man eine Copperhead aufschreckt, am Wasser muss man sich vor der Cottonmouth in Acht nehmen. Ich wusste nicht, daß Klapperschlangen fast zwei Meter werden können, bis ich fast mit dem Rad über den Kopf einer Diamondback gefahren bin, die sich auf der Straße sonnte. Hier haben die Menschen verlernt, mit den Gefahren der Natur umzugehen, möchte sie lieber gar nicht haben. Das trifft nun den Wolf, aber er wird als Gefahr hochgespielt. Ich finde aber leider traurig, wenn Menschen aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus die Natur eindämmen und so nachhaltig zerstören wollen.
Wer am Wald lebt, muß halt Wildtiere akzeptieren, wer in der Stadt lebt muß mit Lärm und vielen recht heterogenen Menschen umgehen.
 
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Ivonne
24. Jan. 12:41
Meiner Meinung nach ist es eine romantische Vorstellung, im Einklang mit dem Wolf in unserer mittlerweile dicht besiedelten Gegend zu leben. Artgerechte Weidetierhaltung will man schon. Und nein, man kann auf den Almen nicht einzäunen. HSH dort zu halten, ist auch nicht umsetzbar. Ich werde zudem nicht mit meinem Hund in ein Wohngebiet fahren, um Gassi zu gehen, da ich total außerhalb am Wald wohne ;-) Nichts desto trotz habe ich noch keine Angst wegen der paar Einzeltiere, die durch ziehen.
Warum sind HSHs nicht umsetzbar? (Keine Kritik, ehrlich gemeinte Frage)
 
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Leon
24. Jan. 12:42
Das würde ich auch begrüßen.
Freilaufende Hunde müssen jederzeit abrufbar sein ansonsten gehören sie an die Leine❣️