2 Hunde hatte ich von Züchter (eingetragen, keine Vermehrer), einen hatte ich vom Tierschutz als Pflegehund der dann blieb, ja ich bin ein Pflegestellenversager, und der Rest alle Second Hand von Privat.
Allerdings nicht über Anzeigen sondern aus dem Bekanntenkreis und Umfeld, auch mal echt kuriose Fälle.
Neuzugang Buddy (8) z.B. kam seit über 5 Jahren regelmäßig zum Hundesitting, Hund von einem Freund und Kollegen meines Mannes. Umstände änderten sich, er konnte den Hund nicht behalten, Buddy zog dann hier ein.
Oder Bilbo, kam ein paar Wochen zum Hundesitting, sie war total überfordert, hatte ihn als Wohnungsdeko gekauft. Hund konnte und kannte nix, war völlig außer Kontrolle, Angstagression usw. Sie wurde schwanger, Hund musste weg, also übernahmen wir ihn, uns kannte er schon, er war ganz dicke mit Kola und Tasha, super Entscheidung.
Ich habe eine Neigung für verkorkste Hunde, angebliche Problemhunde und solche nehme ich dann gerne auf und arbeite mit denen. Und das sind nun mal oft Hunde die abgegeben werden, denn Abgabegrund ist in vielen Fällen Unfähigkeit. Natürlich gibt es viele andere auch nicht selbstverschuldete Gründe.
Ich persönlich würde mich nicht scheuen auch in Anzeigen nach Abgabehunden zu gucken. Als hier durch den Gang über die Regenbogenbrücke ein Platz und damit Ressourcen frei wurden habe ich auch über Anzeigen nach dem nächsten verkorksten Hund gesucht aber dann zog Buddy hier ein.
Ich denke wenn es passt, das Herz an einem Hund verloren wurde ist es doch fast egal wo er her kommt.
Klar, Vermehrer, Autobahnwelpen und all das in diese Richtung finde ich nicht gut wenn man das unterstützt, denn dann wird es nie besser werden.
Ich verstehe aber auch durchaus wenn man doch an so jemanden gerät, dass das Herz weich wird und man versucht den Hund zu retten. Der Kopf sagt nein, ich sollte es nicht unterstützen und das Herz sagt beim Anblick von Hund ja, das ist der richtige. Schwer dann nicht auf das Herz zu hören.
Wir gehen so ein bisschen in die Richtung „was zusammen gehört findet zusammen“. Daher wird bei uns nicht wirklich gesucht sondern es fällt dann ein Hund auf irgendwelchen Wegen uns zu. Wenn dann alles passt, vor allem die Chemie zwischen den Hunden, das ist die einzigste Grundvoraussetzung bei uns, dann wird der Hund aufgenommen. An allen anderen Problemen die Hundi mitbringt wird dann gearbeitet.
So hatten wir schon Panikattacken, traumatisierte Hunde, Angstaggression, verwahrlost und bissig, nicht stubenrein zu bekommen, Chaoshund der alles kaputt macht usw.
Und aus allen sind tolle Hunde geworden. Naja, eigentlich ist jeder Hund toll, also sagen wir mal problemfreie oder problemfreiere Hunde geworden.
Ich denke wenn man einen Second Hand aufnimmt, egal ob aus dem Umfeld oder über Anzeigen, dann ist es ein Hund weniger der im Tierheim landet und das ist eine gute Sache. Zum einen sind die Tierheime eh überlastet und egal wie sehr sich die Tierheimangestellten bemühen, es ist kein eigenes Zuhause für den Hund. Daher finde ich ist es auch eine gute Sache, wenn man dem Hund das ersparen kann.