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Steffi
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zuletzt 26. Jan.

Gibt es hier noch weitere Halter von "Second-Hand" Hunden von Privat?

Ich hoffe ich löse jetzt keine Kontroverse aus, aber ich bin auch ein wenig neugierig. Es wird ja viel geschrieben von Tierschutz-Hunden oder Hunden direkt vom Züchter o.ä. Aber das Hundebesitzer eben über Hunde von privat sprechen sehe ich kaum. Ich habe auch den Eindruck es ist verpönt. Weil Hunde auf Kleinanzeigen ein kontroverses Thema ist, das weiß ich. Ich sag es mal bei mir wie es ist. Meine Beiden Hunde sind sogenannte „Second-Hand“ Hunde von privat. Ich habe beide damals in Kleinanzeigen gefunden, 1 Jahr alt und auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Beide waren Roh-Diamanten. Sie kannten zwar das Familienleben, Stubenreinheit und das alleine sein, aber das war es dann auch schon. Das war mir aber bewusst (auch wenn die Ex-Halter das natürlich nicht so dargestellt haben…nur durch die richtigen Fragen indirekt 😉) Ich würde es aber ehrlich gesagt immer wieder so machen. Ja, diese Hunde kosten natürlich auch viel Arbeit, aber ich sehe auch deutliche Vorteile. Gibt es hier also noch andere Halter die sich auch bewusst einen erwachsenen oder Junghund von privat geholt haben? Was waren eure Gründe? Ich würde mich über einen Austausch freuen…bis jetzt habe ich noch niemanden kennengelernt, der seine Hunde ebenfalls von privat hat.
 
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Dogorama-Mitglied
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22. Jan. 14:14
Hallo Steffi, unser Olli ist auch von Privat. Er hatte bereits zwei Vorbesitzer. Ein Hund vom Züchter wäre für uns nicht in Frage gekommen und im Tierheim haben wir keine guten Erfahrungen gemacht.
Warum sollte man nicht auch einen Hund von Privat übernehmen, wenn die Vorbesitzer ihn nicht mehr halten können oder wollen?
So kann man ihm die Erfahrung Tierheim doch ersparen.
Und, dass wir unseren Olli nicht mehr hergeben würden ist ja wohl klar. 😊
 
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Dogorama-Mitglied
22. Jan. 14:14
Hallo Steffi, unser Olli ist auch von Privat. Er hatte bereits zwei Vorbesitzer. Ein Hund vom Züchter wäre für uns nicht in Frage gekommen und im Tierheim haben wir keine guten Erfahrungen gemacht.
Warum sollte man nicht auch einen Hund von Privat übernehmen, wenn die Vorbesitzer ihn nicht mehr halten können oder wollen?
So kann man ihm die Erfahrung Tierheim doch ersparen.
Und, dass wir unseren Olli nicht mehr hergeben würden ist ja wohl klar. 😊
 
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Steffi
22. Jan. 14:25
Hallo Steffi, unser Olli ist auch von Privat. Er hatte bereits zwei Vorbesitzer. Ein Hund vom Züchter wäre für uns nicht in Frage gekommen und im Tierheim haben wir keine guten Erfahrungen gemacht. Warum sollte man nicht auch einen Hund von Privat übernehmen, wenn die Vorbesitzer ihn nicht mehr halten können oder wollen? So kann man ihm die Erfahrung Tierheim doch ersparen. Und, dass wir unseren Olli nicht mehr hergeben würden ist ja wohl klar. 😊
Ja, so was es bei uns ähnlich. Ein Welpe hätte nicht in unsere Lebenssituation gepasst.

Vor dem Handling eines ehemaligen Shelter/Straßenhundes hatte ich ebenfalls eher Sorge ob wir diesem gerecht werden könnten.

Zudem haben viele Tierheime hohe Auflagen zur Vermittlung und dadurch, dass ich nunmal Berufstätig bin , Hatte ich auch so meine Zweifel ob ich überhaupt einen Hund bekommen würde…

Von privat kann man selbst entscheiden ob man diesem Hund gerecht werden kann oder nicht. Diese Freiheit finde ich für uns eigentlich ganz ideal.
 
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Chloe
22. Jan. 14:30
Unser "alter" Hund war so ein Hund von privat, allerdings haben wir ihn nicht auf Kleinanzeigen gefunden, sondern meine Friseurin hat mir erzählt dass ihre Nachbarn mit ihrem Tierschutzhund nicht klar kommen und den wieder abgeben wollten. Vom Photo war das eindeutig ein Vizsla(-Mix) und ich habe eine riesige Schwäche für die Rasse... Drei Tage später war Billy bei uns Zuhause und war 5 Jahre lang unser bester Freund. Nur ableinen konnte ich ihn nie weil er so einen starken Jagdinstinkt hatte, aber naja, kein Hund ist ein Roboter.
 
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Katja
22. Jan. 14:39
Wenn wir damals die Gelegenheit gehabt hätten, wär‘s vielleicht auch in Frage gekommen… wobei ich denke, dass man das nicht unbedingt als Ersthundehalter, wie wir es damals waren, machen sollte: Wir waren sehr froh über die Einschätzung unserer spanischen Polli von der Pflegefamilie, d.h. Hunde-Erfahrenen. Und die haben uns ja auch „auf den Zahn gefühlt“ und festgestellt „könnte gut passen“.
Sowas fällt ja von privat weg, im Zweifel möchte/muss derjenige den Hund halt sogar schnell loswerden. Da muss man dann selber einschätzen, was das für ein Hund ist und ob das passt bzw. irgendwann passen könnte.

Schwierig find ich an der Stelle dass Thema „Vermehrer“. Das ist, glaub ich echt nicht einfach, die wirklich zu erkennen.
Bei uns in der Nachbarschaft ist auch einer, der seinen Rüden regelmäßig die Hündin decken lässt. Inzwischen ist das halbe Viertel mit demselben Typ Hund „versorgt“. Die Nachlömmlinge machen mir einen so semi-sozialisierten Eindruck… tw. (Und je nach neuem Besitzer) nicht ganz unproblematisch, da das doch recht große Modelle sind, die eher recht territorial unterwegs sind. Und etliches, was im Welpenalter fehlt, kann man ja auch später nicht mehr „reparieren“.
Sowas würde ich definitiv nicht unterstützen wollen…

Denke, man sollte von privat nochmal deutlich misstrauischer sein und sich auf alle Fälle jemanden mitnehmen, der nicht die rosarote Brille aufhat.
 
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Steffi
22. Jan. 15:11
Wenn wir damals die Gelegenheit gehabt hätten, wär‘s vielleicht auch in Frage gekommen… wobei ich denke, dass man das nicht unbedingt als Ersthundehalter, wie wir es damals waren, machen sollte: Wir waren sehr froh über die Einschätzung unserer spanischen Polli von der Pflegefamilie, d.h. Hunde-Erfahrenen. Und die haben uns ja auch „auf den Zahn gefühlt“ und festgestellt „könnte gut passen“. Sowas fällt ja von privat weg, im Zweifel möchte/muss derjenige den Hund halt sogar schnell loswerden. Da muss man dann selber einschätzen, was das für ein Hund ist und ob das passt bzw. irgendwann passen könnte. Schwierig find ich an der Stelle dass Thema „Vermehrer“. Das ist, glaub ich echt nicht einfach, die wirklich zu erkennen. Bei uns in der Nachbarschaft ist auch einer, der seinen Rüden regelmäßig die Hündin decken lässt. Inzwischen ist das halbe Viertel mit demselben Typ Hund „versorgt“. Die Nachlömmlinge machen mir einen so semi-sozialisierten Eindruck… tw. (Und je nach neuem Besitzer) nicht ganz unproblematisch, da das doch recht große Modelle sind, die eher recht territorial unterwegs sind. Und etliches, was im Welpenalter fehlt, kann man ja auch später nicht mehr „reparieren“. Sowas würde ich definitiv nicht unterstützen wollen… Denke, man sollte von privat nochmal deutlich misstrauischer sein und sich auf alle Fälle jemanden mitnehmen, der nicht die rosarote Brille aufhat.
Da stimme ich zu - für Ersthundehalter ist eine ehrliche und fachliche Einschätzung wirklich wichtig.

Es gibt aber auch Fälle der falschen Beratung, also von unseriösen Vereinen z.B. aber auch genauso von potentiellen Vermehrern. Da als Ersthunde-Halter die Spreu vom Weizen zu trennen ist eine Herausforderung.

Ja, falsche und fehlende Prägung kann das ganze Hundeleben eine Rolle spielen- das betrifft aber ja auch potentiell Hunde aus dem Tierschutz.

Bei einer privat Vermittlung muss man wirklich selbst einschätzen können welchen Hund man da vor sich hat - viele ex-Halter wollen die Hunde wirklich schnell loswerden, das ist leider Fakt.
 
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Dogorama-Mitglied
22. Jan. 16:20
Ich denke man kann überall "seinen" Hund finden.
Mein erster Hund ist mit mir zuhause ausgezogen, der zweite war vom Züchter, der dritte vom Tierschutz, die vierte eine rumänische Straßenhündin und der fünfte jetzt ist von Privat. Alle fünf waren/sind ganz tolle, sehr geliebte Hunde. Jeder hatte seine eigene Persönlichkeit die nicht unbedingt aus der Herkunft resultierte. Die unkomplizierteste und liebste war Elfi. Die rumänische Straßenhündin. Am schwierigsten war der Hund vom Züchter. Das sind subjektive Erfahrungen. Sie zeigen aber das man überall einen tollen Hund finden kann. Man sollte einfach auf sein Gefühl und sein Herz achten. Und natürlich keine dubiosen Geschäftemacher unterstützen.
 
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Dogorama-Mitglied
22. Jan. 16:39
Wenn man sich nicht sicher ist, dann kann man sich ja jemand mitnehmen zum kennenlernen. Also als Ersthundebesitzer ist es vielleicht nicht schlecht jemanden mitzunehmen der Erfahrung mit Hunden hat. Das bieten ja sogar schon viele Hundeschulen an.
 
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S.W.🌸
22. Jan. 17:15
Meine Luciee ist ein Watt up Hund 🤣Der Besitzer hatte ein Unfall und musste für lange Zeit ins Krankenhaus und sie wurde rumgereicht ( sie war 8 Monate ) wir sind dann mit meiner alten Hündin dort hin um zu schauen ob es klappt! Zuerst hieß es es gibt noch Interessenten und wir mussten wieder fahren 1 1/2 Stunden fahrt 🙁wir waren gerade zu Hause da wurden wir angerufen das wir am nächsten Tag wieder kommen können und sie mitnehmen können 😅ich hab aber gesagt wenn wir sie nehmen dann für immer das ist jetzt 9 Jahre her und wir haben es nie bereut
 
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Sandra
22. Jan. 17:22
2 Hunde hatte ich von Züchter (eingetragen, keine Vermehrer), einen hatte ich vom Tierschutz als Pflegehund der dann blieb, ja ich bin ein Pflegestellenversager, und der Rest alle Second Hand von Privat.

Allerdings nicht über Anzeigen sondern aus dem Bekanntenkreis und Umfeld, auch mal echt kuriose Fälle.

Neuzugang Buddy (8) z.B. kam seit über 5 Jahren regelmäßig zum Hundesitting, Hund von einem Freund und Kollegen meines Mannes. Umstände änderten sich, er konnte den Hund nicht behalten, Buddy zog dann hier ein.

Oder Bilbo, kam ein paar Wochen zum Hundesitting, sie war total überfordert, hatte ihn als Wohnungsdeko gekauft. Hund konnte und kannte nix, war völlig außer Kontrolle, Angstagression usw. Sie wurde schwanger, Hund musste weg, also übernahmen wir ihn, uns kannte er schon, er war ganz dicke mit Kola und Tasha, super Entscheidung.

Ich habe eine Neigung für verkorkste Hunde, angebliche Problemhunde und solche nehme ich dann gerne auf und arbeite mit denen. Und das sind nun mal oft Hunde die abgegeben werden, denn Abgabegrund ist in vielen Fällen Unfähigkeit. Natürlich gibt es viele andere auch nicht selbstverschuldete Gründe.

Ich persönlich würde mich nicht scheuen auch in Anzeigen nach Abgabehunden zu gucken. Als hier durch den Gang über die Regenbogenbrücke ein Platz und damit Ressourcen frei wurden habe ich auch über Anzeigen nach dem nächsten verkorksten Hund gesucht aber dann zog Buddy hier ein.

Ich denke wenn es passt, das Herz an einem Hund verloren wurde ist es doch fast egal wo er her kommt.
Klar, Vermehrer, Autobahnwelpen und all das in diese Richtung finde ich nicht gut wenn man das unterstützt, denn dann wird es nie besser werden.
Ich verstehe aber auch durchaus wenn man doch an so jemanden gerät, dass das Herz weich wird und man versucht den Hund zu retten. Der Kopf sagt nein, ich sollte es nicht unterstützen und das Herz sagt beim Anblick von Hund ja, das ist der richtige. Schwer dann nicht auf das Herz zu hören.

Wir gehen so ein bisschen in die Richtung „was zusammen gehört findet zusammen“. Daher wird bei uns nicht wirklich gesucht sondern es fällt dann ein Hund auf irgendwelchen Wegen uns zu. Wenn dann alles passt, vor allem die Chemie zwischen den Hunden, das ist die einzigste Grundvoraussetzung bei uns, dann wird der Hund aufgenommen. An allen anderen Problemen die Hundi mitbringt wird dann gearbeitet.

So hatten wir schon Panikattacken, traumatisierte Hunde, Angstaggression, verwahrlost und bissig, nicht stubenrein zu bekommen, Chaoshund der alles kaputt macht usw.
Und aus allen sind tolle Hunde geworden. Naja, eigentlich ist jeder Hund toll, also sagen wir mal problemfreie oder problemfreiere Hunde geworden.

Ich denke wenn man einen Second Hand aufnimmt, egal ob aus dem Umfeld oder über Anzeigen, dann ist es ein Hund weniger der im Tierheim landet und das ist eine gute Sache. Zum einen sind die Tierheime eh überlastet und egal wie sehr sich die Tierheimangestellten bemühen, es ist kein eigenes Zuhause für den Hund. Daher finde ich ist es auch eine gute Sache, wenn man dem Hund das ersparen kann.
 
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Nicole
22. Jan. 17:29
Hallo Steffi, in unserem Haushalt leben zwei Katzen und zwei Hunde. Die beiden Miezis haben wir auch in Kleinanzeigen gefunden, aber eigentlich haben sie uns gefunden. So tolle, liebe gutmütige Tiere. Unsere Hündin haben wir von Bekannten übernommen und seit 6 Wochen wohnt noch ein Rüde aus dem Tierschutz bei uns. Nur gute Erfahrungen gemacht und ich muss ehrlich sagen ich würde mich immer wieder für ein "Second Hand Tier" entscheiden...