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Sabine
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Anzahl der Antworten 295
zuletzt 11. Juni

Eigenschaften Rasse gegen Mischling

Hallo zusammen ich mach mir gerade Gedanken, dass ein bekannter Hundetrainer,der immer propagiert hat, dass es wichtig ist vor dem Kauf eines Hundes zu überlegen was einem wichtig ist. Also z.B. kein Jagdtrieb, wachsam oder familienfreundlich, viel Energie oder eher wenig usw. Dazu gab es auch kostenlose Beratung in den Hundeschulen. Jetzt hat er eine Tierschutzorganisation gegründet und vermittelt Hunde aus dem Ausland bei denen man weder weiß was sie erlebt haben noch welche Rassen enthalten sind. Oft ist ja ein großer Anteil Jagd- oder Herdenschutzhund enthalten. Was denkt ihr darüber?
 
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Babs
10. Juni 19:15
Also, ich finde, dass man mal drüber nachdenken kann, inwieweit Rasseeigenschaften bzw. die DNA den Charakter beeinflussen können.

Ich denke, dass die DNA/genetische Veranlagung im Zusammenspiel mit Umwelteinflüsse und Erfahrungen den Charakter formen.
 
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Annett
10. Juni 19:52
Wieviele Tierheime kennst Du persönlich und weisst woher die Hunde kommen? Ein Grossteil der Tierheime hat inzwischen Kooperationen mit Tierschutzvereinen in ganz Europa - weil von dort gut vermittelbare Hunde kommen. Die meisten Tierheime in D sind deshalb am Limit weil sie eine staatliche Pflichtaufgabe (Fundtierbetreuung) übernehmen und dafür nicht ausreichend bezahlt werden. Sehr viele der Abgabetiere aus D sind auch kaum vermittelbar, weil ihre vorherigen Halter sie total "verkorkst" haben. Die sitzen dann jahrelang im Tierheim und blockieren Plätze.
👍👍👍
 
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Annett
10. Juni 19:55
Die Hunde im Ausland leben unter viel schlechteren Bedingungen. Man sollte sich mal versuchen in einen solchen Hund reinzuversetzen. Viele Hunde, die hier in den Tierheimen sitzen, haben Auflagen oder sind an normale Hundehalter nicht vermittelbar. Obwohl ein Tierheim immer schlimm ist, ist das im Ausland noch mal eine andere Hausnummer. Fürchterliche Bedingungen und Tötungsstationen. Die Hunde können nichts dafür, deshalb sollte man da nicht so abfällig drüber reden.
👍👍👍
 
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Julia 🐾Nero
10. Juni 20:00
Ergänzung: Kritikpunkte an der Studie Hundeverhalten unabhängig von der Rasse? Forscher reagieren auf Kontroverse und irreführende Medienberichterstattung – OneResearch https://share.google/G2yiYR47PmKuDueTa
Ich kann diese Studie nicht mehr sehen.

Egal wie oft man erklärt, wieso sie schlecht durchgeführt ist, wieso die Ergebnisse der Studie nicht die Konklusion der Autoren unterstützen und dass es viel bessere und mehr wissenschaftliche Evidenz für genetisch verankertes, rassespezifisches Verhalten gibt, diese Studie wird immer wieder von Leuten angeführt und man kann bei Null anfangen.

Weiß nicht wann das letzte mal ein Artikel so viel Schaden in der Hundecommunity angerichtet hat, wenn es um das Verständnis von Rassen und Verhalten geht.
 
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Petra
10. Juni 20:19
Wieviele Tierheime kennst Du persönlich und weisst woher die Hunde kommen? Ein Grossteil der Tierheime hat inzwischen Kooperationen mit Tierschutzvereinen in ganz Europa - weil von dort gut vermittelbare Hunde kommen. Die meisten Tierheime in D sind deshalb am Limit weil sie eine staatliche Pflichtaufgabe (Fundtierbetreuung) übernehmen und dafür nicht ausreichend bezahlt werden. Sehr viele der Abgabetiere aus D sind auch kaum vermittelbar, weil ihre vorherigen Halter sie total "verkorkst" haben. Die sitzen dann jahrelang im Tierheim und blockieren Plätze.
Ich sehe aber auch verkorkste Hunde die aus dem Ausland kommen. Solch eine Meinung gilt bei mir nicht.
 
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Annett
10. Juni 20:36
Da muss man sich aber auch die Frage stellen warum dort soviele Hunde unterwegs sind warum leben dort soviele Hunde auf der Straße und ist es nicht die Aufgabe der Staatsoberhäupter da mal so ein wenig auf die Vermehrung zu achten. Das wird dort schlichtweg einfach nicht gemacht gibt ja immer einer der das unterstützt. Zb Deutsche die sich genau für ein Auslandshund entscheiden, was im grunde ja gut ist nur dann vor Ort der Staat sich zurucklehnt und nichts macht außer solche Stationen ein zu richten.
Es wäre wirklich schön, wenn man hier nur Kommentare über Dinge abgibt, mit denen man sich auch richtig beschäftigt hat und nicht irgendwelche Dinge behauptet, von denen man keine Ahnung hat. 🙈 Und wenn du dich richtig damit beschäftigt hättest wüsstest du, wie sich dort die Staatsoberhäupter darum „kümmern“. Die Türkei ist gerade das „beste“ Beispiel. Dort werden auf Anweisung von Erdogan alle Straßenhunde auf brutalste Art eingefangen, und in überfüllte Tötungsstationen gesperrt. Dort müssen sie ohne ärztliche Versorgung in ihren eigenen Exkrementen und mit kaum Futter und Wasser dahinvegetieren, bis sie bestialisch umgebracht werden. Da sind deutsche Tierheime das reinste Sanatorium dagegen. Und dort sitzen hauptsächlich Kampfhunderassen und kaum vermittelbare Hunde mit Beißvorfällen, die, wenn überhaupt, nur in erfahrene Hände gehören. Genauso, oder ähnlich wie in der Türkei läuft es in Rumänien und in anderen Ländern. So kümmert man sich dort „ein wenig um die Vermehrung“.🤮🤮🤮
Es bleibt jedem selber überlassen, woher er sich einen Hund holt und jeder hat natürlich auch seine Gründe für seine Entscheidung. Aber so lange es so viel Hundeelend auf der Welt gibt, sollte man niemanden verurteilen, der einem dieser armen Hunde ein schönes Zuhause gibt!!!! Stattdessen sollte man doch wohl eher die Leute verurteilen, die trotz Aufklärung immer noch die Qualzuchten unterstützen und sich von solchen sogenannten „Züchtern“ dieser Rassen einen Welpen besorgen und in Kauf nehmen, dass dieser Hund ein Leben lang leiden muss!!! Ich habe übrigens gerade nach meinem Mailo (den ich leider Ostern mit 15 1/2 Jahren einschläfern lassen musste 😢😢🕯️🌈🕯️ und der aus der Slowakei stammte) vor reichlich 5 Wochen Mila aus Rumänien zu mir geholt. Sie ist genauso ein toller Hund. In der kurzen Zeit funktioniert alles schon echt super, sogar der Freilauf und das Alleinebleiben. Wer jemals einen solchen Hund gerettet hat weiß, wie dankbar und toll diese Hunde sind. Ich habe es auch beim 2. Mal noch keine Minute bereut und kann nur jedem Mut machen, es auch zu wagen. Natürlich ist es auch hier wichtig, auf eine seriöse Tierschutzorganisation zu achten, aber das ist bei Züchtern ja auch nicht anders. Und auch hier kann man einen Hund finden, der zu einem passt. Vielleicht geht das sogar mit einem bereits erwachsenen Hund noch besser, als bei einem Welpen. Wenn man einen solchen Hund von einer Pflegestelle bekommt, kann man sehr wohl und schon ziemlich gut einschätzen, ob der Hund passt, oder auch nicht.
 
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Gabriele
10. Juni 20:49
Dankbarkeit bei einem Hund zu bemerken finde ich schon wieder bemerkenswert. Jedenfalls in dem Kontext. Hunde, die aus dem Ausland gerettet werden, sind nicht dankbar. Das erwarten Menschen immer, aber so ist es nicht. Es sind einfach nur Hunde mit ihren jeweiligen Erfahrungen und Eigenheiten. Aber kein Hund wird sich nett benehmen, weil er dankbar ist, dass man ihn aus dem Zwinger gerettet hat. Stattdessen zeigen Hunde unter Umständen tiefe Zuneigung durch Loyalität, Vertrauen und Bindung, was wir oft als Dankbarkeit interpretieren.
 
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Karin
11. Juni 01:30
Du schreibst es rassedenken ist ein Vorurteil das widerlegt wird . Zeig mir mal ein Dackel der nicht jagt, Windhund der nicht rennen will
alle hunde jagen und laufen..

jeder gesunde entlaufene hund ist prinzipiell in der lage, zu überleben und sich seine nahrung zu erjagen..

nur weil man hunden das jagen als spaß unter aufsicht abtrainieren KANN, heißt das nicht, dass sie es nicht machen würden, wenn sie auf sich allein gestellt wären.

und beispiele von individuen, die ihren rassebeschreibungs- eigenschaften nicht entsprechen gibts zuhauf.

der jagdhund jagt - KLAR! aber die winzigen begleit-mode-zwerghunde halt auch. auch wenn wir das gern anders hätten.
 
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Karin
11. Juni 01:34
Also, ich finde, dass man mal drüber nachdenken kann, inwieweit Rasseeigenschaften bzw. die DNA den Charakter beeinflussen können. Ich denke, dass die DNA/genetische Veranlagung im Zusammenspiel mit Umwelteinflüsse und Erfahrungen den Charakter formen.
genau das scheint die fachmeinung zu sein.

genetik spielt auf jeden fall eine rolle, aber die rassestandards der letzen 200 jahre decken das offenbar nicht ausreichend ab.

und alle anderen faktoren, wie alter, geschlecht, umgebungsfaktoren etc. haben ebenso großen einfluss.
 
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SandrA
11. Juni 05:17
Ich kann diese Studie nicht mehr sehen. Egal wie oft man erklärt, wieso sie schlecht durchgeführt ist, wieso die Ergebnisse der Studie nicht die Konklusion der Autoren unterstützen und dass es viel bessere und mehr wissenschaftliche Evidenz für genetisch verankertes, rassespezifisches Verhalten gibt, diese Studie wird immer wieder von Leuten angeführt und man kann bei Null anfangen. Weiß nicht wann das letzte mal ein Artikel so viel Schaden in der Hundecommunity angerichtet hat, wenn es um das Verständnis von Rassen und Verhalten geht.
Ist das Problem wirklich die Studie selbst oder eher das, was medial daraus gemacht wurde?

Ich habe sie nämlich nicht so verstanden, dass Rasse oder Genetik keinen Einfluss auf Verhalten hätten. Mein Verständnis war eher, dass sich aus der Rasse allein die Persönlichkeit eines einzelnen Hundes nur begrenzt vorhersagen lässt.

Haben sich die Forschenden tatsächlich von ihrer Studie distanziert oder eher von der Art, wie die Ergebnisse teilweise dargestellt wurden? Falls du dazu Quellen hast, würde mich das wirklich interessieren.

Vielleicht hab ich die Studie auch falsch verstanden, aber für mich klang die Aussage weniger nach „Rasse spielt keine Rolle“, sondern eher nach „Rasse ist nicht der einzige Faktor“.

Evtl liegt hier auch ein Teil meines Verständnisproblems:
Macht die Studie nicht letztlich schlicht einen Unterschied zwischen genetischen Veranlagungen bzw. Eigenschaften einerseits und dem tatsächlich gezeigten Verhalten oder der sichtbaren Persönlichkeit eines einzelnen Hundes andererseits?