Home / Forum / Spaß & Tratsch / 600€ für siebenwöchigen Hundekurs?

Verfasser-Bild
Julie
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 161
zuletzt 14. Mai

600€ für siebenwöchigen Hundekurs?

Wir haben viele Verhaltensprobleme (bellen, pöbeln, hüten, beißen....). Wenn das nicht besser wird, werde ich auch nicht aus meiner jetzigen Wohnsituation ausziehen können (was eigentlich von nöten ist), weil kein Vermieter so etwas akzeptieren wird. Jetzt habe ich einen 7-wöchigen Hundekurs für 600€ gefunden, der sich wie für uns gemacht anhört. Ich habe mich selten so verstanden gefühlt. Ich könnte es nur in Raten abzahlen und es wäre verdammt knapp vom Budget her, aber ich sehe es als Investition für unsere Zukunft. Bekannte raten mir aufgrund des Preises davon ab. Was würdet ihr tun? EDIT: Der Kurs ist Online von einer Hundetrainerin, die sich auf bestimmte Hunde spezialisiert hat. Es gibt einmal die Woche 2h Gruppenzoomcall, es werden Videos zur Verfügung gestellt und man kann die Trainerin jederzeit erreichen und ihr Videos schicken oder Fragen
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tina
14. Mai 09:01
Das bellen gehört zum Hund wie das Miauen zur Katze ! Was soll daran so schlimm sein ? Wichtig ist doch eher das er auf ein Kommando aufhört! Versteh die ganze Diskussion gar nicht. Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben warum Hunde bellen können ! 👍😂 Stress und Aufregung gehören nun mal zum Leben aller Lebewesen!
Du hast recht
Ich habe mal irgendwo gelesen
Hunde hätten das beim Menschen abgegugt
Das stimmt doch nicht oder ?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Melissa
14. Mai 09:05
Alles ist Stress! Freude ist Stress! Ärger ist Stress! Frustration und Angst sind Stress! Es gibt negativen und positiven Stress und Stress an sich ist erstmal nichts Schlechtes weil es einfach nur eine Reaktion auf irgendwelche Reize ist. Freut ein Hund sich und bellt vor Freude dann ist es zwar Stress aber es ist positiver Stress warum will man dem Hund das nicht gönnen? Weil es Stress ist? Wenn man einem Hund das Bellen verbietet weil man es für Stress hält, hat der Hund Stress weil er nicht bellen darf. Natürlich ist übermäßiges Bellen beispielsweise wenn der Hund auf der Straße alles ankläfft ungesund und daran muss gearbeitet werden. Habe ich einen Wachhund der selbst belohnend bellt muss ich ihm beibringen dass er nicht immer bellen muss sondern nur bei bestimmten Dingen und ihm anzeigen wann ich übernehme er aufhören kann. Bellt mich mein Hund aus mangelnder Impulskontrolle oder Frustration an weil es ihm nicht schnell genug geht dann muss ich ihm beibringen zu warten und es muss an der Impulskontrolle gearbeitet werden. Wenn ich dann mit meinem Hund Impulskontrolle übe ist das auch Stress denn der Hund muss etwas tun was er gar nicht will und er muss es lernen: negativer Stress. Es erfordert schon eine genaue Beobachtung des Hundes um herauszufinden warum er bellt um gegebenenfalls etwas dagegen zu unternehmen. Zudem gibt es Hunde die mehr bellen weil es genetisch verankert ist und welche die weniger bellen. Mein früherer Hund bellte so gut wie nie und es war sehr schwierig ihm bellen auf Kommando beizubringen- meine jetzigen Hunde sind als Wachhunde eher bellfreudig und hier ist der Ansatz die Regulierung des Bellen. Pauschale Urteile und pauschales Vorgehen nach Schema F gibt es nicht, denn was für einen Hund richtig ist kann für den anderen grundfalsch sein! So unterscheiden Stressforscher aktuell Eustress und Distress: Eustress ist „positiver Stress“. Die Betroffenen nehmen ihre Stresssituation als eine Herausforderung wahr, die sie bewältigen können und sogar spannend finden. Dadurch steigen ihre Motivation und ihr Engagement. Distress ist „negativer Stress“. Die Betroffenen sehen die Stresssituation als Hindernis und fühlen sich überfordert. Ihre Motivation und Engagement sinken.
Voll toll dass dich das Thema scheinbar doch noch interessiert.
Aber jetzt sagst du ja tatsächlich das was ich ursprünglich sagte. Man muss auf Ursachenforschung gehen und verstehen warum der Hund bellt. Ich habe nicht gesagt das man gezwungen ist etwas dagegen zu machen aber grundsätzlich wäre das schon zu empfehlen, da man seinen Hund ja hoffentlich lange als Begleiter haben möchte.
Ich habe mehrfach betont das Stress nicht wertend ist und lediglich darüber informiert, dass ein dauerhaft erhöhter stresspegel hormonelle Veränderungen mit sich bringt, welche sich auf die Lebensqualität und Dauer auswirken.
Und dabei ist es egal ob wir von eustress oder distress reden.
Und um es noch einmal zu betonen: nein, nicht nur bellen zeigt Stress oder Unwohlsein an.

Ich habe mehrfach betont, dass es nicht darum geht das Symptom zu bekämpfen sondern die Ursache zu erkennen. Und wenn jemandem die Ursache Genetik ultimativ reicht dann ist das so, spricht dem Individuum aber oft sehr viel Potential ab.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
14. Mai 09:08
Voll toll dass dich das Thema scheinbar doch noch interessiert. Aber jetzt sagst du ja tatsächlich das was ich ursprünglich sagte. Man muss auf Ursachenforschung gehen und verstehen warum der Hund bellt. Ich habe nicht gesagt das man gezwungen ist etwas dagegen zu machen aber grundsätzlich wäre das schon zu empfehlen, da man seinen Hund ja hoffentlich lange als Begleiter haben möchte. Ich habe mehrfach betont das Stress nicht wertend ist und lediglich darüber informiert, dass ein dauerhaft erhöhter stresspegel hormonelle Veränderungen mit sich bringt, welche sich auf die Lebensqualität und Dauer auswirken. Und dabei ist es egal ob wir von eustress oder distress reden. Und um es noch einmal zu betonen: nein, nicht nur bellen zeigt Stress oder Unwohlsein an. Ich habe mehrfach betont, dass es nicht darum geht das Symptom zu bekämpfen sondern die Ursache zu erkennen. Und wenn jemandem die Ursache Genetik ultimativ reicht dann ist das so, spricht dem Individuum aber oft sehr viel Potential ab.
Das Thema interessiert mich gehört aber nicht in diesen Thread!
Und nein Genetik ist nicht alles aber sie spielt eine große Rolle.
Training ist auch nicht alles denn die Genetik spielt eine Rolle.
Ein Malinois tickt völlig anders als ein Border Collie oder ein Kangal und die ticken auch wieder völlig verschieden. Berücksichtigt man nicht die Genetik und die Veranlagung eines Hundes so geht ein Training auf jeden Fall in die Hose wenn es das falsche ist.
Leider ist es ja ein ganz gefährlicher Weg dass der Hund oft ohne Rücksicht auf seine Veranlagung ausgesucht wird und dann spielt Genetik keine Rolle weil man das ja schön trainiert!
Genetische Veranlagung ist eine Sache, Charakter eine völlig andere.
Unsere Hunde sind fühlende Wesen und keine Roboter
 
Beitrag-Verfasser
Marie
14. Mai 09:13
Du hast recht Ich habe mal irgendwo gelesen Hunde hätten das beim Menschen abgegugt Das stimmt doch nicht oder ?
😂😂 Hunde nicht ,aber Katzen nutzen es als Kommunikation mit dem Menschen !
Sie haben gelernt das bestimmte Töne ,bestimmte Verhaltensweisen beim Menschen auslösen!
Und nutzen es manchmal scharmlos aus 👍😂
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Melissa
14. Mai 09:14
Das bellen gehört zum Hund wie das Miauen zur Katze ! Was soll daran so schlimm sein ? Wichtig ist doch eher das er auf ein Kommando aufhört! Versteh die ganze Diskussion gar nicht. Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben warum Hunde bellen können ! 👍😂 Stress und Aufregung gehören nun mal zum Leben aller Lebewesen!
Naja miauen zeigen Katzen auch nur gegenüber Menschen, da sie einen Nutzen aus diesem Verhalten haben. Warum genau kann ich nicht sagen, dafür weiß ich zu wenig über Katzen.

Die ganze Diskussion ist tatsächlich etwas schwierig zu verstehen.

Und warum können Mäuse schreien?
 
Beitrag-Verfasser
Marie
14. Mai 09:20
Naja miauen zeigen Katzen auch nur gegenüber Menschen, da sie einen Nutzen aus diesem Verhalten haben. Warum genau kann ich nicht sagen, dafür weiß ich zu wenig über Katzen. Die ganze Diskussion ist tatsächlich etwas schwierig zu verstehen. Und warum können Mäuse schreien?
Wenn ein Tier weiß das es auf seine Lautäußerungen Nutzen ziehen kann,egal ob Hund oder Katze ,ist es eine Kommunikation zwischen Tier und Mensch!
Was soll es sonst sein ?
Man muss aber auch keine Wissenschaft draus machen!
Hund bellt, Katze miaut Punkt ...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tina
14. Mai 09:22
Naja miauen zeigen Katzen auch nur gegenüber Menschen, da sie einen Nutzen aus diesem Verhalten haben. Warum genau kann ich nicht sagen, dafür weiß ich zu wenig über Katzen. Die ganze Diskussion ist tatsächlich etwas schwierig zu verstehen. Und warum können Mäuse schreien?
Hab noch nie eine Maus schreien gehört
Ich seh nur die knopfaugen 🥰🥰
 
Beitrag-Verfasser
Marie
14. Mai 09:24
Du hast recht Ich habe mal irgendwo gelesen Hunde hätten das beim Menschen abgegugt Das stimmt doch nicht oder ?
Sorry, das gilt auch für Hunde!
Im Zusammenleben mit dem Menschen,seid der Domestizierung also,hat der Hund gelernt durch bellen mit dem Menschen zu kommunizieren,wenn man es so nennen kann.
Wölfe bellen nicht !
Bin kein Klugscheißer 😂 hab's nachgelesen 👍😂
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sabine
14. Mai 09:33
Naja miauen zeigen Katzen auch nur gegenüber Menschen, da sie einen Nutzen aus diesem Verhalten haben. Warum genau kann ich nicht sagen, dafür weiß ich zu wenig über Katzen. Die ganze Diskussion ist tatsächlich etwas schwierig zu verstehen. Und warum können Mäuse schreien?
Ich glaube, dass Problem bei dieser Diskussion ist, dass das Wort "Stress" in den Köpfen Vieler einfach komplett negativ belegt ist.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Julia 🐾Nero
14. Mai 10:20
Sorry, das gilt auch für Hunde! Im Zusammenleben mit dem Menschen,seid der Domestizierung also,hat der Hund gelernt durch bellen mit dem Menschen zu kommunizieren,wenn man es so nennen kann. Wölfe bellen nicht ! Bin kein Klugscheißer 😂 hab's nachgelesen 👍😂
Wenn du richtig klugscheißen willst, dann musst du da ein bisschen präziser sein.
Hund haben nicht "gelernt" durch bellen zu kommunizieren, so funktioniert Selektion nicht.

Wölfe bellen nicht, das ist richtig, geben aber Lautäußerungen von sich. Oft nennt man es "Puffen", sie stoßen kurz Luft aus. Sieht man auch noch bei Hunden, die quasi mit geschlossenem Fang "bellen".

Für den Menschen war diese Form der Ankündigung von Gefahren nützlich, also wurden Wölfe, die stärker "gepufft" haben besser versorgt, haben mehr Nachkommen bekommen und so wurde das Puffen immer lauter und schließlich das Bellen, das wir von heutigen Hunden kennen.
Später wurde dann natürlich auch noch durch selektive Zucht je nach Rasse Bellverhalten aktiv geformt und gefestigt.

Aber in der Ursprünglichen Domestikation waren die Lautäußerungen der Wölfe einfach nützlich für den Menschen. Wölfe, die weniger scheu waren haben in der Nähe von Menschen verharrt und deren Abfälle gefressen, Wölfe die viel "gepufft" haben wurden besonders geschätzt und versorgt, haben dadurch Vorteile bei der Fortpflanzung gehabt und so wurde das Warnbellen selektiert.