Home / Forum / Sonstiges / Spielen mit fremden Hunden

Verfasser-Bild
Mia und ihre Familie
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 121
zuletzt 7. Juli

Spielen mit fremden Hunden

(kopiert von Facebook "Gewaltfreies Hundetraining) Darüber lohnt es sich nachzudenken Ich bin kein beliebter Hundehalter. Mein Hund ist eine arme Sau! Zumindest wenn es nach 90% der Hundehalter geht, die mir beim Spazieren gehen täglich so entgegen kommen. Warum? Mein Hund darf nicht mit fremden Hunden „spielen“. Das hat seine Gründe. Der erste und wichtigste Grund ist: kennen sich Hunde nicht, spielen sie nicht miteinander. Sie bewältigen Konflikte, in denen sie sich gar nicht befinden würden, wenn ihre Halter nicht auf Kontakt aus wären. Sprichst du mit jedem Fremden auf der Straße? Magst du von Fremden angefasst werden und findest du es schön, wenn einer dir frech auf die Pelle rückt? Hunde auch nicht. Hunde haben eine Individualdistanz. Wenn sie könnten würden sie weiträumig ausweichen, oder sich mit Bellen Raum verschaffen. Leinenaggression lässt grüßen. Ist das Kind schon mal in den Brunnen gefallen und der Kontakt mit dem fremden Hund ließ sich nicht vermeiden, hat dein Hund genau vier Möglichkeiten den Konflikt zu lösen. Fachlich nennt man das die vier F´s. FIGHT (Kampf) – FLIGHT (Flucht) – FREEZE (Erstarren) - FIDDLE ABOUT (rumalbern) Die meisten Hunde haben schon in der Welpenspielgruppe gelernt, dass die ersten drei Varianten nicht wirklich zur Lösung beitragen und so bevorzugen sehr viele Hunde das FIDDLE ABOUT um Begegnungskonflikte zu lösen. Erst geht der Hund in die Vorderkörpertiefstellung (der Besitzer quietscht vergnügt: schau er will spielen), er springt mit den Vorderpfoten in dieser Stellung dann von rechts nach links und umgekehrt, bevor der andere Hund plötzlich lossprintet und die Beiden ein Rennen startet. Bei dem ist einer der Jäger und der andere das Opfer, getauscht werden die Rollen nicht. Oft sieht man danach ein FREEZE von dem ersten Hund und hier kommt es dann sehr auf die beiden Hunde an, ob das Ganze kippt oder nicht. Dies ist kein Spiel, sondern pures Konfliktmanagement und Stressabbau. Warum mein Hund da nicht mit machen darf, erklärt sich wohl jetzt von selbst. Qualität vor Quantität Meine Hunde haben übrigens fast täglich Kontakt mit anderen Hunden. Mit ihren Kumpels. Man trifft sich regelmäßig, die Hunde kennen und mögen sich, ja und in diesem entspannten Rahmen entsteht dann auch mal ein kurzes Spiel. Ohne Stress. Also wer hat nun den armen Hund? Text kopiert weil ich zu 100% zustimme Teilen erlaubt 🤗🤗 damit es auch der letzte irgendwann versteht
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christina
29. Juni 13:21
Trifft voll meine Meinung. Bei ungewollten hundebegegnungen zeigt unsere Hündin 2 × F: Flucht und Erstarren . Sie mag es einfach nicht, von unbekannten Artgenossen bedrängt zu werden. Sie ist gut sozialisiert, mit ihren Hundefreunden kommt sie bestens klar. Dir meisten fremden Hundebesitzer schütteln nur mir dem Kopf deshalb....mir ist das völlig egal.
Bei meiner is es genauso. Hab schon oft fremdhundkontakt zu gelassen und dann is es nach hinten los gegangen weil sie das weite suchen wollte🙈
 
Beitrag-Verfasser
Marie
29. Juni 15:59
Ich bin froh, dass wir zu 99% keinem von Euch je begegnen werden. Ich bin schockiert wieviel schlaue Hundhalter es gibt die das wesentliche übersehen. Die Hundesprache und den Instinkt. Letzteres ist bei den Menschen leider sehr verkümmert. Könnt ihr denn weder euren Hund noch andere Hunde lesen? Ich gehe seit annähernd 20 Jahren fast jeden Tag für ca. zwei Stunden in den Hundepark. Meine Hunde laufen immer frei und es kann zu ihnen kommen wer will. Natürlich können sie auch zu jedem hin wenn sie wollen. Ich kann mich an keinen Vorfall oder Eskalation in dieser Zeit erinnern noch habe ich von einer gehört. Also Leute, vertraut euren Hunden, die können das instinktiv und lernt sie "lesen" dann haben alle Spaß 🐕👍
Der natürliche Instinkt der Hunde ist es sich aus dem Weg zu gehen!
Wir Menschen sind es die glauben die meisten Hunde müssten sich verstehen!
Weil wir es gerne so hätten!
Vor allem klappt das ja bei uns Menschen selbst hervorragend 👍😂 was sich ja hier in so manchem Beitrag nachlesen lässt!
Also von mir ein 👍hoch für den Beitrag von Mia
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christina
29. Juni 16:02
Der natürliche Instinkt der Hunde ist es sich aus dem Weg zu gehen! Wir Menschen sind es die glauben die meisten Hunde müssten sich verstehen! Weil wir es gerne so hätten! Vor allem klappt das ja bei uns Menschen selbst hervorragend 👍😂 was sich ja hier in so manchem Beitrag nachlesen lässt! Also von mir ein 👍hoch für den Beitrag von Mia
Absolut Marie. Man muss ja nur mal Strassenhunde beobachten..hab noch nie gesehen das die in Gruppen auf der Strasse spielen😂😂😂
 
Beitrag-Verfasser
Marie
29. Juni 16:16
Und wo ist jetzt das Problem dabei dass die Hunde nicht spielen sondern Konflikte lösen?! Das lösen dieser Konflikte ist eine super wichtige Sache in der Sozialisierung des Hundes. Die Hundebegegnungen finden ja nicht so statt weil die Menschen sie erzwingen sondern weil es die Natur des Hundes ist, sich so kennen zu lernen und das geht in den meisten Fällen ja auch gut aus. Ich habe immer ein Auge darauf um im schlimmsten Fall zu unterbrechen bevor es gefährlich wird. Da diese Begegnungen auch ohne Leine statt finden kann der Hund außerdem selbst entscheiden, ob er ausweichen möchte...
Das stimmt so nicht ganz
Natürlich erzwingen wir Menschen den Kontakt !
Mit der Übernahme eines Welpen geht der Trubel der Sozialisierung doch los,oder nicht?
Wir stellen hohe Ansprüche an den Hund ,selbst wenn es gegen seine Natur geht!
In der Natur des Hundes liegt es auszuweichen, tut das einer nicht kann es zu Konflikten kommen,die dann zu lösen soll eine " wichtige Sache "sein?
Ich habe 2 mal so eine " Konflktlösung" miterlebt,das wünsche ich niemanden.
Man sollte natürlich auch nicht übervorsichtig sein,aber genauso wenig blauäugig!
Die regeln das selber ist keine gute Idee !
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christina
29. Juni 16:18
Das stimmt so nicht ganz Natürlich erzwingen wir Menschen den Kontakt ! Mit der Übernahme eines Welpen geht der Trubel der Sozialisierung doch los,oder nicht? Wir stellen hohe Ansprüche an den Hund ,selbst wenn es gegen seine Natur geht! In der Natur des Hundes liegt es auszuweichen, tut das einer nicht kann es zu Konflikten kommen,die dann zu lösen soll eine " wichtige Sache "sein? Ich habe 2 mal so eine " Konflktlösung" miterlebt,das wünsche ich niemanden. Man sollte natürlich auch nicht übervorsichtig sein,aber genauso wenig blauäugig! Die regeln das selber ist keine gute Idee !
Absolut!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa-Eileen
30. Juni 15:44
Kann man nicht oft genug erklären, trotzdem gibts immer wieder Idioten die es trotzdem nicht checken wollen.

Ich wusste es anfangs auch nicht, als ich lernte die Sprache besser zu verstehen und Hunde lesen zu können kam man an dem Punkt natürlich auch nicht vorbei.
Mir tat es leid was ich ihm alles vorher damit angetan hatte und viele Übergriffe und Angriffe wären so garnicht erst passiert.
Noch heute arbeiten wir dran das er wieder entspannt Begegnungen schafft.
Hätt man sich alles sparen können wenn ichs von Anfang an gewusst hätte und mir nicht von anderen einreden lassen hätte das er ja unbedingt mit fremden Kontakt haben müsse den er garnicht wollte.
Nicht nur bei Hunden, auch bei Menschen ein leidiges Thema vorallem weil sie fiddeln als Freude und spielen falsch interpretieren und sich dann erstrecht auf den Hund stürzen.🥴
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
30. Juni 16:28
Sorry, Mädels, aber mir ist die Pauschale Aussage „kein Fremdhundekontakt“ genauso daneben wie „alle Hunde müssen miteinander klarkommen“.

Es kommt auf den Hund an. Und worauf der Bock hat. Und dass der zugehörige Mensch das lesen kann!!!

Polli interessiert sich für 80-90% der Hunde nicht… bei vielen macht sie sogar einen grooooßen Bogen, da ihr diese Kandidaten schon von einem zu stürmisch, zu übergriffig, zu wasauchimmer sind. Da sie ohne Leine läuft, ist das auch kein Problem. Und die meisten Hunde (und das sind in Berlin auf einem Spaziergang viele!) verstehen das, gucken kurz und wenden sich dann an. Um penetrantere Gesellen kümmere ich mich dann.

Aber manchmal beschließt Hundine schon von Weitem: „Frauchen, den muss ich UNBEDINGT kennenlernen!“.
Natürlich nehmen wir dann Kontakt auf und versuchen das möglich zu machen… oft beruht das Interesse auch auf Gegenseitigkeit.
Die Begegnungen sind dann immer total schön!!!🤗

Also, meine Meinung: nicht das Schwarz/Weiß ist die Lösung… die Grautöne sind das, womit man sich auseinandersetzen muss!
Und, wie so oft: Das Wichtigste ist, den eigenen Hund lesen zu können… der erzählt‘s einem dann schon!😀
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christina
30. Juni 17:01
Kann man nicht oft genug erklären, trotzdem gibts immer wieder Idioten die es trotzdem nicht checken wollen. Ich wusste es anfangs auch nicht, als ich lernte die Sprache besser zu verstehen und Hunde lesen zu können kam man an dem Punkt natürlich auch nicht vorbei. Mir tat es leid was ich ihm alles vorher damit angetan hatte und viele Übergriffe und Angriffe wären so garnicht erst passiert. Noch heute arbeiten wir dran das er wieder entspannt Begegnungen schafft. Hätt man sich alles sparen können wenn ichs von Anfang an gewusst hätte und mir nicht von anderen einreden lassen hätte das er ja unbedingt mit fremden Kontakt haben müsse den er garnicht wollte. Nicht nur bei Hunden, auch bei Menschen ein leidiges Thema vorallem weil sie fiddeln als Freude und spielen falsch interpretieren und sich dann erstrecht auf den Hund stürzen.🥴
Absolut. Ich dachte das nämlich vorher auch und das ende vom Lied: Maja is 3 Jahre nicht mehr mit mir in Parks wo Hundebegegnung entstehen könnten
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Frank
30. Juni 17:49
Ich entscheide das aus dem Bauch raus.
Zeigen beide Hunde keine Stresszeichen lasse ich ein "Spiel" zu. Dass dabei evtl. erstmal was geklärt werden kann gehört für mich dazu.
Bis jetzt meistens ok.
Läuft es bischen schief gehe ich wenn ich sehe dass einer der beiden überfordert ist, dazwischen und kläre das. War noch nie ein Problem.

Begegnungen finde ich einfach normal und fördert i.d.R. die Kommunikation zwischen Hunden. Alle können lernen dabei, auch die Hundehalter.
LG 🌻
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Andreas
30. Juni 20:36
Sorry, Mädels, aber mir ist die Pauschale Aussage „kein Fremdhundekontakt“ genauso daneben wie „alle Hunde müssen miteinander klarkommen“. Es kommt auf den Hund an. Und worauf der Bock hat. Und dass der zugehörige Mensch das lesen kann!!! Polli interessiert sich für 80-90% der Hunde nicht… bei vielen macht sie sogar einen grooooßen Bogen, da ihr diese Kandidaten schon von einem zu stürmisch, zu übergriffig, zu wasauchimmer sind. Da sie ohne Leine läuft, ist das auch kein Problem. Und die meisten Hunde (und das sind in Berlin auf einem Spaziergang viele!) verstehen das, gucken kurz und wenden sich dann an. Um penetrantere Gesellen kümmere ich mich dann. Aber manchmal beschließt Hundine schon von Weitem: „Frauchen, den muss ich UNBEDINGT kennenlernen!“. Natürlich nehmen wir dann Kontakt auf und versuchen das möglich zu machen… oft beruht das Interesse auch auf Gegenseitigkeit. Die Begegnungen sind dann immer total schön!!!🤗 Also, meine Meinung: nicht das Schwarz/Weiß ist die Lösung… die Grautöne sind das, womit man sich auseinandersetzen muss! Und, wie so oft: Das Wichtigste ist, den eigenen Hund lesen zu können… der erzählt‘s einem dann schon!😀
..oh sorry.. ich habe Deinen Kommentar erst jetzt gelesen und kann Deine Ansicht nur von Herzen teilen.. Mein Beitrag wird dadurch überflüssig und ich lösche ihn somit wieder..danke Dir.