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Dogorama
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Anzahl der Antworten 631
zuletzt 9. März

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Michi
8. März 14:46
Das kannst du doch auch gerne so machen. Nur darf ein Hund auf den Wegen auch frei laufen.
 
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Daniela
8. März 14:58
Hauptsächlich wähle ich übersichtliche Wiesen, auf denen mein Hund freilaufen kann. Ich spiele dann häufig mit ihm oder man trifft andere verträgliche Hunde. Überall wo ich mir nicht sicher bin..zb angrenzendes Unterholz nehme ich in an die Schleppleine. Ist bei einem Jack Russel mehr als sinnvoll😬🥰
 
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Tina
8. März 15:03
Einige Beiträge finde ich wirklich erschreckend. Mir gehen grundsätzlich folgende Dinge durch den Kopf: Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beschnitten wird. Ein Unrecht wiegt nicht ein anderes auf Und Rücksichtslosigkeit gehört nicht zu den bürgerlichen Grundrechten.
🙏👍
 
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Kerstin
8. März 15:07
In Niedersachsen darf die Leine nicht länger als 1,50 Meter sein.
 
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Kirsten
8. März 15:11
Ich verfolge die Debatte jetzt auch schon mehrjährig.
Ich stelle mir immer mehr die Frage, was abseits von gesetzlichen Regelungen getan werden kann, um Naturschutz, Tierwohl, persönliche Freiheit und artengerechten Umgang mit dem Hund unter einen Hut zu bekommen.

Ich bin Fan von Aufklärungsarbeit. Gleichzeitig ist es durch SM-geprägte Belohungsysteme im Hirn zunehmend schwieriger die Aufmerksamkeit von Menschen bei informativen Texten länger zu binden.

In Form von liebevoll gestalteten Waldlehrpfaden gelingt das teilweise noch. Vielleicht durch kleine „Was sich Tiere von uns wünschen“-Projekte am Waldesrand.
Weniger mit dem beidseitigem Fingerzeig, der hier so bemängelt wird.
 
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Michi
8. März 15:20
Ich finde , dass es weniger um eine Leine geht, als um Verantwortungsbewusstsein.
Das kann man mit oder ohne Leine haben.
Auf verantwortungslosen Personen, die ihren Hund im Unterholz stromern lassen, auf denen sollte der Focus liegen.
Verantwortungsvoll oder Verantwortungslos geht mit oder ohne Leine !
 
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Anja
8. März 15:25
Meine Meinung, mein Hund ist an langer Leine, das ganze Jahr,Hetzjagten können weit weg vom Hundehalter garnicht beeinflusst werden und oft bleibt unbemerkt, dass der Hund es zwar nicht erwischt hat sich das Wild aber durch einen Sturz in der Panik schwer verletzt hat und elendlich verendet.
Hasen kehren nicht mehr zu ihren Jungen zurück und das möchte ich mit meinem Hund nicht verantworten.Ich lege auch nicht meine Hand ins Feuer,das mein Hund bei Wild abrufbar ist.Er hört aber eben nicht zuverlässig.
 
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Michi
8. März 15:26
Meine Meinung, mein Hund ist an langer Leine, das ganze Jahr,Hetzjagten können weit weg vom Hundehalter garnicht beeinflusst werden und oft bleibt unbemerkt, dass der Hund es zwar nicht erwischt hat sich das Wild aber durch einen Sturz in der Panik schwer verletzt hat und elendlich verendet. Hasen kehren nicht mehr zu ihren Jungen zurück und das möchte ich mit meinem Hund nicht verantworten.Ich lege auch nicht meine Hand ins Feuer,das mein Hund bei Wild abrufbar ist.Er hört aber eben nicht zuverlässig.
Dann ist es doch auch gut, dass du ihn angeleint lässt.
 
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C.
8. März 15:33
Dies ist ein Feuchtgebiet das ich von unserer Gemeindeverwaltung bekommen habe. Dort habe ich ein Schongebiet für Wildtiere, Wildvögel und essbare Wildkräiter für Kinder eingerichtet, damit diese die Natur in Natura erleben können. Meine Absperrung wird immer zerstört. Wie auf den Fotos ersichtlich ist entferne ich Müll, benutzte Kondome und Hundekot. Trotz Hinweis auf das Schongebiet wird es von verantwortungslosen Ignoranten misachtet. Leider habe ich noch keine solche blöden Täter erwischt, aber wehe wenn.
Da könnte man mal ne Wildcam anbringen 😉
 
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Sebbi
8. März 16:02
Du musst mich nicht belehren was die Biologie und die Bedürfnisse eines Hundes angeht !!! Es geht hier ja wohl um die Alleinpflicht zur Setzzeit im Wald! Und nur darauf hab ich mich bezogen,da wird ne reine Wissenschaft draus gemacht,wie bei so manch anderen Dingen was den Hund betrifft! Wir haben in über 30ig Jahren jetzt unseren 4 Hund, meist zu zweit,und nein,es war kein Stofftier dabei ! Immer diese Klugscheisserei,und Belehrung,müsstest du doch eigentlich auch mal selber merken !
Maria, warum konterst du meine sachliche Kritik eigentlich mit persönlichen Beleidigungen?

Ich habe lediglich dargelegt, warum die Leine biologisch gesehen kein Ersatz für Freilauf ist. Dass du sofort auf diese Ebene wechselst, statt inhaltlich auf die Argumente einzugehen, sagt eigentlich schon alles.

Dass du meine Ausführungen als „Klugscheißerei“ abtust, ändert nichts an den Fakten.

30 Jahre Hundehaltung sind schön und gut, aber Jahre sind kein automatischer Beleg für Fachwissen. Man kann Hunde auch 30 Jahre lang führen, ohne sich jemals wirklich mit seiner Biologie oder seinem Stresslevel befasst zu haben.
Wer behauptet, die Leine mache für das Tier keinen Unterschied, ignoriert schlichtweg die Bedürfnisse des Hundes.

Wir sind uns jja beim Thema Anleinpflicht einig – das habe ich deutlich geschrieben.
Aber deine aggressive Reaktion auf sachliche Kritik zeigt mir nur, dass du keine inhaltlichen Argumente hast, um deine Ansicht zur Leine zu stützen.