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Dogorama
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heute 17:37

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Chrissy
8. März 11:06
Geh auf die Hundewiese dafür sind die da !!!
Ja, dafür sind die da. Aber das ist eine recht privilegierte Aussage, denn es gibt nicht überall unmittelbar Hundewiesen. Von meiner Mutter aus zum Beispiel sind alle min. eine dreiviertel Stunde entfernt.
Damit meine ich nicht, dass man den Hund auf Biegen und Brechen immer und überall frei laufen lassen sollte, aber in ihrem Ort gibt es keine Anleinpflicht, die Wiesen sind auf 5 cm aktuell gemäht, es ist weitläufig und man kann sehr weit sehen, mein Hund rennt nichts hinterher und hört 1A auf Rückruf, da kann ich es dann tatsächlich verantworten, sie laufen zu lassen. Natürlich mit 100% Konzentration auf sie und sobald ich etwas sichte, wird sie trotzdem vorsichtshalber angeleint.
 
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Manuela
8. März 11:16
Stimmt absolut.. . .aber wenn man die Tiere/ Vögel schützen möchte...warum dürfen dann Katzen/Freigänger das ganze Jahr lang machen was sie wollen ??
Wieviele Hunde gefährden denn tatsächlich brütende Vögel?
Ich würde weder Katze noch Hund dieser Willkür unterziehen.
Für mich ist das einfach nur "mal wieder" eine Idee vom Staat um (falls man erwischt wird) Geld zu machen
 
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❤️Jessica,Andreas & Nova❤️
8. März 11:23
Sinnvoll
 
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Sebbi
8. März 11:41
Ich finde es richtig die Hunde im Wald anzuleinen.Man kann sie ja mall kurz abmachen,wenn sie auf dem Weg bleiben.Zum Geschäft machen oder kurz rennen lassen.Aber bevor sie anfangen zu stöbern und auf dumme Gedanken kommen,gleich wieder an die Leine. Die Waldtiere wohnen dort.Es ist ihr Zuhause.Es ist egoistisch und nicht tierlieb,es zuzulassen,dass sie von den Hunden gejagt,verletzt oder gefressen werden.Wenn man wirklich tierlieb ist, mag man auch Waldtiere und möchte denen nix böses.Mit kurz abmachen meinte ich nicht die Hunde,die sofort in den Wald stürmen und weg sind.Bitte Dann natürlich dran lassen.
Definiere bitte Waldtiere
 
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Sonja
8. März 11:44
Ich kann die ganzen „Leinenbefürworter“ nicht verstehen. Ich habe einen Jagdhund. Sie ist seit sie Welpe ist in einer Hundeschule, macht Hundesport und fährt neben mir am Fahrrad. Sie ist ausgelastet und lässt sich von einem Hasen, Vögel perfekt abrufen, Antijagd-Training. Sie geht super an Pferden vorbei und lebt mit einer Katze zusammen. Und das alles war harte Arbeit. Wenn ich Rehe sehe, wird angeleint. Ich kann so ein Sportpaket nicht den ganzen Zeitraum an die Leine nehmen. Sie muss Futterbeutel suchen und auch mal hinter einem Ball hinterherlaufen. Mit Hunden muss gearbeitet werden und sie brauchen Erziehung. Wer das nicht hinbekommt, sollte wirklich anleinen. Aber das sollte auf keinen Fall für alle gelten.
Irgend wie hast wohl einiges noch nicht so richtig erarbeitet... dein Hund lässt sich von Hasen, Vögel abrufen schön und gut , ABER das ist kein "erfolgreiches" Anti-jagd-training . Erfolreiches Antijagd-Traing bedeutet das ein Hund gar nicht erst hinter Wild und Vögel hinterher geht , ja nichtmal ein Schritt in die Richtung dieser Tiere geht/gehen will .! Er bleibt z.B.stehen und zeigt an durch Vorestehen, hinsetzen etc. und wartet auf "kommado" , oder ignoriert bei Wildsichtug , geht zum Halter ( ohne ein Kommando/Rückruf) . Nur das ist erfolgreiches Anti-jagd Training, den "jagen" beginnt schon vor dem eigentlichen hetzen resp. Richtung des Wilds gehen/pirschen..Das Hunde an Pferden "super vorbeigehen" ist basic ,und sollte selbstversändlich sein. Ja mit Hunden sollte garbeitet weden, aber ganz sicherlich nicht auf "kosten" anderer Tiere, also z.b während Brut-Setzzeit im Wald (abseits des Weges) Futterbeutel suchen, oder Bälle auf Wiesen mit hohem Grasstand werfen etc...
 
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Sebbi
8. März 11:44
Ich kann die ganzen „Leinenbefürworter“ nicht verstehen. Ich habe einen Jagdhund. Sie ist seit sie Welpe ist in einer Hundeschule, macht Hundesport und fährt neben mir am Fahrrad. Sie ist ausgelastet und lässt sich von einem Hasen, Vögel perfekt abrufen, Antijagd-Training. Sie geht super an Pferden vorbei und lebt mit einer Katze zusammen. Und das alles war harte Arbeit. Wenn ich Rehe sehe, wird angeleint. Ich kann so ein Sportpaket nicht den ganzen Zeitraum an die Leine nehmen. Sie muss Futterbeutel suchen und auch mal hinter einem Ball hinterherlaufen. Mit Hunden muss gearbeitet werden und sie brauchen Erziehung. Wer das nicht hinbekommt, sollte wirklich anleinen. Aber das sollte auf keinen Fall für alle gelten.
Wie hast du Shanti das Radfahren beigebracht?
 
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Sebbi
8. März 12:00
Immer dieses Schleppleinenbashing, ich kann es nicht mehr lesen. „Alibi-Sicherung“, „nur Trainingswerkzeug“, „brandgefährlich“ usw. usf. Eine Schleppleine sollte -wie jede andere Leine auch- immer nur eine Notfallabsicherung sein. Wer eine Leine noch für andere Zwecke braucht, sollte daran arbeiten, dass es nicht mehr so ist (Erziehung/Beziehung). Mit und ohne Schleppleine sollte der Hund nicht in Randbereiche, die als Verstecke dienen könnten oder als potentielle Brutstätten. In unserem Wald ist der Randbereich meistenfalls komplett einsehbar, da kann sich niemand verstecken oder brüten. Jeder Hund sollte über ein Erziehungslevel verfügen bei dem er der Ansage ob er ein paar Meter rein darf oder nicht folgt. Thema Verletzungen: Ist der Hund was seine Impulskontrollfähigkeit anbelangt noch nicht so weit, dass er vor dem Schleppleinenende bremst, sollte man die Wickeltechnik anwenden. Wer die Hundewelt mit dem Unfug, dass eine Schleppleine nur Trainingswerkzeug sei (und damit implizit alle Nutzer runterstuft) infiziert hat, den würde ich gerne mal persönlich sprechen. Bei Pepe macht es in seinem Verhalten überhaupt keinen Unterschied, ob er an der 10m Schlepp ist oder nicht. Mir tun alle Hunde leid, die nur an der 2m Leine geführt werden, daran werde ich mich nie halten, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen.
Auf der einen Seite werden hier alle verurteilt, die ihren Hunden den Freilauf gönnen.
Ob der Hund ohne Leine kontrollierbar ist oder nicht, ist dabei völlig egal.

Auf der anderen Seite beschweren sich die Schleppleinenverfechter über die Vorverurteilung☝🏼

Da soll man selbstverständlich nur die Anwender ins Visier nehmen, die wenigstens einigermaßen oder sogar sehr gut mit diesem „Trainingsgerät“ arbeiten.

Obwohl wir alle regelmäßig jene Menschen sehen, die eben diese Leine nur als lange Leine anwenden: nur mit Halsband, im Gespräch mit Gleichgesinnten vertieft oder am Handy – mit der Gewissheit: „Abhauen kann er ja nicht, er ist ja an der Leine.“

Und ja, es gibt sie. Und es sind nicht wenige.
 
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Sebbi
8. März 12:01
Ein Hund der gut erzogen ist, hört, und kein Interesse an Jagd hat ist ein Totschlagargument aus Bequemlichkeit und Ignoranz? Ist es nicht eher Bequemlichkeit und Ignoranz, wenn man den Hund nicht vernünftig das Freilaufen beibringt? Aber das wäre ja Arbeit... Wenn die Besitzer am Handy hängen, bringt auch eine Leine keine Sicherheit. Ein kurzer Ruck und schon ist der Hund im Unterholz. Wie gut wäre es dann, hätte man dem Hund beigebracht im Freilauf auf den Rückruf zu hören🙂 Eine Schleppleine kann übrigens auch arg falsch genutzt(zu lang) und ziemlich zerstörerisch sein. Das bringt Tieren und Nistplätzen am Wegesrand dann auch nichts.
Na endlich kann ich dir mal beipflichten 👍🏼
 
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Sebbi
8. März 12:03
Hart arbeiten können Hunde schon. Erziehung und Ausbildung durch harte Arbeit ist nicht gerade optimal. Positive Bestätigung, Motivation und viel Freude sind für mich keine harte Arbeit.
Wortklauberei?
 
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Sebbi
8. März 12:05
Unsere läuft generell ohne Leine und entfernt sich maximal 5 m von uns . Das ist ihr Wesen und war schon immer so also gibt es da keine Probleme. Zum dem Thema allgemein finde ich es schon ziemlich daneben , Hunde sollen angeleint werden , aber was ist mit den landwirtschaftlichen Arbeitern , Bauern etc?die dürfen fahren wie die Säue und Lärm machen mit ihren Maschinen , Wege verdrecken und dazu noch Flächen abroden Und das noch genau in der besagten Zeit . Da sagt keiner was …
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