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Dogorama
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heute 18:01

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Gabriele
8. März 10:22
Immer dieses Schleppleinenbashing, ich kann es nicht mehr lesen. „Alibi-Sicherung“, „nur Trainingswerkzeug“, „brandgefährlich“ usw. usf. Eine Schleppleine sollte -wie jede andere Leine auch- immer nur eine Notfallabsicherung sein. Wer eine Leine noch für andere Zwecke braucht, sollte daran arbeiten, dass es nicht mehr so ist (Erziehung/Beziehung). Mit und ohne Schleppleine sollte der Hund nicht in Randbereiche, die als Verstecke dienen könnten oder als potentielle Brutstätten. In unserem Wald ist der Randbereich meistenfalls komplett einsehbar, da kann sich niemand verstecken oder brüten. Jeder Hund sollte über ein Erziehungslevel verfügen bei dem er der Ansage ob er ein paar Meter rein darf oder nicht folgt. Thema Verletzungen: Ist der Hund was seine Impulskontrollfähigkeit anbelangt noch nicht so weit, dass er vor dem Schleppleinenende bremst, sollte man die Wickeltechnik anwenden. Wer die Hundewelt mit dem Unfug, dass eine Schleppleine nur Trainingswerkzeug sei (und damit implizit alle Nutzer runterstuft) infiziert hat, den würde ich gerne mal persönlich sprechen. Bei Pepe macht es in seinem Verhalten überhaupt keinen Unterschied, ob er an der 10m Schlepp ist oder nicht. Mir tun alle Hunde leid, die nur an der 2m Leine geführt werden, daran werde ich mich nie halten, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen.
Herzlichen Glückwunsch, dass hier viele so toll erzogene Hunde haben. Ich gehe mit Raya seit Anfang an in die Hundeschule, trotzdem bin ich mir nicht sicher, dass der Rückruf zu 100% funktioniert. Liegt wohl an meiner Inkompetenz 😁. Bislang dachte ich eigentlich, dass ich das sehr gut mache. Aber an alle tollen Hundeführer hier - habt Ihr einen Windhund? Die sind nicht mit Kadavergehorsam gestraft und wenn sie durchstarten auch sehr schnell. Da bin ich dann doch lieber vorsichtig und nehme die Leine. Zum Toben geht es dann halt in Freilaufgebiete.
Mir ist auch der Schutz der Wildtiere sehr wichtig. Die angeblich so toll hörenden Hunde sehe ich dann auch - sie ignorieren ihre rufenden Besitzer weitestgehend. Und dann kommt das Totschlagargument „das hat er ja noch nie gemacht“
 
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Katrin
8. März 10:25
Immer dieses Schleppleinenbashing, ich kann es nicht mehr lesen. „Alibi-Sicherung“, „nur Trainingswerkzeug“, „brandgefährlich“ usw. usf. Eine Schleppleine sollte -wie jede andere Leine auch- immer nur eine Notfallabsicherung sein. Wer eine Leine noch für andere Zwecke braucht, sollte daran arbeiten, dass es nicht mehr so ist (Erziehung/Beziehung). Mit und ohne Schleppleine sollte der Hund nicht in Randbereiche, die als Verstecke dienen könnten oder als potentielle Brutstätten. In unserem Wald ist der Randbereich meistenfalls komplett einsehbar, da kann sich niemand verstecken oder brüten. Jeder Hund sollte über ein Erziehungslevel verfügen bei dem er der Ansage ob er ein paar Meter rein darf oder nicht folgt. Thema Verletzungen: Ist der Hund was seine Impulskontrollfähigkeit anbelangt noch nicht so weit, dass er vor dem Schleppleinenende bremst, sollte man die Wickeltechnik anwenden. Wer die Hundewelt mit dem Unfug, dass eine Schleppleine nur Trainingswerkzeug sei (und damit implizit alle Nutzer runterstuft) infiziert hat, den würde ich gerne mal persönlich sprechen. Bei Pepe macht es in seinem Verhalten überhaupt keinen Unterschied, ob er an der 10m Schlepp ist oder nicht. Mir tun alle Hunde leid, die nur an der 2m Leine geführt werden, daran werde ich mich nie halten, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen.
Ich hatte mich damals bei der Gemeinde erkundigt. Suki war da fast ein Jahr alt, Wild fand sie zu dem Zeitpunkt noch uninteressant aber sie war schon immer extrem neugierig. Als Antwort bekam ich das die Leinenlänge total egal ist bei uns solange die Regeln eingehalten werden. Hund muss auf dem Weg bleiben und in der Nähe vom Halter. Also nix mit ich lass den Hund 10m vor mir laufen oä. Dementsprechend war unsere Leine immer zwischen 3 oder 5m lang und Suki wurde so geführt das sie zu dieser Zeit eben in genau diesem Radius bei mir auf dem Weg blieb. Wir haben hier in Nds aber auch Wege und Plätze die von der Leinenpflicht ausgenommen sind. Diese Stellen wurden dann genutzt um zB Hunde spielen zu lassen oder den Hund mit Dummy oder ähnliches auszulasten.

Es sind ja nur ein paar Monate im Jahr wo man verstärkt Rücksicht auf die Wildtiere nehmen soll. Stört mich persönlich auch kein Stück, im Gegenteil. Dann arbeiten wir halt in dieser Zeit verstärkt an anderen Dingen und toben, rennen, schnüffeln halt dort wo es erlaubt ist. Inzwischen allerdings an der auf passender Länge eingestellten Flexi und nicht mehr an der Schlepp. Im Wald 2-3m, am Feld auch mal bis zu 5m je nach Wegbreite. Es gab hier nie Probleme. Weder wegen der Leinenlänge noch bei den Auslastungsmöglichkeiten. 3½M sind fix um.
 
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Jochen
8. März 10:26
Herzlichen Glückwunsch, dass hier viele so toll erzogene Hunde haben. Ich gehe mit Raya seit Anfang an in die Hundeschule, trotzdem bin ich mir nicht sicher, dass der Rückruf zu 100% funktioniert. Liegt wohl an meiner Inkompetenz 😁. Bislang dachte ich eigentlich, dass ich das sehr gut mache. Aber an alle tollen Hundeführer hier - habt Ihr einen Windhund? Die sind nicht mit Kadavergehorsam gestraft und wenn sie durchstarten auch sehr schnell. Da bin ich dann doch lieber vorsichtig und nehme die Leine. Zum Toben geht es dann halt in Freilaufgebiete. Mir ist auch der Schutz der Wildtiere sehr wichtig. Die angeblich so toll hörenden Hunde sehe ich dann auch - sie ignorieren ihre rufenden Besitzer weitestgehend. Und dann kommt das Totschlagargument „das hat er ja noch nie gemacht“
Ähm Gabriele, hast du meinen Kommentar überhaupt gelesen?
 
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Karen
8. März 10:30
Unsere läuft generell ohne Leine und entfernt sich maximal 5 m von uns . Das ist ihr Wesen und war schon immer so also gibt es da keine Probleme.
Zum dem Thema allgemein finde ich es schon ziemlich daneben , Hunde sollen angeleint werden , aber was ist mit den landwirtschaftlichen Arbeitern , Bauern etc?die dürfen fahren wie die Säue und Lärm machen mit ihren Maschinen , Wege verdrecken und dazu noch Flächen abroden Und das noch genau in der besagten Zeit . Da sagt keiner was …
 
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Jessica
8. März 10:35
Hart arbeiten können Hunde schon. Erziehung und Ausbildung durch harte Arbeit ist nicht gerade optimal. Positive Bestätigung, Motivation und viel Freude sind für mich keine harte Arbeit.
Oje, da habe ich wohl ein falsches Wort verwendet. Wird ja auch alles auf eine Goldwaage gelegt, was man so schreibt. Mit positiver Bestärkung, Motivation und viel Schleppleinen-Training haben wir das gemeinsam hinbekommen. Und ja, das war sehr -ich nenne es jetzt mal, viel Training-.
 
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Patricia
8. März 10:46
Ich finde die Leinenpflicht gerade in der Brut- und Setzzeit sehr wichtig, richtig und sinnvoll. Ich selber besitze zwei Labbimädels und reagieren auch zu 100% auf meinen Rückruf ABER Hunde sind auch "nur" Lebewesen die mal nicht so "funktionieren" wie gewohnt. Und bevor ein Aufschrei kommt: in gewissen Gebieten dürfen meine Mädels ohne Leine laufen. Und ja, Labbis sind Jagdhunde aber es ist meine Pflicht dafür zu sorgen das weder Mensch noch Tier zu Schaden kommt. Da bringt auch keine Schleppleine etwas da man gar nicht so schnell reagieren kann wenn der Hund lossprintet.
 
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Jochen
8. März 10:48
Abseits des bashings sollte erwähnt sein, daß im Sinne der Leinenpflicht eine Schleppleine im regionalen Bereich als Leine akzeptiert wird. Denn diese sind manchmal explizit ausgenommen oder es gibt klare Angaben zur Leinenlänge, was sie implizit ausschließt. Ist natürlich in einem nationalen Forum wie hier schwer zu beurteilen, bei wen der Schleppleinennutzer alles konform mit der regionalen Leinenpflicht ist und bei wem es diese halt nicht erfüllt. Aber zumindest ist oft klar, dass eine Schleppleine keine Führleine ist. Du lieferst hier ja auch die Argumente, die beim Schleppleinen-Bashing genannt werden. Diese alleine sichert den Hund nicht.
"Sicher sichert" die Schleppleine auch einen unerzogenen Hund.
Sie entbindet aber den Halter nicht, aufmerksam zu bleiben und jederzeit kann sie kürzer gefasst werden (zB. bei uneinsehbaren Randbereichen).

Und was Bestimmungen angeht, bin ich stets bemüht..., aber mein Hirn schalte ich dennoch nicht aus.
 
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Michi
8. März 10:51
Ich finde die Leinenpflicht gerade in der Brut- und Setzzeit sehr wichtig, richtig und sinnvoll. Ich selber besitze zwei Labbimädels und reagieren auch zu 100% auf meinen Rückruf ABER Hunde sind auch "nur" Lebewesen die mal nicht so "funktionieren" wie gewohnt. Und bevor ein Aufschrei kommt: in gewissen Gebieten dürfen meine Mädels ohne Leine laufen. Und ja, Labbis sind Jagdhunde aber es ist meine Pflicht dafür zu sorgen das weder Mensch noch Tier zu Schaden kommt. Da bringt auch keine Schleppleine etwas da man gar nicht so schnell reagieren kann wenn der Hund lossprintet.
Super Einstellung 👍 👌
 
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Margarete
8. März 10:52
Unsere läuft generell ohne Leine und entfernt sich maximal 5 m von uns . Das ist ihr Wesen und war schon immer so also gibt es da keine Probleme. Zum dem Thema allgemein finde ich es schon ziemlich daneben , Hunde sollen angeleint werden , aber was ist mit den landwirtschaftlichen Arbeitern , Bauern etc?die dürfen fahren wie die Säue und Lärm machen mit ihren Maschinen , Wege verdrecken und dazu noch Flächen abroden Und das noch genau in der besagten Zeit . Da sagt keiner was …
Die Bauern und Jäger suchen mit Drohnen die Wiesen und Felder ab und retten Tiere. Übrigens die Bauern fahren auch landwirtschaftliche Wege und wenn das Wetter schlecht ist werden die Strassen verschmutzt. Es ist eine Frechheit diesen Schmutz mit liegengelassenem Hundekot zu vergleichen. Scheinbar lebst Du nur von Wasser, ohne Brot, Gemüse, Salat, Butter, Milch usw. Das wird von Bauern geliefert. Ich bin kein Bauer, aber ich achte verantwortungsvolle Menschen.
 
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Jeannette
8. März 10:59
Ich finde es richtig die Hunde im Wald anzuleinen.Man kann sie ja mall kurz abmachen,wenn sie auf dem Weg bleiben.Zum Geschäft machen oder kurz rennen lassen.Aber bevor sie anfangen zu stöbern und auf dumme Gedanken kommen,gleich wieder an die Leine. Die Waldtiere wohnen dort.Es ist ihr Zuhause.Es ist egoistisch und nicht tierlieb,es zuzulassen,dass sie von den Hunden gejagt,verletzt oder gefressen werden.Wenn man wirklich tierlieb ist, mag man auch Waldtiere und möchte denen nix böses.Mit kurz abmachen meinte ich nicht die Hunde,die sofort in den Wald stürmen und weg sind.Bitte Dann natürlich dran lassen.