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Dogorama
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heute 00:32

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Andrea
7. März 22:36
Notwendig, weil die wenigsten Hunde wirklich zu 100% abrufbar sind, wenn vor ihrer Nase Wild aufschreckt und los läuft.
Jagdtrieb lässt sich nicht einfach abschalten.🦆🐕

Viele Halter merken garnicht das ihre Hunde bereits fleißig Jagdverhalten zeigen und tun es als bloßes schnüffeln ab. An Wildstraßen zu schnüffeln/stöbern ist die erste Stufe von aktiven Jagdverhalten.

Während der Brut- und Setzzeit ist das Wild vermehrter unterwegs (verteilt mehr Gerüche) und da ist die Leine allein deshalb durchaus berechtigt. 🐗🦊🦌

Die Brut- und Setzzeit kommt jedes Jahr aufs Neue und da ist es meine Aufgabe als Halter, vorzeitig für Alternativen zu sorgen, um den Hund auszulasten. Stichwort Planung.
Weihnachten kommt ja auch nicht plötzlich.

Mögliche Alternativen sind Suchspiele, andere Wege nehmen, Besuche in der Hundeschule (manche bieten Spaziergänge in Gruppen an), Kommandotraining, Degilityübungen für unterwegs, Mantrailing, uvm.

Man kann sich jetzt dauerhaft über etwas ärgern das jährlich stattfindet oder sich mit konstruktiven Alternativen auseinander setzen und trotzdem Spaß haben.💜
Ich habe mich für Spaß entschieden.
Da bleibt auch die Laune besser. 🫠😉
 
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Claudia
7. März 22:39
Ich finde es gut, wie es in NRW gehandhabt wird. Ganzjährig keine Leinenpflicht für Hunde die abrufbar sind und auf dem Weg bleiben. In Naturschutzgebieten in Ortschaften bleiben die Hunde an der Leine.
Da bin ich auch sehr dankbar, dass es bei uns so ist. Meine laufen immer ohne Leine auf den Wegen.
 
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Andrea
7. März 22:39
Auch wenn es sich jetzt spießig anhört ..... Wie handhaben es so ,dass wir Rücksicht auf die Wildtiere nehmen. Außerhalb der Leinenpflicht darf meine Hündin ohne Leine laufen, sie muss aber auf dem Weg bleiben. Sie darf nicht uns Dickicht oder in den Wald rein laufen, da leben andere Tiere und da hat sie einfach nichts zu suchen ...... Jagen sollte kein Hund . Jeder Hundehalter sollte Rücksicht auf andere Lebewesen & Mitmenschen nehmen und seinen Hund bei sich halten und dafür sorgen dass kein Wild und andere Menschen belästigt werden. Es gibt genügend Menschen die Angst vor Hunden haben ,dass sieht man denen nicht an und Angst hat auch immer ein Grund. Alles andere finde ich egoistisch . Den wir sind im Wald quasi nur Gast . Austoben können sich die Hunde im Garten oder auf ausgewiesene Hundfreilaufflächen, dafür muss man nicht den Lebensraum anderer Tiere nutzen..... Ich wohne in Niedersachsen und hier gilt die Leinenpflicht ab 01.04 - 15.07 ..... Meine Hündin läuft jetzt schon an der Leine ,denn es gibt jetzt schon vermehrt Wild und auch das Wild hat jetzt schon Nachwuchs ...... Austoben darf sie sich im Garten oder wir fahren in den Hundeverein.
Sehr gut zusammengefasst und dem schließe ich mich an.
 
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Nathalie
7. März 23:23
Notwendig, weil die wenigsten Hunde wirklich zu 100% abrufbar sind, wenn vor ihrer Nase Wild aufschreckt und los läuft. Jagdtrieb lässt sich nicht einfach abschalten.🦆🐕 Viele Halter merken garnicht das ihre Hunde bereits fleißig Jagdverhalten zeigen und tun es als bloßes schnüffeln ab. An Wildstraßen zu schnüffeln/stöbern ist die erste Stufe von aktiven Jagdverhalten. Während der Brut- und Setzzeit ist das Wild vermehrter unterwegs (verteilt mehr Gerüche) und da ist die Leine allein deshalb durchaus berechtigt. 🐗🦊🦌 Die Brut- und Setzzeit kommt jedes Jahr aufs Neue und da ist es meine Aufgabe als Halter, vorzeitig für Alternativen zu sorgen, um den Hund auszulasten. Stichwort Planung. Weihnachten kommt ja auch nicht plötzlich. Mögliche Alternativen sind Suchspiele, andere Wege nehmen, Besuche in der Hundeschule (manche bieten Spaziergänge in Gruppen an), Kommandotraining, Degilityübungen für unterwegs, Mantrailing, uvm. Man kann sich jetzt dauerhaft über etwas ärgern das jährlich stattfindet oder sich mit konstruktiven Alternativen auseinander setzen und trotzdem Spaß haben.💜 Ich habe mich für Spaß entschieden. Da bleibt auch die Laune besser. 🫠😉
Das finde ich so schlimm , dass viele Hundehalter ihren Hund nicht lesen können. Dann wären durchaus weniger Probleme vorhanden.
Bei meiner Hündin merke echt es sofort ,wenn sie Wild schnüffelt. Entweder schnüffelt sie sehr stark an einer Stelle oder sie blribt stehen und hebt eine Pfote und da breche ich das ganze schon ab entweder mit einem Klicker und ich rufe sie raus. Aber es gibt zuviel die sind mit dem Smartphone oder sonst was beschäftigt...,der Hund läuft dann so nebenbei. Sowas finde ich echt traurig 😢
 
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Wolfgang
7. März 23:33
Jedes Jahr die gleiche Leier. Es ändert sich eh nichts. Die einen halten sich dran und die anderen nicht.
 
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Tim
7. März 23:33
Nervig. Vor allem wenn man Hunde hat, die weder Interesse an der Jagd haben, noch die Wege großartig verlassen und obendrein noch jederzeit abrufbar sind.

Dumme/Unfähige/Rücksichtslose Menschen lassen sich auch von Verboten nicht daran hindern dumm,unfähig und rücksichtslos zu sein. Unterm Strich müssen also mal wieder nur die Hunde büßen, die vernünftig erzogen wurden und verantwortungsvoll geführt werden.

Eine Schleppleine verstößt übrigens auch gegen die Leinenpflicht. Leinenpflicht bedeutet maximal 2 Meter. Auch mit einer langen Schleppleine können Hunde Wildtiere aufstöbern. Nur mal so.

Ein halbes Jahr lang ein Hund an einer maximal 2 m langen Leine zu führen ist für mich außerdem nicht artgerecht und schränkt die Lebensqualität des Hundes stark ein. Vor allem, wenn er es gewöhnt ist, ohne Leine zu laufen.

Währenddessen werden zwischen 5 und 7 Millionen Tiere jährlich in Deutschland durch Jagd getötet und mehrere hunderttausend durch Verkehrsunfälle. Aber wehe ein Hund schreckt mal einen Hasen oder ein Reh auf, was auch mit einer Leine passieren kann, wenn die Tiere nah am Weg sind. Dann geht's aber los, da ist dann definitiv Schluss mit lustig.
 
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Tim
7. März 23:34
Jedes Jahr die gleiche Leier. Es ändert sich eh nichts. Die einen halten sich dran und die anderen nicht.
Das auch.
 
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Hanno
heute 00:04
Unser Rüde läuft während der Brut- und Setzzeit an der Schleppleine, wo es erlaubt ist. Toben und rennen kann er auf gekennzeichneten Flächen (z.B. Hundespielplatz). Better safe than sorry ✌️
wenn es diese gäbe
 
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Kerstin
heute 00:32
Also in Hannover gibt es definitiv zu wenig Freilaufflächen.

Ich finde es auch übertrieben. Wenn ein Hund sicher auf dem Weg und nur so 2-3 Meter entfernt vom Halter bleibt, warum bitte muss man den anleinen?

Und dann hatteich letztes Jahr eine Situation, da hab ich echt gedacht:"Jetzt reicht es auch mal." Ich wohne in einer sogenannten Spielstrasse. Hier gibt es keine Bordsteinkanten, es soll hier alles barrierefrei sein. Fußgänger und Autos sind durch die auf den Boden gemalten Parktaschen voneinander getrennt. Die mit Verbundpflaster gepflasterten Strasse ist eine Sackgasse. Da stehen einparken Bäume in Baumscheiben, die leider oft als Hundeklo missbraucht werden. An geschlossenen Ende der Sackgasse geht ein Fussweg ab. Rechts und links davon Wiesen. Dort herrscht das ganze Jahr Leinenpflicht, weil die Wiese von einem Kindergarten und einer Schule ein paar Meter weiter als Spielwiese genutzt wird.

Ich komme mit Milo aus dem Haus und wir gehen zum Auto. Dazu müssen wir an 2 Bäumen vorbei. In denen nisten keine Vögel. Das Auto steht etwa 20 Meter von den Spielwiesen entfernt. Vom Haus zum Auto sind es ca 10 Meter, alles gepflastert. Für diese 10 Meter Leine ich Milo nicht an. Der geht eh neben dem Rollstuhl. Wen̈n was ist, Strecke uch den Arm zu Seite aus und greife ins Geschirr. Wir gehen auf gepflasterten Bpden, hier nistet nimand.

Trotzdem wurde ich von einer Passantin angesprochen, ob mir nicht bekannt sei, dass während der Brut- un Setzzeit Leinen Pflicht hersche. Ich habe zurückgefragt, ob sie hier irgendwo ein Nedt oder ein yJungtier sehe. Da legte sie erst richtig los, auf der Wiese sei immer Leinepflicht, ob die Schilder nicht gross genug seien. Ich so:"Die Wiese ist da drüben, der Hund ist hier, da ist noch viel Platz dazwischen." Sie:"Aver wenn der Hund jetzt da hinläuft, er ist nicht angeleint." Ich;"Macht er nicht wir steigen jetzt hier ins Auto." Sie wollte noch was sagen, ich hab sie einfach stehen gelassen. Soll sie mich beim Ordnungshüter melden, anzeigen oder sonstwas. Wir haben nichts falsch gemacht.