Ich sehe darin tatsächlich eine Entmündigung und finde, daß man den Bürgern mehr Eigenverantwortung zugestehen sollte. Leider aber zeigen viele immer wieder, daß sie sich nicht verantwortungsvoll verhalten können, sei es anleinen von Hunden mit Jagdtrieb oder auch das einsammeln der Hundescheiße.
Mein Hund Jagd nicht, bleibt auf dem Weg und bei mir. Sie bleibt selbst dann auf dem Weg, wenn ich zum sammeln und fotografieren davon abweiche. Wäre es nicht so, bestünde Gefahr, daß sie Jagd oder abseits der Wege stöbert, dann wäre sie selbstverständlich an der Leine, nicht nur zur Brut und Setzzeit. So sehe ich die Leine bei ihr nicht als notwendig an.
Bei der alljährlichen Diskussion dazu finde ich zwei Sachen extrem nervig. Einmal, daß einige ihre Hunde vorbildlich während der Brut- und Setzzeit angeblich permanent angeleint haben, aber den Rest der Zeit nicht. Ein Hund der nicht gut kontrollierbar ist und einen Jagdtrieb hat gehört ganzjährig in der Natur an die Leine.
Das andere sind Leute, die meinen, sich an die Leinenpflicht zu halten und dann eine meterlange Schleppleine verwenden. Die haben nicht verstanden, was Bodenbrüter und Setzzeit bedeutet. Da richtet eine Schleppleine schnell mal einigen Schaden an. Auch bei den seltenen Pflanzen in geschützten Biotopen. Eine Schleppleine ist keine Erfüllung der Leinenpflicht, sondern ein Trainingsinstrument. In einigen Regionen wird daher auch spezifiziert, daß eine Leine nicht länger als 2m sein darf.
Darüber hinaus sollte es selbstverständlich sein den Hund zu sichern, wenn man anderen Menschen begegnet, und anzuleinen, wenn unbekannte Hunde kommen.
Da bin ich bei allem was du gerade schreibst absolut deiner Meinung.
Schleppleine - der richtige Umgang damit ist vielen nicht bewusst.