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Dogorama
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heute 06:12

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Rosi
7. März 18:11
Wenn der Hund hört kann mann ihn auch mal Laufen lassen
O.K. auf ausgesuchten Plätzen, nicht in der Stadt
 
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Ulrike
7. März 18:12
Notwendig wenn der Hund nicht hört. Auch dann keine Schleppleine. Wenn Freilauf dann am Weg bleiben und nicht ins Unterholz rein. Meine laufen immer ohne Leine und müssen immer am Weg bleiben das ganze Jahr. Bei uns gibt es keine Leinenpflicht, auch in der Stadt nicht.
Absolut richtig. Unsere Fluse hat Jagdtrieb . Wenn ich schnell bewegende Objekte oder Katzen , Eichhörnchen und co nicht vorher sehe , weiß ich nicht , was sie dann macht .
Hier am Ammersee gibts aber eine Frau , die lässt ihren Hund laufen . Diese Tage stellte er einen jungen Gastro Mitarbeiter . Er war gerade im Begriff einen Aufsteller am Wegesrand hinzustellen. Der Mann hatte furchtbare Angst . Dann kam der Hund auf uns zu und wollte an unsere Fluse . Mein Mann bat die Frau ihren Geylord anzuleinen. Versuche sie aber der Köter rannte immer weg . Frech wurde die Tante auch noch .
 
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Jas Men
7. März 18:13
Wie viele gerissene Kitze hast du denn schon gesehen? Ich habe ein einziges Mal ein Reh gesehen, dass sich verletzt hat, weil es über den Zaun, mit dem der in einenWald übergehende Park eingegrenzt war, gesprungen ist und sich dort den Bauch aufgeschlitzt hat. Und bei uns in der Ecke gibt es sehr viele Rehe. Wird das nicht alles ein wenig überspitzt? Hier ist eine sehr große Hundecommunity und ich kenne nicht einen einzigen Hund, der schon mal ein Kitz oder ausgewachsenes Tier gerissen hätte.
Weiß nicht, ob jetzt Hundehalter unbedingt das hier so veröffentlichen, wie den letzten schönen Spaziergang … Zumal ja auch schon ausreichen kann, wenn ein Hund ein Nest findet und einfach da das Kitz freundlich beschnuppert und ableckt …
 
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Rosi
7. März 18:14
…. und werden leider oft noch unangenehm , wenn man freundlich bittet , doch ihren Hund anzuleinen …. er tut doch nichts , ist ganz lieb 🤔
seiner evtl. nicht, aber meiner.....dann ist das Geschrei groß
 
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Thomas
7. März 18:16
Alle reden von den Hunden in der Brunfzeit. Was ist mit den Katzen? Die können machen was sie wollen? Holen sich die Vögel aus den Nestern,scheißen und Pinkeln in den Sandspielkisten.
 
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Angelika
7. März 18:17
Ich halte Leinenpflicht für überflüssig. Hundehalter, die ihre Hunde gut erzogen haben, sind verantwortungsvoll und nehmen ihren Hund an die Leine. Hunde, die nicht gehorchen werden von ihren Haltern auch nicht angeleint. Im übrigen gibt es genügend Regionen ohne Leinenpflicht und es funktioniert.
Nur weil du nicht mitbekommst, wie Wild gehetzt oder gerissen wird, funktioniert es?
 
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Angelika
7. März 18:19
Jagdhunde die jagen müssen immer an der Leine bleiben wenn sie nicht hören, nicht nur in der Brut und setz Zeit.
Darum ging es nicht
 
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Angelika
7. März 18:21
Ja. Und wir haben einen sennenhund der mir nicht von der Seite weicht. Der sämtliche Eichhörnchen, Katzen, Füchse und Rehe ignoriert und sich zu 100% auf mich konzentriert. Da ist die Leinenpflicht total deppert
Wenn er dir nicht von der Seite weicht, stört ja auch die Leine nicht 🤷🏼‍♀️
 
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Tatjana
7. März 18:21
Meine beiden dürfen ohne Leine laufen.Rückruf klappt sehr sehr gut und sie bleiben immer mit uns auf dem Weg.
In den Wald einfach laufen gibt es auch nicht.
 
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wolf
7. März 18:21
Ich sehe darin tatsächlich eine Entmündigung und finde, daß man den Bürgern mehr Eigenverantwortung zugestehen sollte. Leider aber zeigen viele immer wieder, daß sie sich nicht verantwortungsvoll verhalten können, sei es anleinen von Hunden mit Jagdtrieb oder auch das einsammeln der Hundescheiße.

Mein Hund Jagd nicht, bleibt auf dem Weg und bei mir. Sie bleibt selbst dann auf dem Weg, wenn ich zum sammeln und fotografieren davon abweiche. Wäre es nicht so, bestünde Gefahr, daß sie Jagd oder abseits der Wege stöbert, dann wäre sie selbstverständlich an der Leine, nicht nur zur Brut und Setzzeit. So sehe ich die Leine bei ihr nicht als notwendig an.

Bei der alljährlichen Diskussion dazu finde ich zwei Sachen extrem nervig. Einmal, daß einige ihre Hunde vorbildlich während der Brut- und Setzzeit angeblich permanent angeleint haben, aber den Rest der Zeit nicht. Ein Hund der nicht gut kontrollierbar ist und einen Jagdtrieb hat gehört ganzjährig in der Natur an die Leine.

Das andere sind Leute, die meinen, sich an die Leinenpflicht zu halten und dann eine meterlange Schleppleine verwenden. Die haben nicht verstanden, was Bodenbrüter und Setzzeit bedeutet. Da richtet eine Schleppleine schnell mal einigen Schaden an. Auch bei den seltenen Pflanzen in geschützten Biotopen. Eine Schleppleine ist keine Erfüllung der Leinenpflicht, sondern ein Trainingsinstrument. In einigen Regionen wird daher auch spezifiziert, daß eine Leine nicht länger als 2m sein darf.

Darüber hinaus sollte es selbstverständlich sein den Hund zu sichern, wenn man anderen Menschen begegnet, und anzuleinen, wenn unbekannte Hunde kommen.