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Gina
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 22
zuletzt 27. Sept.

Milchleisten raus? Mammatumore

Wichtige Frage, Bitte um Erfahrungswerte/Fachwissen!!🚨❤️
Mammaturmore / Kastration / Gebärmuttervereiterung

Meine Hündin Sammy ist 9 Jahre alt, ein Goldendoodle mit ca. 15 kg und nicht kastriert.

🔹 Vorgeschichte:
Im März 2025 wurde an der linken Milchleiste (vorletzte Zitze) ein bösartiger Mammatumor entfernt (etwas kleiner als eine Erbse). Februar 2026 wurde rechts ein gutartiger Mammaturmor entfernt.

🔹 Aktuelle Situation:
Mitte April 2026, etwa 3 Wochen vor ihrer Läufigkeit hab ich den Knoten ertastet.

🔹 Geplante OP & unterschiedliche Meinungen:
• Erste Tierärztin:
→ nur den Tumor entfernen, möglichst kurze/flache Narkose
→ keine Kastration, da sie in dem Alter keine weiteren Mammatumoren mehr vorbeugen kann
• Zweite Meinung:
→ Entfernung des hinteren Teils der linken Milchleiste (die letzten 3 Zitzen), da dieser Bereich ein eigenes Lymphsystem hat
→ nicht die komplette Milchleiste, um den Eingriff kleiner zu halten
→ zusätzlich evtl. Kastration
• bei unauffälliger Gebärmutter: nur Eierstöcke
• bei Auffälligkeiten: Gebärmutter mit entfernen

🔹 Wichtig:
Mir ist bewusst, dass eine Kastration in diesem Alter keine neuen Mammatumoren mehr verhindern kann, da die hormonellen Einflüsse bereits tief im Körper verankert sind.
Es geht bei der Kastration nicht um die Mammatumoren, sondern ausschließlich um:
• die Vorbeugung gutartiger (hormonabhängiger) Veränderungen
• und darum, eine Gebärmuttervereiterung lebenslang ausschließen zu können.

🔹 Zusätzliche Aussage der zweiten Tierärztin:
Sie sagte offen, sie würde eine Kastration bei ihrer eigenen Hündin nur dann durchführen, wenn diese starke Probleme mit der Läufigkeit gehabt hätte
(z. B. Scheinschwangerschaften, Milchbildung, starke Belastung).
Das hatte Sammy nie – ihre Läufigkeiten waren immer unauffällig.

❓ Meine offenen Fragen an euch:
• Wie groß ist der Eingriff (Milchleisten-OP + evtl. Kastration) wirklich?
• Wie sind eure Erfahrungen mit der Wundheilung bei älteren Hündinnen?
• Ist die OP-Dauer eventuell zu lang für eine 9-jährige Hündin?
• Würdet ihr die Kastration trotzdem machen lassen oder darauf verzichten?

Ich fühle mich gerade sehr unsicher und überfordert und wäre dankbar für eure Erfahrungen und ehrlichen Meinungen 🙏🐶
 
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Ute
26. Sept. 15:45
Hallo 🙋🏼‍♀️ zur Milchleiste: Was raus ist, kann nicht mehr entarten. Ich würde entfernen. Ja, die OP ist groß, aber nicht die Chirurgie selbst, sondern die Nachsorge. Zur Kastration wegen einer Pyometra: Wenn du kastrierst, dann sowohl Ovarien als auch den Uterus. Weil der Urerus auch ohne Ovarien entarten kann. Mit höherem Alter steigt das Risiko natürlich, logisch. Die OP selbst sind eben in der Nachsorge nicht ganz einfach. Wenn man den Hund konsequent 10 Tage in Watte packt, ist es machbar, aber es sind große Wunden, ohne Frage. Ich habe meine Hündin kastrieren lassen müssen, aber ich bin ehrlich, das war kein einfaches Spiel in Nachgang dafür zu sorgen, dass kein Zug drauf kommt etc. Was wirklich problematisch war: meine Hündin konnte keine Entzündungshemmer bekommen, dadurch war es doppelt wild bei uns. Aber nach den 10 Tagen war der Spuk vorbei 🤝 Und zum Alter: 9 Jahre bei einem großen gesunden Hund sind wirklich kein Thema 🙂
Meine kleine Chihuahuadame ist jetzt 12 und im Juli ebenfalls an der Milchleiste operiert worden. Die Knoten waren gutartig. Die OP ist prima verlaufen und der kleinen geht es richtig gut
 
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Barbara
27. Sept. 12:26
Hallo Gina, also ich hatte vor 5 Jahren dieselbe Frage, weil ein Knoten an der Vorletzen Zitze re. vorlag. Meine Abby (Tibet-Terrier-Mix),war damals 8 Jahre alt. Habe mich viel mit meiner Tierärztin beraten, der ich fachlich wie menschlich sehr vertraue, da ich bei ihr von Anfang an mit Abby in Behandlung war. Habe mich dazu entschlossen die komplette Leiste und Kastration machen zu lassen und ca 6 Monate später auch vorsorglich die andere Leiste zu entfernen. Letztendlich war Abby dann einen Tag vor der 1. OP läufig geworden, weshalb die Kastration auf Grund höherem Blutungsrisiko zurückgestellt wurde. Dies wurde dann bei der 2. OP gemacht, welche völlig Problemlos verlief, obwohl Abby vorher immer Probleme mit einem "Rebound-Effekt" bei Vollnarkosen hatte. Ich bin froh, dass es so gelaufen ist, da ich mir nun auch keine Gedanken mehr um Gebärmuttervereiterung etc. machen muss. Ich würde es immer wieder so machen auch in dem Alter 8-9 Jahre (bei der zweiten, größeren OP war sie 9). Man muss zwar immer im Kopf haben, dass etwas passieren kann, aber die Narkosen sind heutzutage sehr gut steuerbar und das höhere Risiko ist, egal ob große oder kleine OP, eine Wundheilungsstörung durch Infektionen oder auch Allergien. Dieses Problem hatten wir bei der 1. OP, bei der das Karzinom entfernt wurde. Abby hat wahrscheinlich allergisch auf das Nahtmaterial reagiert. Dies hat uns dann noch 3 "Ehrenrunden" gebracht, weil dies eigentlich sehr unwahrscheinlich ist und der Verdacht anfangs eher auf einer Infektion durch die einliegende Drainage und ihrer Weigerung drinnen (im Trockenen, bei Dauerregen) zu pinkeln lag, da dies eigentlich auch wahrscheinlich war.
Trotzdem bin ich letztendlich mit der Entscheidung sehr glücklich und würde mich, trotz der Probleme die es gab, immer wieder so entscheiden.