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Verfasser
Diana
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Anzahl der Antworten 26
zuletzt 2. Feb.

Alten Hund noch operieren ?

Hallo, wir haben einen fast 15 Jahre alten Havaneser-Malteser Mix. Er war nie wirklich beim Arzt (außer natürlich Impfung usw)und ein paar seiner Zähne mussten ihm im Jungen Alter gezogen werden. Jetzt hat er Demenz, irrt nachts durchs EG, es gibt bessere und schlechtere Nächte. 1-3x müssen wir raus zum pipi machen. August letzten Jahres ist er die Treppe runter gefallen. Beim Ultraschall von Wirbelsäule und Bauch wurde ein schwarzer Fleck an der Niere entdeckt. Seitdem bekommt er Schmerzmittel, jeden Abend 1 Tablette. Kurz vor Weihnachten war ich wieder beim Doc um schauen zu lassen, ob der Fleck gewachsen ist. Diagnose: es sind einige dazu gekommen. Die Ärztin meinte, es wären prall mit Blut gefüllte „Dinger“, die platzen könnten. Er ist schon alt und hat einige Baustellen, Demenz, dann der Krebs !? , seine Zähne müssten gemacht werden (Zahnstein), er hat überall so Fettbeulen… Die Tierärztin riet mir, ihn zu erlösen. Es gäbe noch die Möglichkeit einer probenentnahme, um zu schauen ob es operabel ist, aber ob ich das einem so alten Hund noch antun will ? Hat oder hatte jemand auch so einen Pflegefall ? Was habt ihr gemacht ? Oder wie würdet ihr entscheiden ?
 
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Sabine
2. Feb. 16:40
Ich bin mir sicher, dass das von Hund zu Hund individuell ist. Demenz ist nich gleich Demenz, Herzerkrankung ist nicht gleich Herzerkrankung. Bei jeder Erkrankung gibt es ja verschiedene Abstufungen. Und das kann man in einem Forum ja nicht sehen. Letzten Endes könnte nur unser Hund uns sagen wie sie sich wirklich fühlen, aber diese können wir ja nicht fragen. Wir können sie nur beobachten und lesen. Solange die Freunde am Leben bei weitem überwiegt bei meinem Hund, werde ich alles dafür geben, dass das so bleibt. Dabei versuche ich zu beachten, dass ich keine unethische Entscheidungen treffe. Das ist aber manchmal schwieriger getan als gesagt bei seinem geliebten Tier. Ich bin sehr dankbar über meine gute Ärztin aus der Klink. Ihr kann ich echt vertrauen und sie bringt medizinische Entscheidungen immer auf den Punkt und klärt dabei im kleinsten Detail auf.
Aber es geht mir ja auch gar nicht um deinen Hund. Die Antwort ist individuell für den geschilderten Fall.
 
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Verena
2. Feb. 16:50
Aber es geht mir ja auch gar nicht um deinen Hund. Die Antwort ist individuell für den geschilderten Fall.
Ja war von mir wohl bisschen unglücklich ausgedrückt. Meinte allgemein alle Erkrankungen/ Diagnosen können sich bei jedem ja anders „schwer“ oder „leicht“ zeigen.
Ich finde es nur schwer über was geschriebenes eine Entscheidungs Findung geben zu können, da ich den Hund nicht kenne. Ist mein persönliches empfinden.
Darum bin ich wohl etwas zu weit zu meiner Oma abgerutscht.
Ich hoffe aber man versteht was ich damit ausdrücken wollte.
 
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Sabine
2. Feb. 16:56
Ja war von mir wohl bisschen unglücklich ausgedrückt. Meinte allgemein alle Erkrankungen/ Diagnosen können sich bei jedem ja anders „schwer“ oder „leicht“ zeigen. Ich finde es nur schwer über was geschriebenes eine Entscheidungs Findung geben zu können, da ich den Hund nicht kenne. Ist mein persönliches empfinden. Darum bin ich wohl etwas zu weit zu meiner Oma abgerutscht. Ich hoffe aber man versteht was ich damit ausdrücken wollte.
Vielleicht nimmt es dich auch emotional noch mehr mit, weil deine Situation ähnlich ist und du darüber mehr nachdenkst. Medizinisch ist kein Fall, wie der andere und wir wünschen uns natürlich alle, wir müssten die Entscheidung nicht fällen.
 
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Mel und
2. Feb. 16:58
Das klingt nach einer unglaublich schweren Entscheidung, und ich fühle sehr mit dir. 💔

Ich glaube, man muss sich ehrlich fragen, ob der Hund noch Lebensqualität hat.
Wäre es mein Hund,würde ich ihn vermutlich gehen lassen.
Einschläfern ist kein Aufgeben, sondern ein letzter Liebesdienst, bevor es richtig schlimm wird und er vielleicht Zuhause leidend verstirbt-was sicher auch für dich ganz schrecklich wäre.

Am Ende gibt es keinen perfekten Ratschlag– nur eine Entscheidung die man aus Liebe und Verantwortung trifft. Egal wie ihr euch entscheidet: Ihr kennt euren Hund am besten. 🤍
 
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Verena
2. Feb. 17:10
Vielleicht nimmt es dich auch emotional noch mehr mit, weil deine Situation ähnlich ist und du darüber mehr nachdenkst. Medizinisch ist kein Fall, wie der andere und wir wünschen uns natürlich alle, wir müssten die Entscheidung nicht fällen.
Das wird vermutlich auch so sein.
Bei uns kann es auch jeden Tag soweit sein, dass wir es entscheiden müssen. Aber noch ist es zum Glück nicht so weit, auch wenn sie ne Liste an Diagnosen hat.

Trotzdem kann ich da leider keinen Tipp geben, sondern nur von unserer Situation berichten, wie wir das handhaben und auf was wir achten. Da es auch bei uns leider nicht das erste Mal ist, so eine Entscheidung treffen zu müssen. Und mir oft auffällt, dass Menschen sehr schnell urteilen in zwei Richtungen. Während die einen sagen um Gottes Willen, warum hast du einschläfern lassen, meinen die anderen, dass das schon längst überfällig gewesen sei.
 
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Verena
2. Feb. 17:31
Liebe Diana. Auch wenn ich dir die Entscheidung nicht abnehmen kann, hoffe ich dass du für deinen Hund den besten Weg findest.
Auch ich würde mit der Option, was gemacht wird nicht zu lange warten, da so eine innerliche Blutung nicht schön ist.
Wenn du deiner Tierärztin vertraust, dann würde ich mich nochmal an sie wenden, sie wird dir sicherlich all deine Fragen beantworten zur Operation oder Einschläferung. Sicherlich wenn du es mehrmals hören müsstest auch nochmals beantworten.

Ich fühle auch mit dir und hoffe, dass du den besten Weg für deinen Hund findest 💟