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Verfasser
Diana
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Anzahl der Antworten 26
zuletzt 2. Feb.

Alten Hund noch operieren ?

Hallo, wir haben einen fast 15 Jahre alten Havaneser-Malteser Mix. Er war nie wirklich beim Arzt (außer natürlich Impfung usw)und ein paar seiner Zähne mussten ihm im Jungen Alter gezogen werden. Jetzt hat er Demenz, irrt nachts durchs EG, es gibt bessere und schlechtere Nächte. 1-3x müssen wir raus zum pipi machen. August letzten Jahres ist er die Treppe runter gefallen. Beim Ultraschall von Wirbelsäule und Bauch wurde ein schwarzer Fleck an der Niere entdeckt. Seitdem bekommt er Schmerzmittel, jeden Abend 1 Tablette. Kurz vor Weihnachten war ich wieder beim Doc um schauen zu lassen, ob der Fleck gewachsen ist. Diagnose: es sind einige dazu gekommen. Die Ärztin meinte, es wären prall mit Blut gefüllte „Dinger“, die platzen könnten. Er ist schon alt und hat einige Baustellen, Demenz, dann der Krebs !? , seine Zähne müssten gemacht werden (Zahnstein), er hat überall so Fettbeulen… Die Tierärztin riet mir, ihn zu erlösen. Es gäbe noch die Möglichkeit einer probenentnahme, um zu schauen ob es operabel ist, aber ob ich das einem so alten Hund noch antun will ? Hat oder hatte jemand auch so einen Pflegefall ? Was habt ihr gemacht ? Oder wie würdet ihr entscheiden ?
 
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Sylvia
Beliebteste Antwort
1. Feb. 12:51
Wenn es meiner wäre würde ich ihn gehen lassen. Wäre er nicht dement, ihm die Chance geben. Die Demenz wird sich durch die Narkose eher verschlimmern.
 
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Anna
1. Feb. 12:00
Die Frage ist, würde er die OP überhaupt gut wegstecken und wenn ja, die zweite dann auch? Ich weiß nicht, was ich tun würde, wenn meine so weit wäre. Wenn ja hat er vielleicht wenn es gut geht noch 4 Jahre mit Demenz.
 
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Sylvia
1. Feb. 12:51
Wenn es meiner wäre würde ich ihn gehen lassen. Wäre er nicht dement, ihm die Chance geben. Die Demenz wird sich durch die Narkose eher verschlimmern.
 
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Katrin
1. Feb. 12:54
15 ist ein tolles Alter. Ich bin da ganz bei Sylvia. Bei den gesundheitlichen Baustellen würde ich ihn gehen lassen.
 
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Renee
1. Feb. 13:07
So schwer es ist, aber ich würde ihm einen letzten Liebesdienst erweisen und ihn gehen lassen. Selbst wenn dein Hund die OP gut übersteht, er wird immer ein kranker Hund bleiben und ich persönlich würde nicht gern das Leiden unnötig verlängern. Lass ihn gehen, bevor im Bauchraum etwas platzt. Ich wünsche Dir viel Kraft für diese schwere Zeit.
 
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Anja
1. Feb. 13:15
Puh, das ist eine schwere Frage. Diese kannst nur du dir beantworten denn wir wissen nicht wie dein Hund drauf ist.
Wenn es schlimm ist würde ich persönlich meinen Hund noch ein zwei Tage richtig verwöhnen und dann in Frieden gehen lassen.
 
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Heike
1. Feb. 13:16
Fraglich ist, wieviel längere Lebenszeit du ihm mit der OP geben könntest. Weiterhin fraglich ist, wie seine Lebensqualität in dieser Zeit sein wird.
Die OP wird - wenn sie überhaupt Sinn macht, also das Fortschreiten der Krankheit damit gestoppt werden kann - sicher nicht einfach für ihn werden.
Du könntest mit engmaschigen Kontrollen beim TA überwachen lassen wie schnell die Stellen sich vergrößern und ab wann er leidet (Schmerzen?) und trotz Schmerzmitteln keine Lebensqualität und Lebensfreude mehr hat.
Ich persönlich würde ihn dann gehen lassen, das Leben lässt sich leider nicht endlos verlängern.
Tritt Krebs im hohen Alter auf, ist das meistens auch ein Zeichen für ein Versagen des Immunsystems, da hilft dann selten eine Operation, die den Tumor entfernt auf längere Zeit.
 
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Heike
1. Feb. 13:37
Ich würde ihn gehen lassen, da er wahrscheinlich kaum mehr Lebensqualität hat und möglicherweise Schmerzen. Außerdem hat er ein stolzes Alter und hatte sicherlich ein schönes Hundeleben.🐾🐾
 
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Leandra
1. Feb. 13:39
Ich würde Blutnehmen, besprechen ob die Organwerte passen für eine OP. Im Normalfall kann man Lipome und Zahnstein in einer OP verbinden, wenn es aber zu viele / große Lipome sind und dann die Hälfte der Zähne raus müssen kann es schon sein, dass man sich auf eines von beiden beschränken muss.
Mit guten Anästhesisten und guter Narkose sollte es schon machbar sein.
Ich würde wenn dann erst die Zähne machen.
Am besten alles mit dem Tierarzt besprechen und Risiken abwägen.

Wenn schon das Labor nicht so gut aussieht und die Demenz dem Hund schon sehr zu setzt würde ich es auch in Erwägung ziehen den Hund gehen zu lassen wenn es Ihm noch "gut" geht. Man sollte immer daran denken wie man sein Tier in Erinnerung behalten möchte.
 
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Martin
1. Feb. 15:05
Wir haben unsere gehen lassen können, so lange es ihr noch gut ging. Durch Besuche beim Fachtierazt und in einer Tierklinik war klar, dass ihr sehr bald nicht mehr dauerhaft zu helfen sein wird.
 
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L.🐾
1. Feb. 15:13
So schwer es ist, aber ich würde ihm einen letzten Liebesdienst erweisen und ihn gehen lassen. Selbst wenn dein Hund die OP gut übersteht, er wird immer ein kranker Hund bleiben und ich persönlich würde nicht gern das Leiden unnötig verlängern. Lass ihn gehen, bevor im Bauchraum etwas platzt. Ich wünsche Dir viel Kraft für diese schwere Zeit.
Ja, das muss ich auch sagen, wenn jetzt plötzlich etwas platzt....wird es alles andere als ein schönes Ende.
Und er hat so viele Baustellen, die sich teilweise nicht mehr richten lassen.
Das ist alles traurig und nicht einfach. Ich weiß 😔 Trost ist, dass er wirklich sehr alt ist. Aber lieben heisst auch loslassen können.
Hier bei Dogorama konnte sich auch eine Frau von ihrem alten Hund nicht trennen und berichtete von den schlechten Tagen und noch schlechteren Nächten. Sie hat ihm damit keinen Gefallen getan! Er hat furchtbar gelitten. Ich fands grausam.
Das ist keine Liebe mehr zum Tier!