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Katrin
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heute 16:04

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Sonja
heute 14:59
Ich weiß, es betrifft in meinem Beispiel jetzt mal keine Hunde, denn bei Nutztieren ist es wirklich furchtbar. Jedes industriell erzeugte Ei stammt von einer Qualzucht wie Lohmann braun (320 Eier im 1. Jahr, 200 im 2. Jahr und 50 Eier im 3. Jahr, wenn das Huhn da überhaupt noch lebt) und das Hähnchenbrustfilet stammt vom Turbomasthuhn, welches nach 6 Wochen Mast seine Runden am Spieß des Grillwagens dreht. Zudem sind Masthühner (beide Geschlechter werden gemästet) auch nicht länger lebensfähig, da deren Körper schlicht nicht mehr lebensfähig ist. Eine extreme Brustmasse sorgt für Proportionen und Gewicht, dass das Huhn idR nicht mehr laufen kann und das zu einer Zeit, in der es eigentlich noch ein Küken ist. Eine Rassehenne, die aus einer auf Leistung gezogenen Zucht stammt (ohne explizit dieser Gebrauchskreuzungslinien zu entstammen) legt 160-200 Eier über drei Jahre. Durchschnittliches Alter einer Rassehenne liegt bei 6-8 Jahren, wobei mehr Legeleistung idR mit kürzerem Leben verbunden ist. Hähne werden oft noch älter, wenn sie nicht Raubwild oder dem Kochtopf begegnen. Meine älteste Henne bisher wurde etwas über 7 Jahre alt und war topfit. Fitter als die Lohmann braun-Henne, die ich übernommen hatte und die mit 4 schon alt war und auch längst nicht mehr legte. Zu den Krankheiten der Gebrauchskreuzungen gehören Legedarfvorfälle, Osteoporose und anderes, was das Leben verkürzt, weshalb ihnen auch kein langes Hühnerleben vergönnt ist. Warum nehmen wir also beim Haustier Hund und Katze das Leid der Zucht zumindest mittlerweile wahr, aber beim Brathähnchen und Frühstücksei/Ei als Zutat zu diversen Lebensmitteln haben wir es oft nichtmal im Ansatz auf dem Schirm? Nur einmal als Gedanke...
Denke mal das Hauptproblem ist die "Unterscheidung" vieler (leider Mehrheit) zwischen "Haustier" und "Nutztier"....!Ganz egal ob QZ, Haltung etc....Bei einigen Schweine QZ- rassen, wird/wurde durch getische Manupulation die Wurfnzahl vergrössert, ( mehr Ferkel als Zizen) , weil es halt "nützt" ... Das ist ja nicht nur bei der Wortwahl so. Viele sehen z.b. "Nachbars Rind,Schwein, Schaf etc". in einem ganz anderen Licht als "Nachbars Katze, Hund etc." Es ist ja auch so : Tötungstation für Hunde/Katzen wird als unmenschlich und grausam angesehen..und wiele Orgsnosationen/Personen handeln .....die Massenhaltungs-Schweine/Geflüelmast ums Eck....das kümmert die wenigsten....Meiner snsicjt nsvh sind beides nichts anderes als Tötungsststionen, und beides verdient dieselbe Einsstzkraft um dagegen zu handeln.... oder in einigen Asiatischen Ländern werden Hunde "gezüchtet", gemästet, geschlachtet, gegesssen....hierzulande wird dasselbe z.b.mit Kaninchen, gemacht. Die Asiaten werden dafür "veturteilt" aber hierzulande "ladet so manches Kaninchen im Kochtopf".Es ist einfach diese ..... anerzogene Doppelmoral vieler..🫣🤗
 
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Katrin
heute 15:03
Ich weiß, es betrifft in meinem Beispiel jetzt mal keine Hunde, denn bei Nutztieren ist es wirklich furchtbar. Jedes industriell erzeugte Ei stammt von einer Qualzucht wie Lohmann braun (320 Eier im 1. Jahr, 200 im 2. Jahr und 50 Eier im 3. Jahr, wenn das Huhn da überhaupt noch lebt) und das Hähnchenbrustfilet stammt vom Turbomasthuhn, welches nach 6 Wochen Mast seine Runden am Spieß des Grillwagens dreht. Zudem sind Masthühner (beide Geschlechter werden gemästet) auch nicht länger lebensfähig, da deren Körper schlicht nicht mehr lebensfähig ist. Eine extreme Brustmasse sorgt für Proportionen und Gewicht, dass das Huhn idR nicht mehr laufen kann und das zu einer Zeit, in der es eigentlich noch ein Küken ist. Eine Rassehenne, die aus einer auf Leistung gezogenen Zucht stammt (ohne explizit dieser Gebrauchskreuzungslinien zu entstammen) legt 160-200 Eier über drei Jahre. Durchschnittliches Alter einer Rassehenne liegt bei 6-8 Jahren, wobei mehr Legeleistung idR mit kürzerem Leben verbunden ist. Hähne werden oft noch älter, wenn sie nicht Raubwild oder dem Kochtopf begegnen. Meine älteste Henne bisher wurde etwas über 7 Jahre alt und war topfit. Fitter als die Lohmann braun-Henne, die ich übernommen hatte und die mit 4 schon alt war und auch längst nicht mehr legte. Zu den Krankheiten der Gebrauchskreuzungen gehören Legedarfvorfälle, Osteoporose und anderes, was das Leben verkürzt, weshalb ihnen auch kein langes Hühnerleben vergönnt ist. Warum nehmen wir also beim Haustier Hund und Katze das Leid der Zucht zumindest mittlerweile wahr, aber beim Brathähnchen und Frühstücksei/Ei als Zutat zu diversen Lebensmitteln haben wir es oft nichtmal im Ansatz auf dem Schirm? Nur einmal als Gedanke...
Weil die meisten wahrscheinlich bei Brathuhn und Co die üblichen Bilder aus der Werbung vom rumlaufenden glücklichen Huhn im Kopf haben, wenn überhaupt. Bei Lebensmitteln haben meiner Erfahrung nach Menschen weniger das lebende Tier im Kopf sondern eher das fertige Gericht daraus.
 
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Sonja
heute 16:04
Weil die meisten wahrscheinlich bei Brathuhn und Co die üblichen Bilder aus der Werbung vom rumlaufenden glücklichen Huhn im Kopf haben, wenn überhaupt. Bei Lebensmitteln haben meiner Erfahrung nach Menschen weniger das lebende Tier im Kopf sondern eher das fertige Gericht daraus.
Ja genau darin liegt das "Problem" , viele Komsumenten sehen nicht mehr den Ursprung im Produkt (z.B. Fleisch) sondern eben nur das Produkt z.B Schnitzel und das soll/ muss natürlich auch noch günstig bis billig sein... Das mit günstigeren preis auch die wahrscheinlichkeit der QZ-(Nutz)-Tiere und Qualhaltung /Massentierhaltung steigt, wird übersehen /nicht beachtet leider : vor einer Zeit war ich mal wieder mit Rionnag im Tierpark/Zoo. Da wurden Pinguine mit ganzen Fisch ( natürlich bereits tot) gefüttert. Neben mir eine Mutter mit ungefähr 7 oder 8 Jährigen Kind: Kind guckt zu , Mutter zum Kind , ..."komm weiter die armen Fische ich kann das nicht sehen....", Kind antwortet; ....warum, gestern hast du doch auch Fischstäbchen gegessen.....ich nicht..". Mutter; das ist was ganz anderes ...( und begann mit Erklärungs versuch seien doch nur Fischstäbchen und keine Fische gewesen...)" Kind; ..."..Nein das stimmt nicht, das waren auch Fische wie die ( zeigte auf den Fischeimer).." bevor sie zu Stäbchen gemacht wurden... Ich hielt mich zurück obwohl es mir schwer viel, aber das Kind hatte mehr "Verstand" als die Mutter🙈🫣