Stimme ich dir zu. Allerdings ist es hier erst extrem geworden, als es einen Rundumschlag gegen alle Verbandszüchter gab, die mit Qualzucht garnix mehr zu tun hatte.
Das ist sehr unnötig und unpassend.
Da kann ich schon verstehen, dass Jessica hier etwas extremer wurde.
Alternative zu den Verbandszüchtern, wenn man einen Rassewelpen haben möchte?
Hobbyvermehrer?
Das will man dann gutheißen??
Ich glaube, diese Rundumschlag gegen die Züchter, kommt aus einer Unzufriedenheit und Unsicherheit. Durch die Qualzuchtdebatte, wurde klar, dass wir einige Rassen komplett verloren haben. Einen gesunden Mops, eine gesunde französische Bulldogge oder auch einen gesunden Dobermann zu züchten, es fast unmöglich. Und daran sind nicht die Vermehrer schuld, sondern die Züchter, die zugelassen haben, dass diese Rassen keine gesunden Individuen mehr haben. Und gleichzeitig müssen wir zugucken, wie das bei anderen Rassen auch passiert. Wie extreme Rassestandards, inzucht und Erbkrankheiten, auch da die Zuchtbasis Schwächen.
Einerseits kann man sich vom Hobbyzüchter/Vermehrer kaufen, andererseits produzieren die Züchter, auf die wir eigentlich verlassen sollten, nachweislich kranke Hunde. Und diese Diskrepanz verunsichert mich und vielleicht auch andere.
Ich bin ehrlich gesagt froh, meinen Hund im Tierschutz gefunden zu haben. Ich wüsste nämlich momentan nicht, wo ich einen gesunden Hund herbekomme, der nicht in irgendeiner Form extrem gezüchtet wurde. Denn selbst „gesunde“ Rassen sind oft in irgendeiner Form übertypisiert. Sei’s optisch oder auch charakterlich.
Ich verstehe auch, dass Züchter und Zuchtnahe Personen sich davon angegriffen fühlen. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wie man die verschiedenen Gruppen wieder zusammenbringen soll.