Home / Forum / Rasse-spezifisches / Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Verfasser-Bild
Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 3379
heute 07:03

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
18. Sept. 18:49
Ja lieber nicht. Auch wenn sie nicht so aussehen sind sie nämlich total pflegeleicht aber ihr Charakter ist schon sehr speziell. Ich denke auch dass das mit ein Grund ist warum er zum Glück kein Modehund wurde und früher war der spitz der Hund der kleinen Leute. Also nichts Exotisches sondern viel zu gewöhnlich zwar gehört der spitz zu den bedrohten Haustierrassen aber aber seine Eigenheiten und seine"Gesprächigkeit" berwahrten ihn vielleicht vor schlimmerem.
Neulich freute sich eine alte Dame als sie uns traf und dann sagte sie ja die reichen Leute hatten früher Schäferhunde und die kleinen Leute hatten Pommeraner (das Wort wurde in vielen Gegenden früher für Spitze gebraucht) .
Vermutlich kommt da auch der Name Pomeranian her und hat sich dort gehalten.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa
18. Sept. 19:20
Ja sie sind leider selten geworden aber Spitze können schon sehr eigen sein auf der anderen Seite ist es gut denn so blieb ihnen bis auf den Pomeranian das Schicksal als Modehund erspart.
Da gebe ich dir recht. Spitze sind echt selten geworden. Ich habe eine Wolfsspitz-Mix Dame.
Laut Gentest eigentlich ein "Supermischling", aber im Aussehen und auch im Charakter hat sich der Wolfsspitz mehr als eindeutig durchgesetzt. Wachsam, Intelligent, misstrauisch gegenüber fremden, testet gerne Grenzen.
Mit richtiger Erziehung aber ein absoluter Traum von Hund.

Aber auch bei den Rassen gibt es "Schattenseiten". Viele denken, dass der Wolfsspitz und der Keeshond das selbe sind.
Der Keeshond wurde aber aus dem Wolfsspitz heraus gezüchtet und ist quasi wie für Ausstellungen gezüchtet worden 🤢 Im VDH sind sie nach meinem Wissensstand noch in einer Rasse zusammen gefasst.

Die Keeshonds versinken leider total im Fell und die Beine sind da mittlerweile auch kürzer. Finde die Entwicklung überhaupt nicht gut.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
18. Sept. 19:26
Da gebe ich dir recht. Spitze sind echt selten geworden. Ich habe eine Wolfsspitz-Mix Dame. Laut Gentest eigentlich ein "Supermischling", aber im Aussehen und auch im Charakter hat sich der Wolfsspitz mehr als eindeutig durchgesetzt. Wachsam, Intelligent, misstrauisch gegenüber fremden, testet gerne Grenzen. Mit richtiger Erziehung aber ein absoluter Traum von Hund. Aber auch bei den Rassen gibt es "Schattenseiten". Viele denken, dass der Wolfsspitz und der Keeshond das selbe sind. Der Keeshond wurde aber aus dem Wolfsspitz heraus gezüchtet und ist quasi wie für Ausstellungen gezüchtet worden 🤢 Im VDH sind sie nach meinem Wissensstand noch in einer Rasse zusammen gefasst. Die Keeshonds versinken leider total im Fell und die Beine sind da mittlerweile auch kürzer. Finde die Entwicklung überhaupt nicht gut.
Nun die wolfsspitze sind ja noch mal ein anderer Schlag als die Mittelspitze. Aber die finde ich auch super, aber eben auch nicht ganz einfach.
Den Keeshond sehe ich unter anderem wegen seiner fellmassen auch als problematisch an.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa
18. Sept. 19:27
Nun die wolfsspitze sind ja noch mal ein anderer Schlag als die Mittelspitze. Aber die finde ich auch super, aber eben auch nicht ganz einfach. Den Keeshond sehe ich unter anderem wegen seiner fellmassen auch als problematisch an.
Stimmt natürlich. Bin auch froh, dass ich unter den Mittelspitzen noch nicht solche extreme wahrnehmen musste.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
18. Sept. 19:33
Stimmt natürlich. Bin auch froh, dass ich unter den Mittelspitzen noch nicht solche extreme wahrnehmen musste.
Leider doch! Ich habe tatsächlich schon Merle Spitze gesehen-absolut gruselig
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa
18. Sept. 19:37
Leider doch! Ich habe tatsächlich schon Merle Spitze gesehen-absolut gruselig
Oha 😮 Die sind doch in ihren "normalen" Farben schon absolute Schönheiten. Wozu dann noch merle mit einbringen?
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
18. Sept. 20:16
Ich kenne die auch nur noch so extrem massig und plüschig, wie auf dem Bild. Der Chow, den ich als Kind kannte, sah noch ganz anders aus.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
19. Sept. 04:19
Ich kenne die auch nur noch so extrem massig und plüschig, wie auf dem Bild. Der Chow, den ich als Kind kannte, sah noch ganz anders aus.
Oh Gott... Mein Gassi Hund in Teenie Jahren war ein Chow Chow Samojeden Mix. Wunderschönes Tier. Aber diese Entwicklung? Boah, warum?
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
19. Sept. 10:06
Mal eine ernstgemeinte Frage in die Runde:
Viele Labradore haben ja aufgrund eines Gendefekts kein Sättigungsgefühl und somit immer Hunger. Ist das nicht auch irgendwie ein (Qualzucht-) Problem? Ich möchte nicht immer hungrig sein 🫣
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Eva
19. Sept. 11:10
Mal eine ernstgemeinte Frage in die Runde: Viele Labradore haben ja aufgrund eines Gendefekts kein Sättigungsgefühl und somit immer Hunger. Ist das nicht auch irgendwie ein (Qualzucht-) Problem? Ich möchte nicht immer hungrig sein 🫣
Ich glaube betroffen sind ja etwa 25% der Labradore. Wäre ich Züchter würde ich Hunde mit dem Gen schon ausschließen. Kein Sättigungsgefühl ist meines Wissens aber nicht ganz richtig, sondern nur deutlich weniger.
Labradore gibt es ja erstmal seeeeeehr viele, weshalb es ja eigentlich einfacher sein sollte, mit wirklich gesunden Exemplaren zu züchten, leider läuft auch da viel in ne falsche Richtung.