Hallo Isabel,
danke für dein tolles Update! (Denn Updates nach Fragen und Diskussionen sind hier oft leider nicht zu erwarten).
Es freut mich zu hören, dass es Charly gut geht und der Schluckauf endlich vorbei ist! 😊
Dein Beitrag ist übrigens die perfekte Steilvorlage für alle anderen Welpen- und Junghundebesitzer, die aktuell dasselbe Problem haben.
Dass der Schluckauf bei Charly jetzt weg ist, liegt aber mit ziemlicher Sicherheit an seinem Alter (er ist ja nun rund 7 Monate alt).
Dass es genau mit der Futterumstellung zusammenfiel, ist eher ein klassischer Zufall. Ich erwähne das deshalb, um andere nicht auf eine falsche Fährte zu locken.
Eine Futtermittelallergie löst biologisch gesehen eigentlich keinen Schluckauf aus.
Da ich diese „Schluckerle“ bei meinem Sebbi damals aber als extrem hart und viel zu oft empfand, reichten mir die Ratschläge aus dem Umfeld („Alles normal!“) nicht. Mich beruhigen Fakten einfach eher als warme Worte, also begann ich intensiv zu recherchieren.
Dabei bin ich auf den wirklichen biologischen Grund gestoßen. Das Ganze hängt ganz eng mit dem Wachstum zusammen. Das Zusammenspiel zwischen dem Zwerchfell und den Nerven ist bei jungen Hunden noch extrem sensibel und nicht voll ausgereift. Da reicht im Wachstum schon ein tiefer Atemzug im Traum, ein schnelles Schlucken oder ein kleiner Temperaturwechsel (z. B. vom warmen Körbchen auf die kühlen Fliesen), um den Nerv zu reizen und den Schluckauf auszulösen.
Man liest oft, dass sich das nach dem ersten Lebenshalbjahr legt – und genau da ist Charly ja jetzt angekommen! Aber ich denke, da ist jeder Hund anders.
Bei meinem Sebbi hat es auch ein ganzes Stück länger gedauert, bis es komplett weg war, da manche eben länger wachsen oder spätere Schübe machen. Bei ihm hat es sich von mehrmals täglich, über täglich auf mehrmals pro Woche, bis hin zu sporadisch abgeschwächt. Stand heute kann man sagen: eher selten.
Als ich die Fakten verstanden hatte, war ich endlich beruhigt. Denn es bedeutete für mich kurzum: Hat er Schluckauf, dann wächst er wieder!
Heute kommt das bei uns nur noch sehr selten vor und wenn, dann sag ich nur: Sebbi, bitte nicht mehr wachsen, ok?!? 🤭
Ein kleiner Tipp für den Akutfall (an alle, bei denen es noch akut ist): Wenn es die Kleinen erwischt, hilft oft sanftes Bruststreicheln oder ein kleiner Schluck Wasser (oder etwas Joghurt zum Schlabbern), um den Atemrhythmus zu durchbrechen. Solange der Hund fit ist, normal frisst und zunimmt, könnt ihr also ganz beruhigt sein.
Das verwächst sich!
(🙄Blöde, aber wahre Phrase😇)