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Sabrina
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zuletzt 21. Apr.

Tumor an der Lefze, kann man erkennen ob es ein gutartiger oder bösartiger ist?

Ich habe kurz vor Ostern einen recht großen Tumor (ca 1cm Durchmesser) an der Lefze meines Finns entdeckt. Daraufhin direkt den Tierarzt angerufen der mir von anderen empfohlen wurde. Sie hatte sich den Tumor (sah auch das daneben noch einer ist) angeschaut und auf meine Frage ob man erkennen könnte ob es sich um ein Karzinom handelt meinte sie "das wäre egal ob gut oder bösartig". Fand ich irgendwie nicht aber sie hatte den allgemeinen Zustand von Finn gesehen und meinte er sei für seine fast 15 Jahre noch recht mobil und zieht eine OP nicht in Erwägung und meinte ihn palliativ behandeln zu wollen mit Schmetzmitteln. Sie hatte mit meinen Erzählungen auch Demenz vermutet und Arthrose an den Hinterläufen was ich auch schon in Vermutung hatte. Nun noch ein problem: Finn wog damals immer so im Bereich von 21-25 Kilo da er für einen Border Collie immer größer und kräftiger war. Jetzt sind es nur noch 15 Kilo, was auch etwas für Krebs sprechen könnte. Sie meinte es könnte eventuell streuen. Meine Frage wäre ob jemand eventuell Erfahrungen mit Tumoren hat mit seinem Hund. Finns Zähne waren leider schon immer etwas schlecht (er hatte damals eine Zahnsteinentfernung) da er absolut kein Bock auf irgendwas in seinem Maul hat und gerne ausversehen den Zahn in den Finger rammt, und auch lieber Essen schluckt als kaut, was auch nicht hilfreich für die Zähne ist, das weiß ich leider aber es geht um die Tumore. Ich bin schon ganz verzweifelt dabei dass der Große zunimmt aber das ist sehr schwierig. Würde jemand den Hund operieren lassen? Ich sehe absolut nicht ein den Hund (falls es Krebs ist) leiden zu lassen und quasi zu warten. Er könnte ja vielleicht noch lange leben. 😟 Ich habe die Ärztin besucht da meine (Namen möchte ich natürlich nicht nennen) mehr aufs Geld, als auf das Wohl des Hundes hinaus ist. Der Tumor ist etwas gewachsen und ich soll mich Laufe der Woche melden was der Stand ist. Er hat ihn sich auch leider schon 2 mal aufgebissen da er sehr stört.
 
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Mel und
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19. Apr. 18:32
Ich würde in dem Fall auf jeden Fall eine Biopsie machen lassen. Ohne Gewebeprobe weiß man einfach nicht, ob der Tumor gut oder bösartig ist und darauf basieren nun mal alle weiteren Entscheidungen.
Zusätzlich sehen die Zähne wirklich katastrophal aus. Starke Entzündungen im Maul können enorme Schmerzen verursachen und auch den Gewichtsverlust erklären. Das sollte unbedingt mit abgeklärt werden, da hier vermutlich mehrere Baustellen gleichzeitig vorliegen.
 
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Carmen
19. Apr. 17:31
Würde schnell zum Tierarzt gehen, Mund und Zähne behandeln lassen. Das sieht nicht gut aus. 🙏
 
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Sonja
19. Apr. 17:32
In welchem Kontext meinte sie denn, dass es egal wäre ob gut- oder bösartig? Ohnehin keine OP, weil er zu schwach ist, oder wie ist das zu verstehen?
 
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Mara
19. Apr. 17:51
Soweit ich weiß kann man bei Tumoren von außen nicht sehen, ob es sich um ein Karzinom oder einen gutartigen Tumor handelt. Weshalb wird denn eine OP nicht in Betracht gezogen, das scheint den Hund ja sehr zu stören, wenn er sich den Tumor schon aufgebissen hat? Besteht wegen des Alters eventuell ein zu hohes Narkoserisiko oder ist es nicht möglich, den Tumor vollständig zu entfernen?
 
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Sabrina
19. Apr. 18:10
In welchem Kontext meinte sie denn, dass es egal wäre ob gut- oder bösartig? Ohnehin keine OP, weil er zu schwach ist, oder wie ist das zu verstehen?
Soweit ich das verstanden habe meinte sie das im Bezug zu dass er ja ansonsten noch einen fitten Eindruck macht und (meine Interpretation) er keine OP nötig hätte deswegen. Das Alter denke ich Mal ist auch ein Grund aber so oft habe ich schon gelesen dass alte Hunde eine OP hatten. Und hier geht es um einen Tumor am Maul, was ja ein ganz anderer Eingriff als z.B. ein Tumor an einem Organ wäre. Ich werde mit ihr weiteres besprechen und Mal sehen was bei rum kommt. Habe aber auch als Backup noch einen Termin bei einer anderen Vet.
Palliativ wird doch nur gemacht wenn jeder andere Weg zwecklos erscheint? Ich bin da leider sehr unerfahren was Tumore betrifft, aber als ich es sah hatte ich direkt angerufen, nur nicht gedacht dass man da nicht sofort handelt.
 
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Julia
19. Apr. 18:13
Ich würde eine weitere Meinung einholen. Man kann nicht wissen ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, wenn man sich das Gewebe nicht mikroskopisch anschaut. Der Gewichtsverlust ist tatsächlich eher ein Indiz dafür, dass es bereits gestreut haben könnte. Dazu wäre beispielsweise auch eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes und Röntgenaufnahmen von Lunge und Brustkorb sinnvoll. Damit lässt sich recht schnell sagen ob es gestreut hat.
Und ich würde auch hinterfragen warum eine OP nicht in Frage kommt. Auch alte Tiere können operiert werden. Das erfordert mehr Aufwand und Kontrolle während des Eingriffs, ist aber absolut möglich. Offensichtlich stört es ihn ja doch sehr, wenn er es sich sogar aufbeißt. Sollte es gestreut haben, ist eine palliative Behandlung aber durchaus sinnvoll.
Meine Hündin hatte letztens auch ein ähnlichen Knubbel an der Lefze. Die Ärztin hat es direkt punktiert und sich das Gewebe unter dem Mikroskop angeschaut. Da wusste ich noch während der Termins, dass alles in Ordnung ist.
 
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Julia
19. Apr. 18:23
Soweit ich das verstanden habe meinte sie das im Bezug zu dass er ja ansonsten noch einen fitten Eindruck macht und (meine Interpretation) er keine OP nötig hätte deswegen. Das Alter denke ich Mal ist auch ein Grund aber so oft habe ich schon gelesen dass alte Hunde eine OP hatten. Und hier geht es um einen Tumor am Maul, was ja ein ganz anderer Eingriff als z.B. ein Tumor an einem Organ wäre. Ich werde mit ihr weiteres besprechen und Mal sehen was bei rum kommt. Habe aber auch als Backup noch einen Termin bei einer anderen Vet. Palliativ wird doch nur gemacht wenn jeder andere Weg zwecklos erscheint? Ich bin da leider sehr unerfahren was Tumore betrifft, aber als ich es sah hatte ich direkt angerufen, nur nicht gedacht dass man da nicht sofort handelt.
Eine palliative Behandlung kommt dann in Frage, wenn eine Heilung unwahrscheinlich ist. Je nachdem wie weit fortgeschritten es ist, kann man aber zumindest theoretisch noch Behandlungen wie bspw. Chemotherapien durchführen. Damit kann man die Lebenserwartung verlängern, auch wenn es keine Aussicht auf Heilung gibt. Ist es zu weit fortgeschritten, muss man abwägen welche Behandlung sinnvoll ist. Manchmal ist es dann leider nur noch sinnvoll Schmerzen und Symptome zu lindern. Auch das Alter spielt eine Rolle dabei. Es geht immer darum die Lebensqualität zu verbessern und dafür gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.
 
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Mel und
19. Apr. 18:32
Ich würde in dem Fall auf jeden Fall eine Biopsie machen lassen. Ohne Gewebeprobe weiß man einfach nicht, ob der Tumor gut oder bösartig ist und darauf basieren nun mal alle weiteren Entscheidungen.
Zusätzlich sehen die Zähne wirklich katastrophal aus. Starke Entzündungen im Maul können enorme Schmerzen verursachen und auch den Gewichtsverlust erklären. Das sollte unbedingt mit abgeklärt werden, da hier vermutlich mehrere Baustellen gleichzeitig vorliegen.
 
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Sina
19. Apr. 19:09
Oh Hilfe, was ist das denn für ein Tierarzt? Bitte hol schnellstmöglich eine Zweitmeinung, bei einem kompetenten Arzt, oder einer guten Tierklinik.
Natürlich kann man einen älteren Hund operieren, und natürlich ist das Risiko im Alter höher, aber nicht zu vergleichen mit einem unbehandelten, vielleicht bösartigem Karzinom.
Die Zähne gehören auch dringend behandelt.
Eine Feinnadelaspiration davor kann helfen festzustellen, ob der Tumor bösartig oder gutartig ist.
 
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Karin
19. Apr. 19:12
In unserer Nachbarschaft hat auch eine betagte Hundedame am und im Maul einen Tumor. Dieser wurde behandelt mit Medikamenten, von einer OP wurde wegen des Alters und Gesundheitsstand abgeraten. Der Wachstum wurde gestoppt und es ist auch etwas zurück gegangen. Eine Zweitmeinung einzuholen ist sicherlich nicht verkehrt. Ich selbst habe keine Ahnung davon, wünsche euch aber gute Besserung.
 
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Helga
19. Apr. 19:31
Um feststellen zu können, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, muss IMMER eine Gewebeprobe entnommen und untersucht werden. Von außen kann der am schlimmsten aussehende Tumor gutartig (benigne), und der am harmlosesten aussehende absolut bösartig (maligne) sein!
In jedem Fall UNBEDINGT eine Zweitmeinung einholen!