Tierärzt:innen begehen 6x so häufig Suizid – trägt unser Verhalten als Tierhalter:innen dazu bei?
Eine aktuelle Analyse zeigt: Tierärzt:innen haben eine deutlich höhere Suizidrate als andere Berufsgruppen – bis zu sechsmal häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Die Gründe sind komplex, viele liegen in der emotionalen Belastung des Berufs, täglichen Grenzsituationen und dem enormen inneren Druck, Entscheidungen über Leben und Tod treffen zu müssen. Hinzu kommt das fehlende „Abschalten“ und das Zwischenmenschliche, was leider nicht immer respektvoll ausfällt. (Quelle: Tagesspiegel, Januar 2026)
Das alles sind natürlich keine Rechtfertigungen – aber Hinweise darauf, wie hoch der Preis ist, den viele Tierärzt:innen zahlen.
🐾 Sind wir Tierhalter:innen mitverantwortlich?
Die Frage ist bewusst zugespitzt – nicht, um Schuld zuzuweisen, sondern um Bewusstsein zu schaffen:
👉 Haben wir als Tierhalter:innen unrealistische Erwartungen?
👉 Übertragen wir unsere eigene Unzufriedenheit oder Frustration auf die Menschen, die uns helfen wollen?
👉 Wie reagieren wir, wenn wir schlechte Nachrichten hören?
Tierärzt:innen sind keine Dienstleistungsmaschinen – sie sind Menschen mit Gefühlen, Grenzen und Herausforderungen.
💬 Wir möchten von euch wissen:
1️⃣ Wie erlebt ihr den Umgang zwischen Tierhalter:innen und Tierärzt:innen – eher respektvoll oder zunehmend angespannt?
2️⃣ Habt ihr selbst schon Situationen erlebt, in denen Emotionen im Behandlungsraum hochgekocht sind?
3️⃣ Fühlt ihr euch manchmal zwischen hohen Kosten, Sorgen um euren Hund und Erwartungen an die Praxis hin- und hergerissen?
4️⃣ Was kann getan werden, um Tierärzt:innen in ihrem unglaublich wichtigen Beruf den Rücken zu stärken?
Diese Fragen sind schwer, aber wichtig. 👇 Wir wollen eure ehrlichen Gedanken hören.