Die Zulassung von Simparica (Kautabletten für Hunde mit dem Wirkstoff Sarolaner) wurde im April 2023 um ein wichtiges Anwendungsgebiet erweitert: die Verringerung des Infektionsrisikos mit Babesia canis canis.
Das ist der Erreger der Babesiose, die im Volksmund oft als „Hunde-Malaria“ bezeichnet wird.
Hier sind die wichtigsten Details zu dieser Erweiterung:
Indirekter Schutz: Der Schutz funktioniert indirekt über die Bekämpfung des Überträgers (Vektors). Simparica tötet die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), die diesen gefährlichen Blutparasiten überträgt, effektiv ab.
Zeitfenster: Die Zulassung bescheinigt die Verringerung des Infektionsrisikos für einen Zeitraum von 28 Tagen nach der Verabreichung der Kautablette.
Hintergrund: Da sich die Auwaldzecke durch mildere Winter in Mitteleuropa immer weiter ausbreitet, steigen auch die Infektionszahlen mit Babesien. Da die Erreger meist erst etwa 24 Stunden nach dem Zeckenstich übertragen werden, verhindert die schnelle Zecken-tötende Wirkung von Simparica, dass die Parasiten auf den Hund übergehen.
Zuvor war das Mittel bereits standardmäßig für die Behandlung von Floh- und Zeckenbefall sowie gegen verschiedene Milbenarten (wie Ohrmilben, Sarcoptes-Räude und Demodikose) zugelassen.
Danke für die Info, das Simparica eine Wirkung gegen Parasiten hat habe ich ja nie abgesprochen, das ist ja klar das es wirkt, sonst würden es Tierärzte nicht verkaufen… Ich wollte hier nur explizit nach neurologischen Problemen davon fragen, was sich ja auch schon mehrfach bewahrheitet hat, bei uns ja auch. Aber trotzdem wichtige Info, danke. Nur eben sind mich kaum Langzeitstudien dazu bekannt, weil es das einfach nicht so lange gibt wie ich gelesen habe. Ob es allgemein Studien oder Langzeitstudien gibt ist ein großer Unterschied. Und du bist auch eine von denen Leuten, die scheinbar nur zum diskutieren hier ist und meine Eingangsfrage nicht beantwortet kann, an dich war die Frage ja nicht gerichtet…