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Jessica
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Anzahl der Antworten 3
heute 08:41

Nicht abgestiegener Hoden/Kastration/Verhalten

Ich brauche Erfahrungen und Schwarmwissen.

Mein Rüde wird im Dez. 2. Er ist seit drei Wochen bei mir und es wurde ein innenliegender Hoden festgestellt, der natürlich auf Grund der erhöhten Tumorgefahr entfernt wird. Das steht fest. Aber.... wann und ob auch der zweite Hoden entfernt werden sollte, beschäftigt mich.

Ozzy lebt das erste Mal "im realen Leben". Er hat die ganze Zeit im Zwinger auf eine Vermittlung warten müssen und nur eingeschränkt Hundekontakte gehabt. Grundsätzlich ist das kein Problem, er macht riesige Fortschritte. ABER, trotz seines Alters ist er sehr(!) juvenil. Seine Form der Kontaktaufnahme kommt bei anderen Hunden überhaupt nicht gut an. Er wird zu 85% korrigiert/weggeknurrt. Er ist, was Kommunikation angeht, ein 25 Kilo Welpe.
Er zeigt sich nur langsam einsichtig und probiert Alternativerhalten. Natürlich versuche ich ihn zu unterstützen, aber in 3 Wochen sind keine Wunder möglich.

Nun zu meiner Überlegung. Der Termin zur Kastration wäre Ende November. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass eine fehlende "Nachreifung" durch die Wegnahme des Testosterons verschlechtert/verhindert wird. Nicht alles ist Erziehung. Er bekäme quasi nie die Chance durch das Testosteron hormonell erwachsen zu werden. Bei großen Rassen hat mich meine Erfahrung diesen Status so ab 3/4 sehen lassen können. Unser erster Rüde wurde früh kastriert und ist dadurch immer, im Vergleich zu anderen Rüden, "Teenager" geblieben. Bei ihm blieb vor allem die Impulskontrolle immer Thema. Er hat nie diese Gelassenheit entwickelt, die ich bei Rüden aus unserem Freundeskreis deutlich entdecken konnte. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich da Biologie auf Verhalten auswirkt.

Ozzy ist kein Proll, er hat sich im Zwinger, ohne Gegenwehr, beide Ohren zerbeißen lassen. Ich vermute auch hier seine "Distanzlosigkeit" als Auslöser für die Beißerei. Er ist einfach noch nicht "fertig". Geistig und körperlich. Trainingstechnisch sowieso nicht 😆

Meine Tendenz geht zu: nur den innenliegenden Hoden entfernen. Um ihm die Chance zu geben ein ausgeglichener Rüde zu werden, der natürlich den Verhaltenskodex nachlernt.

Oder die OP noch ein Jahr zu verschieben und ihn dann komplett kastrieren zu lassen.

Was sagt ihr?
 
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Bettina
Beliebteste Antwort
heute 08:27
Solange es medizinisch angezeigt und vertretbar ist mit Kastration lange genug warten...wie immer bei medizinischen Fragen nicht in einen Forum fragen sondern ärztliche Meinungen einholen...ggf Zweitmeinung🙏...die Antworten fallen immer extrem unterschiedlich aus was euch negativ beeinflussen könnte und ihr die falsche Entscheidung trefft...also mein Rat lieber auf fachliche Meinungen setzen😌
 
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Bettina
heute 08:27
Solange es medizinisch angezeigt und vertretbar ist mit Kastration lange genug warten...wie immer bei medizinischen Fragen nicht in einen Forum fragen sondern ärztliche Meinungen einholen...ggf Zweitmeinung🙏...die Antworten fallen immer extrem unterschiedlich aus was euch negativ beeinflussen könnte und ihr die falsche Entscheidung trefft...also mein Rat lieber auf fachliche Meinungen setzen😌
 
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Tina
heute 08:38
Ich denke, es gibt einfach super unterschiedliche Charaktere unter den Hunden und eine Kastration verändert nicht das komplette Wesen. Ja es unterbindet die Sexualhormone, ok, der Hund würde entspannter sein was Läufigkeit im Umfeld betrifft.

Aber die allgemeinen Wesenszüge oder eine Begleichung mangelnder Sozialisierung im frühen Alter/Besserung der Kommunikationsfähigkeit würde ich damit nicht unbedingt in Zusammenhang bringen. Zumindest habe ich die Beobachtung bei einem damals 2,5 jährigen Rüde gemacht - dieser hatte nach der Kastration die gleichen "Baustellen" (vor allem unter Hunden) wie vor der Kastration und daran hat sich absolut nichts geändert.

Da der Hund fast 2 ist, würde ich die Kastration jetzt nicht unbedingt für zu zeitig halten. Jedoch sehe ich den Punkt, dass der Hund erst so kurz bei euch ist. Das wäre für mich ein Grund evtl noch etwas länger zu warten um nicht nach wenigen Wochen so ein "nettes" gemeinsames Erlebnis für ihn zu schaffen. Sondern würde erst einmal gegenseitig ausgiebig kennenlernen und vertrauen lernen und dann auf anfang nächsten Jahres die Kastration angehen. Wie gesagt, nur meine Meinung, ist nicht wissenschaftlich oder so.
 
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Jessica
heute 08:41
Das Problem ist, dass selbst unter Ärzten das Thema "komplett kastrieren oder nur den einen Hoden entfernen" umstritten ist. 3 Ärzte hatten 3 unterschiedliche Meinungen 😅

1) gar nicht kastrieren und regelmäßig Ultraschalluntersuchungen machen lassen
2) direkte Vollkastration
3) nur den innen liegenden Hoden entfernen

Ich suche also nach Erfahrungen, nicht Meinungen.