Hallo liebe Britta,
ich habe heute erst deinen Beitrag hier gesehen.
Er hat mich recht aufgewühlt und ich muss ihn mir später in Ruhe nochmals durch lesen.
Unser 5 jähriger Jack Russel Terrier wurde Ende November kastriert. Aus medizinischen Gründen. Er hatte wiederkehrende Probleme mit Prostatavergrößerung.
Ich war damals ebenfalls bei der Einleitung der Narkose dabei. Er fing währenddessen an ganz unruhig zu "zappeln". Der Tierarzt sagte im Nachhinein, da befürchtete er schon, es könne Komplikationen geben.
Dann lag er in der Narkose und ich habe den Raum verlassen.
Nach der OP war ich wieder direkt bei ihm.
Und dann wurde er einfach nicht mehr richtig wach.
Es war ein Drama für mich.
Er lag da, hat kaum reagiert, hat sich eiskalt angefühlt, die Schleimhäute ganz weiß.
Und wurde einfach nicht richtig wach.
Ich hatte wirklich Angst, ich bekomme meinen Hund an diesem Tag nicht mehr lebend mit nach Hause.
Er bekam Spritzen, Zucker, Infusion. Die Temperatur wurde immer wieder gemessen.
Ich sollte ihn feste streicheln, um den Kreislauf anzuregen.
Ich glaube, es waren 3 Stunden, bis er endlich etwas wacher wurde.
Mit der Zeit wurde er dann wieder fitter und wir durften nach Hause gehen.
Rückblickend habe ich den Eindruck, dass Hundi mehrere Tage brauchte bis die Narkose "richtig in seinem Körper abgebaut" war.
Mich beschäftigt seither auch die Frage, warum es zu dieser Komplikation nach der Narkose kam.
Laut Tierarzt lag er in der Narkose während der OP wohl stabil ohne Auffälligkeiten.
Uns wurde geraten einen Herzultraschall machen zu lassen, "nicht dass da etwas sein könne".
Diesen haben wir machen lassen in einer anderen Praxis, in die regelmäßig eine Kardiologin kommt.
Das Ergebnis ist: Das Herz ist gesund! Welch ein Glück!
Mein Bauchgefühl glaubte irgendwie eh nicht an einen Herzfehler. Aber natürlich sicherheitshalber und lieber abgeklärt.
Die Kardiologin sagte, sie sei der Meinung, dass am ehesten eines der Narkosemittel Grund für die Komplikation war. Ihr Verdacht liegt in unserem Fall auf Xylavet und Fentadon. Diese zukünftig also vermeiden.
Außerdem, sollte einmal wieder ein Eingriff anstehen, wäre auch ein gutes Wärmemanagement sehr wichtig.
Nun, was machen wir nun daraus...
Kürzlich hatte Hundi Impftermin. Wieder beim Haustierarzt, der operiert hatte.
Da habe ich auch den MDR1 Defekt angesprochen.
Tierarzt meinte, man könne darauf testen, das würde sie jetzt aber nicht tun. Denn sollte er diesen Defekt nicht haben, dann wird es vermutlich ein anderer sein...
Er hat übrigens auch schon mal auf Advantix Spot on reagiert mit Symptomen wie extreme Unruhe, Zittern, Hecheln. Dies habe ich damals abgewaschen, danach ab zum Tierarzt. Zum Glück ging es ihm dann wieder von allein besser und es wurde keine weitere Behandlung nötig.
Ich hatte mir damals nach unserer Erfahrung auch überlegt hier zu schreiben, um Rat zu fragen, hatte aber den Mut irgendwie nicht dazu.
Mir hat das echt große Angst gemacht. Er ist eh so ein bisschen ein Montagshundi mit Baustellen, was mich auch fertig macht, je nachdem was gerade wieder ist...
Ich werde hier weiter mitlesen...
Ich wünsche euch alles Gute!