Nabend. Jetzt hatte ich doch ganz vergessen mal mitzuteilen was bei Sam raus kam.
Also, wir waren in Januar dann bei einer Herzspezialistin, es wurde ein Ultraschall gemacht. Bei ihm wurde DMVD (Degenerative Mitralklappenerkrankung) im Anfangsstadium festgestellt(B1). Einfach erklärt bedeutet das, das die Mitralklappe ein bisschen undicht ist und immer wieder Blut zurückfließt, wodurch es später dann mehr/schneller schlagen muss um den Körper zu versorgen. Wodurch ist dann eventuell ins Stadium B2 rutscht, sich anfängt zu vergrößern.
Die gute Nachricht war, dass diese wohl bisher sehr langsam fortschreitet. Die Herzgeräusche waren ja schon vor etwa einem Jahr da. Die schlechte Nachricht ist, die Krankheit kann nicht geheilt werden. Aber ab dem zweiten Stadium (B2) gibt es Medikamente, die den Fortschritt deutlich verlangsamen. Endstadium ist Stufe 4. Was im Grunde dann mit Herzinsuffizienz und daraus folgendem Lungenödem tötlich verlaufen würde.
Viele Hunde erreichen vom Alter her dieses Stadium aber gar nicht mehr, vor allem wenn die Krankheit erst später auftritt, wie bei Sam. Aber natürlich kann man das vorher nie genau sagen. Bisher sieht es allerdings gut aus. Einmal im Jahr zur Kontrolle oder wenn er im Ruhestand/Schlaf über 30 Atemzüge pro Minute macht, dann wieder zu der Untersuchung um ggfs. Die Medikation zu beginnen. Aktuell ist die Atemfrequenz aber im optimalen Bereich.
Ansonsten darf er alles machen wie bisher, gerne auch weiterhin Sport, damit das Herz schön effizient und trainiert bleibt und die Undichtigkeit besser ausgleichen kann. Außerdem größere Gefäße=niedrigerer Blutdruck=nochmal weniger Arbeit fürs Herz. Wer rastet, der rostet😬
Ich war kürzlich mit Suki (10,5 Jahre) beim Seniorencheck. Da ihre Vorgängerin Kessi eine Herzklappeninsuffiziens hatte, ist mir das Abhören der Herzgeräusche sehr wichtig.
Bei Suki war alles gut, die Tierärztin riet mir aber auch, gelegentlich auf die Atemfrequenz in Ruhe (Schlaf) beim Hund zu achten. Sie sollte so um die 20 (10 bis max. 30) Atemzüge liegen.
Bei 30 oder mehr ist eine Untersuchung der Herztöne und evtl. ein Röntgenbild und Herzultraschall notwendig, um eine Erkrankung des Herzens auszuschließen oder wenn vorhanden zu behandeln.
Traumphasen mit erhöhter Atemfrequenz sind irrelevant.
Das ist ein gutes Mittel, um fortgeschrittenere Herzschwäche als Laie möglichst früh zu erkennen und untersuchen zu lassen.