So leicht ist es aber nicht und erst Recht nicht beim Ridgeback. Da gibt es ganz andere Richtwerte. Es kann auch etwas anderes im Körper los sein u dies führt auch zu Schwankungen des T4. Unser Rüde wurde von zwei „SD Spezialisten“ fehldiagnostiziert.
Ich besitze 2 Ridgeback mit SDU.
Und besaß davor 2 American Staffords mit SDU.
Es stimmt trotzdem nicht, zu sagen eine SDU ließe sich nur diagnostizieren wenn auch alle Antikörper bestimmt werden.
Die klassische SDU und die liegt nun mal häufiger vor, ist einfach eine ungenügende Produktion von T4. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion Fehlfunktion verhindern Antikörper dass das T4 vom Körper genutzt werden kann. Die Werte für das T4 sind aber normal in der Referenz.
Natürlich gibt es seltene Formen wie Umwandlungsstörungen.
Aber es gibt auch andere Erkrankungen die die Schilddrüsenwerte stark beeinflussen. Eine kaputte Leber oder Niere kann die Schilddrüsenwerte massiv drücken.
Fütterung kann die Werte senken oder krankhaft erhöhen.
Sogar Dauerstress oder Tumore können die Schilddrüse beeinflussen.
Aber die klassische SDU wird durch 2-3 Werte ganz gut diagnostiziert. Wobei zbsp. der CTSH Wert bei einer Länge unentdeckten SDU auch normal sein kann. Und es auch Fälle gibt wo der CTSH Wert garnicht verändert ist. Solch einen Fall hatte ich auch.
Auch gibt es den Fall dass der Hund auffällig niedrige T4 Werte hat, aber noch in der Referenz. Und dennoch eine SDU hat. Die sog. subklinische SDU. Wobei man hier sich auch die Frage stellen muss, liegt's an der Ernährung, Lebensstil etc.
Es ist viel möglich.
Aber erstmal reichen die Werte CTSH und T4 und je nach Geldbeutel auch ft4 , T3 usw.
Der Ridgeback hat bei der SDU keine Sonderstellung. Weder ist bestätigt dass es genetisch ist, noch gibt es ausreichend Studien darüber ob die Referenzwerte bei RR anders betrachtet werden sollten. Wie zbsp. bei Windhunden. Es gibt bisher lediglich Annahmen/ Vermutungen.
Natürlich muss immer geschaut werden ob man eine Ursache für die SDU findet. Leberinsuffizienz, Niereninsuffizienz, Mangelerscheinungen etc. können auch eine SDU auslösen. Ein versierter Tierarzt kann das ganz gut unterscheiden. Man ermittelt bei einer Erstuntersuchung ja nicht nur die Schilddrüsenwerte, sondern auch die restlichen Organwerte. Und schon kommt man der Sache auf die Spur.