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Elena
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Anzahl der Antworten 20
zuletzt 2. Dez.

Wie bringe ich meinem Hund bei, Treppen zu steigen?

Hallo, meine Hündin hat panische Angst vor Treppen. Erst neulich mussten wir sie bei der Verwandtschaft in die Wohnung tragen, weil sie panisch wurde und nicht ins Gebäude wollte. Wenn es Außentreppen sind, ist es kein Problem. Nur bei Treppen innerhalb eines Gebäudes. Mit Leckerchen klappt es immer nur die ersten zwei Stufen, und dann nur mit den Vorderpfoten. Ich versuche es seit Monaten und bin mit meinem Latein am Ende. Sie ist die erste meiner Hunde, die solche Probleme damit hat. Hat jemand Tipps?
 
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Jochen
13. Dez. 16:06
Ich habe das damals bei meinem Bodi mit Sozialdruck versucht, also alle samt Zweithund die völlig harmlose geschlossene Treppe sogar mit Stufenteppichen hochgegangen. Aber statt mitzukommen, hat er in den Vorflur gepinkelt. Manchmal hat man wirklich dumme Ideen. Tut mir immer noch leid.

Am nächsten Tag haben wir das dann ordentlich geübt, Leine dran und alle zusammen mit Schwung im Pulk und ohne zu zögern hoch. Aber bitte nicht mit Gewalt weiterschleifen, wenn er partout nicht weiter kann, dann zurück und Neustart. Das haben wir ein paarmal gemacht und die Treppe war kein Problem mehr.

Ach ja, wenn du schon so lange an einer Treppe übst, nehme erst eine andere Treppe und trainiere es dort.
 
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Pia
13. Dez. 17:09
Unseren Bub hab ich auch mit 7 Jahren übernommen. Er hat ebenerdig bis dahin gelebt. Keine Leckerli, nichts hat bei Treppen funktioniert, bis ich Stufenmatten gelegt habe. Dann mit viel Geduld hat er es dann geschafft. Er geht heute noch sehr vorsichtig, findet aber Halt und traut es sich zu . Viel Glück und Geduld.
 
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Angelika
13. Dez. 17:28
Hhhmm kann dein Hund Apportieren? Bzw macht ihm das Spaß, dann fangt mal an das nur in der Nähe der Stufen zu machen, wenn das funktioniert, auf die erste Stufe werfen, nach einer Woche ca auf die zweite usw....
 
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Elena
24. Dez. 20:33
Ich hatte auch mal einen Hund, den ich in einem Alter von über 8 Jahren übernommen habe. Er kannte nicht seinen Namen und konnte unter anderem keine Treppen laufen. Was mir damals sehr geholfen hat: es gab eine Ersthündin, die es ihm immer wieder mit großem Eifer zeigte. Rauf, runter, rauf und runter lief sie immer wieder vor ihm her und ich hatte lediglich zu „assistieren“, sprich, ihn zu sichern bei seinen Versuchen. Hunde lernen durch Nachahmen. Um es ihm zu erleichtern, haben wir zuvor natürlich die Treppenstufen rutschfest präpariert. Was mir zu deinem konkreten Fall in den Sinn kommt: sind Schmerzen und Einschränkungen am Bewegungsapparat ausgeschlossen worden? Das muss zuerst klar sein, bevor Bewegungsabläufe eingefordert werden. Zweite Idee dazu: in der Neurologie gibt es für Bewegungsmuster, die der Hund benötigt, aber (noch) nicht ausführen kann, ein hilfreiches Trainingsmodell, nennt sich Fazilitation. Dabei wird aufgebaut, was im Alltag wünschenswert und sinnvoll ist. Damit kann man motorische Fähigkeiten erarbeiten. Ich sag’s mal: vielleicht vergleichbar mit einer menschlichen Ergotherapie … Ggf. kann eine Praxis für Tierphysiotherapie dabei behilflich sein?
Danke für die ausführliche Antwort! Schmerzen sind definitiv ausgeschlossen, unsere Außentreppen geht sie problemlos hoch und runter. Und generell ist sie sehr aktiv und klettert im Wald auch gerne auf Baumstämme oder ähnliches Zeugs.
Einen anderen Hund zum assistieren dabei haben kam mir auch schon in den Sinn, jedoch ist die Auswahl bei uns leider begrenzt 🙈
Ich denke, ich werde es mal mit der Physiotherapie probieren!
 
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Elena
24. Dez. 20:34
Unseren Bub hab ich auch mit 7 Jahren übernommen. Er hat ebenerdig bis dahin gelebt. Keine Leckerli, nichts hat bei Treppen funktioniert, bis ich Stufenmatten gelegt habe. Dann mit viel Geduld hat er es dann geschafft. Er geht heute noch sehr vorsichtig, findet aber Halt und traut es sich zu . Viel Glück und Geduld.
Dankeschön für den Tipp! Bei uns ist schon alles rutschfest. Das sollte also nicht das Problem sein, sofern sie natürlich begriffen hat, dass es auch rutschfest ist.
 
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Elena
24. Dez. 20:36
Ich habe das damals bei meinem Bodi mit Sozialdruck versucht, also alle samt Zweithund die völlig harmlose geschlossene Treppe sogar mit Stufenteppichen hochgegangen. Aber statt mitzukommen, hat er in den Vorflur gepinkelt. Manchmal hat man wirklich dumme Ideen. Tut mir immer noch leid. Am nächsten Tag haben wir das dann ordentlich geübt, Leine dran und alle zusammen mit Schwung im Pulk und ohne zu zögern hoch. Aber bitte nicht mit Gewalt weiterschleifen, wenn er partout nicht weiter kann, dann zurück und Neustart. Das haben wir ein paarmal gemacht und die Treppe war kein Problem mehr. Ach ja, wenn du schon so lange an einer Treppe übst, nehme erst eine andere Treppe und trainiere es dort.
Dankeschön für die Antwort! Leider haben wir nur eine andere Treppe, nämlich unsere Kellertreppe. Und da geht sie auch nicht runter, obwohl es eine solide Steintreppe ist. Sehr merkwürdig.
 
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Elena
24. Dez. 20:37
Mir fällt auch gerade ein: Rütter hatte ja auch schon den ein oder anderen Fall. Einmal hat’s nach den ersten Pfoten auf der Treppe dann auch mit Schwung funktioniert. Unten gespielt, immer näher an die Treppe ran und dann einfach die Treppe ins Spiel eingebaut… kommt halt drauf an, wie euer Hund so drauf ist!😀
Sie ist da leider sehr zurückhaltend und gar nicht in der Stimmung zum Spielen. Aber ich werde dranbleiben!
 
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Elena
24. Dez. 20:41
Da müsste man echt mal ein Video sehen, um zu sehen, wo eine mögliche Ursache liegt! Einige mögliche wurden ja schon genannt… Polli hatte anfangs massive Probleme mit Kellertreppen. Da ist sie nichtmal in die Nähe gegangen! Offensichtlich hat sie im Keller mal Schlimmes erlebt. Wir haben es auch mit sehr sehr sehr viel Geduld immer wieder (mir viel Käse!) versucht und so ging sie wenigstens irgendwann bis zur obersten Stufe… aber keine Kralle weiter! Wir sind dann mit unseren Versuchen auf ne andere Treppe umgestiegen (eigentlich viel steiler & dunkler). Aber dort hat sie sich dann einmal ein Herz gefasst und ist runter!🤗 Offensichtlich war es wichtig, dass die Umgebung nicht so ähnlich war, wie bei ihren Erlebnissen… oder es war schon eine gewisse Gewöhnung an den Ort. Einmal geschafft, sind für sie jetzt Kellertreppen das Natürlichste von der Welt. Insbesondere nachdem sie rausgefunden hat, dass es dort unter phantastisch duftet: wir lagern das Futter im Keller und tw. stehen dort die Mülltonnen!😀
Ich werde die Tage vielleicht ein Video hochladen, wenn ich dran denke! Vermutlich liegt es daran, dass es eine offene Treppe ist, wodurch sie direkt auf die Kellertreppe sehen kann. Die Kellertreppe geht sie aber auch nicht runter,obwohl diese keine offenen Stufen hat. Mit Leckerlis geht sie wenigstens mit den beiden Vorderpfoten auf die ersten beiden Stufen, aber die Hinterbeine bleiben auf dem Boden. An der Motorik sollte es nicht liegen, unsere Außentreppe schafft sie auch, sogar im Rennen. Aber naja, jeder Hund hat halt seine Macken🙈
 
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Annabell
24. Dez. 22:14
Ich werde die Tage vielleicht ein Video hochladen, wenn ich dran denke! Vermutlich liegt es daran, dass es eine offene Treppe ist, wodurch sie direkt auf die Kellertreppe sehen kann. Die Kellertreppe geht sie aber auch nicht runter,obwohl diese keine offenen Stufen hat. Mit Leckerlis geht sie wenigstens mit den beiden Vorderpfoten auf die ersten beiden Stufen, aber die Hinterbeine bleiben auf dem Boden. An der Motorik sollte es nicht liegen, unsere Außentreppe schafft sie auch, sogar im Rennen. Aber naja, jeder Hund hat halt seine Macken🙈
Könntet ihr für den Anfang eure Treppe mit Pappe oder ähnlichem Blickdicht machen, sodass sie nicht mehr offen erscheint? Geht sie draußen denn auch offene Treppen hoch oder hattet ihr das draußen bisher nicht?
Um in Verbindung mit der Treppe offen für Spiele oder Futter zu sein, scheint momentan die Angst vor der Treppe drinnen ja noch zu groß zu sein wie du beschreibst.
Woran hat sie denn sonst im Alltag Spaß? Ist sie eher mit Futter oder Spielen zu motivieren? Vielleicht kannst du dich langsam an die Treppe vor arbeiten, sodass sie gerade noch nicht zu gestresst ist?
Vielleicht habt ihr das natürlich schon probiert, wenn ihr schon seit Monaten übt. Ansonsten würde ich vielleicht mal einen kompetenten Trainer drauf gucken lassen (falls ihr das noch nicht gemacht habt), der am besten auch Erfahrung mit Angsthunden hat. Aus der Ferne lässt sich die tatsächliche Situation ja immer nur bis zu einem gewissen Punkt erahnen.
 
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Manu
2. Dez. 22:04
Bei uns ist es merkwürdig. Meine fast 2jährige Hündin ist etwas über 1 Jahr bei mir. Nach Anfangsschwierigkeiten hat sie die Stufen im Treppenhaus gemeistert. Mit und ohne Leine. Seit ein paar Tagen hat sie plötzlich Probleme beim hoch gehen. Es sieht für mich aus, als ob sie Angst hätte. Seit gestern geht es nur mit Tragen. Runter ist kein Problem und andere Stufen auch nicht. Auch auf Baumstämme oder ähnliches springen macht sie immer noch gern.
Mir ist auch nicht bewusst, dass in den letzten Tagen etwas auf den Stufen passiert wäre.
Hat jemand eine Idee woran es liegen könnte?