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Sabrina
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zuletzt 2. Aug.

Wann sollte man mit einem Tierschutzhund anfangen, mit einem Hundetrainer zu arbeiten?

Hallo, meine Eltern habe gestern ihren Hund Rupert aus dem Tierheim bekommen. Rupert ist ein großer Junghund aus Rumänien, er hat sicherlich auch einen Herdenschutzhund in seinen Genen. (Siehe Fotos) Er wurde in der Smeura geboren und ist jetzt 15 Monate alt. Er hat halt außer dem Leben im Tierheim nicht viel kennen gelernt und muss nun quasi wie ein Welpe alles lernen. Dabei ist er aber ein total freundlicher Hund, nur halt schon sehr "rüpelig", durch seine Größe neigt er dazu, einen manchmal etwas zu überrumpeln. Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Eltern ohne die Anleitung eines Trainers ihn nicht vernünftig erziehen werden können. Dazu verstehen sie seine Signale zu wenig und sind auch leider zu inkonsequent. Wenn ich ihnen was dazu sage, winken sie ab, weil sie ja Hundeerfahrung haben und ich in ihren Augen noch nicht. Dabei wäre Rupert ohne meine Hilfe heute morgen immer noch verzweifelt im Flur, weil ich als einzige erkannt habe, dass er nicht Angst vor der Wohnung an sich hat, sondern sich einfach nicht auf den glatten Holzboden getraut hat. Kaum hatten wir gestern Abend einen Weg aus Teppichmatten hingelegt, begann er, in die Wohnung zu gehen. Meine Eltern hätten das nicht erkannt, sondern ihn winselnd im Flur stehen lassen und gehofft, dass er irgendwann zu ihnen kommt. Wann würdet ihr sagen, macht es Sinn, in Ruperts Training mit einem Hundetrainer einzusteigen? So schnell wie möglich oder soll er erst "ankommen"?
 
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Sabrina
31. Juli 14:22
Ich habe ein recht ähnliches "Exemplar" aus Griechenland und stellte mir dieselbe Frage. Da meiner mit 9 Monaten bereits extremen Schutztrieb zeigte, aber zeitgleich sogar Angst vor Enten hatte (er kannte halt nichts), versuchte ich zwei Hundeschulen. Eine davon war wirklich sehr gut. Das Problem war, dass er mir zwar folgte, nicht weglief, aber keine starke Bindung da war. Dafür brauchte er fast ein Jahr. In der Zeit war jede Art von Erziehung fast sinnlos und sehr zermürbend. Ich verbrachte die ganze Zeit damit ihm ganz ruhig die Welt zu zeigen, damit er beobachten kann, dass alles gut ist und kaum etwas Gefahr für ihn bedeutet. Ich finde es problematisch, dass deine Eltern da keinen Blick für haben. Von Training und Hundeschule würde ich anfangs abraten, aber essentiell wäre es, dem Hund ganz viel Ruhe und Gelassenheit zu vermitteln und sehr liebevoll konsequent zu sein und exakt zu erkennen, wo der Hund welches Problem hat, um ihm da Raum zu geben. Zu dem Kommentar vor meinem: Ich lebe mit meinem in einer Etagenwohnung ohne Garten, aber man muss, wenn der HSH etwas durchkommt, dem Hund etwas bieten und HSH sind extrem sensibel, dh sie durchschauen Menschen extrem gut und nutzen das. Da sie sehr eigenständig sind, braucht mal viel Bindungsarbeit, viel Auslastung (artgerecht) und Geduld. Mit meinem fuhr ich anfangs immer zum Reitstall, wo er auf die Pferde aufpassen konnte und ich sitze viel mit ihm draußen, wo er beobachten darf und ich lobe ihn für "angemessene" Reaktionen, zb wenn er bellt, aber neben mir stehen bleibt. Nach zwei Jahren apportiert er auch (nur Futterdummys) und sucht diese im Gelände, aber sein liebstes Hobby ist es wo zu liegen und zu beobachten. Wir haben hier Raum Bochum gute Hundepsychologen, die nach Hause kommen und diesen Einstieg erleichtern. Bei euch in der Region kenne ich mich leider nicht aus.
Ja, ich glaube auch, dass es an der Bindung hapert. Aber ich habe auch den Eindruck, dass meine Eltern nicht verstehen, dass dieser Hund so ganz anders tickt als ihre Barsois. Die waren damit zufrieden, im Garten für ne halbe Stunde richtig Gas zu geben, dann noch mal spazieren zu gehen gegen Abend und sonst im Haus zu liegen und zu schlafen. Bei Rupert merkt man, dass er gern ne Aufgabe möchte.
Dieses ihm alles zeigen und ihn beim Spaziergang mal die Welt erkunden lassen, machen sie so gut wie nicht. Spazieren gehen heißt im Moment, dauernd an dem Hund zu arbeiten, damit er nicht zieht. Dass er aber zieht, weil er gestresst ist, und ihr dauerndes "Bei Fuß" gar nichts bringt, verstehen sie nicht. Wir haben gestern mit ihm genauso gearbeitet wie mit unserem Mono, ganz viel gelobt, wenn er gut gelaufen ist, oder wenn er sich was angeguckt hat, was er zuerst gruselig fand (machen meine Eltern auch nicht), oder wenn er einen Blick zu uns zurück geworfen hat. Das ist im Prinzip auch das, was ich mit Training meine, halt, dass jemand meine Eltern darin trainiert, den Hund zu lesen und mit ihm über solche Sachen eine Bindung aufzubauen. Sitz, Platz, Bleib, oder klaglos allein bleiben (üben sie alles mit ihm im Moment auf eigene Faust) sehe ich als etwas an, was wirklich später trainiert werden kann. Erstmal muss der Hund doch mit ihnen zusammen wachsen, man muss vielleicht am Schutztrieb arbeiten, aber doch nicht diese sinnlosen Befehle dauernd. Aber genau dafür bräuchten sie einen guten Trainer, der gleichzeitig auch Psychologische Hilfe geben kann und nicht diese Tante aus dem Tierheim, die will, dass sie in drei Wochen dann zum Auslaufgelände am Tierheim zum Gruppentraining kommen. Training, in einer Umgebung, die ihn durch die in ihren Zwingern bellenden Hunde schon gestresst hat, als er noch im Tierheim war und dann auch noch mit ganz vielen neuen Menschen und Hunden. Wie soll das funktionieren?
 
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Natalia
31. Juli 14:34
Ja, ich glaube auch, dass es an der Bindung hapert. Aber ich habe auch den Eindruck, dass meine Eltern nicht verstehen, dass dieser Hund so ganz anders tickt als ihre Barsois. Die waren damit zufrieden, im Garten für ne halbe Stunde richtig Gas zu geben, dann noch mal spazieren zu gehen gegen Abend und sonst im Haus zu liegen und zu schlafen. Bei Rupert merkt man, dass er gern ne Aufgabe möchte. Dieses ihm alles zeigen und ihn beim Spaziergang mal die Welt erkunden lassen, machen sie so gut wie nicht. Spazieren gehen heißt im Moment, dauernd an dem Hund zu arbeiten, damit er nicht zieht. Dass er aber zieht, weil er gestresst ist, und ihr dauerndes "Bei Fuß" gar nichts bringt, verstehen sie nicht. Wir haben gestern mit ihm genauso gearbeitet wie mit unserem Mono, ganz viel gelobt, wenn er gut gelaufen ist, oder wenn er sich was angeguckt hat, was er zuerst gruselig fand (machen meine Eltern auch nicht), oder wenn er einen Blick zu uns zurück geworfen hat. Das ist im Prinzip auch das, was ich mit Training meine, halt, dass jemand meine Eltern darin trainiert, den Hund zu lesen und mit ihm über solche Sachen eine Bindung aufzubauen. Sitz, Platz, Bleib, oder klaglos allein bleiben (üben sie alles mit ihm im Moment auf eigene Faust) sehe ich als etwas an, was wirklich später trainiert werden kann. Erstmal muss der Hund doch mit ihnen zusammen wachsen, man muss vielleicht am Schutztrieb arbeiten, aber doch nicht diese sinnlosen Befehle dauernd. Aber genau dafür bräuchten sie einen guten Trainer, der gleichzeitig auch Psychologische Hilfe geben kann und nicht diese Tante aus dem Tierheim, die will, dass sie in drei Wochen dann zum Auslaufgelände am Tierheim zum Gruppentraining kommen. Training, in einer Umgebung, die ihn durch die in ihren Zwingern bellenden Hunde schon gestresst hat, als er noch im Tierheim war und dann auch noch mit ganz vielen neuen Menschen und Hunden. Wie soll das funktionieren?
Das liest sich fürchterlich! :( Diese Befehle führt meiner bis heute nicht richtig aus, weil er gar nicht so den will to please hat, wie meine vorherigen Hunde. Liebevolle Konsequenz, positive Verstärung sind die Themen und den Hund lesen, ihm Voraus sein. Damit hast du sehr Recht. Meiner zog so extrem an der Leine anfangs, ich ging zum Arzt, weil ich dachte, ich habe Rheuma in den Fingergelenken. 😂 Mittlerweile kann ich nicht einmal eine Ziehleine nutzen, weil er sofort zu mir sieht, ist die leine stramm. Von sich aus. Natürlich muss er sich auch setzen und zu mir kommen (gerade bei Radfahrern usw wichtig), aber wir haben uns zusammen eine gewisse Gehorsamkeit erarbeitet und bevor er nicht ausgelastet ist im Kopf und vom Körper her, geht da gar nichts und er ist eher Typ HB Männchen mit Bohnen in den Ohren. Meine Nachbarin hatte immer Schäferhunde, Malinois und Collies und schüttelt immer den Kopf, wie sehr man bei ihm auf Zack sein muss und wie viel er fordert. Ich hatte mal ein Gespräch mit einer HSH Besitzerin in meinem Stadtteil, die immer extra zu der einzigen HSH Trainerin in NRW fährt, die in Münster wohnen soll. Ich weiß aber ihren Namen nicht. :( Vielleicht hilft deinen Eltern ein Gespräch mit einer solch Sachkundigen Person?
 
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Sabrina
31. Juli 15:28
Das liest sich fürchterlich! :( Diese Befehle führt meiner bis heute nicht richtig aus, weil er gar nicht so den will to please hat, wie meine vorherigen Hunde. Liebevolle Konsequenz, positive Verstärung sind die Themen und den Hund lesen, ihm Voraus sein. Damit hast du sehr Recht. Meiner zog so extrem an der Leine anfangs, ich ging zum Arzt, weil ich dachte, ich habe Rheuma in den Fingergelenken. 😂 Mittlerweile kann ich nicht einmal eine Ziehleine nutzen, weil er sofort zu mir sieht, ist die leine stramm. Von sich aus. Natürlich muss er sich auch setzen und zu mir kommen (gerade bei Radfahrern usw wichtig), aber wir haben uns zusammen eine gewisse Gehorsamkeit erarbeitet und bevor er nicht ausgelastet ist im Kopf und vom Körper her, geht da gar nichts und er ist eher Typ HB Männchen mit Bohnen in den Ohren. Meine Nachbarin hatte immer Schäferhunde, Malinois und Collies und schüttelt immer den Kopf, wie sehr man bei ihm auf Zack sein muss und wie viel er fordert. Ich hatte mal ein Gespräch mit einer HSH Besitzerin in meinem Stadtteil, die immer extra zu der einzigen HSH Trainerin in NRW fährt, die in Münster wohnen soll. Ich weiß aber ihren Namen nicht. :( Vielleicht hilft deinen Eltern ein Gespräch mit einer solch Sachkundigen Person?
Ich kenne ja sogar eine sehr gute Hundetrainerin, die mit schwierigen Tierschutzhunden schon viel gearbeitet hat und habe die denen empfohlen. Aber solange meine Eltern nicht bereit sind, sich so jemanden zur Hilfe zu holen und den Hund mal von ihr angucken zu lassen, bringt das ja alles nichts. Im Moment regen sie sich nur auf, wenn ich was sage, also lasse ich es jetzt. Gehe aber ganz konsequent nicht mehr in ihre Wohnung. Vielleicht merken sie es ja dann..
 
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Johanna
31. Juli 15:35
Das sehen wir auch so, wir haben meinen Eltern ganz klar gesagt, das ist kein Hund für euch, als sie ihn uns das erste Mal im Tierheim gezeigt haben. Und das hatte damals bei meiner Ma auch zu Zweifeln geführt. Leider hatte mein Dad sich auf Rupert schon total eingeschossen und wollte ihn wenigstens mal spazieren führen und hat so meine Ma überzeugt. Wir haben dann mit unserem Hund zusammen ihn auch noch mal kennengelernt und ganz ehrlich, ich hatte gehofft, dass sie sich nicht mögen, denn dann wäre Rupert vom Tisch gewesen. Leider haben sie sich aber akzeptiert und trotz unserer nochmals angebrachten Bedenken haben meine Eltern ihn dann genommen. Ich versteh das Tierheim da absolut nicht, denn es war absehbar, dass er allein von seiner Körpergröße her für meine beiden nicht gerade hoch gewachsenenen und ja auch nicht mehr jungen Eltern nichts ist. Ich hatte auch versucht, ihnen zwischendurch, als Rupert ganz kurz nicht mehr in Frage kam, immer mal Galgos von dem Verein zu zeigen, von dem wir Mono haben, da sie früher ja immer Windhunde (Barsois) hatten. Mein Vater fand die auch ganz gut, aber meine Ma wollte partout keinen Hund mehr, den man nicht frei laufen lassen kann. (Tja, geht bei Rupert auch nicht 🤷🏻‍♀️) Leider würden sie sich nie eingestehen, dass das mit ihm nicht passt und werden ja auch von der Tierheim Trainerin in ihrem Handeln bestätigt. Was wir dazu sagen, ist alles übertrieben und wir haben ja auch nicht so viel Ahnung wie meine Eltern oder die Trainerin🙄. Also kann ich da leider nicht viel machen, außer den Hund ab und zu mal zu einem Spaziergang mitzunehmen, bei dem er mal entspannen und Dinge kennen lernen darf. Und darauf zu hoffen, dass er nicht vollkommen verkorkst ist irgendwann und dann weg muss.
Sehr schade für den Hund! Ihn nur ab und zu abzuholen wird auf Dauer zu wenig sein für ihn. Wenn ein Hüte- oder Herdenschutzhund drin ist, dann benötigt er tägliche Arbeit und Aufgaben!
 
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Sabrina
31. Juli 15:40
Sehr schade für den Hund! Ihn nur ab und zu abzuholen wird auf Dauer zu wenig sein für ihn. Wenn ein Hüte- oder Herdenschutzhund drin ist, dann benötigt er tägliche Arbeit und Aufgaben!
Finde ich auch.
Inzwischen bereue ich es auch ein bisschen , dass ich ihnen die Tierschutzhunde nahe gelegt hatten. Ursprünglich wollten sie einen Großpudel vom Züchter. Wäre vielleicht doch die bessere Wahl gewesen. Wobei ich auch nie im Leben damit gerechnet hätte, dass ihre Wahl dann ausgerechnet auf einen Hund wie Rupert fällt.
 
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Natalia
31. Juli 16:11
Ich kenne ja sogar eine sehr gute Hundetrainerin, die mit schwierigen Tierschutzhunden schon viel gearbeitet hat und habe die denen empfohlen. Aber solange meine Eltern nicht bereit sind, sich so jemanden zur Hilfe zu holen und den Hund mal von ihr angucken zu lassen, bringt das ja alles nichts. Im Moment regen sie sich nur auf, wenn ich was sage, also lasse ich es jetzt. Gehe aber ganz konsequent nicht mehr in ihre Wohnung. Vielleicht merken sie es ja dann..
Ich drücke ganz fest die Daumen, dass deine Eltern sich besinnen und es gut für den Hund ausgeht!
Das geschilderte Verhalten über den Schutztrieb kenne ich von meinem sehr gut und ich kenne mittlerweile auch zwei Hunde, bei denen exakt dieses Verhalten nicht ernst genommen wurde bzw mit reinem Unterordnungstraining verbessert werden sollte. Beide Hunde sind wegen mehrfacher Beißvorfälle (zwei mit erforderlicher OP und einer mit dauerhaftem Schaden der Armmuskulatur des Menschen) mittlerweile eingeschläfert worden.
Bei meinem richtete sich das in der zweiten Pubertät auch in einer Phase gegen mich inkl. absoluter Verweigerung zu gehorchen. War sehr frustrierend und einen Abend ging er mich an, wie der deiner Eltern dich, nur konnte ich nicht gehen und es endete darin, dass ich ihn auf den Rücken gedreht festhielt, dass er mich nicht zu packen bekam. Saß über eine halbe Stunde so auf dem Boden mit ihm, bis er sich beruhigte und sich auf seine Decke schicken ließ. Das ist wahrlich kein Spaß... Da wir von Anfang an arbeiteten und er mit seinem Verhalten nicht durchkam, ist das bei uns seitdem endgültig geklärt und jede Auffälligkeit (Jogger und Radfahrer "beobachten" und an der Leine pöbeln) wurde schlagartig besser. Da er jetzt drei wird und langsam erwachsen wird, ist er jetzt auch recht stabil im Verhalten und relativ verlässlich. Darauf müssen deine Eltern halt gefasst sein, dass es so lange dauert wahrscheinlich und es nicht besser wird, sondern wirklich ausarten kann, hat der Hund keine konsequente Bezugsperson, der er vertraut.
 
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Dogorama-Mitglied
31. Juli 16:32
Ich würde so schnell wie möglich starten, schaden tut es auf keinen Fall, hab es bei meinem ersten Hund auch genutzt😉
 
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Sabrina
31. Juli 16:39
Ich drücke ganz fest die Daumen, dass deine Eltern sich besinnen und es gut für den Hund ausgeht! Das geschilderte Verhalten über den Schutztrieb kenne ich von meinem sehr gut und ich kenne mittlerweile auch zwei Hunde, bei denen exakt dieses Verhalten nicht ernst genommen wurde bzw mit reinem Unterordnungstraining verbessert werden sollte. Beide Hunde sind wegen mehrfacher Beißvorfälle (zwei mit erforderlicher OP und einer mit dauerhaftem Schaden der Armmuskulatur des Menschen) mittlerweile eingeschläfert worden. Bei meinem richtete sich das in der zweiten Pubertät auch in einer Phase gegen mich inkl. absoluter Verweigerung zu gehorchen. War sehr frustrierend und einen Abend ging er mich an, wie der deiner Eltern dich, nur konnte ich nicht gehen und es endete darin, dass ich ihn auf den Rücken gedreht festhielt, dass er mich nicht zu packen bekam. Saß über eine halbe Stunde so auf dem Boden mit ihm, bis er sich beruhigte und sich auf seine Decke schicken ließ. Das ist wahrlich kein Spaß... Da wir von Anfang an arbeiteten und er mit seinem Verhalten nicht durchkam, ist das bei uns seitdem endgültig geklärt und jede Auffälligkeit (Jogger und Radfahrer "beobachten" und an der Leine pöbeln) wurde schlagartig besser. Da er jetzt drei wird und langsam erwachsen wird, ist er jetzt auch recht stabil im Verhalten und relativ verlässlich. Darauf müssen deine Eltern halt gefasst sein, dass es so lange dauert wahrscheinlich und es nicht besser wird, sondern wirklich ausarten kann, hat der Hund keine konsequente Bezugsperson, der er vertraut.
Boah, heftig. Ich hoffe, dass es nicht zu solchen Vorfällen mit Rupert kommen wird. Da er jetzt schon nicht wirklich auf Kommandos meiner Ma reagiert und sie auch immerzu anpöbelt, hoffe ich inständig, dass es nicht in Aggression gegen sie umschlägt. Sie hätte Schlicht keine Chance, sich gegen ihn zu wehren.
 
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Nela
1. Aug. 07:57
Hallo Sabrina,
Ich hab selber seit 8 Jahren eine Hündin aus Rumänien. Sie war 3 J. als sie zu mir kam.
Zu deiner Frage, wann mit Hundetrainer/Hundeschule, mein Hundetrainer hat gesagt, ich solle 14Tage warten und dann in die Hundeschule. So hab ich es gemacht und es hat super geklappt.
 
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Natalia
1. Aug. 08:40
Boah, heftig. Ich hoffe, dass es nicht zu solchen Vorfällen mit Rupert kommen wird. Da er jetzt schon nicht wirklich auf Kommandos meiner Ma reagiert und sie auch immerzu anpöbelt, hoffe ich inständig, dass es nicht in Aggression gegen sie umschlägt. Sie hätte Schlicht keine Chance, sich gegen ihn zu wehren.
Wie pöbelt er denn? Ich wollte mit der Schilderung keine Angst machen. Mein Norbert ist generell ein super lieber, verschmuster Hund, aber was der sich für Aktionen zwischen dem 11. und 36. Lebensmonat leistete, das war teils tatsächlich zum Haare raufen. 🙈😅 Das macht es deutlich, wie essentiell ruhiges, konsequentes Verhalten, Nerven bewahren und den Hund lesen tatsächlich ist bzw sein kann, zeigt er bereits Ansätze von eigenständigem Handeln. Ich finde es schon arg bedenklich, dass er auf dich reagiert, wo du mit im Haus wohnst und ihn mit zu Spaziergängen nimmst. Der Machtkampf zwischen mir und ihm war was anderes, davon ab hätte er sich nie erlaubt wen anzugehen, der bei uns mit im Haus lebt oder den er gut kennt vom Spaziergang. Ich weiß auch, dass meiner niemals Radfahrer mögen wird, die hinter mir herkommen. Er sieht sie an, gehorcht unangeleint und fordert danach sein Lecker ein, weil er die Situation "ertrug" und mir überließ. Sobald ich das nicht regel, nicht in direkter Nähe bin, würde er jeden Radfahrer stoppen, weil das nicht in sein Weltbild passt, dass Menschen in höherer Geschwindigkeit auf ihn zufahren. Wenn euer Rupert in diese Richtung tendiert, ist das halt auch das Maximum, was man erreichen kann. Durch das Beobachten lassen lernen sie einzuschätzen, was "normal", also ungefährlich ist. Deshalb ist das so wichtig auch. Ich hab mich mit meinem zb anfangs mal 5 Stunden in ein kleines Ladenlokal gesetzt, bis er ruhig zwischen Kunden lag. So etwas bringt mehr Erfolge im Training, als eine Rückrufübung auf dem Hundeplatz. Der Rückruf funktionierte danach viel besser, weil er ruhiger war, mir und der Welt mehr vertraute und weniger Anlass zum Aufpassen sah. Am Rande der Innenstadt parkte ich auch gerne mit ihm. Dann konnte er im Auto mit mir das Treiben beobachten geschützt und jedes Mal, regte ihn was auf und er sah mich an, statt anzuschlagen, wurde er belohnt. Er selber wäre gern einfach so in die Innenstadt gerannt und hätte einfach alles eliminiert, was ihn verunsicherte, aber er ließ sich drauf ein, dass es entspannter ist, vertraut er mir und wird dafür belohnt. Exakt das ist das, was man im Training erreichen muss.